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Schwierige Situation mit 3 NinchenIch möchte hier mal meine Situation beschreiben: Wir haben seit fast einem Jahr zwei Kaninchen (Kastriert und Weibchen), beide sind in etwa 1 Jahr alt. Die beide leben auf unseren Balkon in einem größeren Stall und halt dem Auslauf auf dem Balkon. Vor einem Monat haben wir uns eine weitere Häsin zugelegt. Meine Freundin wollte schon immer einen Schlappohr haben, bei den ersten beiden wurden wir leider über den Tisch gezogen (Verkäufer versprach die langen Ohren würden noch fallen, fielen aber bis heute nie). Die Häsin ist jetzt fast 3 Monate jung und lebt in der Wohnung, hat dort am Tag viel Auslauf im Wohnzimmer. Ich hätte gerne alle auf den Balkon, der Platz dafür würde schon reichen. Allerdings gibts ein paar Probleme: - Die kleine jetzt auszuwintern dürfte schon zu spät sein? - Vergesellschaftung nicht ganz so leicht. Vom Charakter der Tiere: - Kastrierter Rammler: Anführer der beiden Ninchena auf den Balkon. Ist sehr lieb, lässt sich gerne streicheln. Eher ein ruhiger/lieber Typ. - Weibchen, 1 Jahr: Sehr zickig, launisch. Beißt das Männchen manchmal und rennt weg, wird anschließend ausgiebig gejagd. Hat mich auch schon gebissen, nicht gerade das Lieblingskaninchen - Weibchen, 3 Monate: Sehr ruhig und zahm. Lässt sich sehr gerne streicheln und hochnehmen, kuschelt gerne. Ist eher ängstlich. Vergesellschaftung haben wir ein wenig schon mal probiert. Der Rammler und das junge Weibchen passen m.M. gut zusammen, beide sind ruhig. Nur das Weibchen macht "Stress". Wir haben den Rammler und die Junge schon mal zusammengesetzt, der Große hat die Kleine ignoriert, die Kleine sucht kontakt zu den Großen. Bei der Zusammensetzung der beiden Weibchen hat die große gleich gebissen und war aggressiv (auf neutralem Revier). Das Problem ist auch, die Kleine will gar nicht kämpfen oder sich unterwerfen. Sie rennt einfach immer davon und versucht sich zu verstecken, hat eine große Angst. Ein weiterer Hase kommt nicht in Frage, dafür fehlt uns auf jedenfall der Platz. Abgeben wollen wir eig. keinen, die Kleine ist unsere Liebste... Hat jemand einen Rat?
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| Bei der Kleinen passt ängstlich und sich gerne hoch nehmen lassen eigentlich nicht zusammen. Beobachte mal ihre Augen wenn du sie aufnimmst. Sind sie weit aufgerissen hat sie Angst und man könnte es für kuscheln halten, wenn sie sich ängstlich klein macht. Wenn ihre Augen aber normal oder halb geschlossen sind und sie sich lang macht und womöglich leise mit den Zähnen knuspelt fühlt sie sich tatsächlich wohl. Ansonsten was die VG angeht, müsst ihr die drei gleichzeitig auf völlig fremdem Boden zusammen setzen und dann einfach aushalten wenn es ruppig zugeht. Auf keinen Fall dürft ihr sie dauernd wieder trennen, das vervielfacht den Stress und nimmt Ihnen die Möglichkeit, sich buchstäblich zusammenzuraufen.
