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Warum schont Kaninchen Hinterläufe auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von LuiUndLilli
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 19.08.2012
Beiträge: 57
LuiUndLilli befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.08.2012, 21:52

Warum schont Kaninchen Hinterläufe


Guten Abend,

ich habe mich gerade hier angemeldet, weil ich mir Sorgen um eines meiner Kaninchen mache und hoffe, dass ich hier vielleicht schon erfahre, was Lui haben könnte, bevor ich morgen beim Tierarzt bin.

Lui ist 4 Jahre alt und lebt mit einem weiteren Kaninchen in einem großen Stall im Freien.

Er frisst völlig normal, ist neugierig, kommt aus dem Stall heraus, wenn wir ihn öffnen und kann auch noch schnell in den Stall und ins obere Stockwerk (der Stall ist 3stöckig) laufen. Allerdings haben wir festgestellt, dass er schon seit einiger Zeit immer mal wieder dreckige Hinterläufe hat. Es scheint uns so, als könne er sich nicht mehr richtig putzen. Wir haben ihn an diesem Wochenende beobachtet und bemerkt, dass er sich nicht mehr mit beiden Vorderpfoten gleichzeitig putzt. Er muss immer eine Vorderpfote abstützen, um sich die andere zu putzen. Außerdem hat er früher immer Männchen für Löwenzahn gemacht. Das macht er seit ca. einem Monat auch nicht mehr. Wir haben das Gefühl, dass er das nicht mehr kann.

Was könnte das denn sein? Uns ist das schon seit ein paar Wochen aufgefallen...mal die dreckigen Hinterläufe, mal die Tatsache, dass er gar kein Männchen mehr macht. Heute haben wir uns dann irgendwie doch mehr Sorgen gemacht und uns "reingesteigert", dass das nicht normal ist... wir haben uns aber vorher nichts dabei gedacht, weil er ansonsten total normal ist, fleißig futtert, herumtollt, neugierig ist, mit dem anderen Kaninchen schmust...

Ich wäre sehr dankbar, wenn mir jemand vorab sagen könnte, was da alles in Betracht kommt...
Kann er eine Verletzung haben, auch wenn er "normal schnell" läuft?
Kann das was an der Wirbelsäule sein?
Stimmt was mit seinem Gleichgewichtssinn nicht?

Schonmal danke und viele Grüße!



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Benutzerbild von hasis2011
Kaninchen
 
Registriert seit: 14.02.2011
Beiträge: 30.760
hasis2011 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.08.2012, 21:58

AW: Warum schont Kaninchen Hinterläufe


Das kann sehr viele Ursachen haben...all die Probleme, die du geschrieben hast, hatte mein Barney am Anfang seiner "Krankheitsgeschichte" auch, er hatte schwere Arthrosen!

Aber wie gesagt, es kann auch was Anderes sein. Der TA soll auf jeden Fall ein Röntgen von der Wirbelsäule und den Gelenken machen, um Verletzungen auszuschliessen.



__________________



Benutzerbild von LuiUndLilli
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 19.08.2012
Beiträge: 57
LuiUndLilli befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.08.2012, 22:30

AW: Warum schont Kaninchen Hinterläufe


Ach herrje, ich hoffe, dass es keine Arthrose ist. Das wäre ja bestimmt sehr schmerzhaft. Kann das denn schon bei einem eigentlich noch so jungen Kaninchen passieren?

Beim Googlen habe ich ehrlich gesagt keinen Fall gefunden, bei dem das Kaninchen etwas ganz harmloses hatte. Ich hoffe dennoch so sehr, dass es nichts schlimmes ist und wieder verschwindet...




Benutzerbild von hasis2011
Kaninchen
 
Registriert seit: 14.02.2011
Beiträge: 30.760
hasis2011 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.08.2012, 22:33

AW: Warum schont Kaninchen Hinterläufe


Mein Barney war 2 Jahre alt und hatte hochgradige Arthrosen.

Auf jeden Fall gründlich untersuchen lassen. Wie leben denn deine Kaninchen, wieviel Platz haben sie, können sie sich viel bewegen?



