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Beinahe gestorben wegen Haken an den Zähnen?? auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von Pegasus
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 14.04.2010
Beiträge: 253
Pegasus befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.03.2013, 00:04

Beinahe gestorben wegen Haken an den Zähnen??


Vor 2 Wochen am Freitag viel uns auf, dass unser Otello nicht zum "Frühstück" erschienen ist und nur in der Ecke saß. Vorher schien alles in Ordnung, er kam immer freudig angehoppelt, wenn wir mit was neuem Essbaren erschienen sind und er hatte auch gefressen.
Jedenfalls haben wir das gedacht, denn nachdem er am Freitag offensichtlich ein Problem hatte, ist mein Mann gleich mit ihm zum Tierarzt und der hat festgestellt, dass das Kaninchen wohl schon länger nicht richtig gefressen haben musste, denn er war relativ abgemagert.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich das wohl wegen des dicken Winterfells nicht bemerkt hatte.
Unsere Kaninchen sind ziemlich scheu. Sie leben in einem Gartenhaus mit vielen Versteckmöglichkeiten und angeschlossenem Außenhege.
Da ein Einfangen aus diesem Grund unglaublich schwierig und mit großem Stress für die Kaninchen verbunden ist, haben wir gedacht, den Gesundheitszustand anhand des Verhaltens bei den Fütterungen und an den Ausscheidungen im Blick zu behalten. Eingefangen wurden sie nur hin und wieder zum Krallen schneiden oder wenn uns was komisch vorkam. Ein großer Fehler, der mir in Zukunft nicht mehr passieren wird.

Auf jeden Fall ist mein Mann also mit Otello in unsere langjährige Tierarztpraxis gefahren. Ich selbst konnte nicht mit, da ich zur Arbeit musste.
Tierärztin 1 der Gemeinschaftspraxis hat sich leider nicht die Mühe gemacht, eine Ursache für die Beschwerden zu finden, sondern gleich ein Antibiotikum und Buskopan gespritzt. Eine Zahnuntersuchung, die mein Mann auf mein Geheiß hin angefragt hatte wollte sie nicht durchführen, weil sie "dafür keine Fachfrau sei". Das könne nur Tierärztin 2 der Gemeinschaftspraxis.

Die Behandlung hat aber erst mal angeschlagen und kurz darauf ging es Otello wieder besser.
Ich hatte dann den nächsten TA-Termin bei Tierärztin 2 der Gemeinschaftspraxis.
Die untersuchte dann mal richtig, fand eine leicht verschleimte Nase und ganz wenig Schleim auf der Lunge. Außerdem schaute sie die Zähne an und meinte, da seien Haken, die dringend gemacht werden müssten, wenn Otello wieder halbwegs fit ist.
Es wurde weiterhin Antibiotikum gespritzt, ich bekam noch ein zusätzliches Schmerzmittel mit, ich habe Otello mit Critical Care gefüttert und er fraß außerdem auch wieder selbst. Nach einer Woche schien alles überstanden zu sein. Nur zugenommen hatte er innerhalb dieser Zeit nicht wieder. Deshalb bekam er noch immer Critical Care.

Am Donnerstag saß er dann leider wieder in der Ecke. Mein Mann rief also in der Praxis an. Tierärztin 2 war leider nicht da und Tierärztin 1 meinte, sie habe keine Zeit, er solle am nächsten Tag um 17:00 Uhr kommen.

Als mir mein Mann das erzählte, war ich stinkesauer und da das Häschen nicht wirklich gut aussah, sind wir in eine Tierklinik gefahren.
Das war auch gut so, denn Otello ging es noch schlechter, als wir gedacht hatten. Der hatte schon Untertemperatur und sein Kreislauf war völlig im Keller. Der wäre mit ziemlicher Sicherheit in den nächsten Stunden gestorben.
Mit etlichen Infusionen, Spritzen, Möhrenbrei, Critical Care und Bauchmassagen haben wir ihn dann über die Nacht gebracht und morgens hat er dann auch endlich wieder geköttelt.
Am nächsten Tag wurden dann in der Tierklinik neben diversen anderen Untersuchungen (Röntgenbild, diversen Kotuntersuchungen) noch mal die Zähne kontrolliert.

