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Hefen nach Kokzidienbefall? auf Kaninchen Forum

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Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 08.04.2011
Beiträge: 902
fasilmay befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.02.2012, 23:44

Hefen nach Kokzidienbefall?


Im Oktober hatten meine Kaninchen Kokzidien,aber nur das Böckchen zeigte Auffälligkeiten, wie Aufgasung und leichten Durchfall.Nach der Behandlung war alles ok,nur fiel mir in den letzten Tagen auf,dass Bommel starkes Bauchgluckern hatte,nachdem er Wasserhaltiges wie Stangensellerie gefressen hatte.Deswegen habe ich wieder mal eine Kotprobe abgegeben,darin befanden sich keine Kokzidien,dafür nun aber Hefen in zu grosser Menge.Könnte es sein,dass diese noch eine Folge von den Kokzidien sind? Und könnte ich sie dann auch ohne Medikamente wegbekommen?Durch wasserhaltiges,blättriges Futter und Weglassen von Möhren und Äpfeln?Ich hole am Montag Nystatin vom Tierarzt,habe aber nun gelesen,dass dieses auch nicht so unbedenklich sei.Im Moment ist das Bauchgluckern weg,da ich vor jeder Fütterung Fenchelsamen gebe.Ansonsten sind beide putzmunter und fressen gut.
lg fasilmay




Geändert von fasilmay (13.02.2012 um 17:10 Uhr). Grund: ....
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Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.02.2012, 00:04

AW: Hefen nach Kokzidienbefall?


Hallo fasilmay,

schön, mal wieder von Dir zu lesen.
Ich habe Dir hier mal was von Sweetrabbits rüberkopiert:

ERNÄHRUNG BEI HEFE- und / oder Kokzidienbefall

Hefen sind einzellige Pilze, die in gewissen Mengen im Verdauungstrakt von Kaninchen vorkommen. Zu einem Problem werden die Hefen, wenn sie sich schlagartig und in hohem Ausmaß vermehren. Bei Hefenbefall handelt es sich fast immer um eine Sekundärinfektion, die bspw. Durch Zahnprobleme, falsche Ernährung oder andere Darmparasiten hervorgerufen wird. Hefen ernähren sich von Zucker. Durch falsche Ernährung mit viel stärke- und zuckerhaltigem Futter, bietet man ihnen die perfekte Nahrungsquelle. Wie so oft bei Kaninchen spielt also auch hier die Ernährung eine große Rolle. Liegt ein Hefenproblem vor, sollte neben der eventuell notwendigen medikamentösen Behandlung, die Fütterung dementsprechend umgestellt werden.

Wichtig ist, dass die Tiere nun vermehrt Rohfaser zu sich nehmen. Wichtigster und bester Rohfaserlieferant ist natürlich Heu. Es darf weiterhin Frischfutter gegeben werden, jedoch sollte dort auf stärkearme Gemüsesorten zurückgegriffen werden. Zu den empfehlenswerten Gemüsesorten gehören Broccoli, Fenchel, Gurke, Staudensellerie, sämtliche Salate, Chicoree und natürlich auch Gräser und Kräuter.

Verzichtet werden sollte in dieser Zeit auf jeden Fall auf sämtliches Obst. Obst enthält Zucker, welcher - wie oben erwähnt - Nahrungsgrundlage der Hefen ist. Trockenfutter in jeglicher Variation gehört ebenfalls nicht auf den Speiseplan, auch nicht getrocknetes Gemüse oder Obst.

Gute Besserung
marinahexe






Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 08.04.2011
Beiträge: 902
fasilmay befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.02.2012, 00:20

AW: Hefen nach Kokzidienbefall?


Hallo marinahexe,
ja,ich bin auch froh,mal wieder hier zu sein,auch wenn der Anlass natürlich nicht so toll ist.Vielen Dank!^^Dreifach...!
Dann sollte ich vielleicht doch besser das Medikament verabreichen,obwohl es ja zuckerhaltig ist...?Und dann wäre da noch die Sache mit der Sekundärinfektion. Hm..Auf jeden Fall lasse ich vorerst mal Möhren und Äpfel weg ,ansonsten gebe ich seit dem Kokzidienbefall ja schon mehr Blättriges.Wird schon alles gut werden!Zur Not auch mit zuckerhaltigem Nystatin.^^




Geändert von fasilmay (13.02.2012 um 15:49 Uhr). Grund: ....

Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.02.2012, 08:37

AW: Hefen nach Kokzidienbefall?


