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Meine Erfahrung mit EC und Bärenklau! auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von hasis2011
Kaninchen
 
Registriert seit: 14.02.2011
Beiträge: 30.760
hasis2011 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.07.2013, 07:38

Meine Erfahrung mit EC und Bärenklau!


In diesem Thread möchte ich meine Erfahrungen zur EC-Behandlung mit Bärenklau schildern.

Meine Deutsche Widderhäsin Lilly erkrankte, für mich völlig überraschend und schockierend, im Frühjahr an EC. Ausgelöst wurde es wahrscheinlich durch ein Unwetter mit Regen, Hagel und Gewitter, das sie voll abbekommen hat.
Einen Tag nach dem Unwetter fand ich sie, verkrochen im Tunnel, mit schiefem Kopf, sehr wackelig und orientierungslos, ihre Augen scannten deutlich.

Als ich den ersten Schock überwunden hatte, überlegte ich, wie ich nun weiter vorgehe und habe mich dazu entschieden, sie nicht medikamentös zu behandeln. Ihre Behandlung sollte so aussehen: Absolute Ruhe und viel Bärenklau!

Warum hab ich mich zu diesem Schritt entschieden? Lilly hat die letzten Jahre viel mitgemacht, Kastration, Blasen-OP, Blasenprobleme, beginnende Arthrosen...TA-Marathon! Noch dazu ist sie taub und sieht sehr schlecht...
Deshalb habe ich, für mich und Lilly, den Entschluss gefasst, sie nicht wieder zum TA zu schleifen, Medikamente einzuflößen, usw., sie sollte endlich Ruhe haben. Der EC-Ausbruch hat mich sehr nachdenklich und traurig gemacht, ich hab ihr soviel Stress zugemutet...zuviel, der zu EC führte?!

Da ich aber schon oft gelesen habe, das Bärenklau eine heilende Wirkung auf EC haben soll und Lilly gottseidank selbst fressen konnte, hab ich diesen Weg gewählt, und mich sofort auf die Suche danach gemacht. Da ich weiß wo hier Bärenklau wächst, bin ich jeden Tag los und hab große Mengen davon gepflückt! Interessant war auch, das Lilly die erste Woche nach dem Ausbruch ausschließlich Bärenklau gefressen hat, sonst hat sie nichts angerührt, keine Wiese, nicht mal ihre geliebten Apfelchips, Haferflocken, Sämereien...alles hat sie verschmäht, bis auf den Bärenklau...

Noch ein Beweggrund war, das überall geschrieben wird, das Stress EC auslöst und man bei EC Stress vermeiden soll...andererseits werden die Tiere aber zum TA geschleppt, ihnen wochenlang Medis eingeflösst...für mich ein absoluter Widerspruch. Das sollte Lilly nicht mehr durchmachen müssen.

So habe ich die Bärenklaubehandlung begonnen. Nach etwa einer Woche nach Ausbruch besserte sich ihr Zustand, sie verließ ihre Höhle und nahm langsam wieder am Leben teil.
Interessant war auch, das ihr erster Weg zum Salzstein führte, wie man auf dem ersten Video erkennen kann:

[URL]http://www.youtube.com/watch?v=gluqepN2hYo[/URL]

[URL]http://www.youtube.com/watch?v=jAwSWikDLko[/URL]


Langsam begann sie auch wieder Wiese und die Leckerlies zu fressen.
Nach etwa 2 Wochen war ihr Kopf wieder gerade und sie zeigte keine Symptome mehr!

Wie steht ihr zu dem Thema? Für mich war es ein Wunder, das sie so schnell wieder fit wurde, sie war wirklich kurz vorm Rollen und die scannenden Augen sahen erschreckend aus. Ob der Bärenklau die schnelle Heilung brachte, kann ich natürlich nicht bezeugen, aber ich bin seit dieser Erfahrung absolut davon überzeugt! Und die strikte Ruhe tat ihr Übriges.