Im Stuhl war nichts auffälliges zu finden.
Die Tierärztin der Tierklinik vermutet, dass das eigentliche Problem tatsächlich die Zähne sind. Der hat Schmerzen, kaut nicht richtig oder frisst gar nicht und dadurch konnte es zu diesen Verdauungsproblemen kommen.
Jetzt bekommt der arme Kerl eine Intensivbehandlung zuhause. Das heißt, nach genauem Therapieplan alle 2 Stunden Critical Care, alle 3 Stunden Sab-Tropfen und zwischendurch noch diverse Medikamente.
Inzwischen hoppelt er wieder rum, putzt sich und macht auch Ansätze zu fressen - wenn das auch noch viel zu wenig ist.
Am Montag soll er dann die Zähne gemacht bekommen, sofern er dann halbwegs stabil ist. Die Tierärztin würde zwar lieber ein gesundes Kaninchen in Narkose legen, aber sie meint, dass in seinem Fall die frühe Behandlung das kleinere Risiko ist.

Es bleibt also noch immer gribbelig und über den Berg ist Otello noch lange nicht.

Ich bin echt geschockt. Hat von euch jemand schon mal solche gravierenden Probleme bekommen wegen simpler Haken an den Backenzähnen?



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Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.03.2013, 00:15

Hallo Pegasus,

oft sind die Haken nicht so simpel. Sie bohren sich in Zunge oder Backe und verletzen diese. Das Kaninchen hat starke Schmerzen und frisst nur wenig oder gar nicht mehr. Wenn die Spitzen noch nicht gemacht wurden, biete ihm geriebene Möhre in einer Schale an. Darüber kannst Du ein paar Haferflocken streuen. Das sollte er fressen können. Haferflocken darf er auch so haben, damit er Energie bekommt.

Mit einer schonenden Inhalationsnarkose sollte das Abschleifen kein Problem sein. Es ist eine leichte Narkose, die gesteuert werden kann. Unmittelbar nach dem Eingriff wird das Kaninchen wieder geweckt und ist eigentlich sofort wieder fit.

Ich drück die Daumen!



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Benutzerbild von Pegasus
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 14.04.2010
Beiträge: 253
Pegasus befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.03.2013, 00:36

Zitat:
Zitat von marinahexe Beitrag anzeigen
Hallo Pegasus,

oft sind die Haken nicht so simpel. Sie bohren sich in Zunge oder Backe und verletzen diese. Das Kaninchen hat starke Schmerzen und frisst nur wenig oder gar nicht mehr.

Ja, genau so hat es die Tierärztin auch erklärt

Wenn die Spitzen noch nicht gemacht wurden, biete ihm geriebene Möhre in einer Schale an. Darüber kannst Du ein paar Haferflocken streuen. Das sollte er fressen können. Haferflocken darf er auch so haben, damit er Energie bekommt.

Die Tierärztin hat abgeraten, irgendwas anderes zu füttern, als sein gewohntes Futter (Heu und getreidefreies Kräutergemisch), weil die Verdauung noch immer nicht sicher funktioniert. Keinesfalls Getreide und an Frischfutter höchstens ein kleines bischen Petersilie
Frische Möhren kann ich im Moment nicht füttern. Sein Bruder verträgt überhaupt keine Möhren, weshalb beide seit einiger Zeit keine mehr bekommen. Und jetzt damit anzufangen ist vielleicht nicht so ganz das Richtige.
Er frisst sowieso nur ganz, ganz wenig. Von daher wird es auch keine große Rolle spielen, was genau ich ihm hinlege.
Im Moment soll er bis Montag mittels Critical Care aufgefüttert werden. Das klappt ganz gut, er nuckelt richtig an der Spritze :-)

Mit einer schonenden Inhalationsnarkose sollte das Abschleifen kein Problem sein. Es ist eine leichte Narkose, die gesteuert werden kann. Unmittelbar nach dem Eingriff wird das Kaninchen wieder geweckt und ist eigentlich sofort wieder fit.

Ich drück die Daumen!
Vielen Dank für das Mut machen. Ich hab echt Angst vor Montag. Aber die Tierärztin schien mit Kaninchen äußerst kompetent zu sein. Das war auch die erste TÄ, die mir was über schädliches Trofu (bekommt er sowieso nicht :-) ) erzählt hat und mir dann gleich die Seite von dieBrain aufgeschrieben hat.
Die war so lieb zu Otello und ich hab sie sogar aus dem Röntgenraum heraus liebevoll mit ihm reden gehört.

