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Stallhase plötzlich Aufgasung?Hallo, Vorgeschichte: Anfang Oktober habe ich bei meinen Nachbar im Stall einen kleinen Stallhasen (Geburt im August) vorgefunden, der separat gehalten wurde. Daraufhin fragte ich den Nachbarn, was der Hase hätte?! Er habe Durchfall und deshalb würde er erst mal alleine gehalten. Nach 2 Tagen habe ich mich gewundert, warum der kleine Hase nicht hoppelt, sich kaum bewegt. Ich habe ihn rausgenommen und festgestellt, dass beide Hinterläufe mit Heu zusammengeschnürt waren und er das ganze Hinterteil voll mit Kot beschmiert war Den Knoten habe ich mit einer Schere gelöst und anschließend wurde er gewaschen. Den Nachbar habe ich gefragt, ob ich den Kleinen behalten könnte. Ja klar, wenn ich mich um ihn kümmern möchte, kein Thema. Ich setzte ihn in meine große Aussenvoliere, mit einer großen Schlafbox, die mit reichlich Stroh ausgefüllt war. Er erholte sich schnell und frass wie ein Scheunendrescher. Vorsichtshalber habe ich eine Kotprobe über mehrere Tage gesammelt und von unserer TÄ untersuchen lassen. Ergebnis: massenhaft Kokzidien. Er bekam dann Baycox über mehrer Tage. Erneut Kotprobe und wieder massenhaft Kokzidien?! Da die Behandlung gegen Kokzidien mit Baycox nicht wirklich angeschlagen hatte, haben wir die Behandlung erst mal zurückgestellt, da sich ev. eine Resistenz bilden könnte. Da der Kleine schon 4 Wochen bei mir war und alleine, fragte ich den Nachbarn, ob er mir eine Häsin aus dem selben Wurf überlassen könnte, damit der Kleine nicht alleine wäre. Das war auch kein Thema und ich setzte die Dame zu meinem Kleinen, was auch wunderbar funktioniert hat. Sie haben sich auf Anhieb verstanden und sich immer gegenseitig geputzt etc... Da der Kleine noch nicht Geschlechtsreif war, habe ich ihn kastrieren lassen. Das ist auch alles bestens verlaufen. Vorfall: Ich gehe Nachts immer noch unserer 30 jährigen Nachbarskatze in der Scheune schauen und bringen meinen Hasen auch gleich immer noch etwas Salat mit. Um 2 Uhr in der Nacht war alles in Ordnung. Heute Morgen um 7:30 Uhr bei der Fütterung war auch noch alles im Lot. Beide Hasen normal drauf. Heute Mittag waren sie noch beide in der Voli am hoppeln und um 15:30 Uhr kam mein Nachbar und sagte; der eine Hase hockt in der Ecke und rührt sich nicht. Bin dann direkt runter in die Voli und der Kleine saß in der Ecke auf dem Bauch, die Beine eingeknickt und völlig kraftlos. Habe gleich unsere TÄ telefonisch informiert, dass wir sofort in die Praxis kommen. Als ich den Kleinen in die Box gehoben habe, pfiebte er vor Schmerzen. Als ich in der Praxis angekommen bin, war er bereits verstorben. Er hatte einen ganz aufgeblähten Bauch und die TÄ vermutet, dass er an einer Aufgasung verstorben sei. Es gab von meiner Seite aus keine Futterumstellung oder sonst irgendeine Veränderung. Ich weiß jetzt nicht, wie es dazu kommen konnte. Ich habe vor 1 Woche festgestellt, dass an der Seite der Voli etwas Styrodor angefressen war, also abgeknabbert und es lagen einige Stücke in der Voliere. Als ich heute Abend die Voli gereinigt habe, war weniger Kot im Gehege als sonst. Ich muss auch dazu sagen, das der Kleine immer einen etwas dickeren Bauch hatte, als seine Geschwister und seine Partnerin. Das konnte man von oben gut erkennen, wenn man auf die Hasen geschaut hat. Der Kot sah immer normal aus, kein Durchfall, kein Schleim, immer schöne feste runde Kügelchen, also nichts auffälliges. Was meint ihr, was mit dem Kleinen passiert sein könnte? Grüße Cybeth Geändert von Cybeth46 (06.01.2014 um 22:35 Uhr).
