 | Kaninchen | | Registriert seit: 24.02.2011
Beiträge: 18.446
| |
|
Geschrieben am
26.04.2011, 20:17
| | | | AW: Kokzidien, wie gehe ich vor? Zitat:
Art:Kokzidiose (Eimeria stiedai und andere Eimeria spp.).
Kokzidien sind Einzeller, welche im Darm (Darmkokzidiose) oder der Galle (Leberkokzidiose) von Kaninchen leben. Sie entwickeln sich in einem mehrphasigen Zyklus. Durch den Kot der befallenen Kaninchen werden sogenannte Oozysten ausgeschieden, welche in der Außenwelt monatelang überleben. Die Übertragung und Aufnahme der Kokzidien/Oozysten erfolgt oral über Kot, Futter, Einstreu etc..
Symptome: Darmkokzidiose: Verdauungsstörungen, Blähungen (Tympanie), starker breiiger bis wässriger, meist stark übel riechender Durchfall. Das befallene Tier wirkt teilnahmslos, inaktiv und frisst nicht mehr ausreichend. Nicht selten führt eine Kokzidiose schnell zum Tode des Tieres. Jungtiere sterben meist recht schnell an einem Befall. Es können aber auch (gerade ältere) Tiere Befallen sein und die Erreger ausscheiden und weitergeben, welche selber keine Symptome zeigen!
Leberkokzidiose: diese führt zu einer Entzündung der Gallengänge und zu Leberschwellung. Die Tiere magern ab, oft sind ältere Tiere betroffen.
Eine Quarantäne ist bei neuen Tieren unbedingt einzuhalten, wärend der Quarantänezeit sollte eine Kotprobe untersucht werden um einen Befall auszuschließen.
Diagnose: Eine Kotuntersuchung ist notwendig, die Oozysten können mit einer Kotflotation eindeutig nachgewiesen werden.
Behandlung: Zur Therapie werden Sulfonamidpräparate eingesetzt. Gute Erfahrungen wurden bei Behandlungen mit Baycox® gemacht. Die Dosierung richtet sich nach der Größe des Kaninchens und wird vom Tierarzt festgelegt. Nicht alle Tiere vertragen die Behanldung gut, es ist während der Behandlung sinnvoll, auf Futtermittel die Durchfall begünstigen zu verzichten. Salate, Gurken und Co sollten eine Ausnahme bleiben. Frisches Grünfutter und ein wenig Knollengemüse (vor allem Fenchelknollen) dürfen gern gegeben werden.
Wichtig: Stress und falsche Fütterung begünstigen einen starken Kokzidienbefall. Unsauberkeit ist einer der wichtigsten Auslöserfaktoren. Absolute Sauberkeit ist im Kaninchenstall ohnehin Pflicht, aber wärend einer Kokzidienbehandlung muss die Einstreu täglich gewechselt werden. Der Bereich um das Gehege muss gründlich gereinigt werden. Teppiche werden gründlich und langsam abgesaugt, wenn möglich zusätzlich mit einem Dampfreiniger gereinigt. Die Tiere bekommen keinen Auslauf wärend des Befalles! Eine gründliche Käfigdesinfektion mit kochendem Wasser und Essigessenz tötet Oocysten zuverlässig ab.
Es ist darauf zu achten, dass die Tiere kein verschmutzes Heu zu sich nehmen. Futter und Kot dürfen nicht miteinander in Berührung kommen.
6 - 8 Wochen nach der Behandlung sollte eine erneute Kotprobe untersucht werden.
Mehr Informationen bekommen Sie hier:
Forum.kaninchen-at-home.com / Kokzidien
| Quelle: http://www.diebrain.de/k-milben.html
Würde mich einfach an obrige Tipps halten und zusätzlich die erkrankten Tiere von den anderen trennen - sicher ist sicher. Hatte aber selbst noch keine Tiere mit Parasitenbefall, nur mit Darmpilzen (Hefe), vielleicht bin ich mit dem Trennen da etwas zu übervorsichtig. |