Der "Spaß" hat bisher schon 250 Euro gekostet - ohne die Zahnbehandlung.
Aber wenn Otello hinterher wieder fit ist, war es jeden Euro wert.
Das ist so ein süßer und er macht so schön bei der ganzen Behandlerei mit.

Ich könnte mir in den A..sch beißen, dass ich sein Problem nicht früher bemerkt habe. Und Tierärztin 2 braucht mir auch kein Tier mehr anzufassen




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 23.11.2012
Beiträge: 760
sincemalle befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.03.2013, 00:51

Perfekt wird es niemals-


Kaninchen hochnehmen und beim Streicheln gleichzeitig befühlen- .Kaninchen nicht hochnehmen weil sie es nicht gern mögen und es mit Streß verbunden ist- dann kann ich nicht erkennen wenn sich etwas ( krankes) entwickelt- je kleiner der Stall umso besser kann das Kaninchen gegriffen werden, je größer und artgerechter Stall und Gehege desto mehr kann das Kaninchen sich "verweigern", je größer der Stress. Meine Kaninchen sind überhaupt nicht scheu, sind eher sehr neugierig und zudringlich weil aus mir halt das Essen rauskommt. Hochnehmen und/ oder abtasten - das mögen drei von vieren jedoch trotzdem überhaupt nicht. Ich mach es halt trotzdem und habe eine für mich passende Methode entwickelt sie zu greifen... Du hast doch schnell reagiert als Dein Hase rumgemickert hat. Wie schnell willst es denn noch merken. Ich bin neulich (hab mich selbst aufgeschreckt) mit allen zum Tierarzt und habe alle Zähnchen kontrollieren lassen. Es war alles in Ordnung aber es war aufregend - alle Hasen waren 3 Tage stinksauer mit mir. Es wäre schlußendlich nicht nötig gewesen. Ich denke Du willst das Beste für Deine Hasen und man lernt ja täglich dazu! Lg since




Benutzerbild von Gopu1990
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Beiträge: 1.022
Gopu1990 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Geschrieben am 24.03.2013, 00:56

Zitat:
Zitat von sincemalle Beitrag anzeigen
, sind eher sehr neugierig und zudringlich weil aus mir halt das Essen rauskommt.
Tut mir leid, aber ich habe hart gelacht.

Was du schreibst ist richtig. Ich hebe meine Kaninchen auch nicht hoch, aber wenn ich ihnen Haferflocken gebe, lassen die beiden sich sogar kraulen.
Dann kann ich die beiden ganz in ruhe abtasten.

Wenn aber irgendwann etwas mit den Zähnen sein sollte, dann wäre ich auch aufgeschmissen. Ins Mäulchen schauen, traue ich mich nicht.

Dafür verzeihen es mir meine leichter wenn ich die beiden zum wiegen z.B doch mal anheben muss.



__________________

"Würde man Menschen mit Tiere kreuzen, würde dies die Menschen veredeln, aber die Tiere herabsetzen."
Mark Twain

Mein Vorstellungsthread:
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Kaninchenfreund
 
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sincemalle befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.03.2013, 00:59

Schlußendlich -


sind wir in diesem Forum gelandet um dazuzulernen und haben entdeckt : ...es sind hier einige Foris die ihren großen Erfahrungsschatz gerne teilen und wirklich mehr Ahnung von Kaninchen haben als manche Tierärzte. Ich habe hier sehr viel gelesen und weiß wesentlich mehr als noch vor einigen Monaten. Und lernen tun wir halt am meisten aus unseren eigenen Fehlern - leider-




Benutzerbild von Pegasus
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 14.04.2010
Beiträge: 253
Pegasus befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.03.2013, 14:45

Meine 4 Kaninchen sind allesamt Tiere aus schwierigen Haltungsbedingungen. 1 Weibchen hat die ersten 2 Jahre alleine im Zimmerkäfig zugebracht und die anderen drei kommen aus Massenzüchtungen auf viel zu kleinem Raum und wurden beim Tierschutz abgegeben.