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| Liebe Cybeth, zu nächst einmal tut es mir sehr leid, dass dein Kaninchen verstorben ist. ![]() Woran dein kleiner nun wirklich so sehr gelitten hat, lässt sich aus der Ferne nicht beurteilen. Hatte der Tierarzt denn nie etwas zu dem dickeren Bauch gesagt gehabt? Kaninchen verbergen leider möglichst lange Unwohlsein und versuchen meist auch noch so lange zu fressen, wie es ihnen möglich ist. Denn nur wer frisst erweckt auf andere, dass es ihm gut geht und er somit fit ist um vor Fressfeinden sehr gut flüchten zu können. Blähbäuche entwickeln sich manchmal auch unheimlich schnell und führen leider auch schnell zum Tod. Fühl dich lieb umarmt, wenn du magst. Du hast alles richtig gemacht. Mehr als schnellst möglich in solch einem Fall zum Tierarzt zu fahren, kann man leider nicht unternehmen.
__________________ Liebe Grüße Rebecca
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| Hallo und Danke für eure Antworten! Mit den Weißlingen habe ich schon im Netz gelesen. Dieses Megakolon-Syndrom trifft aber nicht auf alle Weißlinge zu. Die Chance war also 50:50 Ich habe die starke Vermutung, dass ev. Kokzidien + Hefepilze mit Verantwortlich sein könnten? Im Netz findet man auch Hinweise dafür. Blähbauch/Trommelsucht, Auslöser sind oft Kokzidien und Hefepilze. Da der Kleine die ganze Zeit einen Blähbauch hatte, aber sonst total unauffällig war, haben wir die Behandlung (Baycox) erst mal zurückgestellt, was vermutlich auch ein Fehler im Nachhinein war?! Er war sonst sehr aufgeweckt und ist in der Voli rumgeflitzt, hat sehr gut gefuttert und der Kot war unauffällig, kein Durchfall, nichts. In den letzten Wochen ist mir aufgefallen, dass er nicht mehr so rumgesprungen ist. Seine Partnerin hat ihn ganz schön auf Trapp gehalten und oft animiert, er aber keine große Lust hatte und lieber unter den Unterstand hockte und etwas Stroh frass. Ich versuche nun zu ergründen, ob ich etwas falsch gemacht habe? Damit mir in Zukunft keine Fehler mehr unterlaufen. Geändert von Cybeth46 (28.12.2013 um 17:22 Uhr).
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| Ich tippe auf das Megakolon, die Symptome, die er von klein auf hatte, sprechen dafür. Von daher konntest du nichts machen. Die Kokzidienbehandlung sollte man aber weiter führen, Kokzidien enden besonders für Jungtiere meist tödlich. Aber, wie gesagt, ich denke, das ihr da chancenlos wart. ![]()
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| Und die fehlenden Farben auf der Seite sprechen ebenfalls für Weissling. aber Cybeth, das ist Dir im anderen Forum auch schon gesagt worden. Wirklich, Du kannst da wahrscheinlich gar nichts für.
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| Der kleine Kerl sieht genauso aus wie mein Findus, der auch als Chaplin nicht alt wurde. Zumal dein Kleiner nie richtig fit gewesen ist, gehe ich auch von dem aus, was Hasis2011 geschrieben hat. Es tut mir sehr leid für dich. Auch wenn ich vorher wusste, dass ich einen Chaplin hatte und dachte ich könnte damit umgehen, wenn er vorzeitig stirbt, war es ein großer Schock für mich, als er eines Tages ohne Vorwarnung tot dalag. Aber du kannst wirklich nichts dafür.
