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Kaninchen bei Krankheit trennenHallo, seit heute bin ich neu in dem Forum angemeldet. Da ich in letzter Zeit hier oft sehr hilfreiche Beiträge mitgelesen habe, speziell zum Thema Häsinnenkastration und Vergesellschaftung, wollte ich auch mal einige Erfahrungen weitergeben. Genau genommen wollte ich auch davor warnen, Tiere im Krankheitsfall zu trennen. Es kann bei manchen Partnertieren schief gehen. Es interessiert mich daher auch, ob ihr auch das Problem hattet, dass ihr Kaninchen wegen Krankheit zeitweise getrennt habt und sich diese bisher zumeist friedlich zusammenlebenden Kaninchen dann plötzlich nur noch bekämpften. Alles begann bei uns mit Vinz' Pilzerkrankung. Eines Tages hatte eines meiner beiden in der Wohnung gehaltenen Zwerkaninchen-Weibchen eine kleine Kahlstelle auf dem Kopf. Diese erweiterte sich täglich, bis zu den Augenwinkeln und teilweise zum Ohransatz (noch im Stirnbereich). Ich recherchierte und fand heraus, dass es sich um eine Glatzflechte oder zumindest um eine Pilzerkrankung handeln musste, was mir eine mir bisher unbekannte Tierärztin bestätigte. Ich war zuvor nie mit Vinz und Mia beim Tierarzt, da sie immer kerngesund waren. Die Ärztin riet mir, die Kaninchen zu trennen, weil das nicht befallene Weibchen dem armen Glatzhasi den ganzen Tag auf der Kahlstelle rumleckte und Ansteckungsgefahr bestand. Ich setzte das nicht befallene Tier (Mia) also in einen separaten Käfig im selben Raum und ab da fingen die Probleme richtig an. Daher mein Ratschlag in einem solchen Fall: Hat man zwei Häsinnen, so ist das dauerhafte friedliche Zusammenleben ja sowieso nicht garantiert. Wenn man sie trennt, entfremden sie sich leicht und wenn eine nach Tierarztgerüchen müffelt, erkennen sie einander wohl nicht mehr und es kann zu heftigen Streitereien kommen. Meine Mia will von dem armen glatzbefallenen Schwesterchen nichts mehr wissen und verfolgte es gnadenlos. Man muss sie also beide zum Tierarzt bringen, damit sie den gleichen Geruch an sich haben, dann sollte man wahrscheinlich riskieren, dass sich das andere Tier ansteckt und auch mit Mitteln behandelt werden muss. Man kann sie ja trennen, bis das Medikament eingewirkt ist, aber eben nur für eine Stunde oder so. Mia jedenfalls, die vom Pilz verschont worden war, wollte nicht im neuen Käfig sitzen und rüttelte beim Freilauf an ihrem alten Käfig, in dem Vinz ihren Pilz auskurierte. Ungünstig ist auch, dass unsere Wohnung winzig ist und daher der Auslaufbereich abwechselnd von beiden genutzt wurde (sie bekamen unterschiedliche Häuschen und Teppiche aufgebaut, damit nicht allzu viele Sporen übertragen würden). Mias Aggressionen wurden immer schlimmer, auch ihre Reizbarkeit durch die gleichzeitige Scheinschwangerschaft halfen keineswegs weiter. Sie war schon immer abwechselnd lieb und sehr launisch, zickig und aggressiv gewesen. Ich ging zu einer Tierärztin in Oberursel, die Expertin für solche Kleintiere ist, und fühlte mich dort endlich sehr gut aufgehoben. Mir wurde zur Kastration geraten, wegen der Biestigkeit und der häufigen Scheinschwangerschaften. Damit die Verhältnisse ausgeglichen sind, sei es auch besser, Vinz mit zu kastrieren. Das brachte ich aber nicht übers Herz, weil beide schon 4 Jahre alt sind und ich Angst vor Risiken hatte. Die Sache mit Mia war mir auch ehrlich gesagt stressig genug, dann sie stellte allen erdenklichen Unsinn an, von Fädenziehen bis Pipistreik (pinkelte nur alle 12-20 Stunden). Naja, nun kuriert Mia gerade ihre Kastration aus, nach der sie sich wie gesagt sofort mehrere Fäden gezogen hatte und sich gegen Schmerzmittelvergabe, Zwangsernährung und OP-Nahtkontrolle heftig wehrte. Ich denke, sie hat es trotz selbst verursachter Komplikationen und gut überstanden (trägt seit Tagen einen kleinen Katzenbody, weil sie keinen Trichter akzeptierte und sich letztendlich ALLE Fäden selber gezogen hat). Sie ist wirklich mit dem Trichter quer durch den Stall getobt, überschlug sich mehrfach, brachte sich fast um. Nur der enge Body half, Marke MP, Größe XXS!Ich versuche, ein foto anzuhängen. Mich würde interessieren, ob andere von euch ihre Tiere nach einer Erkrankung auch länger getrennt hatten und solche Probleme hatten. Letztendlich würde ich die Trennung nach Möglichkeit vermeiden, jedenfalls bei zickigen Kaninchenmädchen. Nun habe ich den Salat und muss in einer anderen Wohnung (meine ist zu winzig, kein neutraler Raum mehr) eine sicherlich brutal verlaufende Zusammenführung durchziehen. Ich habe große Angst davor, da ich sowas noch nie durchgezogen habe. Meine Kaninchen waren immer Geschwister und kamen klar. Ich hoffe sehr dass sich Mia und Vinz überhaupt jemals wieder vertragen werden. Gruß, Fiffi
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