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Benny
Gast
 
Beiträge: n/a
Geschrieben am 31.07.2013, 07:52

Ich denke, dass es ihr auf jeden Fall geholfen hat, sie nicht durch einen TA-Besuch noch weiter zu stressen. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass der Ausbruch dann noch schlimmer geworden wäre.
Das vermehrte Fressen von Bärenklau bei EC habe ich schon häufiger gelesen und dass sich wohl auch andere Kaninchen dadurch selbst therapiert haben. Was ich noch gelesen habe ist, dass auch Wurmfarn in den ersten Tagen nach Ausbruch helfen soll.



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Benutzerbild von hasis2011
Kaninchen
 
Registriert seit: 14.02.2011
Beiträge: 30.760
hasis2011 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.07.2013, 08:04

Das ist Lilly aktuell...sie schnarcht wieder, hat sie während sie krank war nicht gemacht.

[url=http://www.youtube.com/watch?v=MnwvUMSnqtE]Lilly 002 - YouTube[/url]



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Benutzerbild von Tinachen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.09.2010
Beiträge: 11.070
Tinachen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.07.2013, 11:48

Das ist wirklich toll das es Lilly wieder gut geht.
Etwas zwiegespalten bin ich bei der Behandlung aber schon. Obwohl ich Deine Gedanken besonders bei Lillys Vorgeschichte auf jeden Fall nachvollziehen kann.
Bei mir gibt es auch sehr, sehr viel Bärenklau besonders auch wegen Cassy. Sie hat, und ich hoffe das bleibt so, nur eine "harmlose" Ec Variante. ich würde denke ich weiterhin die Schulmedizin nutzen aber immer auch zusätzlich die betreffenden Pflanzen.
Kürzlich habe ich von einer Pflanze gelesen die so ziemlich dieselben Inhaltsstoffe wie Bärenklau aber in wesentlich höheren Mengen hat. Ich komm aber nicht mehr darauf wie diese Pflanze heißt.




Benutzerbild von saloiv
Moderatorin
 
Registriert seit: 06.08.2009
Beiträge: 4.686
saloiv befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.07.2013, 14:53

Ich finde es toll, dass es ihr wieder gut geht. Ich habe im Kontakt mit Halter sehr viel beobachtet, was mit e.c. zusammen spielt und auslösen kann. E.C. durch Unwetter hatte ich selber schon (bei Mümmeline), damals war es noch so, dass man e.c. als ursachenlos annahm. Als ich viel beobachtet und Halter mit betroffenen Kaninchen befragte, viel auf, dass viele vom Verlust des Partnerkaninchen (oder Partner-Meerschweinchens) vor dem Ausbruch berichteten, nachdem ich das gehäuft hörte, fragte ich in den folgenden Gesprächen gezielt ob so etwas im Vorfeld eingetreten ist oder ein anderes einschneidendes Erlebnis. Auffällig war nun, dass immer extrem stressige Situationen voran gingen (mit Ausnahme von etwa drei Fällen).

Bei diesen Befragungen viel auch auf, dass sehr verschieden behandelt wurde, teilweise gar nicht, teilweise nur mit Antibiotikum, teilweise mit Panacur und AB etc.
Es gab Tiere, die ohne Medikation gesund wurden und Tiere, die mit Medikation krank blieben.

Meine eigenen e.c. Kaninchen haben bei der Fütterung nicht nur Bärenklau gefressen sondern eigentlich lieber Löwenzahn, Haferflocken etc. (je nach Einzelfall), manche fraßen den Bärenklau gar nicht, andere in normalen Mengen wie auch zuvor.

Trotzdem glaube ich, dass es in deinem Fall Selbstmedikation war, da er so gezielt und in solch ungewohnten Mengen gefressen wurde, das weiß meist auf Selbstmedikation hin.
Allerdings würde ich nicht verallgemeinern, dass man mit Bärenklau e. Cuniculi behandeln kann, ich denke die Erkrankung ist recht komplex und evtl. hat Bärenklau auf einen der Anteile der Erkrankung Einfluss, aber sicher je nach Fall auch in manchen Fällen gar keinen.