Meine Kaninchen müssen nicht unbedingt zahm sein. Ich habe es zwar die ersten Monate wirklich intensiv versucht, war aber nicht erfolgreich. Ist ja auch schwierig, wenn sie draußen im Gehege leben und der Mensch zwischendrin halt mal als Futterspender erscheint.
Sie laufen zwar nicht weg, wenn ich reinkomme, aber sobald man Anstalten macht, sie mit der Hand anzufassen, sind sie weg.
Ich habe aber eben das Gehege so umgebaut, dass es leicht möglich ist, das Außengehege aufzumachen. Sie rennen dann sowieso gleich rein, ich mach das Loch dicht und habe sie dann zumindestens schon mal drin.
So dürfte es leichter sein, sie ab sofort wöchentlich 1x hochzunehmen, kurz anzuschauen und sie zu wiegen. Dann habe ich beim nächsten Mal gute Referenzwerte und merke, wenn einer abbaut.

Heute geht es Otello übrigens ganz gut. Ich denke, die Geschichte mit den Zähen wird tatsächlich der Grund sein. Gestern abend hatten wir nämlich noch mal einen Schock bekommen:
In seinem Kräuterfutter sind auch getrocknete Möhren, Erbsenflocken und noch weitere getrocknete Sachen. Otello hat in meinem Beisein angefangen, eine dünne Scheibe getrocknete Möhre zu futtern.
1/2 Stunde später hab ich noch mal nach ihm geschaut und da spuckt er mir doch die komplette, unzerkaute und inzwischen ein wenig aufgegangene Möhrenscheibe auf den Tisch.
Nicht auszudenken, wenn der die so runtergeschluckt hätte. Da wäre der nächste Notfall schon da gewesen.
Jetzt habe ich alles, woran er sich verschlucken könnte aus seinen Kräutern gesammelt und er bekommt jetzt nur noch frisches Heu und die blättrigen Kräuter aus seinem Futter.
Außerdem natürlich weiterhin Breifutter.

Ich hab so Angst vor morgen. Drückt ihm die Daumen




Benutzerbild von Keks3006
Kaninchen
 
Registriert seit: 24.01.2012
Beiträge: 4.002
Keks3006 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.03.2013, 15:19

Huhu,

ich habe etwas ganz Ähnliches hinter mir und schreib dir mal kurz, was ich erlebt habe... Meine vier Kaninchen schienen total gesund (abgesehen vom chronischen Schnupfen). Ich ersetze eine richtige Gesundheitskontrolle mit Hochnehmen usw. (wobei man die Backenzähne dabei sowieso nicht sehen kann) auch mit gutem Beobachten täglich, wobei mir nichts aufgefallen war. Diego kam immer zum Futter und schien auch gut zu fressen. Morgens fand ich ihn dann plötzlich völlig entkräftet und platt alle Viere von sich gestreckt im Stall liegend vor, am ganzen Körper bebend, habe einen rieisgen Schrecken bekommen und ihn eingepackt und zu meiner Tierärztin gefahren.

Diego hatte schlimme Bauchschmerzen, das Röntgenbild ergab einen fast völlig leeren Magen und Darm, er musste also schon länger nicht mehr richtig gefressen haben. Er hatte nicht mehr ausreichend Energie, um die Temperatur zu halten, und war unterkühlt. Hätte ich nichts unternommen, wäre er über Kurz oder Lang daher draußen erfroren.

Es gab eine Infusion, BeneBac, Päppelbrei, Sab und ein AB, da er eine leicht entzündete Stelle im Mund hatte, wegen leichter Zahnspitzen. Über das Wochenende fütterte ich mit Brei zu. Dabei fiel mir auf, dass er sich nach wie vor begeistert aufs Futter zu stürzen schien, aber nach wenigen Bissen das Fressen einstellte. Deshalb war mir draußen nichts aufgefallen, ich hatte einfach nicht aufmerksam genug auf die Mengen geachtet, die er fraß, sondern nur darauf, ob er überhaupt fraß.

Naja, jedenfalls kam er wieder zu Kräften und am folgenden Montag konnten seine Zähne korrigiert werden. Ich hatte auch Angst wegen der Narkose, aber alles ist gut gegangen. Zu fressen find Diego erst wieder an, nachdem er wieder raus zu den anderen durfte (er ist ein kleines Sensibelchen, verträgt Einsamkeit gar nicht), dort war er dann aber binnen weniger Tage wieder topfit und ganz der Alte.