__________________



Benutzerbild von LuiUndLilli
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 19.08.2012
Beiträge: 57
LuiUndLilli befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.08.2012, 19:48

AW: Warum schont Kaninchen Hinterläufe


Hallo,

also um deine Fragen zuerst zu beantworten. Unsere zwei Hasen sind auf dem Balkon, der ca. 10 m² groß ist. Die Hasen haben einen Stall aus Holz, der dreistöckig ist und recht viel Platz bietet. Wir lassen die beiden morgens auf den Balkon und schicken sie dann abends wieder in den Stall, wenn wir ins Bett gehen. Sie haben sehr viel Auslauf, allerdings leider keinen Rasen.. Trotzdem flitzen sie immer viel umher und haben daher schon genug Bewegung.

Was bedeutet das für eine etwaige Arthrose? Damit kenne ich mich leider nicht aus. ;-)

Mittlerweile waren wir allerdings auch bei der Tierärztin, die unseren Kleinen gründlich untersucht hat. Sie meinte, dass er auf keinen Fall etwas Akutes hat, also keinen Bruch, etc. Außerdem kann sie mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit EC ausschließen.

Nun bekommt er bis Freitag Schmerzmittel und Vitamin B 12 und dann schauen wir am Freitag, ob es besser geworden ist. Sie meinte, dass er sich vielleicht beim Toben weh getan hat, was mit den Medikamenten weggehen müsste oder aber dass es eine chronische Erkrankung/ Nervenerkrankung ist, die dann beim Röntgen gesehen werden könnte. Welche chronische Erkrankung gibt es denn (außer Arthrose), die er haben könnte und durch die er seine Beinchen hinten nicht mehr gut koordinieren könnte?

Viele Grüße!! :-)




Benutzerbild von hasis2011
Kaninchen
 
Registriert seit: 14.02.2011
Beiträge: 30.760
hasis2011 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.08.2012, 19:58

AW: Warum schont Kaninchen Hinterläufe


Hat die TA ihn nicht geröngt? Wäre wichtig gewesen, sie hat ja keinen Röntgenblick und kann nicht ins Kaninchen reinschauen.

Durch das Röntgen hättest du jetzt eine genaue Diagnose, zumindest wenns Arthrose ist oder sonstige Gelenks- oder Wirbelsäulenprobleme.

Hat er Arthrose, benötigt er eine Schmerztherapie, ansonsten kommt es durch die Schmerzen zu Fehlbelastungen und die Situation verschlimmert sich rapide!

Es kommen auch noch andere Erkrankungen in Frage, da gibts Einiges...das sollte eben abgeklärt werden.



__________________



Benutzerbild von LuiUndLilli
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 19.08.2012
Beiträge: 57
LuiUndLilli befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.08.2012, 20:45

AW: Warum schont Kaninchen Hinterläufe


Nein, er wurde noch nicht geröntgt. Die Tierärztin meinte, dass er weitgehend normal läuft und dass sie es uns freistellt, dass sie selbst aber erst einmal 3 Tage die Medikamente ausprobieren und erst anschließend röntgen würde, weil er einen guten Eindruck gemacht hat und es wahrscheinlicher sei, dass er sich beim Toben weh getan hat, ohne aber etwas gebrochen zu haben. Das fand ich plausibel und wollte das jetzt erst einmal ausprobieren. Ich denke aber auch, dass ich am Freitag dann doch ein Röntgenbild machen lasse, um ganz sichergehen zu können...

Danke für deine Antworten!! :-)




Benutzerbild von LuiUndLilli
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 19.08.2012
Beiträge: 57
LuiUndLilli befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.09.2012, 19:16

Guten Abend,

ich habe mal wieder eine Frage. Unser kleiner Patient wurde vor zwei Wochen geröntgt. Auf den Bildern waren weder Verletzungen noch Arthrose zu erkennen. Allerdings kam heraus, dass er E.C. hat... :-(

Er bekam direkt die 4 üblichen Mittel. Jetzt bekommt er nur noch Panacur und das noch für 2 Wochen. Nach 2 Tagen haben wir uns riesig gefreut, weil er wieder viel mehr herumgehoppelt ist und sich immer wieder mit beiden Vorderpfoten gleichzeitig geputzt hat. Seit gestern allerdings ist er wieder etwas träger und mehr im Stall als draußen. Es ist höchstens eine minimale Verschlechterung, aber dennoch wollte ich mal allgemein frage, wie das bei E.C. ist: Falls ein Kaninchen danach wieder so fit wird wie vorher, wie schnell geht sowas? Kann man nach 2 Wochen noch mit einer Besserung rechnen oder sollten wir uns damit abfinden, dass er eher nicht mehr Männchen machen können wird und völlige Sicherheit in den Hinterläufen hat? Das war bei ihm das einzige Symptom, alle anderen typischen Symtome hat er nicht gezeigt.

