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Kokzidien-Behandlung-VG auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von Wollknäuel
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.07.2013
Beiträge: 2.532
Wollknäuel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.03.2014, 16:03

Kokzidien-Behandlung-VG


Ich habe seit kurzem ein neues Partnertier für Schecki, da ihre Freundin leider verstorben ist.

Er lebt in Quarantäne. Er ist 11 Monate. Die Kotuntersuchung hat Kokzidien ergeben, na toll! Es wird natürlich jeden Tag alles gereinigt und desinfiziert,abgekocht,Dampfreiniger etc, ich achte auch auf meine Schuhe usw.

Er hat Baycox, das 5% verschrieben bekommen. Die Behandlung ist 3-3-3, also 3 Tage geben, 3 Tage Pause und wieder 3 Tage geben. Heute ist die letzte Medigabe dann soll ich in 2 Wochen nochmal eine Kotprobe abgeben. Jetzt soll er sich erstmal eine Woche von den Medis dann erholen.

Ende nächste Woche hat er einen Termin zur Kastra. Der TA meinte, jetzt kann man noch keinen weiteren Kottest machen und sie gehen erstmal davon aus, dass nichts mehr da ist und erst in 10 Tagen soll der nächste Test sein.
Ich werde jedenfalls erstmal alles so weitermachen mit reinigen u desinfizieren.

Hat jemand von euch Erfahrungen mit Kastra nach der 3-3-3 Baycox Medigabe. Ich hatte gelesen, man soll 10 Tage warten und dann nochmal Kot abgeben und erst wenn die Probe ok ist, dann die Kastra machen, oder sogar nochmal 3-3-3 Schema vor Kotprobe und dann Kastra. Überall lese ich etwas anderes.

Schecki hab ich natürlich jetzt auch testen lassen, nach allem, ihre Probe war zum Glück ok, achte ja auch sehr darauf, dass ich nichts übertrage.

Ich hab gelesen, dass wenn ein Kaninchen einmal Kokzidien hat, dass das Kaninchen dann immer Träger bleibt, auch wenn es dann nicht ansteckend ist, also so ähnlich wie beim Herpes. Es ruht und bricht bei Krankeit, Stress evtl. wieder aus.

Da eine Vergesellschaftung ja auch stress ist, habe ich gelesen, dass die Kokis dann auch wieder ausbrechen können. Hat da jemand Erfahrungen von euch? Kann ich Schecki mit dem neuen (Benny) wenn er alles überstanden hat vergesellschaften, oder ist es zu gefährlich, wegen einem neuen Ausbruch? Hat da jemand Erfahungen, oder jemand der einen Kokiträger mit seinen eigenen vergesellschaftet hat? Wie sind eure Erfahrungen?

Es sollen ja auch viele Kaninchen so etwa 90% diese Parasiten haben und es soll nicht schlimm sein, wenn wenig vorhanden ist.



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Meine süßen Langohrkatzen
Benny & Schecki
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Geändert von Wollknäuel (06.03.2014 um 17:37 Uhr).
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Ninchen
 
Registriert seit: 13.01.2014
Beiträge: 15
Striezel&Pauli befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.03.2014, 16:34

Hallo,
Ja mein eines Kaninchen hatte das auch und wir haben sie dann zur Quarantäne in die Zoohandlung gegeben die konnten sich besser kümmern (wegen Übertragung und so...) neben an war auch ein Tierarzt. Genau sagen kann ich dir das nicht ob das wieder kommt oder nicht. (Ich war damals 6 als mein ninchen das bekam.) aber wir haben sie auf jeden Fall wieder vergesellschaftet. Frag sonst einfach deinen TA der weiß das sicherlich und beantwortet dir deine Fragen. Gute Besserung an dein Ninchen und LG




Benutzerbild von Wollknäuel
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.07.2013
Beiträge: 2.532
Wollknäuel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.03.2014, 21:26

Danke dir. Ich gehe mal davon aus, dass du sie mit deinen, die das nicht hatten vergesellschaftet hast, als es wieder in Ordnung war.

Ich habe nachgefragt. Es wurde nur gesagt, dass es unterdrückt werden kann.



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Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.03.2014, 22:16

@Wollknäuel, mach Dich nicht verrückt. Jedes Kaninchen kann Kokzidien kriegen. Die kannst Du mit Wiese, Frischfutter oder Heu einschleppen. Selbst mit Deinen Schuhen kannst Du sie mit nach Hause bringen. Keine Panik. Baycox 3-3-3 ist ok. Es reicht, wenn Du nach jedem Zyklus desinfizierst und das Klo täglich reinigst (Kloschale mit heißem Wasser auswaschen). Und natürlich kannst Du ihn mit Schecki vergesellschaften. 90% aller Kaninchen aus Notfällen haben Kokis und bekommen nach erfolgreicher Behandlung einen Partner/Partnerin.




Benutzerbild von mausefusses
Kaninchen
 
Registriert seit: 11.08.2010
Beiträge: 4.990
mausefusses befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.03.2014, 22:27

Du kannst es so machen wie der TA vorgeschlagen hat.