Bärenklau wurde bei mir auffällig gerne nach Umzügen, bei der Eingewöhnung (ist evtl. auch eine Stresssituation) und oft auch zur Futterumstellung gefressen. Eine Zeit lang habe ich Kaninchen fast rein mit Bärenklau und Gräsern umgestellt, wenn ich die Ernährung auf Frischfutter umstellte und nachher erst andere Pflanzen hinzugenommen, damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht.

Das Stressfaktor ist bei e. Cuniculi enorm. Seit mir das restlos klar wurde, wie groß er ist, verhindere ich bei der Behandlung jeglichen Stress...
Das Panacur habe ich immer mit Babybrei gemischt und angeboten (Apfel-Banane-Hafer), es wurde so gerne gefressen und die Kaninchen freuten sich auf ihre tägliche Portion.
Alles andere habe ich beim Streicheln gespritzt bzw. wenn ich das B-Komplex nicht spritzte, es mit in den Brei gemischt. Das klappt so recht gut und stressfrei.



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Benutzerbild von Lupine
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Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 31.07.2013, 15:03

Ich bin da schon aus einem Grund zwiegespalten:

Du weißt nicht sicher dass Lilly tatsächlich E.C.-Patientin ist. Es gibt Erkrankungen die von ihren Auswirkungen her ähnlich oder sogar fast gleich sein können, dazu gehören Hirnhautentzündungen ebenso wie Innenohrentzündungen etc.

Warum sie den Bärenklau mochte, anderes Futter aber nicht, könnte entsprechend auch anders erklärbar sein: Wiesenbärenklau wird soweit ich informiert bin gelegentlich bei Rachenentzündungen eingesetzt. Wegen der unmittelbaren Nähe zum Ohr könnte ich mir vorstellen dass eine Wirkung sich bis dorthin fortsetzen könnte. Das wäre jedoch dann ein Indiz dafür, dass nicht E.Cuniculi die Ursache der Symptome war, sondern ein entzündlicher Ohrenprozess der das Gleichgewichtsorgan störte.

Das erste Problem ist also, dass nicht sicher bekannt ist was bei Lilly die E.C-ähnlichen bzw. E.C.-typischen Symptome auslöste. Das zweite Problem in diesem Zusammenhang ist die Möglichkeit einer sogenannten Spontanheilung, auf die mich Jinro aufmerksam gemacht hat wegen meiner Überzeugung von der Wirksamkeit der Homöopathie. Solche Spontanheilungen treten gar nicht selten auf, in der menschlichen Medizin sind sie zum Teil auch dokumentiert, außerdem dürfte ein Großteil der "Wunder" vermutlich auf eine Spontanheilung zurückzuführen sein.

Deshalb ist es für mich nicht möglich, einen Zusammenhang zu erstellen zwischen E.Cuniculi und Bärenklau. Es gibt zu viele lose Enden, zu viele Vermutungen wo eigentlich Nachweise hingehören.

Ich würde mich deshalb nicht darauf einlassen E.C. ohne Medikamente zu behandeln, würde gegebenenfalls zur Stressminimierung den Tierarzt zum Tier kommen lassen statt umgekehrt. Allerdings spricht für mich nichts dagegen einem schwer kranken Kaninchen genau das zu fressen zu geben was es fressen will, und es spricht auch nichts dagegen in einer guten Futtermischung bei einem E.C.-Träger auch Bärenklau mit zu füttern.




Benutzerbild von hasis2011
Kaninchen
 
Registriert seit: 14.02.2011
Beiträge: 30.760
hasis2011 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.07.2013, 15:55

Anfangs war ich mir auch nicht ganz sicher, ob es wirklich EC ist, aber als ich ihre Augen gesehen habe, war es für mich eindeutig, ihre Augen scannten wie verrückt, das war richtig erschreckend. Gibt es noch eine andere Erkrankung, wo die Augen so derart scannen?