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| Ich habe es falsch formuliert. Normalerweise ist sie nicht ängstlich! Ruhig, neugierig und lässt sich gerne streicheln, kommt auch immer angehoppelt wenn man in die Nähe geht. Macht auch einen entspannten Eindruck. Nur wenn sie die großen Hasen sieht, ist es ganz vorsichtig und sobald die sich bewegen, läuft sie ängstlich ins Haus. Bzw. als wir die mal zusammengesetzt haben, ist sie schnell geflohen... >Ansonsten was die VG angeht, müsst ihr die drei gleichzeitig auf völlig fremdem Boden zusammen setzen und dann einfach aushalten wenn es ruppig zugeht. Hmm ich habe da aber das Gefühl, dass die zwei Großen dann nur auf die Kleine losgehen und sie regelrecht "zerfleischen"? Bei uns gäbe es nur drei Möglichkeiten - Großer Balkon, aber nicht neutral - Wohnzimmer. Dort könnte man ein Gehege von etwa 6m² locker aufbauen. Ist allerdings der Kleinen ihr Revier, wobei sie eig. kein Revierverhalten zeigt. - Bad. Hier evt. 4m² Platz... aber neutral Sollten wir nicht lieber noch ein wenig warten? Außerdem ist es nicht schon ein wenig kalt für die Kleine draußen, bildet sich dann noch ein Winterfell? Wäre es sehr schlimm, bis zum nächsten März zu warten (zwecks Einsamkeit, zumindest hätte sie uns...) Viele Grüße Geändert von SchwarzerBlitz (02.11.2013 um 14:31 Uhr).
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| Danke für die Antwort. Wenn wir alle drinnen überwintern lassen, gibt es dann noch ein Problem. Denn der Käfig für die Kleine reicht nicht für alle 3 aus. Ist es theoretisch möglich, dass die 2 in einem zweiten Käfig zusammen immer übernachten und am Mittag alle zusammen in den Auslauf kommen, also nach der Vergesellschaftung. Weil für alle in einem Käfig ist nicht genug Platz... Würde das funktionieren oder geht es nur wenn alle drei zusammen übernachten?
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| Warum denn in einem Käfig?? Hast du nicht geschrieben, dass ihr im Wohnzimmer Platz für ein 6 qm-Gehege habt? Die drei sollten schon dauerhaft zusammenbleiben dürfen. Auch bei einer Trennung über Nacht gehen die Rangordnungskämpfe immer wieder von vorne los.
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| Nein, Käfige reichen grundsätzlich nicht aus. Und eine Gruppe sollte auch nicht permanent getrennt werden, onst riskierst du bei jedem neuen Zusammentreffen wieder Streitereien. Kaninchen brauchen rund um die Uhr einen Partner, es ist daher auch keine Option, dass von spät abends bis mittags ein Kaninchen permanent alleine ist. Überhaupt ist Käfighaltung nie eine Option. In einem Käfig ist kein Platz für auch nur ein einziges Kaninchen. Die 6m² sind das Minimum für drei Kaninchen auf Dauer (mit zusätzlichem Auslauf noch dazu!) und sollten nicht nur während der Vergesellschaftung bereitstehen. Auch eine miteinander bekannte Gruppe kann sich auf wenig Platz wieder ordentlich in die Wolle kriegen, weil die Enge immer Stress und eingeschränkte Kommunikation (= Missverständnisse) bedeutet. Dass ihr drinnen keinen Platz habt, damit die Kaninchen dort überwintern, hättet ihr euch überlegen müssen, bevor ihr euch im Herbst ein Innenkaninchen holt. Ist keine freie Zimmerhaltung oder so etwas möglich?
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| Bei einer freien Zimmerhaltung würden die Großen unsere Wohnung zerfetzen... Ansonsten bin ich etwas ratlos. Viel Vorwürfe, aber wenig Lösungsansätze. Sollen wir alle ins Tierheim bringen? Wir haben halt nun einmal nur den Balkon. Ich sehe momentan nur zwei Optionen. Ich hole die großen rein und vergesellschafte im Bad (4-5m²) heute und morgen, dann setze ich die Grupppe auf den Balkon und wintere sie dort aus. Temperaturen sind momentan ziemlich mild (Minimum 7 und Maximum 15°C, in der Wohnung etwa 19°C). Andere Option: Großen bleiben draußen und Kleinen drinnen, bis der Winter vorbei ist.
