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Kaninchen sind sehr aggressiv und angriffslustig...Hallo zusammen, seit einigen Wochen schon beobachte ich, dass meine Kaninchen sehr aggressiv sind. Sie beißen in alles, was ihnen in den Weg kommt. Ohne Grund beißen sie in meine Finger (das tut sehr weh). Jetzt trag ich immer Handschuhe wenn ich zu ihnen gehe. Natürlich auch wegen der Kälte. Ich kenne Kaninchen sehr gut und weiß, was es heißt wenn sie etwas angraben oder beißen. Sie wollen es nicht in ihrem Revier haben. Aber das was ich hier erlebe ist echt grenzwertig. Sie stupsen einen permanent an und beißen, graben. Das passt nicht zu ihnen. Früher haben sie ab und zu mal ein bisschen gezwickrt, aber aggressiv waren sie nie richtig. Was meint ihr? Könnte diese Aggressivität mit Unwohlsein zusammen hängen? Freue mich über Antworten ![]()
__________________ Gegen Tierversuche!
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| Hallo Lupine, vielen Dank für deine Antwort. Wie viele Kaninchen und welche Geschlechter? Es sind zwei Kaninchen, 1 kastriertes Männchen und ein Weibchen Stress innerhalb der Gruppe? Eher selten. Ab und zu jagen sie sich gegenseitig, aber für mich scheint es eher so, als würden sie "Fangi" spielen... Erkrankungen? Nein, es sind keine Krankheiten bekannt. Jedoch hat das Weibchen ein geschwächtes Immunsystem, sodass sie öfters erkältet ist. Natürlich legen wir viel Stroh ins Gehege und lassen sie bei Erkältungen inhalieren. Situationen für aggressives Verhalten: Bei der Fütterung oder auch beim Zugang zum Freilauf. Aber auch wenn ich nur im Freilauf stehe werde ich "attackiert"... Meine Kaninchen leben auf 4m² in Außenhaltung. Sie bekommen täglich 1-2 Stunden Freilauf auf 20m². Sie bekommen Gemüse, Obst, Wiese und Zweige zu fressen. Natürlich sättigt das alles nicht so gut, vielleicht haben sie öfters Hunger und sind deshalb aggressiv... Futterneid könnte tatsächlich eine Rolle spielen. Mein Weibchen ist ziemlich verfressen. Oftmals zieht sie dem Männchen das Fressen aus dem Mund, weshalb ich es überall im Gehege verteile, damit jeder in Ruhe fressen kann.
__________________ Gegen Tierversuche!
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| Ich habe vergessen nach dem Alter zu fragen - ich glaube, das ist das Alter, da wird man vergesslich ![]() Das Verteilen des Futters ist eine gute und richtige Idee, es beschäftigt und kommt der natürlichen Nahrungsaufnahme näher als das füttern aus dem Napf. Die Anfälligkeit der Häsin für Erkältungen, wurde da Kaninchenschnupfen ausgeschlossen? Wie äußert sich das, wenn sie erkältet ist? War ihr Partner auch schon mal erkältet? Wer von beiden ist aggressiver? Entschuldige die ganzen Fragen, aber es ist schwierig eine Situation einzuschätzen die man nicht mit eigenen Augen beobachten kann.
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| Wegen den Fragen - Kein Problem Die beiden werden im Januar 3 Jahre alt, also noch relativ jung. Wir haben die Häsin untersuchen lassen, die hat eine "normale" Erkältung festgestellt, allerdings weiß ich nicht, was sie untersucht hat. Kaninchenschnupfen? Was ist das genau? Wenn sie erkältet ist, läuft weißer Schleim aus ihrer Nase, allerdings nur wenn sie sich putzt... Ansonsten niest sie ab und zu, aber schlimm ist es nie. Immer wenn sie ein bisschen erkältet ist, lassen wir sie inhalieren. Das hilft immer recht gut. Mir fällt gerade noch ein: Das Weibchen hatte vor einem Jahr mal Verdauungsprobleme. Sie hat nichts mehr gefressen und wir mussten sie zwangsernähren. Mit so Heupampe. Die Tierärztin hat sie geröngt und dabei hat sie Verdauungsprobleme festgestellt... das Weibchen hat es nur knapp überlebt. Seitdem war keine ernsthafte Krankheit mehr. Ihr Partner war noch nie erkältet. Und auch sonst nicht krank. Er ist ziemlich fit ![]() Wer aggressiver ist, kann ich nicht unbedingt sagen.. generell ist das Weibchen diejenige, die immer sofort beißt. Heute zum Beispiel als ich mich in die Hocke gesetzt habe, hat sie meine Finger angegraben und rein gebissen. Das Männchen gräbt einen auch oft an. Zum Beispiel wenn man ihm Futter hinhält und er es nicht will. Dann wird er aggressiv.