Sie hatte vorher auch keine Probleme mit den Ohren oder so, zumindest fiel mir nichts auf, auch der Zusammenhang mit dem Unwetter am Vortag war auffallend. Sie war im Garten, als das Unwetter kam, die anderen Kaninchen liefen sofort rein, Lilly war auch am Weg, als sie plötzlich umdrehte und orientierungslos im Kreis lief, mitten im Hagel, den sie voll abbekommen hat.
Ich bin dann raus, hab sie geholt und drinnen mit Handtüchern trocken gerubbelt, sie war patschnass. Maren (Lulu03) war zu der Zeit hier und hat das miterlebt, war nicht schön.

Also die "Vorgeschichte" plus dem schiefen Kopf, den scannenden Augen, usw. könnte schon auf EC passen.



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 31.07.2013, 16:10

Ja, gibt es. Nystagmen sind dafür bekannt, dann aufzutreten wenn eine Schwindelattacke auftritt. Ich habe so etwas bereits einmal gesehen, bei einem Menschen, und der hatte definitiv kein E.C.

Deshalb können auch nicht die Nystagmen alleine dazu dienen E.C. zu diagnostizieren. E.C. ist im Grunde genommen eine Ausschlussdiagnose, bei der andere in Frage kommende Erkrankungen nach und nach ausgeschlossen werden bis nur noch E.C. übrig bleibt. Oder es wird bei einem entsprechenden Bluttest ein so extrem hoher Titer gefunden dass von einem Ausbruch ausgegangen werden muss.

Nystagmen hängen damit zusammen, dass das Gehirn aus irgendeinem Grund falsche Signale vom Gleichgewichtsorgan bekommt, und die Augen daraufhin versucht an diese Signale anzupassen, wenn ich das richtig verstanden habe.

Ohrenentzündungen können recht plötzlich auftreten, oder sich recht plötzlich verschlimmern. Infektiös bedingte Ohrenentzündungen unterliegen außerdem dem gleichen Mechanismus wie E.C. und andere Infektionen: Stress begünstigt ihren Ausbruch. Auch ein Unwetter kann Einfluss auf die Ohren haben - sei es durch Donner, oder durch plötzlichen Temperatursturz. Du schreibst von Hagel, ein Temperatursturz ist also recht wahrscheinlich. Kaninchen haben wie Menschen eine eustachische Röhre, und Infektionen dieser eustachischen Röhre können den sogenannten Torticollis, den Schiefhals, hervorrufen (z. B. lt. Jörg Zinke, "Ganzheitliche Behandlung von Kaninchen und Meerschweinchen"). Ich war früher begeisterte Taucherin, und weiß deshalb aus eigener Erfahrung wie massiv sich Druckunterschiede in diesem System auswirken können.

Du siehst, es gäbe durchaus andere Möglichkeiten für den Versuch, die Geschehnisse zu erklären.

Das was ich hier ausgeführt habe, ist nicht mehr als ein "was wäre wenn...", es ist nicht mehr als eine Vermutung, ein Schuss ins Blaue. Es soll dir nur zeigen warum ich diese Verknüpfung zwischen E.C. und dem Bärenklau so für mich nicht vornehmen kann.

E.C. ist immer noch sehr wenig erforscht, viele Zusammenhänge noch nicht endgültig klar. Es kommt mir auch vor, dass es außerdem fast schon eine Art Modediagnose geworden ist die man gar nicht mehr in Frage stellt. Anstatt sie MIT auf dem Schirm zu haben und dagegen anzubehandeln auf Verdacht, weil es schnell gehen muss, gibt es zunehmend Fälle wo E.C. einfach so als gegeben hingenommen wird und nicht mehr wirklich darauf geachtet wird, andere Ursachen auszuschließen.




Benny
Gast
 
Beiträge: n/a
Geschrieben am 31.07.2013, 17:51

Wenn es z.B. eine plötzlich auftretende Ohrenentzündung oder etwas Anderes mit den Ohren aufgrund eines Gewitters gewesen wäre, dann wäre doch das sicherlich nicht von alleine wieder verschwunden.




