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Kastration beim Weibchen wirklich soo gefährlich? auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By Lupine
  • 1 Post By Lupine

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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 28.12.2009
Beiträge: 34
Xara befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.01.2010, 13:36

Kastration beim Weibchen wirklich soo gefährlich?


Hallo hab mich jetzt entschieden wegen der dauernden Scheinschwangerschaften meines Weibchens sie Kastrieren zu lassen, habe jetzt ca 20 tierärzte in Berlin angerufen und von einigen Gehört das sie weibchen nicht kastrieren weil sie Wortwörtlich "zu oft auf dem OP Tisch sterben".

Ist das wirklich so gefährlich oder bin ich nur mal wieder an idioten geraten?
Ich will ihr nach wie vor helfen aber habe durch diese Aussagen natürlich ordentlich Angst bekommen.

Kennt vieleicht sogar jemand nen fähigen Tierarzt in Berlin?

Danke Xara



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 07.01.2010, 15:22

AW: Kastration beim Weibchen wirklich soo gefährlich?


Mit einem Tierarzt in Berlin der sich auf Häsinnenkastrationen versteht kann ich (noch) nicht helfen. Werde mich aber umhören.

Was ich aber schon liefern kann, ist ein Erfahrungsbericht. Denn ich habe eine meiner Häsinnen kastrieren lassen.

Vorab: es geht ihr bestens! Einer Häsin einer Freundin übrigens auch, beide wurden - wie von dir auch angedacht - aus medizinischen Gründen, wegen ständiger Scheinschwangerschaften, kastriert.

Die Operation ist tatsächlich risikoreicher als z. B. die Kastration eines Rammlers. Aber, und das muss man gegeneinander abwägen, ein abwarten in der von dir geschilderten Situation ist auch risikoreich!

Ständige Scheinschwangerschaften müssen immer auch als Symptom einer möglicherweise zugrunde liegenden Veränderung an Gebärmutter und/oder Eierstöcken gewertet werden. Bei Jule war das der Fall, die Gebärmutter war bereits 6fach so groß wie sie hätte sein dürfen . Bis auf die Scheinschwangerschaften hat man ihr nichts davon angemerkt. Nicht lange, und eine Entzündung hätte die Folge sein können, mit Vereiterung oder Flüssigkeitsansammlung. Dann ist eine Notkastration notwendig, oft ist die Häsin dabei geschwächt, und dann stehen die Chancen tatsächlich mies

Wichtig für dich ist, dass du einen Tierarzt hast der sich mit Häsinnenkastrationen gut auskennt. Das reduziert das Risiko schon einmal ganz enorm.

Dann musst du einiges an Vorbereitungen treffen: gut ist, wenn du z. B. ein SnuggelSafe hast, um sie nach der OP wärmen zu können. Eine reine Inhalationsnarkose kommt bei dieser OP-Art nicht in Frage, es muss eine Kombinationsnarkose sein. Das nimmt natürlich den Kreislauf mit, und es kann sein dass sie sonst auskühlt. Sie braucht außerdem einen Käfig in dem sie nicht irgendwo draufspringen kann, für die ersten 1 - 2 Tage. Und wahrscheinlich wird sie erst einmal keinen rechten Appetit haben, schaff dann alles ran was sie sonst gern frisst. Bei Jule war das einzige was ging Möhrengrün. Mehrere Tage lang hat sie fast nichts anderes gefressen, und das habe ich auch schon von anderen gehört.

Eine Garantie dass es gut geht, kann dir leider keiner geben. Aber mit dem richtigen Tierarzt und entsprechender Vorbereitung kann man das Risiko schon deutlich eindämmen.



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 28.12.2009
Beiträge: 34
Xara befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.01.2010, 15:32

AW: Kastration beim Weibchen wirklich soo gefährlich?


Hi,

snuggle safe schon bestellt !!!
Mir ist schon klar das das risiko reicher ist,(als bei einem rammler) aber ein Paar der ärzte haben mir schon angst gemacht.
Hab hier in Berlin allerdings auch so viele Tierärzte da ist es echt schwer nen kompetenten zu finden.
Muss ich sie nach der op von ihrem partner trennen?

Gruß Xara




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 07.01.2010, 15:39

AW: Kastration beim Weibchen wirklich soo gefährlich?


Ja, sie braucht Ruhe. Wenn beide sehr friedlich sind, kannst du sie mitsamt Käfig in seine Nähe stellen, falls du aber feststellst dass sie sich aufregt (oder er), dann muss sie ausquartiert werden. Ich hatte Jule die ersten 24 Stunden, als sie noch richtig daneben war, in einem 1-Meter-Käfig. Da sie einen speziellen Wundverschluss hatte und sofort wieder auf normale Streu durfte, habe ich ihr aus einem großen Haufen Heu ein ganz weiches Lager gemacht, das hat ihr gut gefallen glaube ich. Und über die Hälfte vom Käfig habe ich ein Handtuch gelegt, damit sie sich geborgener fühlte. Ein Häuschen habe ich aus Sicherheitsgründen nicht drin gehabt. Außer dem Heubett und einem Wassernapf war sonst nur noch Futter im Käfig.

Die ersten Tage wirst du noch merken dass sie sehr vorsichtig hoppelt, immerhin ist der Schnitt zwischen dreieinhalb und viereinhalb cm lang. Das ist eine ganze Menge, und tut natürlich entsprechend weh wenn man es belastet. Nach dem vierten Tag ging mir Jule allerdings schon wieder über sämtliche Häuser drüber statt durch oder drum herum zu hoppeln. Habe mich mega erschrocken, aber die Naht hat es GsD nicht übel genommen. Je nachdem wie gut sie zurecht ist, kann sie dann wieder zu ihrem Partner. Das musst du aber sehr vorsichtig angehen, und die erste Zeit dabei bleiben, denn jagen sollten sich die beiden nach Möglichkeit natürlich nicht.

Wegen einem geeigneten TA frag ich mal rum.



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 07.01.2010, 15:53

AW: Kastration beim Weibchen wirklich soo gefährlich?


So, hast ne PM wegen TA, vielleicht ist da was interessantes dabei.



 
 
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