Übertreib es nicht mit dem Putzwahn:-) , Baycox an sich reicht in Kombination mit üblicher Hygiene.



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Benutzerbild von Wollknäuel
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.07.2013
Beiträge: 2.532
Wollknäuel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.03.2014, 22:57

Danke für eure Antworten. Ja, wahrscheinlich mach ich mich schon verrückt. Hab so angst um Schecki, daher putz ich jetzt jeden Tag. Schecki hatte ja vor kurzem eine AB-Therapie wegen ihrer Pfote,daher hat sie noch Hefen im Darm und ist noch anfällig für alles, da der Darm sich erst wieder davon erholen muss. Vielleicht weiß ja jemand etwas zum aufbauen für den Darm und wie und wieviel man davon gibt. Der TA meinte, dass Darm erholt sich bei guter Fütterung allein davon und ich muss daher nichts machen. Ich lass jetzt erstmal die Möhren und den Apfel weg, dass soll wohl die Hefen füttern.

Ja leider kann man sich die Parasiten, etc. mit vielem reinholen. Kotproben werden jetzt erstmal in kürzeren Abständen gemacht.

Heute war die letzte Medigabe, da ich nicht weiß ob und wie lange Benny noch Kokis ausscheidet, werde ich erstmal weiter reinigen, da ich erst in 2 Wochen wieder eine Kotprobe abgeben soll und es kann ja trotzdem mal nichts zu finden sein und trotzdem hat er es dann noch. Naja ich hab ja noch zeit, Benny muss ab Ende nächster Woche erstmal seine Kastrafrist absitzen, dann kann ich weiter beobachten.



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Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.03.2014, 23:07

Wenn Du die Hefen durch die Fütterung wegkriegen willst, lass alles Knollige weg. Ausschließlich Blättriges, Kräuter und Heu füttern. Ausnahme: Brokkoli.



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Benutzerbild von Wollknäuel
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.07.2013
Beiträge: 2.532
Wollknäuel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.03.2014, 23:14

Danke Marinahexe, das ist sehr hilfreich! Werde ich sofort umsetzen und die Pastinaken auch erstmal verbannen.



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Benutzerbild von Keks3006
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Registriert seit: 24.01.2012
Beiträge: 4.002
Keks3006 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.03.2014, 09:08

Zitat:
Zitat von mausefusses Beitrag anzeigen
Übertreib es nicht mit dem Putzwahn:-) , Baycox an sich reicht in Kombination mit üblicher Hygiene.
Da kann ich mich nur anschließen. Meine Kaninchen hatten vor Kurzem auch Kokis. Ich hatte eigentlich vor, hygienemäßig gar nichts anders zu machen als sonst, aber meine TÄ gab mir Baycox nicht für ein 3-3-3-Schema mit, sondern nur zwei Dosen pro Kaninchen, zu verabreichen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Am Tag nach der letzten Gabe sollte ich einmal saubermachen. Wegen der geringen Menge an Baycox habe ich dann doch etwas mehr geputzt, Klos und Futterschalen ausgekocht, das Heubett komplett ausgetauscht, ein bisschen kochendes Wasser über besonders beliebte Kloecken außerhalb des Klos. Das wars. 14 Tage drauf eine Probe abgegeben, die war sauber. Trotz extrem sparsamem Baycox-Einsatz und wenig extra Hygiene.

Meines Wissens nach bringt viel Geschrubbe über Tage nach der letzten Baycox-Gabe ohnehin nicht wirklich was. Wenn dann noch Kokis da sind, dann war die Behandlung ohnehin nicht erfolgreich, da nutzt dann auch das Putzen nichts. Man möge mich korrigieren, wenn ich falsch liege

Wenn die Kotprobe in zwei Wochen sauber ist, würde ich nicht davon ausgehen, dass er trotzdem noch was hat. Damit macht man sich ja wahnsinnig.

Stress und Kokis hängen insofern zusammen, als Stress das Immunsystem schwächt und daher das Immunsystem die Kokis schlechter in Schach halten kann, sodass die Kokis sich dann rasant vermehren können. Das bedeutet aber nicht, dass man Kaninchen, die einmal Kokis hatten, nie mehr vergesellschaften kann. Selbst wenn es dann zu einem erneuten Ausbruch kommt - dann behandelt man halt nochmal und gut ist. Kokis sind ja nicht die Pocken.



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Wollknäuel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.03.2014, 17:25

Wegen der Hefen bei Schecki:
Ich fütter das Strukturfutter Grünhopper Adult, da sind auch trockene Möhrenstücke usw drin. Kann man das trotzdem weiterfüttern bei Hefen? Grainless Herbs frißt Schecki leider nicht.

Wegen dem Vergesellschaften von Kaninchen mit Kokiträger:
Natürlich soll kein Kaninchen allein bleiben. Wenn beide Kaninchen Kokiträger sind, dann muss man ja keine Angst haben, dass der andere angesteckt werden kann. Kann man das vergleichen wie mit Schnupfenkaninchen? Die soll man ja nur mit Schnupfer vergesellschaften. Ist das auch so bei Kokiträger?, da ja die Gefahr besteht, dass der Träger es auf den Nichtträger irgendwann bei Immunschwäche etc übertragen kann, oder sehe ich das falsch?