Benutzerbild von Jinro
Kaninchen
 
Registriert seit: 24.02.2011
Beiträge: 18.446
Jinro wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 31.07.2013, 18:02

Zitat:
Zitat von Benny Beitrag anzeigen
Wenn es z.B. eine plötzlich auftretende Ohrenentzündung oder etwas Anderes mit den Ohren aufgrund eines Gewitters gewesen wäre, dann wäre doch das sicherlich nicht von alleine wieder verschwunden.
Lässt sich so nicht sagen. Nimm mal Schnupfen, die passenden Erreger dazu trägt jeder Mensch in der Nase, ausbrechen tut Schnupfen aber nur, wenn die Immunkräfte entsprechend geschwächt sind. Hat Mensch ausreichend Stress und isst nicht gut, reicht häufiges Umsteigen von klimatisiertem Auto ins Büro und das Rotzen nimmt seinen Lauf. Die Erreger können sich weniger gestört auf den Schleimhäuten vermehren. Oft muss man dann aber außer Ruhe halten absolut nichts machen, da die körpereigene Immunabwehr sich erholt und die Infektion einfängt.

Ein Gewitter ist eine sehr temporäre Stressquelle, die schnell wieder verschwindet.



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Momo und Hannibal: Die zweite Generation:
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Benutzerbild von wollmonster
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Registriert seit: 16.03.2010
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wollmonster befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.07.2013, 18:12

Ich muß auch sagen das hier sehr schnell und auch vieles nicht gleich erklärbare auf E.C. geschoben wird ( von den Ta´s) und auch hoch gelobte Spezialisten die Leute total verrückt machen und schlimmste Horrorszenarien den Besitzern erzählen.
Es gibt hier ein Urlaubskaninchenpaar das ich manchmal da habe. Die Häsin hat - vor so 2 Jahren glaub ich war das- einen Fleck im Auge bekommen. Die Besitzerin ist darauf hin zum Haus Ta und die hat auf EC getippt und sie zum Augenspezialisten geschickt. Der hat die Besitzerin solche Horrorgeschichten erzählt und die total durcheinander gebracht und hätte am liebsten das Tier gleich eingeschläfert.
Darauf hin hat mit die Besitzerin total aufgelöst angerufen und mir das Berichtet. Ich kenne einige EC Fälle und habe dann erst mal lange gebraucht sie zu beruhigen und ihr meine Sicht und Erfahrungen zu erzählen.
Sie ist dann zu ihrer Haus- TA und das Kaninchen bekam eine Medikation mit 2 Injektionen täglich und Panacur und Augensalbe.
Mittlerweile ist das Auge so weit wieder i.O. das man den Fleck nur bei genauem Hinsehen erkennt und das Kaninchen auch sonst keine Probleme hat. Sie bekommt noch alle 2 Tage Augensalbe und 1x im Jahr eine 3 wöchige Panacur kur und da wars.
Bei dem Augenspezialisten würde die Häsin schon nicht mehr leben.




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hasis2011 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.07.2013, 20:08

Ich bin sicher eine der Letzten, die sofort EC schreien wenn ein Kaninchen nur einen falschen Schritt tut, im Gegenteil, das kommt für mich als Letztes in Frage.
Auch als Schorschi den Krampfanfall hatte haben viele sofort auf EC getippt, ich habe es von Anfang an ausgeschlossen, was sich dann auch bestätigt hat. Aber bei Lilly war es für mich klar, als ich sie gesehen habe.



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Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 31.07.2013, 20:23

Das Problem ist halt, dass man E.C. nur mittels Titerbestimmung so halbwegs sicher diagnostizieren kann, und es tatsächlich meist im Weg der Ausschlussdiagnose diagnostiziert wird weil der Bluttest Zeit benötigt bzw. darauf verzichtet wird weil man sofort anbehandelt - frei nach dem Motto: wenns hilft, wars E.C.