Ich weiß, dass man das nicht verallgemeinern kann, wäre aber trotzdem froh, wenn mir jemand von seinen Erfahrungen berichten könnte. :-)

Viele Grüße!




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.09.2012, 21:00

Hallo LuiUndLilli,

Wie hat die TÄ denn EC festgestellt? Kennst Du bei sweetrabbits.de die EC-Broschüre (unter Downloads)? Dort ist die Krankheit recht gut beschrieben.
Ich selbst hatte bisher bei 3 Kaninchen EC, mehr oder weniger stark. Gestorben ist daran keins, alle sind soweit wieder "gesund" geworden und konnten sich uneingeschränkt bewegen, auch putzen. EC ist langwierig, es kann sich einige Wochen hinziehen, es kann auch Rückschläge geben. Du darfst nur nicht die Hoffnung aufgeben.

lg
marinahexe




Benutzerbild von LuiUndLilli
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 19.08.2012
Beiträge: 57
LuiUndLilli befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.04.2013, 13:24

Schlimmer Rückfall... bitte um eure Erfahrungen!


Hallo,

nach nunmehr 8 Monaten, in denen es unserem Häschen sehr gut ging, er wieder Männchen machen konnte und sich meistens ohne unsere Hilfe die Hinterläufe geputzt hat, hatte er vor 8 Tagen einen ganz schlimmen Rückfall. Abends hatten wir noch nichts bemerkt, morgens ist er beim Laufen ständig zur Seite gefallen. Wir sind direkt in die Tierklinik gefahren und die Ärztin meinte, dass sie Symptome zwar sichtbar seien, aber nichts sehr ausgeprägt, darum bekam er Vit. B 12 und Panacur. Da das ein Sonntag war, meinte sie, wir sollten montags zu unserer Tierärztin gehen, falls er abends noch öfter umkippt.

Leider kippte er auch abends noch sehr häufig um, kam schlecht voran, weil er seine Hinterläufe nicht gut bewegen konnte. Allerdings war er den ganzen Tag über hungrig und neugierig und wollte sich bewegen, statt rumzuliegen.

Montags waren wir bei der Tierärztin. Das ist nun 7 Tage her. Er bekam an diesem Tag zusätzlich für 5 Tage Kortison und ein Antibiotikum. Diese beiden Medikamente sind nun seit 2 Tagen abgesetzt. Seither bekommt er Vit. B 12 und Panacur. Seit gestern stellen wir eine Verschlechterung fest. Er ist zwar weiterhin, wie auch die ganze letzte Woche, munter und will herumlaufen und frisst wie verrückt, aber er ist gestern noch wackeliger gewesen als die anderen Tage. Vor einer Stunde habe ich festgestellt, dass er sehr, sehr wackelig ist und auch leider wieder häufiger umkippt, was in der letzten Woche nur selten vorkam. Ich mache mir riesige Sorgen. Ich habe in 4 Stunden einen Termin bei der Tierärztin und muss bis dahin irgendwie ausharren, denn ich habe kein Auto und möchte ungern mit ihm im Bus durch die ganze Stadt fahren, das wäre mehr Stress, als wenn ich ihn jetzt noch 4 Stunden in Ruhe lasse. Kann das mit der Hitze zu tun haben? Der Stall steht auf dem Balkon, allerdings im Schatten. Außerdem habe ich die Stalltür auf und er ist auch freiwillig aus dem Stall herausgekommen, um auf dem Balkon herumzulaufen, was mir in der Seele weh tut, weil er dabei ständig umkippt und mich mit großen Augen anschaut. Er frisst weiterhin sehr gerne und wirkt munter, aber die Verschlechterung von gestern auf heute und auch von heute Morgen bis vor einer Stunde ist deutlich sichtbar.

Meine Frage: Sagt es etwas über die langfristige Prognose aus, dass es ihm heute, nach einer Woche mit allen 4 Medikamenten (Antibiotikum und Kortison mittlerweile beendet), deutlich schlechter geht als in den Tagen davor? Ich habe solche Angst, dass das nicht wieder besser wird. Unser anderes Häschen schaut auch ganz bedröppelt...

Wäre sehr dankbar, wenn ihr mir eure Erfahrungen berichtet könntet...

