 | Kaninchen | | Registriert seit: 09.08.2009
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Geschrieben am
30.12.2015, 21:17
| | | | Schaust du das nächste Mal bitte auf das Datum des letzten Posts, Tigerduck? Diese Frage ist über 4 Jahre alt, ich glaube nicht dass der User der die Frage gestellt hat noch aktiv ist.
Bei der von dir empfohlenen Seite kommt mir übrigens ziemlich der kalte Kaffee von heute morgen wieder hoch.
Ist nicht böse gemeint, aber da wird ein 100-cm-dreistöckiger Käfig empfohlen, und sowas geht gar nicht. Absolut nicht!
Die Dinger sind wahnsinnig gefährlich, es hat da schon sehr schwere Unfälle gegeben weil Kaninchen mit einem Bein zwischen die Rampe und das Gitter gerutscht sind. Das Ergebnis war in den meisten Fällen ein so schwerer Trümmerbruch, dass entweder das Bein amputiert werden musste oder das Tier nicht überlebt hat.
Auch die anderen Ställe sind vor allem zu klein - man kann sie nur dann nutzen, wenn man sie offen in einem Gehege stehen lässt, das für 2 Zwergkaninchen mindestens 4 qm groß sein sollte (in Außenhaltung mindestens 6 qm mardersicheres Gehege).
Falls noch jemand diesen Thread ausgräbt, hier die aktuellen Mindestempfehlungen:
Für 2 Zwergkaninchen sollte die Gehegegröße 4 qm auf einer Ebene grundsätzlich niemals unterschreiten. Bei dieser Gehegegröße sollte den Kaninchen täglich mehrstündiger Auslauf angeboten werden.
In Außenhaltung geht man von einer Mindestgehegegröße von 6 qm auf einer Ebene aus, denn witterungsbedingt ist Auslauf nicht immer möglich. Auf dieser Fläche können 2 Zwergkaninchen unterkommen. Bei größeren Rassen geht man von entsprechend deutlich mehr Fläche aus - Riesen benötigen ein mindestens 12 qm großes Nachtgehege zuzüglich täglichem Auslauf für 2 Tiere.
In Außenhaltung muss großer Wert auf die Sicherheit gelegt werden. Marder und andere Räuber (Fuchs, Hund, Katze) sind schon manchem Kaninchen zum Verhängnis geworden, auch in Ställen wie auf dieser Seite angepriesen. Teilweise sind die Gitter zu dünn, teils sind sie nicht stabil genug im Rahmen verankert, teils sind die Scharniere nicht stabil genug - und ein Fuchs ist so schlau dass er mitunter einfache Kipp- oder Schieberiegel auf bekommt. Marder dagegen klettern hervorragend (Absicherung auch nach oben!), Marder und Fuchs können gut graben (Absicherung nach unten!), und Marder können einfachen Draht durchbeißen (deshalb muss Volierendraht der Stärke ab 1,2 mm - verzinkt - und mit einer Maschenweite von maximal 19 x 19 mm verwendet werden).
Der eigentliche Stall sollte über 2 Ausgänge verfügen (Kaninchenbauten haben immer einen zweiten Ausgang), sollte hoch genug sein (ca. 60 - 70 cm) und so groß dass sich alle Kaninchen der Gruppe dort bequem hinlegen können. Er dient als Wetterschutz in Außenhaltung. In Innenhaltung benötigt man keinen Stall, man bietet besser mehrere Häuschen an.
Holzschutz muss selbstverständlich ungiftig sein, denn Kaninchen nagen gerne. |