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Zwei Weibchen - Beide kastrieren lassen?Hi, wir haben seit einigen Monaten zwei Weibchen aus dem Tierheim, Alter 2-3 Jahre. Eins davon rammelt das andere ziemlich häufig (oft mit anschließender Verfolgungsjagd). Die andere wiederum, das dominante Kaninchen, jagt aber auch immer wieder mal das andere, z.B. um es vom Futter zu vertreiben. Alles in allem kommen sie aber gut miteinander aus, liegen nebeneinander und putzen sich auch. Vor allem aber das Gerammel ist sehr häufig. Ist es sinnvoll, eines oder beide kastrieren zu lassen? Wenn ja: beide (nacheinander oder gleichzeitig?) oder nur eines? Die zwei sind übrigens sehr aktiv, inwiefern hätte eine Kastration Auswirkungen darauf? Ich wäre nicht undankbar, wenn es danach, gerade in den Morgenstunden, etwas ruhiger zuginge Dafür mache ich aber dann beizeiten einen extra Thread.Besten Dank! Geändert von delacroix_ (05.08.2013 um 07:04 Uhr).
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| Es ist sinnvoll, sie beide kastrieren zu lassen, weil weibliche Kaninchen ein überaus hohes Risiko tragen, an Tumoren der Reproduktionsorgane zu erkranken und zu sterben. Das kann, muss sich aber nicht auf ihre Aktivität auswirken. Lass sie beide gleichzeitig kastrieren - weibliche Kaninchen haben ein recht komplexes Hierarchieverhalten, und so kannst Du Dir und ihnen ein paar Kämpfe ersparen. Was die frühen Morgenstunden betrifft, solltest Du zur Frühaufsteherin werden. Erstens ist die schlafende Welt cool und zweitens sind Kaninchen dann besonders aktiv. Da hast Du am meisten von ihnen.
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| Ich sehe es genau wie April. Ich bin ganz eindeutig pro Weiberkastra. Habe selber alle meine Häsinnen kastrieren lassen. Wenn du dich dafür entscheidest würde ich auch unbedingt beide gleichzeitig kastrieren lassen. Habe es hier selber erlebt, wie eine kastrierte und eine unkastrierte Häsin sich bekämpft haben und seit der Kastra der 2. beste Freundinnen sind. Wie du schon merkst ist die Weiberkastra so ein Thema bei dem es 2 Lager gibt. Du musst für dich selber entscheiden. Mir ist es lieber ich lasse junge, fitte Kaninchen operieren, als dass ich später mit Tumoren zu kämpfen habe und sie eine Narkose nichtmehr einfach so wegstecken. Ein Risiko ist jede OP. Daran, dass sie morgens aktiv sind wirst du nichts ändern können ![]()
__________________ "Vielleicht zerstören sie deine Schuhe, den Garten, den Koffer, die Möbel - aber nie verwüsten sie dein Herz. Sie hinterlassen Haare auf deiner Kleidung, aber auch Glück in deiner Seele."
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| Wenn Du nicht kastrieren lässt, musst Du eben zweimal jährlich zum Ultraschall und Abtasten, und selbst dann findest Du es nicht immer rechtzeitig. Die medizinische Not ist quasi per Geburt rein durch das angeboren hohe Risiko gegeben, sie ist nur in dem Sinne nicht akut. Die OP selbst ist inzwischen eigentlich nicht mehr so gefährlich, wie sie es vor ein paar Jahren noch war. Aber bei Kaninchen gibt es ein paar Besonderheiten, die ein Tierarzt kennen muss. Ich rate deshalb zu einer erfahrenen Tierärztin oder einem erfahrenen Tierarzt. Kaninchen haben ganz allgemein ein höheres Risiko bei OPs (etwa viermal so hoch wie z.B. eine Katze), und ein unerfahrener Tierarzt weiss das vielleicht nicht. Kaninchen brauchen eine höhere Aufmerksamkeit in der Aufwachphase und dürfen nicht nüchtern sein. Ausserdem brauchen sie genügend Schmerzmittel. Und wenn da einer denkt: 'Na, ist ja wie bei einer Katze' - dann kann es schief gehen. Geändert von april (06.08.2013 um 21:04 Uhr).