Liebe Grüße!!




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.04.2013, 16:14

Hallo,

verlier nicht den Mut. Es kann mit dem Temperaturwechsel zusammenhängen, allerdings glaube ich, dass da noch mehr mit reinspielt. Mein Bonny hat im letzten Jahr auch EC bekommen als es so sehr heiß war. Große Hitze, Umzüge usw. bedeutet Stress und Stress begünstigt EC. Lass Dich nicht unterkriegen. Er kann immer wieder solche Anfälle kriegen. Wichtig ist, dass Du die Ruhe behältst und er die richtigen Medis bekommt. Panacur und Vitamin B solltest Du auf jeden Fall noch einige Wochen geben. Du kannst auch Cerebrum geben, das ist gegen Schwindel.

Schau Dir das mal an:

http://www.kaninchenforum.de/kaninchen-faq/24132-e-cuniculi-es-lohnt-sich-zu-k%E4mpfen.html

http://www.kaninchenforum.de/kaninchen-faq/26796-fenbendazol-wirkungsweise-gegen-e-cuniculi-%DCberblick.html




Benutzerbild von LuiUndLilli
Zwergkaninchen
 
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Beiträge: 57
LuiUndLilli befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.04.2013, 16:25

Vielen Dank für deine Antwort!

Noch eine Stunde, dann geht´s zum Tierarzt, bis dahin lese ich mir die beiden Links durch. Grade läuft er wieder munter auf dem Balkon herum, er selbst scheint sich am wenigsten daran zu stören, dass er umkippt und wackelig ist... Außer zwischendurch. Da hält er dann inne und schaut mich mit großen Augen an... das ist furchtbar...
Ja, Vit. B 12 und Panacur wird mir die Tierärztin bestimmt wieder mitgeben, das reicht nämlich nur noch für wenige Tage. Was ist mit dem Antibiotikum und Kortison? Habe gelesen, dass letzteres gar nicht unbedingt nötig ist. Wurde das Antibiotikum zu kurz gegeben? Er bekam es 5 Tage... ich habe im Internet von längeren, aber auch von kürzeren Intervallen gelesen. Ich möchte ja nicht, dass er Resistenzen entwickelt, denn er wird ja erst 5...

Ich werde berichten, wie es ihm geht...
Nochmals danke!




Benutzerbild von LuiUndLilli
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 19.08.2012
Beiträge: 57
LuiUndLilli befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.04.2013, 19:08

Hallo,

ich komme gerade vom Tierarzt und bin total traurig. Der Kleine ist auf dem rechten Auge erblindet durch E.C. Mir selbst ist das nicht aufgefallen. Er bekommt jetzt für 5 Tage ein anderes Antibiotikum, da das letzte Woche ja nicht angeschlagen hat und er bekommt weiterhin Panacur. Wir haben gesagt bekommen, dass er kein Vit. B 12 mehr braucht, weil der Körper irgendwann damit gesättigt ist und das ohnehin nur wieder ausscheidet. Die beiden scheinen sehr kompetent zu sein, darum vertrauen wir ihnen eigentlich. Ist das richtig?
Kann die Erblindung eigentlich wieder weggehen? Ich kenne mich damit nicht aus, aber wenn beim Menschen etwas mit dem Sehnerv ist, kann sich das ja unter Umständen auch wieder verbessern. Ich hoffe so sehr, dass das neue Antibiotikum anschlägt. Sie haben mir schon angedeutet, dass man in einer Woche nicht mehr viel machen kann, außer Panacur weiter zu geben und zu schauen, wie lange er noch frisst und Lebenswillen zeigt. Allerdings habe ich ja auch gelesen, dass manche Kaninchen über Wochen das Antibiotikum bekommen haben. Ich weiß gar nicht, wem ich da jetzt glauben soll...
Ich kann mich einfach nicht an den Gedanken gewöhnen, dass es nicht wieder besser wird...




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Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.04.2013, 21:42

Welches AB bekommt er jetzt? Ich würde Vitamin B auf jeden Fall weitergeben. Du kannst auch die Kapseln von ratiopharm aus der Apotheke holen. Vitamin B ist zur Regeneration der Nerven. Man kann es nicht überdosieren, was der Körper nicht braucht wird ausgeschieden. Hast Du Dir Cerebrum mitgeben lassen (gegen Schwindel)?