__________________ Susanne Geändert von EmsFan ♥ (28.12.2013 um 17:33 Uhr).
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Dieses Megakolon-Syndrom zeigt doch Auffälligkeiten? Durchfall, schleimiger Kot, krummer Rücken, bzw. kürzer als normal, vorstehende Hinterläufe, kleiner etc... Vom optischen her, völlig unauffällig. Genauso groß, lang, breit wie seine Partnerin, oder die anderen Stallhasen in der Scheune. Am Anfang war er etwas kleiner. Da vermute ich, dass er nicht so oft zum Zuge kam (Futter) Stimmt, die Behandlung von Kokzidien sollte man bis zum Ende durchführen. Laut meiner TÄ waren es 3 Tage Baycox und dann erst mal nicht mehr. Danach erneute Kotprobe abgeben. Auch diese Kotprobe war mit massenhaft Kokzidien befallen. Geändert von Cybeth46 (28.12.2013 um 17:34 Uhr).
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| Kokzidien behandelt man normalerweise 3 Tage Baycox - 3 Tage Pause - 3 Tage Baycox, dann 10 Tage Pause und wieder 3-3-3, dann eine Kotprobe. Eine einmalige Gabe von 3 Tagen kann nicht funktionieren, weil Kaninchen ihren Kot fressen und so die Kokzidien immer wieder aufnehmen, daher 2 Behandlungen mit 10 Tagen Pause...so was sollte deine TA wissen!
__________________ Geändert von hasis2011 (28.12.2013 um 17:40 Uhr).
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| Laut meiner TÄ nur 3 Tage und dann nicht mehr. Nach Recherche im Netz habe ich verschiedene Intervalle gefunden. Was haltet ihr von meiner These? Kokzidien + Hefepilze = Trommelsucht/Aufgasung. Und das hat letztendlich zum Tode geführt.
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| Das mit den Kokzidien passiert mir auf jeden Fall nicht nochmal! Ich habe viel gelesen und werde in Zukunft einige Dinge anders angehen. Auf jeden Fall verlasse ich mich nicht mehr auf meine TÄ. Sie ist übrigens die einzige in unserem Umkreis, die sich mit Kaninchen auskennt. Den Tipp hatte ich von unserer Tiernothilfe bekommen. Andererseits zu Kokzidien und Hefe... Der Kleine hatte vermutlich von Anfang an Kokzidien und unbehandelt führt das auch zu einer Aufgasung/Trommelsucht und da meine Behandlung nichts gebracht hat, ist er die Kokzidien nie los geworden. Geändert von Cybeth46 (28.12.2013 um 18:00 Uhr).
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| Zitat:
Und nur von der Farbgebung her halte ich es für wahrscheinlicher, dass es ein genetisches Problem war.
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| Du warst aber nie mit dem Kaninchen beim Tierarzt, sondern hast nur Kot abgegeben und daraufhin bekamst Du das Medikament, weil in der Probe Kokzidien festgestellt wurden ?
__________________ Grüße Muckelbande Muckel und Jungelchen, Bobbel und Mathilda, Matojo und Timi und ich In Memoriam Schnuckel und Mobbelchen Bilder v. uns findest Du im Vorstellungsthread !
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Ich habe den Kleinen erst spät Abends aus seiner Box geholt und bin mit ihm zur Tiernothilfe gefahren. Dort gibt es eine Dame, die sich mit Kaninchen auskennt. Sie sagte; der Bauch ist gebläht, vermutlich Kokzidien und hat ihm Sap Simplex verabreicht und uns die Flasche mitgegeben. Zum TA bräuchte ich nicht, da er sonst okay wäre. Stress vermeiden. Aber ich solle unbedingt eine Kotprobe abgeben, was ich auch nach ein paar Tagen getan habe. Kot über 3 Tage gesammelt. Befund: starker Kokzidienbefall. Er hat bei mir der Voliere gefuttert, wie ein Scheunendrescher und hat rasch zugenommen. Innerhalb kürzester Zeit hat er seine Geschwister eingeholt. Weder der Kot war matschig, noch hatte er Durchfall, oder sonstige Auffälligkeiten. Bis auf diesen aufgeblähten Bauch. Bei der Kastration wurde eine Eingangsuntersuchung gemacht und nichts ungewöhnliches festgestellt.