Wie gesagt, mir ist im Vorhinein auch nichts aufgefallen. Mir wäre aber auch durch genauere Untersuchungen nichts aufgefallen - das Gewicht war stabil geblieben und auch sonst wies äußerlich nichts darauf hin, dass etwas im Argen war. Deshalb werde ich es beim Beobachten belassen, aber darin bin ich viel genauer geworden.

Was das Wiegen betrifft, kannst du dir vielleicht auch eine Babywaage anschaffen. Die kann man auf den Boden stellen und die Kaninchen drauflocken und ihnen so das Hochnehmen ersparen. "Kurz anschauen" bringt nicht mehr Ergebnisse, wenn man das Kaninchen hochnimmt, als wenn man es auf dem Boden beobachtet, deshalb finde ich das immer noch überflüssig, wenn es keine Auffälligkeiten im Verhalten gibt oder sonstige Gründe für die Annahme, dass etwas nicht stimmt...

Alles Gute für Otello, das wird schon wieder!



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Registriert seit: 14.04.2010
Beiträge: 253
Pegasus befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.03.2013, 21:01

Das hört sich ja exakt genauso an wie bei mir! Nur das Otello (noch) nicht auf der Seite gelegen hat.
Das beruhigt mich ja, dass bei euch dann alles gut gegangen ist.

Inzwischen ist meine Angst ein klein wenig weniger geworden. Denn Otello frisst sein Critical Care jetzt eifrig aus dem Napf.
Ich muss es relativ fest anrühren und als Häuflein in seinen Napf tun, dann nimmt er es mit Begeisterung.
Außerdem kam er auf den Fütterpfiff wieder genaus freudig angehoppelt wie früher. Wir haben uns angewöhnt, immer wenn es was zu futtern gibt auf eine bestimmte Art zu pfeifen.
So können wir die Kaninchen, wenn sie nach ihrem Freilauf im Garten (im Sommer) frei rumhoppeln durften immer zurück in ihre Gehege locken.
Wenn wir pfeifen gibt es IMMER nur Futter. NIEMALS wird das ausgenutzt um ein Kaninchen einzufangen.
Das wissen sie und deshalt kommen sie auf den Pfiff immer sofort aufgeregt angehoppelt.
Und seit eben tut das auch Otello wieder!!!!!!!!!!!!!!
Nur ist der kleine Kerl sehr enttäuscht gewesen, dass die ganzen leckeren Trockengemüseteile nicht in seinem Futter war. Der hat alles umgegraben, dann aber brav die Kräuter gefuttert.

Es geht voran!




Benutzerbild von Lupine
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Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 24.03.2013, 22:46

Ich drücke fleißig mit die Daumen, mein Leo war auch ein Zahnkaninchen. Er hat übrigens diverse Zahnsanierungen in Narkose gut weggesteckt.

Wenn ihr Othellos Zahnprobleme vorerst beseitigt habt, würde ich mal von seinem Bruder eine Kotprobe abgeben. Dass er keine Möhren verträgt, mag mir nicht so recht gefallen - es könnte ein erster Hinweis auf einen Hefenbefall sein. Und da Othello sich bereits als Zahnkaninchen entpuppt hat und die beiden eng verwandt sind, lohnt es da einmal genauer hinzusehen. Sollte auch sein Gebiss nicht 100%ig in Ordnung sein, ist so früh wie möglich der beste Zeitpunkt etwas zu unternehmen. Mit etwas Glück setzt dann nämlich eine Art "Zahnspangeneffekt" ein, der das Zahnbild geringfügig verbessern kann. Und manchmal reicht so eine geringfügige Verbesserung bereits aus, um Problemen langfristig vorzubeugen.




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Beiträge: 4.002
Keks3006 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.03.2013, 01:46

Bei Diego kamen die Zahnprobleme wohl nur von der Winterfütterung, bei der ich es etwas zu gut gemeint hatte, was die Kalorienbomben betrifft... Und da ich zwei Experten in der Gruppe habe, die Sämereien und Co. regelrecht inhalieren und ausgerechnet diese beiden plötzlich auffällig wurden, was die Zähne angeht... nun ja. Ich denke, bei uns liegt der Fehler eindeutig bei mir, eigentlich sind es keine Zahnkaninchen.

