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Kaninchen bei Krankheit trennen auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 23.01.2012
Beiträge: 10
Fiffi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 23.01.2012, 23:28

Kaninchen bei Krankheit trennen


Hallo,

seit heute bin ich neu in dem Forum angemeldet. Da ich in letzter Zeit hier oft sehr hilfreiche Beiträge mitgelesen habe, speziell zum Thema Häsinnenkastration und Vergesellschaftung, wollte ich auch mal einige Erfahrungen weitergeben.

Genau genommen wollte ich auch davor warnen, Tiere im Krankheitsfall zu trennen. Es kann bei manchen Partnertieren schief gehen.
Es interessiert mich daher auch, ob ihr auch das Problem hattet, dass ihr Kaninchen wegen Krankheit zeitweise getrennt habt und sich diese bisher zumeist friedlich zusammenlebenden Kaninchen dann plötzlich nur noch bekämpften.

Alles begann bei uns mit Vinz' Pilzerkrankung.
Eines Tages hatte eines meiner beiden in der Wohnung gehaltenen Zwerkaninchen-Weibchen eine kleine Kahlstelle auf dem Kopf. Diese erweiterte sich täglich, bis zu den Augenwinkeln und teilweise zum Ohransatz (noch im Stirnbereich). Ich recherchierte und fand heraus, dass es sich um eine Glatzflechte oder zumindest um eine Pilzerkrankung handeln musste, was mir eine mir bisher unbekannte Tierärztin bestätigte. Ich war zuvor nie mit Vinz und Mia beim Tierarzt, da sie immer kerngesund waren. Die Ärztin riet mir, die Kaninchen zu trennen, weil das nicht befallene Weibchen dem armen Glatzhasi den ganzen Tag auf der Kahlstelle rumleckte und Ansteckungsgefahr bestand. Ich setzte das nicht befallene Tier (Mia) also in einen separaten Käfig im selben Raum und ab da fingen die Probleme richtig an.
Daher mein Ratschlag in einem solchen Fall: Hat man zwei Häsinnen, so ist das dauerhafte friedliche Zusammenleben ja sowieso nicht garantiert. Wenn man sie trennt, entfremden sie sich leicht und wenn eine nach Tierarztgerüchen müffelt, erkennen sie einander wohl nicht mehr und es kann zu heftigen Streitereien kommen. Meine Mia will von dem armen glatzbefallenen Schwesterchen nichts mehr wissen und verfolgte es gnadenlos. Man muss sie also beide zum Tierarzt bringen, damit sie den gleichen Geruch an sich haben, dann sollte man wahrscheinlich riskieren, dass sich das andere Tier ansteckt und auch mit Mitteln behandelt werden muss. Man kann sie ja trennen, bis das Medikament eingewirkt ist, aber eben nur für eine Stunde oder so.
Mia jedenfalls, die vom Pilz verschont worden war, wollte nicht im neuen Käfig sitzen und rüttelte beim Freilauf an ihrem alten Käfig, in dem Vinz ihren Pilz auskurierte. Ungünstig ist auch, dass unsere Wohnung winzig ist und daher der Auslaufbereich abwechselnd von beiden genutzt wurde (sie bekamen unterschiedliche Häuschen und Teppiche aufgebaut, damit nicht allzu viele Sporen übertragen würden). Mias Aggressionen wurden immer schlimmer, auch ihre Reizbarkeit durch die gleichzeitige Scheinschwangerschaft halfen keineswegs weiter. Sie war schon immer abwechselnd lieb und sehr launisch, zickig und aggressiv gewesen.
Ich ging zu einer Tierärztin in Oberursel, die Expertin für solche Kleintiere ist, und fühlte mich dort endlich sehr gut aufgehoben. Mir wurde zur Kastration geraten, wegen der Biestigkeit und der häufigen Scheinschwangerschaften. Damit die Verhältnisse ausgeglichen sind, sei es auch besser, Vinz mit zu kastrieren. Das brachte ich aber nicht übers Herz, weil beide schon 4 Jahre alt sind und ich Angst vor Risiken hatte. Die Sache mit Mia war mir auch ehrlich gesagt stressig genug, dann sie stellte allen erdenklichen Unsinn an, von Fädenziehen bis Pipistreik (pinkelte nur alle 12-20 Stunden).
Naja, nun kuriert Mia gerade ihre Kastration aus, nach der sie sich wie gesagt sofort mehrere Fäden gezogen hatte und sich gegen Schmerzmittelvergabe, Zwangsernährung und OP-Nahtkontrolle heftig wehrte. Ich denke, sie hat es trotz selbst verursachter Komplikationen und gut überstanden (trägt seit Tagen einen kleinen Katzenbody, weil sie keinen Trichter akzeptierte und sich letztendlich ALLE Fäden selber gezogen hat). Sie ist wirklich mit dem Trichter quer durch den Stall getobt, überschlug sich mehrfach, brachte sich fast um. Nur der enge Body half, Marke MP, Größe XXS!Ich versuche, ein foto anzuhängen.

Mich würde interessieren, ob andere von euch ihre Tiere nach einer Erkrankung auch länger getrennt hatten und solche Probleme hatten. Letztendlich würde ich die Trennung nach Möglichkeit vermeiden, jedenfalls bei zickigen Kaninchenmädchen. Nun habe ich den Salat und muss in einer anderen Wohnung (meine ist zu winzig, kein neutraler Raum mehr) eine sicherlich brutal verlaufende Zusammenführung durchziehen. Ich habe große Angst davor, da ich sowas noch nie durchgezogen habe. Meine Kaninchen waren immer Geschwister und kamen klar. Ich hoffe sehr dass sich Mia und Vinz überhaupt jemals wieder vertragen werden.