__________________ Gegen Tierversuche!
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| Hier kannst du über Kaninchenschnupfen viel wissenswertes lesen: http://www.kaninchenforum.de/kaninchenkrankheiten-gesundheit/21196-kaninchenschnupfen-ist-keine-erk%E4ltung.html Wenn sie "anfällig für Erkältungen" ist und ab und zu niest, kann es sein dass sie bereits chronische Schnupferin ist. In diesem Fall sollte man schauen, was machbar ist an Behandlung, und wie man am besten das Immunsystem unterstützen kann. Leider sind viele Tierärzte mit der Diagnose etwas überfordert, es kommt immer mal wieder vor dass ein Tierarzt eine "Erkältung" (also eine Viruserkrankung vergleichbar der menschlichen Erkältung) diagnostiziert obwohl er den Verdacht auf Kaninchenschnupfen haben müsste. Die Fütterung müssen wir uns auch noch genauer anschauen wenn du das Gefühl hast, die beiden hätten öfter Hunger weil ihre Nahrung sie nicht ausreichend sättigt. Du hast Außenhaltung, deshalb noch die Frage: Ist die Aggressivität stärker geworden seit es kalt wurde?
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| Hey Lupine, leider geht der Link nicht, aber ich werde es mal in Google eingeben. Danke Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Sie hat immer mal wieder ein bisschen Schnupfen. Ich werde heute mal die Tä anrufen und einen Termin vereinbaren. Allerdings ist mein Weibchen sehr ängstlich was Griffe angeht. Also sie gerät immer in Panik und schreit sogar vor Angst, wenn die Tä sie untersucht :/ Schon öfters mussten wir eine Untersuchung (nicht bezüglich der Erkältung) abbrechen. Ja, bei der Ernährung bin ich auch noch unsicher. Das sind meine ersten Kaninchen, die ich getreidefrei ernähre. Die anderen haben alle Getreidefutter bekommen. Das Problem ist auch, dass ich die beiden (im Winter) morgens nicht füttere, weil ich früh los muss. Meine Mutter erledigt das immer und ich weiß nicht ob sie ihnen genügend Futter gibt. Das muss ich dringend mit ihr besprechen... Deine Frage ist sehr gut. Tatsächlich fällt mir jetzt auf, dass die Aggressivität bei kühleren Temperaturen zugenommen hat. Tatsächlich... aber warmhoppeln können sie sich ja auf 4m², oder nicht? Vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst ![]()
__________________ Gegen Tierversuche! Geändert von Bunnyfan321 (28.11.2013 um 15:37 Uhr). Grund: Ergänzung
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| Wenn Kaninchen sich warmhoppeln müssen, stimmt etwas nicht Sie brauchen zwar auch im Winter Bewegungsmöglichkeiten, das hat aber mit ihrem Bewegungsbedürfnis zu tun und nicht mit der Körpertemperatur. Du ernährst sie komplett getreidefrei? Wie stellst du die Energiezufuhr sicher? Den Link musst du in deinen Browser kopieren, leider gehen die Links hier im Forum nicht. Du findest den Beitrag aber auch oben angepinnt im Gesundheitsbereich. Einfach auf Kaninchenkrankheiten und Gesundheit gehen, der zweite Beitrag von oben.
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| Ich dachte immer, dass Kaninchen kalt ist wenn sie sich nicht bewegen.... Ach okay, ich schau mir den Link mal an. Ja, sie bekommen gar kein Getreide. Im Winter bekommen sie manchmal getrocknete Kräuter und natürlich Gemüse. Diesen Winter will ich auch mal Sämereien ausprobieren Was für Futter ist denn für den Winter gut? Also wegen der Energierzufuhr.