Das Auge wird wohl nicht wieder i.O. kommen, er wird aber gut damit zurecht kommen. Selbst ganz blinde Kaninchen kommen damit gut zurecht. Man darf dann halt nur das Gehege nicht umstellen. Lass Dir von den TÄ nix einreden. Er zeigt doch Lebenswillen! Es ist normal, dass es nach ein paar Tagen zu einer Verschlechterung kommen kann. Seine Partnerin ist aber bei ihm, oder? Sei stark und kämpft weiter. Ihr schafft das!

Wichtig ist, dass er Ruhe hat und keinem Stress ausgesetzt wird. Über den TA-Besuch nächste Woche würde ich auch nochmal nachdenken. Medikamente kannst Du ohne ihn holen. Und mehr sehen als Du kann der TA auch nicht.




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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 19.08.2012
Beiträge: 57
LuiUndLilli befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.04.2013, 07:26

Guten Morgen,
danke für den Tipp mit den Kapseln. Ist es schlimm, dass darin auch andere Vitamin B Komplexe enthalten sind? Könntest du mir sagen, wie groß diese Kapseln sind und wie ich sie ihm geben soll?
Es beruhigt mich zu hören, dass du das nicht ganz so katastrophal siehst. Kann man denn davon ausgehen, dass wenn ich ein Kaninchen den ganzen Tag über eifrig frisst, freiwillig aus dem Stall rauskommt und (unbeholfen) über den Balkon hoppelt, sich mit seiner Partnerin neckt und die beiden ganz viel kuscheln, dass er dann glücklich ist? Ich will auf keinen Fall, dass er leidet. Aber ich habe momentan das Gefühl, dass mich das mehr schafft als ihn…
Ruhe hat er und der Stall bleibt auch so wie er ist… Noch sieht er ja auf dem linken Auge. Hoffentlich bleibt das so. Nein, zum Tierarzt würde ich ihn nächste Woche nicht mitnehmen, sie meinte bloß, dass ich dann noch mal anrufen und erzählen soll, wie es ihm geht, weil sie das interessiert.
Ist es in Ordnung, dass er das Antibiotikum (Chloramphenicol) nur 5 Tage bekommt? Sollte ich fragen, ob ich es noch für ein paar Tage länger bekommen könnte?
Vielen, vielen Dank für deine Antworten!!
Liebe Grüße




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.04.2013, 08:07

Zitat:
Zitat von LuiUndLilli Beitrag anzeigen
Guten Morgen,
danke für den Tipp mit den Kapseln. Ist es schlimm, dass darin auch andere Vitamin B Komplexe enthalten sind? Könntest du mir sagen, wie groß diese Kapseln sind und wie ich sie ihm geben soll?
Es beruhigt mich zu hören, dass du das nicht ganz so katastrophal siehst. Kann man denn davon ausgehen, dass wenn ich ein Kaninchen den ganzen Tag über eifrig frisst, freiwillig aus dem Stall rauskommt und (unbeholfen) über den Balkon hoppelt, sich mit seiner Partnerin neckt und die beiden ganz viel kuscheln, dass er dann glücklich ist? Ich will auf keinen Fall, dass er leidet. Aber ich habe momentan das Gefühl, dass mich das mehr schafft als ihn…
Ruhe hat er und der Stall bleibt auch so wie er ist… Noch sieht er ja auf dem linken Auge. Hoffentlich bleibt das so. Nein, zum Tierarzt würde ich ihn nächste Woche nicht mitnehmen, sie meinte bloß, dass ich dann noch mal anrufen und erzählen soll, wie es ihm geht, weil sie das interessiert.
Ist es in Ordnung, dass er das Antibiotikum (Chloramphenicol) nur 5 Tage bekommt? Sollte ich fragen, ob ich es noch für ein paar Tage länger bekommen könnte?
Vielen, vielen Dank für deine Antworten!!
Liebe Grüße


Die Kapseln kannst Du öffnen und das Pulver in Wasser oder Tee auflösen und mit der Spritze ins Mäulchen geben. Andere B-Vitamine schaden nicht, was der Körper nicht braucht, wird ausgeschieden. 2 meiner EC-Kaninchen haben sich über rote Paprika (Vitamin C) hergemacht, könntest Du auch probieren. Chloramphenicol ist gut und ich würde es evtl. auch länger geben.