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| Du hast doch von einem 6m² Gehege im Wohnzimmer gesprochen. Warum ist die Option futsch? Die Kleine sollte den Winter über nicht alleine bleiben. Dadurch, dass sie dann während einer wichtigen Sozialisierungsphase komplett alleine war, könnte es schwierig werden, sie später zu vergesellschaften. Wenn du sie noch raussetzen willst, würde ich der Kleinen vorher die Chance geben, sich an die niedrigeren Temperaturen einigermaßen zu gewöhnen und sie in einen Raum zu packen, den du runterkühlen kannst. Wenn sie schon seit einer Weile Temperaturen um die 15°c kennt, verträgt sie draußen später auch locker leichten Frost und kann sich dort dann weiter umstellen, sodass sie draußen überwintern kann (der Balkon sollte dann aber gut wettergeschützt sein, damit die nicht gleich zu Beginn Wind und Nässe ausgesetzt ist). Vermutlich musst du zudem für die Vergesellschaftung mehr als zwei Tage einplanen. Und natürlich sollt ihr nicht alle ins Tierheim bringen. Aber über die Lösungsansätze hättet ihr euch einfach Gedanken machen sollen, bevor ihr ein neues Kaninchen holt. Gerade, weil die Kleine ja ein Wunschkaninchen war und ihr daher selber über den Zeitpunkt usw. bestimmen konntet.
__________________ Geändert von Keks3006 (03.11.2013 um 13:09 Uhr).
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| Also ich habe halt noch Freigehege Elemente. Jetzt hatte ich einen AUslauf von 6m² gebastelt, hat aber nicht geklappt. Ich habe alle zusammengesetzt, aber die Kleine ist so änglich davon gelaufen und ist über die Elemente mit aller Kraft gesprungen. Jetzt sind alle im Bad und komischerweise sehr ruhig. Die Großen machen eigentlich nicht viel, ignorieren und die Kleine sitzt wie erstarrt da und beobachtet alles. Wie kann das klappen, wenn sie immer davon läuft? Sie muss sich doch einfach nur unterwerfen... Runterkühlen auf 18°C würde evt. gehen, vll. auch 17°C, aber kälter macht meine Freundin nicht mit ![]() Ich hoffe das klappt, ich beobachte das nun noch weiter. 3 Tage im Bad wäre in Ordnung. Sie versuchen jetzt schon wieder alles anzuknabbern, auch den Stein und das Metall.
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| Also momentan sitzt sie ganz ängstlich in der Ecke und bewegt sich nicht. Der Rammler sitzt gerade neben ihr und isst ganz entspannt, er hat wohl sowieso nicht gegen sie. Die Häsin macht eigentlich auch nichts, rennt ihr aber hinterher wenn die Kleine wegläuft und beißt sie dann auch. Kann das so gut gehen oder soll ich besser abrechen, weil die Kleine zu ängstlich ist? Sie versucht in ihrer Angst überall hochzuspringen, wirklich schlimm...
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| Du sollst hier wirklich nicht das Gefühl bekommen, dass wir hier nur mit Vorwürfen um uns werfen. Wir waren lediglich irritiert, da du ja berichtet hast, im Wohnzimmer locker ein 6 qm-Gehege einrichten zu können. Das neue Problem mit dem Drüberspringen konnten wir ja nicht ahnen. Nun eine neue Lösungsmöglichkeit: Wenn die Freilaufgitter aus dem Zoohandel zu niedrig sind, dann wäre es sinnvoll selbst handwerklich tätig zu werden. Im Baumarkt kann man sich auf die gewünschte Länge Latten zusägen lassen. Diese kann man dann wunderbar zu Rahmen zusammenschrauben und mit Drahtgeflecht bespannen. Diese Rahmen sollten dann schon eine geeignete Höhe haben (ab 1,20 m). Und mit etwas Phantasie lassen sie sich wunderbar in ein Wohnzimmer integrieren, ohne die Optik zu stören. Wäre denn das eventuell möglich für euch? Solange die Kleine nicht permanent attakiert wird, würde ich sie jetzt nicht trennen. Wenn sie versucht überall hochzuspringen, müsst ihr abschätzen können, ob sie sich dabei verletzen kann. Im Bad sind die Fliesen ja mitunter sehr rutschig.. Mir fällt noch ein, dass es wichtig ist während der VG genug Versteckmöglichkeiten anzubieten. Das permanente Hochspringen der Kleinen hört dann vielleicht auf, wenn ihr eine bzw. mehrere Rückzugsmöglichkeiten anbietet. Unbedingt auf zwei Aus/Eingänge achten. Große Pappkartons bieten sich auf die Schnelle an. Geändert von Minerva (03.11.2013 um 13:50 Uhr).
