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Häsin wegen Rammelei kastrieren?Hallo! Nachdem unsere beiden kastrierten Jungs im letzten Jahr wegen Unverträglichkeit getrennt werden mussten und beide mit einer Häsin vergesellschaftet wurden, haben wir das bei uns verbliebene Paar in ein Gehege auf dem Balkon ausquartiert. Der Rammler ist nun 2 Jahre alt, die Häsin 1 Jahr. Die beiden vertragen sich gut, kuscheln viel und liegen meist beieinander. Unsere Häsin ist vom Charakter her allerdings viel bewegungsfreudiger, neugieriger und kecker als unser Zwergwidderich. Dieser ist ein eher fauler Geselle und liegt sehr viel rum. Mein einziges "Problem" mit den beiden ist, dass die Häsin den Rammler häufig berammelt. Ob von hinten oder vorn, das ist ihr völlig gleich. An manchen Tagen ist sie dahingehend so ausdauernd, dass sie quasi permanent auf dem Rammler hockt. Vor allem wenn sie aufgeregt scheint, es Futter gibt oder er ihr irgendwie zu viel faul in der Ecke liegt. Er ist wie gesagt ziemlich stumpf und lässt sich viel gefallen, irgendwann wird es ihm aber zu bunt und die Lütte muss Fell lassen. Ich frage mich nun warum sie so viel rammelt. Ein Dominanzproblem scheint mir eigentlich nicht vorzuliegen. Wenn es drauf an kommt, ist der Rammler Chef. Sie ist regelmäßig scheinschwanger und baut dann auch ein Nest. Ich habe in dieser Zeit jedoch nie gesehen, dass sie aggressiv geworden wäre, sie kuschelt weiterhin auch im Nest mit dem Rammler und auch wir dürfen sie anfassen. In letzter Zeit ist unser Dicker zunehmend genervt und ich frage mich ob eine Kastration der Häsin hier Abhilfe schaffen könnte oder ob ich einfach zwei Karnickel mit extrem unterschiedlichem Charakter habe... Vielleicht hat noch jemand Erfahrungen mit einer ähnlichen Problematik. Viele Grüße Suse
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| Das würde ich nicht machen lassen. Das ist eine RiesenOP für so ein kleines Tier, nur weil sie normales Kaninchenverhalten zeigt.
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| Dass der Rammler etwas genervt ist (und du dich möglicherweise an dem "nicht jugendfreien" Verhalten störst) rechtfertigt keine so schwerwiegende OP. Es scheint leider ein recht häufiges Problem zu sein, dass Kastraten von Häsinnen drangsaliert werden. In welchem Alter wurde er kastriert?
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| Danke für eure Antworten. Das Verhalten an sich stört mich natürlich nicht! Ich mache mir eher Gedanken um meine Häsin warum sie das macht bzw. ob sie vielleicht ein hormonelles Problem haben könnte oder ähnliches. Nachdem meine Jungs sich so übel zerbissen haben bin ich nun auch etwas empfindlich was Konflikte angeht und möchte nicht, dass der Rammler der deutlich kräftiger ist, sie mal ernsthaft verhaut. Ich muss eh demnächst zum impfen los und befrage mal meinen Tierarzt. Vielleicht kann der mal ein Sono machen um Veränderungen an den Organen auszuschließen. Der Rammler wurde übrigens im Alter von 10 oder 11 Wochen kastriert.
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| Ich würde das auch so machen, dann bist du beruhigt. Was deine Ängste betrifft: achte darauf dass es keine Sackgassen im Gehege gibt, damit sie ihm notfalls ausweichen kann. Dann ist ein großer Teil der Gefahr bereits gebannt, ich denke nicht dass er sie richtig vermöbelt, er wird ihr höchstens klarmachen dass das so nicht geht. Kann sie dann vor ihm abhauen, wird er sie lediglich jagen und ihr vielleicht ein bisschen Fell ausrupfen.
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| Falls Du eine Kastration machen lassen musst/möchtest, keine Panik. Natürlich es ist eine Operation aber bei allen Häsinnen die ich bisher kastrieren habe lassen, wurde die Operation ausgesprochen gut verkraftet. Du solltest darauf achten einen TA zu haben der eine intrakutane Naht macht. So ist es in Bezug auf die Narbe noch risikoärmer. Aktuell habe ich Samira, zwei Jahre alt und Ella, vier Jahre alt kastrieren lassen. Beide hatten schon jede Menge Zysten in der ebenfalls vergrößerten Gebärmutter. Zusätzlich musste ich Cassy an einem Gesäugetumor operieren lassen. Cassy hatte in den letzten sieben Wochen mit einem sehr massiven E. C. Schub zu kämpfen. Das zittern und bangen bei der Op kannst Du Dir vorstellen. Wäre Cassy auch kastriert gewesen, wäre es vermutlich gar nicht zu diesem Tumor gekommen. Das ist nämlich bei aller Skepsis gegenüber dieser Operation die andere Seite der Medallie.