Vielleicht gibt es bei euch ja auch so eine "externe" Ursache und das Zahnproblem ist auch eine einmalige Sache.



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Pegasus befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.03.2013, 13:46

Ich bin mit meiner Fütterei auch nicht so 100% zufrieden.
Felix hatte ja vor 2 Jahren eine sehr schlimme Darmkrankheit und wäre daran fast gestorben.

Seitdem verträgt er nicht nur keine Karotten, sonder überhaupt kein Frischfutter mehr.
Das heißt, er bekommt von auch nur kleinen Mengen Frischfutter direkt so fiese, stinkende Flatschen. Normale Köttel kommen auch raus und er macht keinen kranken Eindruck.
Der Kot wurde mehrfach untersucht, ohne besonderes Ergebnis.

Daraufhin meinte halt meine Tierärztin, ich solle ihm halt lieber kein Frischfutter mehr geben, um zu vermeiden, dass er nochmal so schlimme Probleme bekommen.

Seitdem bekommt nun zwangsweise auch sein Bruder kein Frischfutter mehr.
Statt dessen gibt es Heu satt, getreidefreie Pellets (nur ganz wenige) und so eine Kräuter-Blumen-Wiesenmischung von JR-Farm. Da ist auch noch ein wenig Trockengemüse drin.

Diese Fütterung haben eigentlich alle Kaninchen sehr gut vertragen und seitdem hatten wir eigentlich keine Gesundheitsprobleme mehr. Bis halt jetzt auf Otello.
Normalerweise dürfte das Zahnproblem aber nicht von der Fütterung kommen. Er bekommt ja gar kein Getreide und alle 4 fressen ordentliche Heuportionen.

Da mir die Tierärztin der Klinik recht kompetent in Sachen Kaninchen erscheint, habe ich heute mal einen -diesmal durch den Umzugsstress in den Krankenauslauf entstandenen- Kotflatschen mit zur Untersuchung in die Klinik genommen und für Felix einen Termin am Mittwoch ausgemacht.
Mal schauen, ob die rausbekommt, woran Felix Unverträglichkeit beruht.

Wäre ja schön, wenn ich wieder frischer füttern könnte...




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Keks3006 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.03.2013, 15:28

Zahnprobleme können auch von Pellets kommen. Es ist egal, ob da Getreide drin ist - die gepresste Form ist unnatürlich, kann auf den Kiefer schlagen und fördert zudem den Zahnabrieb nicht, weil das gepresste Zeug sich auch ohne viel Kauen im Mund auflöst und dann geschluckt wird. Alles, was in Pellets ist, kann auch in unverarbeiteter Form gereicht werden. Dann ist die Qualität besser und das Kauen natürlich und ausreichend.

Wurde auch eine bakteriologische Kotprobe gemacht oder nur auf die üblichen Verdächtigen hin untersucht?

Ehrlich gesagt halte ich eine reine Trockenfütterung für wirklich ungesund für alle Beteiligten. Dass der Kot bei trockenem Futter nicht matschig ist, ist ja klar, denn das Trockenzeug entzieht dem Körper ja viel Wasser, da ist automatisch jeder Durchfall weg - aber eben nicht das Problem selbst.

Hast du es mal mit Wiesenfütterung probiert, also nur Gräser, Wiesenkräuter (Küchenkräuter sollten auch gehen) und Zweige? Eiche z.B. ist sehr gut bei Darmbeschwerden. Diese natürliche Fütterung wird immer am besten vertragen, mit Gemüsefütterung haben einige Kaninchen einfach Probleme.



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marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.03.2013, 15:30

@Kannst Du bitte noch dort anrufen und eine große Kotprobe veranlassen? Eine Bekannte von Lupine hatte auch diese Probleme und dort wurden Coli-Bakterien gefunden.




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Pegasus befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.03.2013, 17:40

Also an Frischfutter habe ich eigentlich alles so weit wie möglich isoliert ausprobiert. Möhren waren am schlimmsten aber auch beim Rest kamen immer diese
Flatschen.
Meint ihr wirklich, diese Pellets sind das Problem? Die sind ziemlich groß (Ø ca. 5mm x 1 bis 2 cm Länge). Davon gibt es für so 2 Stück morgens und abends für jedes Kaninchen. Aber darüber hinaus fressen alle 4 wirklich viel Heu. Da müssten sich die Zähne doch eigentlich gut abschleifen.
Die anderen 3 habe ich genau beobachtet und sie sind alle propper und bei gutem Appetit. Die scheinen keine Zahnprobleme zu haben. Felix wird am Mittwoch trotzdem mal vorsichtshalber da nachgeschaut.