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| Hallo Cybeth und erstmal herzlich willkommen im Forum. Das war sicher ein großer Schock. Schrecklich das man nichts mehr tun konnte. Ich bin auch nicht so sehr von Deiner TÄ überzeugt. Auch das er ein Weißling war, hätte sie eigentlich wissen und Dir sagen müssen. Ist halt bloß doof, dass sie die Einzige in Deiner Gegend ist. (Guck mal hier in der Tierarztliste vielleicht gibt es doch noch Andere). Dann hättest Du Dich auch seelisch besser darauf vorbereiten können. Wissen denn die Leute wo Du das Ninchen her hattest davon? Denn dann sollten sie ja schleunigst mal mit dieser Verpaarung aufhören.
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| Hallo Tinachen, mir wurde zur Kastration diese TÄ empfohlen. Da sie auch für die Tiernothilfe Kastrationen durchführt und deren Kaninchen untersucht. Ich habe schon in einem anderen Forum erfahren, das es sich bei meinem Kleinen um einen Weißling/Chaplin handeln soll und das die Probleme mit der Verdauung haben etc... Dann habe ich im Netz recherchiert, dass nicht alle Weißlinge dieses Megacolon-Syndrom haben und nicht zwangsläufig früher sterben. Darauf habe ich meine ganze Hoffnung gestützt. Großen Stress kann die Vermehrung von Kokzidien ebenfalls beschleunigen und ich vermutet, als der Kleine die Hinterläufe zusammengeschnürt hatte, sehr hohem Stress ausgesetzt war. Bis der Nachbar das überhaupt geschnallt hatte, vergingen ein paar Tage und er hat nicht mal gesehen, das die Hinterläufe zusammengeschnürt waren. Erst als ich ihn rausgeholt hatte, kam der ganze Mist zum Vorschein. Ich habe ihm das am nächsten Tag auch gesagt, aber er hat gleich abgeblockt. Könnte nicht sein, meinte er... Die Boxen wo die Stallhasen drin gehalten werden, sind mit Heu eingestreut und die Box aus dem ich den Kleinen geholt hatte, war nur mit Stroh gefüllt, also hat der Kleine sich die Beine in der großen Box bei seinen Geschwistern zusammengeschnürt. Ich denke der Zustand dürfte fast eine Woche lang so gewesen sein und in der Zeit hat der Kleine auch nicht viel vom Futter abbekommen und dazu noch der Stress... Zählt man 1 und 1 zusammen, ist klar das er einen massiven Kozidienbefall hatte. Jedenfalls denke ich mir das so. Mein Nachbar hat zwei Riesenschecken zum verpaaren in der Scheune. Ich denke die nächsten Weißlinge werden nicht lange auf sich warten lassen. PS: Die TÄ wird wahrscheinlich gar nichts von Weißlingen/Chaplins wissen.
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| Hallo Cybeth46, zu allererst , du kannst nichts für sein ableben !!! Auch ich bin der Meinung,er war ein Weissling. Wegen seinem Blähbauch: Wie lange war er bei dir ? Was bekam er zu fressen? Ich habe hier ein Kaninchen sitzen,daß augenscheinlich einen Blähbauch hatte. Als ich sie mit etwa 8 Wochen bekam,sah sie aufgebläht aus (genau wie du es beschreibst,wenn man von oben drauf guckt,wölbte sich der Bauch stark links und rechts an den Seiten nach aussen).Bei ihr ergab die Kotprobe nichts. Heute weiss ich ,wo dieser Bauch herkam. Mandy war einfach unterernährt (würde bei dir auch passen,weil du schriebst "fraß wie ein Scheunendrescher"!). Wenn man weiss, woher sowas kommt, merkt man erst , wie sehr sowas nach einem Hungerbauch aussieht. Bei meinem Kaninchen dauerte es eine ganze Weile,bis sich die Figur normalisoert hatte. LG Passat
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