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Schon wieder Kokzidien - Medikamente? auf Kaninchen Forum

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Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 22.08.2011
Beiträge: 556
indy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.12.2013, 11:41

Schon wieder Kokzidien - Medikamente?


Hallo

Bei meinen beiden wurde bei einer Routinekotprobe mal wieder Hefen und Kokis gefunden. Schon wieder. Ich weiss auch nicht wo die immer herkommen. Wir halten den Stall sauber, wechseln ständig das auf dem Boden liegende Futter, füttern kein Trockenfutter, wechseln den Teppich... Ich weiss auch nicht mehr weiter.
Der TA will Baycox geben, aber da reagieren beide mit völliger Fressverweigerung drauf. Ich habe in einem Online Shop noch eine Flasche Amprolium ergattert, das wurde ja aufgrund mangelnder Nachfrage vom Markt genommen. Soll ich noch warten, bis die Lieferung da ist (spätestens Montag) oder lieber auf das Risiko hin mit Baycox behandeln?

Oder gibt es aktuell noch ein anderes Medikament außer Baycox?



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 22.02.2013
Beiträge: 238
pugandbunnys befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.12.2013, 14:34

Haben deine Kaninchen denn irgendwelche Symptome, lassen sie ihren Blinddarmkot öfter liegen? Hat der TA dir gesagt wie genau die Kotprobe aussah, also z.B. die Anzahl der Kokzidien auf einem Objektträger? Kokzidien sind thoretisch nie vollkommen weg, durch äußere Einflüsse oder Krankheit können sie ich jedoch so vermehren, dass es zu Durchfall oder anderen Verdauungsproblemen kommt. Manche Kaninchen reagieren aber kaum auf die Kokzidien, gefährlich sind sie dann nur wenn sie andere empfindliche Kaninchen anstecken.
Wie ernährst du sie denn? Wenn sie im Augenblick gesund erscheinen kann man vielleicht durch die Fütterung die Verdauung unterstützen und auf eine erneute Kotprobe warten.
Neben Amprolium und Baycox kenne ich noch Kokzidiol, habe es aber noch nie angewendet, also weiß ich nicht wie gut es wirkt und wie verträglich es ist..




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 22.08.2011
Beiträge: 556
indy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.12.2013, 14:55

Ich füttere ausschließlich Frischfutter. Blinddarmkot wurde tatsächlich liegengelassen. Die Kokzidien sind geringgradig, während die Hefen mittelgradig sind. Daher weiss ich im Moment nicht, was ich als erstes angehen sollte. Sind Hefen nicht auch direkt mit platt bei Baycox? Mein TA hat gesagt, dass ich das Baycox 10 Tage durchgeben soll.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 22.02.2013
Beiträge: 238
pugandbunnys befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.12.2013, 16:44

Welches Frischfutter denn genau?
Wenn der Blinddarmkot liegen bleibt liegts oft daran, dass die Kaninchen merken, dass darin entwas ist was ihnn schadet. Hatte ich jedes mal wenn irgendwelche Parasiten drinn waren. Der Blinddarmkot ist allerdings wichtig, da darin viele Vitamine enthalten sind, die erst beim 2.Fressen aufgenommen werden können.

Hefen müssen für gewöhnlich nicht extra behandelt werden, sie verschwinden wieder wenn der eigentlich Krankmacher beseitigt wurde. Allerdings würde ich Obst und zucker bzw stärkehaltiges Gemüse 1-2Wochen weglassen, da die Hefen sich davon ernähren.
Ich selbst habe Baycox nach Empfehlung der Ärztinen bei uns in einem Rhytmus von glaube ich 5 Tagen geben 5 Tage Pause 5 Tage geben angewendet. Nach 2 Wochen wird dann eien Kontrollprobe von 3 aufenanderfolgenden Tagen untersucht und gegebenenfalls wieder so behandelt.
Unterstützend sollte man bei der Kokibehandlung die Kaninchen extrem hygienisch halten. Ich habe bei der 1. Behandlung nicht so penibel drauf geachtet, da aber bei der 2. Kotprobe immer noch ziemlich viele Kokzidien drinn waren habe ichs bei der 2. Behandlung wirklich durchgezogen.
-Gehege täglich komplett wischen bzw kehren je nochdem ob sie drinnen oder draußen leben
-Klos täglich mit kochendem Wasser reinigen und frisch einstreuen
-Futter nur über Raufen oder näpfe in die nicht geköttelt wird geben
- alles an nicht desinfezierbarem Zubehör(Weidentunnel, Holzhäuser etc) entfernen(Ich habe es bestmöglich deinfiziert, abgekocht und nach ca nem Monat wiederverwendet) und z.B. durch Pappkartons die dannach weggeschmissen werden ersetzen
Ich weiß nicht in wie weit all das nötig war, aber bei der Kontrollprobe war wieder alle sok..




Benutzerbild von Keks3006
Kaninchen
 
Registriert seit: 24.01.2012
Beiträge: 4.002
Keks3006 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.12.2013, 19:32

Hefen "füttert" man, so weit ich weiß, nur mit stärkehaltigen Futtermitteln (Getreide, z.B.), weil die Stärke im Darm zu Zucker aufgespalten wird und dort die Hefen dann "ernährt". Zucker in den Futtermitteln dagegen wird schon vorher ins Blut abgegeben und gelangt nicht mehr in den Darm. Sonst dürfte man ja z.B. auch kein Heu füttern, das auch recht zuckerhaltig ist... Hefen sind immer Teil der Darmflora, aber sie vermehren sich stark, wenn dort etwas aus dem Lot gerät, und können dann auch Probleme machen. Nach Behandlung der Primärerkrankung gehen die Hefen von selbst in den Normalbereich zurück.

Bei geringgradigem Kokzidienbefall und gutem Allgemeinbefinden der Kaninchen eilt die Behandlung in meinen Augen nicht. Da kannst du auf die Lieferung des anderen Mittels ruhig noch warten.



__________________



Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 07.01.2010
Beiträge: 804
Rebecca befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.12.2013, 21:51

Zitat:
Zitat von Keks3006 Beitrag anzeigen
Hefen "füttert" man, so weit ich weiß, nur mit stärkehaltigen Futtermitteln (Getreide, z.B.), weil die Stärke im Darm zu Zucker aufgespalten wird und dort die Hefen dann "ernährt". Zucker in den Futtermitteln dagegen wird schon vorher ins Blut abgegeben und gelangt nicht mehr in den Darm.
Hallo,

leider ernähren sich Hefepilze sehr wohl auch von Zucker, weswegen auf Obst und auf anderes Zuckerhaltiges unbedingt verzichtet werden sollte.

Ich würde die Kaninchen sehr genau beobachten. Thymiantee und PT12 anbieten und versuchen, ihr Immunsystem zu stärken.
Sollten Symptome auftreten, ist die Gabe eines Antimykotikums allerdings unausweichlich. Ggf. würde ich da dann den Tierarzt allerdings auch Fragen, ob es nicht eine alternative zu diesem Medikament gibt, damit die Futterverweigerung nicht erneut auftritt.



__________________
Liebe Grüße
Rebecca



Benutzerbild von Keks3006
Kaninchen
 
Registriert seit: 24.01.2012
Beiträge: 4.002
Keks3006 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.12.2013, 20:00

Ja, Hefen ernähren sich von Zucker, was anderes habe ich ja auch nicht behauptet. Aber nur Stärke kommt als Zucker auch im Darm an, so weit ich weiß; Zucker, der schon als Zucker aufgenommen wird, gelangt dagegen nicht in den Darm.



__________________


 
 
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