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| Ich bin ganz klar ein Häsinnen-Kastrationsgegner! Erst mal würde ich die Haltung optimieren, bevor man Häsinnen so eine schwere OP, die auch einige Nebenwirkungen haben kann, zumutet. 2 Häsinnen sind oft eine explosive Konstellation und unnatürlich, deshalb würde ich zu einem Rammler raten. Zweite Optimierung ist viel Platz, damit die sich auch mal aus dem Weg gehen können. Und mit viel Platz meine ich mehr als die empfohlenen 2-3m²/Tier. ![]()
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| Mein Risiko als Menschenweibchen ist nicht annähernd so gross wie das Risiko eines Kaninchenweibchens. Das ist doch bekannt.
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| Gibt es eigentlich eine Studie o.Ä., die diese Aussage zu dem extrem hohen Krebsrisiko bei Häsinnen untermauert? Wie wurde das untersucht? Sind da nur Häsinnen gezählt, bei denen die Gebärmutterveränderungen tatsächlich zu Problemen geführt haben, oder allgemein alle bei denen nach dem Tod Veränderungen festgestellt wurden (ob die jetzt etwas mit dem Tod zu tun hatten oder nicht)?
__________________ It takes very special qualities to devote one's life to problems with no attainable solutions and to poking around in dead people's garbage: Words like 'masochistic', 'nosy,' and 'completely batty' spring to mind. Paul Bahn. 1989. Bluff Your Way in Archaeology. Introverted iNtuitive Thinking Judging
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| Davon abgesehen, dass es Menschen gibt, die ein erhöhtes Krebsrisiko haben und sich deshalb auch operieren lassen... Ich finde diese Diskussion die jetzt entsteht überflüssig. Weil nur jeder Halter für sich entscheiden kann wie er dazu steht. Es wurde auf das krebsrisiko hingewiesen - das finde ich wichtig. Und es ist deutlich dass nicht jeder pro Häsinnenkastra ist.
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Mir ging es auch gar nicht um eine Diskussion. Mich interessiert nur die Quelle für das extrem hohe Krebsrisiko .
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| Ja klar, aber das ist eh wie Äpfel mit Birnen vergleichen. Eben weil es beim Mensch meist nicht dieses Risiko gibt (und wenn dann ist es ein individuelles, wovon man nicht unbedingt weiß) und weil der mensch für sich selber sprechen kann... Ich weiß, dass es Studien gibt, hab mir die selber aber nicht durchgelesen und habe keine Links. April aber bestimmt Auf jeden Fall finde ich auch die Erklärung mit dem Risiko sehr schlüssig
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Diese Studie ist immer wieder bestätigt worden, auch z.B. von der Uni Frankfurt. Uteruskarzinome sind die häufigste Todesursache beim weiblichen Kaninchen, und vielleicht das bestuntersuchteste Krankheitsbild bei Kaninchen überhaupt. Edit: Inzidenzraten bei jungen Tieren unter zwei Jahren liegen zwischen 1.3% und 2.6%, aber nur bei denen; bei älteren Tieren wächst das Risiko dramatisch. Zum Vergleich: Beim weiblichen Menschen liegt Gebärmutterkrebs nicht mal unter den drei häufigsten Krebsarten. Geändert von april (05.08.2013 um 17:12 Uhr).