Bei Lilly besteht aber theoretisch die Möglichkeit, dass es eine der Differenzialdiagnosen gewesen sein könnte, da weder ein Tierarzt diese Differenzialdiagnosen ausgeschlossen hat, noch eine Titerbestimmung erfolgt ist. Es gibt zwar die Symptome, die tatsächlich mit der typischen Erscheinungsform übereinstimmen, aber für eine sichere Diagnose reicht das eben leider nicht ganz.

Und auch eine Spontanheilung kann man nicht gänzlich ausschließen, so etwas gibt es sogar bei Tumorerkrankungen. Um das halbwegs sicher auszuschließen, bräuchte man größerflächige Erfahrungsberichte um abschätzen zu können wie oft solch eine Spontanheilung bei E.C.-Kaninchen auftreten kann, und ob der Anteil der mit Bärenklau versorgten gesundeten Tiere deutlich darüber liegt.

Deshalb bin ich nach wie vor skeptisch, und würde den Bärenklau nicht als alleinige Medikationsmöglichkeit einsetzen, sondern immer nur unterstützend im Verbund zumindest mit Panacur und B-Vitaminen. Es spricht aber meiner Ansicht nach nichts dagegen, sich den Bärenklau näher anzuschauen und mehr Erfahrungen zusammenzutragen. Vielleicht lässt sich dann eine Richtung abschätzen, in die die Sache geht.




Benny
Gast
 
Beiträge: n/a
Geschrieben am 31.07.2013, 20:30

Wer heilt hat Recht. Egal was es letztendlich für eine Krankheit war.




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Registriert seit: 14.02.2011
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hasis2011 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.07.2013, 20:31

In anderen Foren (ich hab meinen Erfahrungsbericht überall verbreitet) wurden ähnliche Erfahrungen geschrieben, einige Halter "behandelten" ihre EC-Tiere auch mit Bärenklau, mit Erfolg. Maßgeblich für die Genesung ist für mich auch absolute Ruhe und kein Stress, was leider viele Kaninchen bei EC nicht bekommen, eher im Gegenteil.



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Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 31.07.2013, 20:33

Bei wie vielen dieser Kaninchen wurde E.C. zweifelsfrei festgestellt?




Benutzerbild von hasis2011
Kaninchen
 
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hasis2011 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.07.2013, 20:34

Das weiß ich nicht.



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Benny
Gast
 
Beiträge: n/a
Geschrieben am 31.07.2013, 20:36

@Hasis

Lass dich nicht provozieren.



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
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Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 31.07.2013, 20:52

Das ist schade, es hätte weitere Hinweise geben können ob Differenzialdiagnosen zumindest theoretisch in Frage kommen.

Ich habe jetzt mal etwas herumgesucht, die positive Wirkung wird verdachtsweise am ehesten den Cumarinen zugeschrieben. Was mich in diesem Zusammenhang interessieren würde: hast du evtl. neben dem Bärenklau eine der folgenden Pflanzen mit angeboten oder ist sie besonders beliebt bei Lilly?

Rotklee
Kamille
Labkraut

Eine weitere Frage: wie gern mag Lilly Heu?




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hasis2011 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.07.2013, 21:00

Angeboten hab ich viele Pflanzen, eine ganze Wiesenmischung, Rotklee und Labkraut könnten dabei gewesen sein, Kamille eher nicht, die finde ich hier selten. Aber Lilly hat, außer Bärenklau, nichts gefressen, die restliche Wiese hat sie nicht angerührt, auch Leckerlies nicht.
Ansonsten geht Rotklee (generell Klee) immer, Labkraut mag sie nur die jungen Pflanzen im Frühjahr.

Heu frisst Lilly fast gar nicht, auch meine anderen Kaninchen nicht, im Winter etwas, sobald es Wiese gibt ignorieren sie es völlig, deshalb füttere ich auch kein Heu mehr in der Wiesenzeit. Bei Lilly muss ich auch wegen ihrer Blase darauf achten, das sie hauptsächlich Frischfutter frisst.



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