Wenn sie definitiv keine Kokzidien haben, würde ich die Zähne mal kontrollieren lassen. Wenn die i.O. sind, schreib doch mal wie der Speiseplan am Tag so aussieht (Mengenangaben). Vielleicht hast Du ein Ungleichgewicht in der Fütterung. Hefen bekommst Du weg, wenn das zuckerhaltige Futter wie Obst und Gemüse wegfällt, damit hungerst Du die Hefen aus.




Benutzerbild von Kathy566
Kaninchen
 
Registriert seit: 29.09.2010
Beiträge: 3.539
Kathy566 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.02.2012, 10:42

AW: Hefen nach Kokzidienbefall?


Hallo fasilmay,

ich habe gerade auch einen Kandidaten mit Hefen
Problem bei ihm ist, dass er selten und nur sehr sehr wenig Heu frisst und wenn, dann auch nur das vom kaninchenladen.de. Ich gebe zusätzlich Trockenkräuter, damit er überhaupt eine trockene Komponente bekommt. Ich weis nicht, wie ich Heu in ihn reinkriegen soll.
Ich fütter gerade Endiviensalat, Feldsalat, Chinakohl, Wirsing, Chicoree und Grünkohl (sofern es welchen gibt). Möhren und Äpfel lass ich gerade auch komplett weg!
Ich vermute mal, dass Kiwhy nur Knolliges gefressen hat. Er hat sich das Meiste Knollige rausgesucht, wie Apfel, Möhre, Fenchel, Petersilienwurzel etc. Ich habe zwar 1/3 Knollig und 2/3 Blättrig gefüttert, aber die zwei anderen haben auch viel Blättriges gefressen. Jetzt werde ich weiter reduzieren, wenn er keine Hefen mehr haben sollte. Jetzt werde ich insgesamt nur noch einen Knollenbestand von ca 1,5 Möhren für alle drei geben, so traurig das auch ist. Vielleicht ne halbe Möhre, ein kleines Stück Apfel und ein kleines Stück Petersilienwurzel. Damit er halt nicht mehr aufnehmen kann, wie er darf. Anders kann ich es mir nicht erklären, denn sie kriegten eigentlich immer 10-14 verschiedene Gemüsesorten täglich, Zähne sind okay und auch Parasiten hat er keine. Er wird wohl viel zu viel Apfel gefressen haben, da ich einen ganzen täglich gegeben habe. Vielleicht ist das bei deinem auch so?

Die Tierärztin meinte er bräuchte mehr Struktur. Hmm... ich weis nicht, wie ich ihm Heu schmackhaft machen soll!
LG und gute Besserung

Kathy



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Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 08.04.2011
Beiträge: 902
fasilmay befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.02.2012, 16:23

AW: Hefen nach Kokzidienbefall?


Hi Kathy,
bei meinem Böckchen ist es ähnlich,er frisst wesentlich mehr als seine Partnerin.Während sie Pausen macht,wenn es Frischfutter gibt,frisst er so lange,bis alles leer ist.Sie bekamen täglich entweder gemeinsam einen kleinen Apfel oder jeweils eine Möhre.Die lasse ich jetzt wie gesagt auch komplett weg.Ich gebe nun pro Tag einen halben Kopf Chinakohl oder eine halbe Staude Stangensellerie und dazu im Wechsel Feldsalat,Chicoree ,Petersilie oder andere Küchenkräuter.Und neben Heu zusätzlich Trockenkräuter.Brombeerblätter kommen als Nächstes dazu.Wenn dein Kaninchen keine Darmparasiten hatte,denke ich auch,dass das Problem an seiner Vorliebe für Knollengemüse liegt. Wie man einen Heumuffel an Heu gewöhnt,weiss ich auch nicht,denke aber,wenn er genügend blättriges Frischfutter frisst,dass er dieses auch nicht benötigt.Bei mir stellt das Heu den grössten Teil der täglichen Fütterungsmenge dar,was Bommel auch nicht vor Hefen geschützt hat,wohl eher im Gegenteil.Wobei Mücke,seine Partnerin,weder durch Hefen noch durch Kokzidien Probleme hatte.Ich wünsche deinem Kleinen auch eine gute Besserung,danke!
@marinahexe Im Oktober wurde Bommel ein winziges Zahnspitzchen entfernt,und die Tierärztin meinte,dass dieses sicher nicht ausgereicht hätte,um Verdauungsprobleme zu verursachen.Habe gerade das Nystatin vom Tierarzt geholt und beginne heute mit der Eingabe.Ich hoffe,damit bin ich ich auf der sicheren Seite!
lg fasilmay




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.02.2012, 16:28

AW: Hefen nach Kokzidienbefall?