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| Also man sollte sie schon kastrieren lassen, weil gebärmutterkrebs im höheren alter kommen kann. Mit einer Kastration wird das risiko gesenkt. Außerdem sind weibchen meistens nicht soo lieb zueinander, am besten wären ein männchen (kastriert) und ein weibchen. Oder man setzt zu den beiden weibchen noch einen kastrierten bock dazu. ich hoffe, das helfen konnte, mihops
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| Und frag im Zweifelsfall nochmal beim Tierarzt nach, was alles entfernt wird. Durchgeführt werden sollte eine "Ovariohysterektomie", d.h. nicht nur die Eierstöcke, sondern auch die Gebärmutter müssen entfernt werden. Die bloße Sterilisation (alleiniges Entfernen der Eierstöcke) senkt das Gebärmutterkrebsrisiko logischerweise nicht wirklich...
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| Ich habe anfang des Jahres meine Rangniedrigerr Dame (Besen) kastrieren lassen, aber nur weil sie ständig Scheinschwanger war. Paula war bisher noch nicht einmal Scheinschwanger, also lasse ich sie auch nicht kastrieren. Bei den beiden sind auch öfters die Fetzen geflogen, aber das für mich kein Grund zur Kastra. Vor 3 Monaten habe ich einen Herrn noch dazu geholt, der ist die Oberzicke wenn es ums Futter geht... also nicht nur Weibchen können zickig sein Die Kastra hat sich bei der Besen schon auf den Charakter ausgewirkt, sie beißt, faucht, knurrt, kratzt nicht mehr und lässt sich nun sogar kraulen - eigentlich finde ich es schade, irgendwie kommt sie mir bissel Charakterlos vor und lässt sich alles gefallen :/ Am Ende musst du selbst entscheiden, weiß auch nicht ob es eine Garantie ist, dass sie sich verstehen. Genauso ist meiner Meinung nach auch kein Kastrat eine Garantie. Und so eine Kastra kostet eine Menge Nerven!
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Dazu kommt, dass Weiber eh komplizierter strukturiert sind als Männer, und nicht nur hormonabhängie funktionieren- sorry will mit dieser Aussage niemanden auf die Füsse treten...
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| Verstehe ich nicht - was heisst unterbunden? Wenn die Eierstöcke entfernt werden, ist doch die Östrogenproduktion weitgehend eingeschränkt? Wo soll es denn noch herkommen?
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| Danke für die Antworten bisher. Die beiden fetzen sich nicht in dem Sinne, dass sie sich angreifen und beißen. Akuter Handlungsbedarf besteht also nicht. Aber es wird eben viel bestiegen und gejagt, insbesondere so scheint mir, wenn ein Mensch anwesend ist. Bei Fütterung wird nur vertrieben und gejagt, gerammelt nicht. Gefühlt wäre es für beide entspannter, wenn das reduziert wird nur- auch wenn mir klar ist, dass das ein natürliches Verhalten ist. Der Punkt, das Risiko von organischen Veränderungen zu minimieren, wiegt da fast schon schwerer. Hatte eh davon gelesen und es auf dem Schirm gehabt, es aber nicht konkret geplant. Dass sie ruhiger werden könnten/sollten wäre ein schönes Nice-to-Have gewesen, sicher aber nicht der alleinige Grund für eine Kastration der beiden; zumal mir klar ist, dass die Terroristen dämmerungsaktiv sind (an zu wenig Platz liegt es bei ~ 10 qm sicher nicht). Ein Männchen kommt aus Platzgründen aber auch nicht in Frage, da die beiden vorraussichtlich vom Balkon in die Wohnung ubersiedeln werden, damit wenigstens die Nachbarn ihren Schlaf bekommen. ;D - Vorteile also: Kaninchen gehen sich nicht mehr so wild an, einige gefährliche Krankheiten sind ausgeschlossen und eventuell werden sie auch insgesamt gemütlicher. - Nachteile: recht schwerer Eingriff und natürlich auch die Kosten. Und ich sehe schon, da scheiden sich die Geister. Ich neige bei so was aber eher zur Präventivmethode, hier also die Kastration.
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