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| Danke für die Antwort. Die Latten sind in der Tat ein Gedanke wert, nun habe ich aber schon den Versuch der VG gestartet. Versteckmöglichkeiten hat sie eig. genug, auch habe ich alles mit Futter ausgelegt. Das wir nun genug nachgedacht haben, als wir sie gekauft haben, ist mir auch klar geworden. Nun jetzt haben wir halt das Problem... Hmm also wie gesagt, der Rammler ist ruhig. Nur die zwei Weibchen, bzw. die Große jagd die Kleine in regelmäßigen ABständen... Aber eig. auch nur weil die Kleine davon rennt, das annimiert die Großen irgendwie zum Jagen, ansonsten machens ie eig. nichts. Oh man die Kleine hat echt panisch Angst. Normalerweise gibts hier nicht viele Dinge wo sie sich verletzen kann, aber wenn sie ständig gegen die Wande springt und sich an den Versteckmöglichkeiten den Kopf anhaut. Tut mir jetzt schon Leid, weil sie mich immer so anschaut: "Hol mich bitte hier raus".
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| Du musst die VG ja deshalb nicht abbrechen. Nur auf Dauer kannst du Langohren ja sicher nicht im Badezimmer halten. Also muss eine Alternative her, die allen Tieren zu Gute kommt. Sprich Gewöhnung an die Außentemperatur oder geeigneter dauerhafter Freilauf in der Wohnung.
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| Ja, stimmt. Nun erst einmal schauen wie die VG weiter läuft. Bisher ist sie weiter extrem ängstlich und wird ab und zu vom großen Weibchen gebissen, der Rammler döst nur ![]() Es ist aber nicht möglich, dass ich das große Weibchen trenne und später wieder dazu setze? Dann könnten die anderen sich gewöhnen und vll. beschützt der Rammler die Kleine dann? ![]() Das Bad auf 17°C runterkühlen käme kurzzeitig in Frage. Muss man halt mal mit dem Wetter schauen. Momentan ja sehr mild, ich weiß nicht wie lange es mild bleiben muss, bis sie den ersten Frost verträgt (hatten wir in diesem Jahr ja noch gar nicht... ).
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| Nein, das Weibchen jetzt rausnehmen würde ich nicht. Dann gehen die Rangordnungskämpfe später wieder los. Und dabei würde der Rammler die Kleine auch nicht beschützen. Du schreibst, die Kleine wird gebissen. Reißt sie ihr das Fell raus (das wäre nicht weiter schlimm) oder wird es blutig? Dann würde ich trennen. Wie sieht es mit Fressen aus? Kommt die Kleine ans Futter? Wenn nicht könnte es helfen, verschiedene Futterplätze einzurichten.
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| Ich habe das Futter überall im Zimmer verteilt, aber sie isst nichts. Sie hockt einfach mit weit aufgerissenen Augen in der Ecke. Das Weibchen beißt sie einfach, ohne dabei Fell rauszureißen, auch wenn sich die Kleine nicht wehrt. Blut sieht man noch nicht...
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| Wann hören die ständigen Bissattacken eigentlich auf bzw. ist das nicht langsam ein wenig viel? Ich habe das Gefühl, die Große beißt die Kleine mit Absicht in den Nacken, muss richtig wehtun...
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| Klar macht die große das mit Absicht. Aber man da darf das auch nicht ganz so eng sehen. Solange die Bisse nicht wirklich blutig werden, hat die Kleine keine Schmerzen. Bitte nicht so überängstlich sein. Ein Kaninchen ist schließlich nicht aus Glas.
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