Gruß,

Fiffi



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Benutzerbild von Blume
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.04.2011
Beiträge: 8.789
Blume befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.01.2012, 00:07

AW: Kaninchen bei Krankheit trennen


Willkommen hier

Ich glaube dass die Aggressionen bei deinen Mädels nicht unbedingt von der Trennung kommen, sondern vielmehr durch falsche Trennung. So wie ich es verstehe können sie sich immer sehen und riechen und sitzen einen Großteil im Käfig?!

Du hast in der Wohnung vielleicht nicht die Möglichkeiten, aber wenn man trennt, dann darf es weder Sicht- noch geruchskontakt geben.

Mit dem ta Geruch hatte ich noch in Probleme und ich nehme selten alle mit



__________________

"Vielleicht zerstören sie deine Schuhe, den Garten, den Koffer, die Möbel -
aber nie verwüsten sie dein Herz.
Sie hinterlassen Haare auf deiner Kleidung, aber auch Glück in deiner Seele."








Ninchen
 
Registriert seit: 23.01.2012
Beiträge: 10
Fiffi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.01.2012, 16:30

AW: Kaninchen bei Krankheit trennen


Hallo,

danke für die Antwort. Ja, ich habe sie nur auf Sichtweite getrennt, dachte, sie wollten einander sehen. Sie hatten ja auch keinen Krach, weshalb ich gar nicht auf die Idee kam, dass so große Aggressionen entstehen würden. Die erste Tierärztin hat gesagt, sie sollten sich sehen können, während die zweite konsultierte TÄ sich viel besser mit der Kaninchenpsyche auskannte und eine echte räumliche Trennung empfahl. nun hocken aber trotzdem beide Kaninchen bei uns in der Küche, weil da Fliesen und waschbare Teppiche sind. Sie spritzen ja manchmal Urin raus. Ansonsten haben wir einfach keinen anderen geeigneten Raum. Wir wohnen zu zweit in einer kleinen 2Zimmerwohnung, die eigentlich eher für eine einzige Person gedacht ist. Im Schlafzimmer ist alles mit Bett und Schränken voll, entweder könnte man nicht mehr ins Bett oder nicht mehr an die Kleiderschränke, wenn ein Käfig drin wäre. Im Wohnzimmer ist auch alles ganz eng, absolut kein Platz. Bleibt nur noch der Flur. Dann ist aber der Auslauf futsch. Sie toben nämlich im langen Flur und rennen durch Küche, Schlafzimmer und Flur. Das brauchen sie ja auch.
Stimmt, meine Kaninchen sitzen im Käfig, wenn ich morgens bis nachmittags auf der Arbeit bin. Dafür wetzen sie aber früh morgens eine Stunde und Nachmittags bis spät abends mindestens nochmal 3 Stunden pro Person. Sie haben viele Kartons und Röhrenkram. Ich möchte sie nicht nur draußen lassen, weil sie dann alles langweilig finden und selbst die tollen Burgen und Kisten irgendwann langweilig finden und nur rumhocken. Sie gehen sowieso dann freiwillig zurück in den Käfig und strecken sich irgendwann gegen Mitternacht an ihrem Schlafplatz aus. Außerdem pinkeln sie nach drei Stunden bevorzugt, aber eben nicht immer in ihren Käfig, sondern gerne auch so an Schränke, dass die ganze Brühe ins Holz einzieht und unter die Schränke läuft oder große schwer waschbare Teppiche einsaut.
Es ist zu eng bei uns, aber bisher ging es und im Sommer gehört auch der große Balkon zum Auslauf.Naja.

Gruß,

Fiffi




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 20.04.2009
Beiträge: 278
Schnuffi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.01.2012, 16:44

AW: Kaninchen bei Krankheit trennen


Hallo Fiffi und willkommen hier im Forum
Ich habe auch 2 Ninchen, einen Kastraten und ein Weichen. Sie heißen Cira und Schnuffi. Cira hat auch eine Pilzerkrankung und da die beiden noch getrennt leben ist das kein Problem.
Hat denn ein Nin von dir noch den Pilz oder nicht?
Wenn ja würde ich sie, bis die Pilzerkrankung vorbei ist sie trennen .

LG



__________________



gaaanz liebe Grüße von Schnuffi, Cira &'nd mir



Ninchen
 
Registriert seit: 23.01.2012
Beiträge: 10
Fiffi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.01.2012, 16:58

AW: Kaninchen bei Krankheit trennen


Hi,

schön, dass man hier gleich so schnell willkommen geheißen wird. Vinz hat nun diesen Pilz losbekommen, die Haare sind gut nachgewachsen. Am Anfang hatte mein Kaninchen fürchterliche Schuppen, als der Pilz am Abklingen und die Haare am NAchwachsen waren.Ich musste ihr immer alle drei Tage eine Lösung auf den Kopf schmeiren und sie danach eine halbe Stunde lang am Abputzen hindern, damit das Zeug wenigestens einwirkte. Sie fand es natürlich fies und ist seitdem etwas scheu. Ich denke aber, das wird wieder, denn sie lässt sich auch immernoch gerne streicheln. So ein Pilz ist schon eine Riesenarbeit wegen der ganzen ständigen Desinfiziererei und so.

Gruß,

Fiffi



 
 
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