__________________ Gegen Tierversuche!
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| Was für Gemüse gibst du ihnen als Energielieferant? Möglicherweise sind sie deshalb so aggressiv, weil ihre Nahrung nicht energiehaltig genug ist. Ich habe im Sommer getreidefrei gefüttert, im Winter jedoch das Futter mit einem größeren Anteil an Knollen- und Wurzelgemüse, etwas Obst und Haferflocken und Sonnenblumenkernen angereichert. Kaninchen in Winter-Außenhaltung benötigen viel Energie, und zwar jetzt schon. Kaninchen sparen tatsächlich Energie, indem sie sich aufgeplustert in eine windstille Ecke setzen. Müssten sie sich aber warm laufen oder warm zittern, würde das bedeuten dass ihnen so kalt ist dass sie jede Menge Energie verbrauchen müssen um ihre Körpertemperatur aufrecht zu erhalten. Das würden sie nur im wirklichen Notfall machen, dazu darf es nicht kommen. Deshalb muss in Winter-Außenhaltung die Energiezufuhr stimmen, und außerdem müssen die Kaninchen trockene, windgeschützte und mit viel Stroh versehene Bereiche haben in denen sie sich aufwärmen können. Idealerweise haben sie eine Schutzbox aus mind. 2 cm dickem Holz, die so groß ist dass sich alle Gruppenmitglieder bequem ausgestreckt hineinlegen können, aber nicht viel größer. Diesen relativ engen Raum können sie nämlich mit ihrer Körperwärme ien wenig aufwärmen, die Wärme bleibt darin erhalten und verringert so den Energiebedarf. Wichtig ist aber, dass solch eine Hütte trocken gehalten wird und ausreichend durchlüftet ist damit sich kein Schimmel bilden kann. Mein haben allerdings mit ihren dicken Winterpelzen und der guten Fütterung selbst bei - 19 Grad noch ungerührt im Außenbereich herumgesessen - so lange es nicht windig war, reichte ihnen das vollkommen. Bei Dauerfrost habe ich einen Teil des Geheges sehr großzügig noch mit Stroh versehen, das fanden sie gut. Ich suche heute abend mal ein paar Fotos raus.
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| An Gemüse verfüttere ich: Karotten, Karottenkraut, Pastinaken, Steckrübe, versch. Kohlarten, Salate Und Obst gibt es auch ab und zu mal. Also Äpfel o.ä. Sonnenblumenkerne hab ich da, das könnte ich ihnen öfters geben. Das mit dem Aufwärmen ist mir neu. Ich dachte immer, Kaninchen hoppeln damit ihnen warm wird und dass es kalt ist, wenn sie sich nicht bewegen... Mal eine Frage (ich weiß generell, dass Käfige schlecht sind): Würden Kaninchen in so winzigen Ställen nicht frieren? Auch wenn sie gut isoliert sind? Schließlich können sie da nicht hoppeln. Meine sitzen immer in der Ecke wenn ich sie sehe. Ich hab mich schon gewundert, dass sie nicht so oft rumhoppeln. Aber das hat sich ja geklärt ![]() Eine Schutzhütte ist vorhanden. Die Wand ist ca. 2-3 cm dick und da leg ich auch viel Stroh rein. Sie ist ein bisschen kleiner als ein m². Also groß genug. Nur dachte ich, dass es in der Schutzhütte nicht kälter als null Grad wird. Und vor Kurzem hab ich eine gefrorene Karotte drinnen vorgefunden... Trockene Plätze haben sie ansonsten auch genug. Ein Teil des Geheges ist auch mit einer Plane abgedeckt, damit nicht alles nass wird.
__________________ Gegen Tierversuche!
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| Getreide pauschal zu verteufeln ist Quark. Es gibt Sorten, die schlechter verträglich sein sollen als andere, nämlich Weizen und seine botanischen GEschwister, wegen des Glutens. Hafer verfüttere ich ohne jegliche Probleme (ganzes Korn im Spelz) und wage mich demnächst an Gerste heran. Ebenso Mais. Allerdings macht Getreide dick, wenn man es übertreibt. Ein Zimmerzwergkaninchen braucht das nicht, das geht mit Getreide auf wie ein Hefekloß. Daher kommt das mit dem getreidefreien Füttern wahrscheinlich. Und weil die lieben Kaninchenhalter es so wohl nicht begriffen haben, wurde ihnen halt Angst gemacht, dass ihr Kaninchen am Getreide stirbt ;-) Außenkaninchen brauchen im Winter sicher "Brennstoff zum heizen", ebenso besonders große Rassen oder solche, die eine Leistung erbringen sollen, wie meine Angorakaninchen mit ihrer Wolle. Leinkuchen kann ich dir übrigens sehr empfehlen, das ist ein gesunder Energieschub mit vielen Vitaminen und darmpflegenden Schleimstoffen.
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