@fasilmay, Oktober liegt 4 Monate zurück und Spitzen können sich sehr schnell bilden. Halt das im Auge und lass demnächst nochmal gründlich kontrollieren.




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 08.04.2011
Beiträge: 902
fasilmay befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.02.2012, 16:58

AW: Hefen nach Kokzidienbefall?


Ja,ich weiss,wollte damit nur sagen,dass damals die Kokzidien und nicht das Spitzchen die Ursache für die Verdauungsprobleme waren.Spätestens zur Impfung werde ich ihn noch mal komplett durchchecken lassen.




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.02.2012, 17:32

AW: Hefen nach Kokzidienbefall?


Wann geht's denn zum Impfen? Bei Zahnspitzen stellen Kaninchen von jetzt auf gleich das Fressen ein. Bitte gut beobachten bis zur Kontrolle.




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 08.04.2011
Beiträge: 902
fasilmay befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.02.2012, 17:47

AW: Hefen nach Kokzidienbefall?


Zum Impfen geht´s im April. Ich weiss,das ist eine lange Zeit,und natürlich würde ich sofort reagieren,wenn er irgendwelche Auffälligkeiten zeigen sollte.Aber er hat nie zu Zahnspitzen geneigt,und das besagte war wohl als solches kaum zu erkennen.Zu meiner Tierärztin fahre ich fast eine Stunde,die umliegenden kennen sich leider nicht mit Kaninchen aus.Deshalb lasse ich die Komplettuntersuchung mit Augeninnendruckmessung ,Zähne kontrollieren u. s.w. einmal im Jahr beim Impfen machen,wenn sich vorher keine Auffälligkeiten zeigen.Ansonsten fahre ich natürlich sofort hin.Die Stunde stört mich persönlich natürlich nicht,es bedeutet nur enormen Stress für die Kaninchen.




Benutzerbild von mausefusses
Kaninchen
 
Registriert seit: 11.08.2010
Beiträge: 4.990
mausefusses befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.02.2012, 17:51

AW: Hefen nach Kokzidienbefall?


Ja, die Hefen können durch die Kokis kommen. Ich würde in 2 Wochen nochmal eine Kotprobe abgeben und gucken ob Kokis und Hefen weg sind.

Ich würde kein Nystatin benutzen.

Ich habe häufig Kokis und Hefen bei Neutieren, ich nehme dann 3-3-3 Baycox und geben nach Abschluß der Behandlung 14 Tage später eine erneute Kotprobe ab: Hefen waren bisher dann auch immer weg, ohne Nystatin.




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 08.04.2011
Beiträge: 902
fasilmay befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.02.2012, 18:03

AW: Hefen nach Kokzidienbefall?


Ah ok,danke für die Information! Die Kokzidienbehandlung ist nun schon fast 4 Monate her,und es befanden sich wohl definitiv keine Kokis mehr in der Kotprobe.Kann ein Hefenbefall nach so langer Zeit noch auf die Erkrankung zurückzuführen sein? Und sollte ich jetzt besser darauf verzichten,Sämereien zu verfüttern?Ich gebe im Moment Fenchelsamen gegen Blähungen.Wieviel darf ich davon täglich geben,ohne dass die Hefen genährt werden?




Benutzerbild von mausefusses
Kaninchen
 
Registriert seit: 11.08.2010
Beiträge: 4.990
mausefusses befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.02.2012, 18:25

AW: Hefen nach Kokzidienbefall?


Fenchelsamen sind sicher nicht die Ursache für die Hefen.
Was genau fütterst Du alltäglich ?

Wurden die Zähne untersucht ?




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 08.04.2011
Beiträge: 902
fasilmay befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.02.2012, 18:39

AW: Hefen nach Kokzidienbefall?


Die Zähne wurden wie gesagt das letzte Mal im Oktober kontrolliert,als auch die Kokzidien festgestellt wurden.Da gab es wohl ein kaum zu erkennendes Spitzchen,das gleich entfernt wurde.In letzter Zeit wurden die Zähne nicht mehr kontrolliert.Im Moment lasse ich Möhren und Äpfel weg,und füttere täglich entweder einen halben Kopf Chinakohl oder eine halbe Staude Stangensellerie und zusätzlich im Wechsel Feldsalat,Chicoree,Petersilie und andere Küchenkräuter.Täglich Heu und mehrmals in der Woche Trockenkräuter.Und jeweils morgens und abends einen Esslöffel Fenchelsamen.



 
 
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