Mein Problem war halt auch, dass bei reiner Heu und Kräuterfütterung die Kaninchen im Winter zu dünn geworden sind. Die leben ja draußen und ich hatte Angst, wenn sie zu mager sind, dass sie dann nicht gut über den Winter kommen. Im Sommer ging es prima auch ohne diese Pellets.

@ marinahexe: leider ist die Kotprobe wohl jetzt schon gelaufen. Aber am Mittwoch habe ich ja noch mal einen Termin und da spreche ich die Kaninchenerfahrene Tierärztin noch mal drauf an, ob alles, was in Frage kommt getestet wurde. Notfalls muss ich halt noch eine Probe abgeben.
Otello hat bis jetzt schon 350 Euro gekostet - ohne die Zahnbehandlung heute. Da kommts auf so eine blöde Probe jetzt auch nicht mehr an. Besser ich finde jetzt raus, was unser Problem ist, als dass wir noch mal so was durchmachen.

Gleich darf ich Otello übrigens abholen. Wie es ihm geht, konnte mir die Sprechstundenhilfe leider nicht sagen, aber immerhin - er darf nach Hause.
Mal gespannt, ob er dann wieder futtern kann. Oder wird das noch ein paar Tage dauern?




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Geschrieben am 25.03.2013, 17:52

Zitat:
Zitat von Pegasus Beitrag anzeigen
Mal gespannt, ob er dann wieder futtern kann. Oder wird das noch ein paar Tage dauern?

Das ist recht unterschiedlich und hängt wohl auch davon ab, wie stressig der TA-Besuch für das Tier ist. Mit meinem Zahnnin fahre ich jetzt alle 3 Wochen (heute abend wieder) zum TA die Schneidezähne kürzen. Wir sind etwa 30 Min. von zu Hause weg, wenn wir zurück sind, stürzt er sich gleich aufs Futter. Ein anderes Zahnnin hat bis zu 2 Tage gebraucht. Wichtig ist, dass Du alles da hast, um notfalls päppeln zu können (Babygläschen, Schmelzflocken usw.).




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Pegasus befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.03.2013, 21:20

So, wir sind wieder zuhause.

Die gute Nachricht: Otello frisst sein Critical Care. Ich musste schon 2x Nachschub hinbringen :-)
Außerdem haben wir jetzt die tatsächliche Ursache: die Zähne hatten Haken, ja. Aber die waren nicht sooo schlimm.
Schlimm war ein riesiger Abszess im Mäulchen. Da war allerhand Eiter, totes Gewebe und sonstiger Unrat drin. Es war wohl ziemlich aufwendig, alles zu entfernen. Der Tierarzt hat das kranke Gewebe abgeschabt.
Eine riesengroße Wunde hat Otello wohl trotzdem nicht, weil der Tierarzt nicht so weit ins lebende Gewebe geschnitten hat, dass es groß geblutet hätte.

Nun hängt alles von Otellos Lebenswillen ab. Er muss jetzt wieder ans Fressen kommen und zwar auch ans Fressen von Heu und normalem Futter. Er bekommt für 10 Tage mal wieder ein Antibiotikum und in 2 Wochen muss der Abszess noch mal nachoperiert werden.
Erst dann kann man abschließend sagen, ob sich die Sache für das Häschen gelohnt hat, oder ob man ihn dann doch noch erlösen muss.
Weiterleben kann er nur dann, wenn er auf die Dauer fressen kann und wenn er dieses Ding vollständig los ist.

Aber er kämpft! Er will leben. Und er lässt sich von mir jetzt auch anfassen und hat mir das Critical Care sogar von den Fingern geschleckt. Und das, obwohl er vor kurzem noch total scheu war.
Der weiß, dass wir ihm helfen wollen.

Kann ich denn Schmelzflocken füttern, obwohl er sonst gar kein Getreidefutter bekommt? Futtern würde er die bestimmt...




Geändert von Pegasus (25.03.2013 um 21:22 Uhr).