Das er Lebensfreude empfindet, zeigt er dir doch! Es ist gut, dass er sich bewegt. So können die Muskeln nicht verkümmern. Ich würde ihn 1x wöchentlich wiegen und das Gewicht aufschreiben. Er wird viel Energie brauchen, evtl. kannst Du ihm Haferflocken zufüttern.

Und ja, für den Menschen sieht das grausam aus, das Kaninchen kommt damit aber recht gut klar.




Benutzerbild von LuiUndLilli
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 19.08.2012
Beiträge: 57
LuiUndLilli befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.04.2013, 15:36

Hallo,

ach super, das ist ein guter Tipp mit dem Öffnen der Kapseln. Das sollten wir hinkriegen. Hoffentlich bringt es etwas...
Rote Paprika? Unsere beiden bekommen zwar ausschließlich Frischfutter (verschiedene Gemüse und Apfel), aber Paprika haben wir ihnen noch nie gegeben. Das werde ich ausprobieren.
Ja, dass er viel Energie braucht, fällt uns auch auf. Er ist ständig am Futtern, viel mehr als sonst. Ich hatte schon Angst, dass das nicht gut ist... Ist es eigentlich okay, Löwenzahn aus der Tüte zu verfüttern? Da steht drauf, dass keine sonstigen Zusatzstoffe enthalten sind. Allerdings ist der Kleine und auch unser anderes Häschen so versessen darauf, dass ich mich frage, ob das wirklich "nur" getrockneter Löwenzahn ist. Lui ist total aufgeregt, wenn er die Tüte rascheln hört, so aufgeregt, dass ich ihn immer ein bisschen festhalten muss, damit er sich vor Recken und Strecken nicht wieder auf die Seite legt, also umkippt...
Ich danke an dieser Stelle erst mal vielmals für die ganzen Ratschläge und melde mich, sobald ich Veränderungen feststelle. Heute jedenfalls ist es noch nicht besser, obwohl er gestern Abend und heute Morgen das neue Antibiotikum bekam. Ich muss wohl Geduld haben, auch wenn es schwer fällt...

Ganz liebe Grüße!




Benutzerbild von marinahexe
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Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.04.2013, 15:42

Getrockneten Löwenzahn kannst Du geben, aber nicht zu viel. Hast Du die Möglichkeit an frischen Löwenzahn zu kommen? Wiese? Wildkräuter (Unkraut)? Davon darf er unbegrenzt. Wenn er Paprika nicht kennt, sieht es vielleicht erstmal so aus, als ob sie da nicht drangehen. Kaninchen machen vom fremden Sachen erst einen Probebiß und warten ab,ob sie es vertragen.




Benutzerbild von LuiUndLilli
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 19.08.2012
Beiträge: 57
LuiUndLilli befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.04.2013, 07:17

Guten Morgen,

oh okay, dann werde ich das mit dem getrockneten Löwenzahn ein wenig einschränken. Bisher haben sie zu zweit immer eine Tüte Löwenzahn innerhalb 2 Wochen gegessen. Diese haben wir als "Leckerlis" gegeben, weil ich die Drops und ähnliches nicht mag. Bei uns im Garten (Mehrfamilienhaus) läuft häufig der Hund unserer Nachbarin herum, daher hole ich dort ungern Kräuter, da ich aber heute Abend zu meinen Eltern fahre, werde ich frischen Löwenzahn, Petersilie usw. holen.

Heute Morgen ging es ihm zumindest nicht schlechter. Er ist nach der Gabe des Antibiotikums nicht mal umgekippt, als wir ihn zurück in den Stall gesetzt haben und hat lediglich ein bisschen gewackelt. Es wäre so toll, wenn es doch wieder zumindest etwas besser werden würde und er noch eine Weile bei uns bleiben könnte...

Liebe Grüße!




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Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.04.2013, 07:49

Ein Tipp von mir:

Wenn Du die Möglichkeit hast, Wiese und Wiesenkräuter, verschiedene Blätter zu "ernten", solltest Du doppelte Menge pflücken und und die Hälfte davon für den nächsten Winter trocknen. Zum Einen weißt Du dann, was in dem Heu drin ist und zum anderen stürzen sich die Nins darauf. Schau auch, dass in dieser Mischung Wiesenbärenklau ist, das Kraut hilft auch gegen EC bzw. kann vorbeugen.

Ich trockne den Sommer über auch sehr viele Kirsch- und Apfelbaumblätter. Die Nins stürzen sich drauf, knackt beim Fressen wie Chips.



 
 
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