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| Ich habe leider auch solche Probleme momentan. Seit diesem Frühjahr ist meine Pauline leider auch ständig am rammeln. Das ganze war letztendlich so schlimm, dass es meinem Keks unweigerlich auf den Magen geschlagen hat, er hat vor lauter weiblichem Dominanzverhalten den Appetit verloren, sich nur noch im Eck verkrochen. Der TA hat mich letztendlich darauf gebracht, dass sie das "Problem" ist und dass das dieses Frühjahr relativ häufig aufgetreten ist. Ich musste sie (hoffentlich vorübergehend) trennen und ihn erstmal wieder aufpäppeln. Bitte beobachte ihn kritisch ob das bei dir nicht auch passiert
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| Zum Thema Weibchen kastrieren lassen: Es stimmt, dass es ein OP Eingriff ist und damit verbunden ein etwas größerer Aufwand ist als wenn ein Rammler kastriert wird. Es kann auch im schlimmsten Fall passieren, dass das Weibchen dabei stirbt. Dennoch finde ich, dass bei dem Thema im Internet übertrieben wird. Ich habe schon einmal mit dem Beraterverein, der bei diebrain.de die e-mails bearbeitet, darüber diskutiert. Die haben dahingehend auch eine differenzierte Meinung zum Thema Kastration von Weibchen. Ich möchte aber niemanden empfehlen, lass dein Kaninchen kastrieren, auch nicht, wenn es häufig Scheinschwanger oder eben wie hier so ein dominantes Verhalten an den Tag legt. Wir haben unsere Kaninchendame in einer Not-OP noch retten können, indem die Gebärmutter entfernt wurde. Das ist nur durch Zufall aufgefallen, weil sie sich mit dem anderen Weibchen sehr heftig verletzt hatte. Wenn das Weibchen wirklich Tumore entwickelt, ist es sehr schwer bis unmöglich diese zu erkennen. Unser Weibchen hatte normal gefressen, getrunken und sich normal verhalten. Nur ihr Hormonhaushalt war total durch den Wind, weshalb es zu diesem heftigen Kampf kam. Letztendlich musst du selber entscheiden, was für deine Kaninchen das Beste ist und ob du die OP durchziehen möchtest. Deine Kaninchendame wird danach deutlich ruhiger und ihr dominantes Verhalten mit dem Rammeln wird sich verändern.
__________________ Meine Kaninchenseite: [url]http://www.haustiere-kaninchen.de[/url]
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| Das ist eine Aussage, die auf einige Häsinnen sicherlich zutrifft, aber längst nicht auf alle. Du verallgemeinerst leider aus deiner eigenen Erfahrung heraus, ich kann aber einen gegenteiligen Fall berichten, meine Jule nämlich. Sie wurde nicht im geringsten ruhiger, und war nachher ebenso dominant wie vorher. Lediglich ein winziger Teil überschießenden Verhaltens war verschwunden, sie wirkte nicht mehr so getrieben und wurde auch nicht mehr scheinschwanger. Sie hat aber nach wie vor Wuschel zusammengerammelt, und teils nicht zu knapp. Wehe, Wuschel guckte auch nur mal schief, dann ging die Post ab. Nach der Kastra genauso wie vor der Kastra.
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__________________ Meine Kaninchenseite: [url]http://www.haustiere-kaninchen.de[/url]
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Zitat:
![]() Und das ist genau das was ich meine: niemand kann vorher sagen ob das Rammeln mit der hormonellen Situation zusammenhängt, oder ob es reiner Ausdruck der charakterlich geprägten Dominanz ist. Das ist das, worauf ich hinaus wollte. Eine etwas andere Formulierung würde hier helfen, keine unbegründeten Hoffnungen zu wecken, denn Fälle wie Jule gibt es einige.
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| Ich bin trotz aller Vorbehalte und ich möchte jetzt hier keine Grundsatzdiskussion auslösen , inzwischen davon überzeugt das die Weibchenkastration eine präventive Maßnahme darstellt. Wenn sich dadurch auch noch ein z. B. dominantes Verhalten ändert, umso besser.
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| hey, der Charakter eines Tieres lässt sich auch durch eine Kastration nicht verändern, die hormonellen Verhaltensweisen durchaus. Wird das Rammeln also schon zur Qual für alle betroffenen Tiere, bin ich ein Befürworter der Häsinnenkastras. Für ein "frühlingshaftes Verhalten" ist es mittlerweile zu spät... Lg, DWFreundin
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