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marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.03.2013, 21:43

Hm. Irgendwie gefällt mir nicht, dass Du erst in 2 Wochen wieder hin sollst. Eine Abszesswunde sollte regelmäßig gespült werden. Sie muss von innen nach außen zuheilen. AB ist gut.

Die Schmelzflocken kannst Du in warmem Wasser auflösen und mit CC vermischen. Blütenzarte Haferflocken kannst Du ihm auch so anbieten. Hast Du schon mal getrocknete Petersilie oder Dill angeboten?




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Geschrieben am 25.03.2013, 23:00

Die Wunde ist so tief hinten, dass man sie erst sehen konnte, nachdem das Kaninchen in Narkose lag. Von daher ist da nicht so viel mit spülen.
Aber es ist auch anderseits keine Tasche mehr da, in der sich der Eiter weiter sammeln könnte. Jedenfalls, wenn ich den Arzt richtig verstanden habe.
Der Arzt erschien mir wirklich sehr kompetent und ich vertraue ihm. Immerhin wäre Otello ohne die Hilfe der Ärzte dort schon lange nicht mehr unter uns.
Aber ich frage sicherheitshalber am Mittwoch noch mal nach, wenn ich mit Felix hinfahre. Am besten nehme ich dann auch gleich Otello noch mal mit. Dann kann auch die Ärztin vom ersten Mal noch mal drauf gucken.

Aber Otello ist jetzt total süß. Da mir seine Öhrchen etwas kalt vorkamen, hab ich ihn kurzerhand mit ins Wohnzimmer genommen um ihn etwas warm zu halten. Zuerst war er etwas ängstlich, aber dann hat er schließlich lang ausgestreckt auf meinem Bauch gelegen und nach kürzester Zeit waren die Öhrchen wieder warm. Ich hab ihn etwas gekrault und er hat das sichtlich genossen.
Irgendwann wurde er dann wieder aktiver und fing an, auf mir rumzuklettern.
Ich hab ihn dann wieder zurück in sein Gehege gebracht (hier ist es Zimmerwarm) und er hat mir wieder eine Menge Critical Care aus der Hand gefuttert. Der scheint mir jetzt völlig zu vertrauen, im Gegensatz zu vorher.

Ich habe ihm von diesen getreidefreien Pellets, die er so mag welche in Wasser aufgelöst und ihm diesen Brei hingestellt. Fand er gut und hat sich gleich drüber her gemacht.
Ist das für zwischendurch ok? Ein bischen Baby-Karotte hat er auch gemampft.
Morgen kaufe ich Schmelzflocken, die wird er noch besser finden. Wieviele pro Tag kann ich ihm denn geben?
Getrocknete Petersilie ist auch in dem Kräuterfutter drin. Wir werden versuchen, ihm ein klein wenig frische anzubieten, wenn wir welche finden.




Geändert von Pegasus (25.03.2013 um 23:09 Uhr).

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Geschrieben am 25.03.2013, 23:19

Ein Kaninchen mit goldenen Ohren!

Solange er krank ist, würde ich Schmelzflocken bis zu 1 EL pro Tag geben. Halt aber das Gewicht im Auge. Ich würde auch am Mittwoch nochmal draufschauen lassen, zumal ein langes WE vor der Türe steht. Biete ihm ruhig frische Kräuter an, evtl. auch Möhrengrün.

Schau hier:

Petersilie
ist eine echte
Vitamin C-Bombe und stärkt die Abwehrkräfte. Auf Grund seiner wehenfördernden Wirkung sollte es nicht an trächtige Tieren verfüttert werden.

Spitzwegerich
wirkt entzündungshemmend und lindert Verdauungsbeschwerden. Kann in form von Tee bei Erkältungskrankheiten gereicht werden und wirkt so auch ausschwemmend bei Nieren und Blasenproblemen.

Echinacea

auch als Sonnenhut bekannt, beugt aktiv Infektionen vor und stärkt das Immunsystem. Ein Extraschutz, der insbesondere im Frühjahr zu empfehlen ist, wenn die Tiere an den Freigang gewöhnt werden.


Spitzwegerich und Echinacea müsstest Du getrocknet in der Apotheke kriegen oder per Internet bestellen (Kaninchenwerkstatt z.B.).

Und ja, Tiere merken es genau, wenn man ihnen hilft. Das habe ich auch schon einige Male festgestellt.



 
 
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