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Geändert von Wollknäuel (06.03.2014 um 17:35 Uhr).

Benutzerbild von Keks3006
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Beiträge: 4.002
Keks3006 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.03.2014, 22:15

Wenn keine Kokis mehr in der Probe nachgewiesen werden, dann sind für gewöhnlich auch keine mehr da. Kokis sind Parasiten, die kann man nicht mit Schnupfenerregern vergleichen. Man wird sie durchaus wieder los. Ich glaube, viele Kaninchen haben einfach deshalb geringgradig Kokis, weil man einen geringen Befall nicht bemerkt, wenn man keine Proben routinemäßig abgibt, und wenn man einen Befall nicht behandelt, dann bleibt er halt auch da. Aus solchen Fällen zu schließen, dass die meisten Kaninchen immer geringgradig mit Kokis befallen wären oder sogar, dass man Kokis nie mehr los wird, weil sie praktisch Teil der Darmflora sind, ist dann allerdings falsch.

Wenn du es trotzdem mit Schnupfenerregern vergleichen möchtest... Falls Kokzidien da wären, obwohl sie nicht nachgewiesen werden können, wären vermutlich fast alle Kaninchen "Koki-Träger" und man könnte wieder guten Gewissens vergesellschaften, weil die Wahrscheinlichkeit hoch wäre, dass ohnehin schon beide "latent infiziert" sind.



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Geschrieben am 07.03.2014, 16:11

Genau Kokis sind Parasiten, mir ist nur kein besseres Beispiel als die Schnupfenerreger eingefallen. Ja mit dem latent infiziert hab ich mir auch schon Gedanken gemacht, oder ob ich sowieso schon etwas übertragen haben könnte, da die Kotprobe ja dies nicht 100% ausschließt, aber ich gehe mal davon aus, dass Schecki nicht infiziert ist. Ich lasse jedenfalls auch bei Schecki in 2 Wochen nochmal eine Kotprobe testen, da die Behandlung mit Baycox ja erst seit Mittwoch bei Benny beendet ist, dann werde ich davon ausgehen, dass Schecki verschont wurde.

Die Kokis können ja auch in der Leber sein und ob das Baycox da auch alles abtötet ist fraglich. Ob ein Kaninchen auch diese Parasiten in der Leber hat, soll wohl nur festgestellt werden können, wenn es nach dem Versterben seziert wird.
Ich hab gelesen, dass die Kokis bei Immunschwäche etc. aus ihrer Hülle/Kapsel aufplatzen können und sich dann an den Zellen festsetzen um sie zu zerstören. Solange das Kaninchen aber gesund ist, bleiben die Kokis in ihrer Hülle/Kapsel und richten so dann keinen Schaden an und mit Medis soll man sie nie richtig weg bekommen, aber das Kaninchen kann damit gut leben, solange das Immunsystem sie in Schach hält. Jedenfalls hab ich das nur so gelesen, ich weiß aber nicht ob das so richtig ist.



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Geändert von Wollknäuel (07.03.2014 um 16:28 Uhr).

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Geschrieben am 07.03.2014, 18:25

Kokzidien sind eigentlich kein Problem, solange man sie nicht in einem Erdgehege eingeschleppt hat.
Statt Baycox kann man mit Vecoxan behandeln, da braucht man nur einmal das Medikament geben, alles komplett reinigen (inklusive Erdböden abtragen etc.) und dann hat man sie los. Natürlich sollte man vorsichtshalber nach 10 Tagen noch mal Kot einreichen.
Bei Baycox ist der neuere Rhythmus 2-5-2. Der ist verträglicher und wirkt genauso. Der alte 3-3-3 hat oft die Nahrungsaufnahme verringert, was geschwächte Kaninchen schwer vertragen. Aber auch 2-5-2 kann zu Problemen führen, deshalb wäre Vecoxan die bessere Wahl, das wird problemlos vertragen.



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Wollknäuel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.03.2014, 21:11

Benny hat die 3-3-3 Baycoxgabe problemlos überstanden. Er hatte sogar wie vor der Behandlung riesen Hunger, da konnte ich keinen schlechten Appetit feststellen, ganz im Gegenteil. Interessant, dass es auch ein neueres Medikament gibt, davon habe ich noch nichts gehört.

Gibt es denn hier auch welche von euch, die nach Behandlung von Kokis das Kaninchen mit ihren Kaninchen vergesellschaftet haben, die auch noch nie Kokis hatten? Wie sind da eure Erfahrungen?



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Wollknäuel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.03.2014, 21:47

Habe heute das Ergebnis von der Nachkontrolle der Köttel von Benny bekommen. Es wurden keine Kokis mehr gefunden! Jetzt muss ich endlich nicht mehr alles desinfizieren!
Jetzt muss der Kleine noch 5 Wochen Kastrafrist absitzen.



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Geändert von Wollknäuel (20.03.2014 um 22:01 Uhr).
 
 
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