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Haferflocke 26.04.2011 19:51

Kokzidien, wie gehe ich vor?
 
Hallo,
ich war heute beim Tierarzt, wegen meines Kaninchens, die ja seid Dezember immer wieder aufgast.
Jedenfalls hab ich heute ENDLICH (nach mehreren Tierarzt wecheln, Röntgen, Blutuntersuchungen und Kotproben) das Ergebnis, mein Kaninchen hat Kokzidien. Einerseits bin ich froh,denn nun weiß ich endlich was sie hat, andererseits bin ich total sauer auf die unfähigen Tierärzte die es gibt und Fehldiagnostiken.
Ich wollte nun gerne wissen, wie ich vorgehe? Habe Baycox 5% bekommen. Das soll ich 3 Tage geben, dann eine Woche pause machen, danach wieder 3 Tage.
Wie siehts auch mit dem Käfig? Und dem Partnertier? Der kleine der dabei sitzt, wird natürlich mitbehandelt, aber soll ich die beiden vorerst trennen? Oder doch zusammen lassen? Wie oft soll ich den Käfig reinigen? Was soll ich zu fressen geben? Wie sieht es aus mit meinem Hund? Ansteckend? Und die anderen 4 Kaninchen die ich noch habe, reicht da einfaches Hände waschen?
Kann ich die Käfiggschale wo sie rein machen auch mit Alkohol reinigen?
Habe eine Seite gefunden, die sich so eig ganz gut anhört, soll ich mich daran richten?
[url]http://www.salat-killer.de/nin/nin_koki.html]Kokzidiose[/url] beim Kaninchen
Ich habe damit keinerlei Erfahrung,deswegen wende ich mich an Euch.

Lieben Gruß

Jinro 26.04.2011 20:17

AW: Kokzidien, wie gehe ich vor?
 
Zitat:

Art:Kokzidiose (Eimeria stiedai und andere Eimeria spp.).

Kokzidien sind Einzeller, welche im Darm (Darmkokzidiose) oder der Galle (Leberkokzidiose) von Kaninchen leben. Sie entwickeln sich in einem mehrphasigen Zyklus. Durch den Kot der befallenen Kaninchen werden sogenannte Oozysten ausgeschieden, welche in der Außenwelt monatelang überleben. Die Übertragung und Aufnahme der Kokzidien/Oozysten erfolgt oral über Kot, Futter, Einstreu etc..
Symptome: Darmkokzidiose: Verdauungsstörungen, Blähungen (Tympanie), starker breiiger bis wässriger, meist stark übel riechender Durchfall. Das befallene Tier wirkt teilnahmslos, inaktiv und frisst nicht mehr ausreichend. Nicht selten führt eine Kokzidiose schnell zum Tode des Tieres. Jungtiere sterben meist recht schnell an einem Befall. Es können aber auch (gerade ältere) Tiere Befallen sein und die Erreger ausscheiden und weitergeben, welche selber keine Symptome zeigen!

Leberkokzidiose: diese führt zu einer Entzündung der Gallengänge und zu Leberschwellung. Die Tiere magern ab, oft sind ältere Tiere betroffen.

Eine Quarantäne ist bei neuen Tieren unbedingt einzuhalten, wärend der Quarantänezeit sollte eine Kotprobe untersucht werden um einen Befall auszuschließen.
Diagnose: Eine Kotuntersuchung ist notwendig, die Oozysten können mit einer Kotflotation eindeutig nachgewiesen werden.
Behandlung: Zur Therapie werden Sulfonamidpräparate eingesetzt. Gute Erfahrungen wurden bei Behandlungen mit Baycox® gemacht. Die Dosierung richtet sich nach der Größe des Kaninchens und wird vom Tierarzt festgelegt. Nicht alle Tiere vertragen die Behanldung gut, es ist während der Behandlung sinnvoll, auf Futtermittel die Durchfall begünstigen zu verzichten. Salate, Gurken und Co sollten eine Ausnahme bleiben. Frisches Grünfutter und ein wenig Knollengemüse (vor allem Fenchelknollen) dürfen gern gegeben werden.
Wichtig: Stress und falsche Fütterung begünstigen einen starken Kokzidienbefall. Unsauberkeit ist einer der wichtigsten Auslöserfaktoren. Absolute Sauberkeit ist im Kaninchenstall ohnehin Pflicht, aber wärend einer Kokzidienbehandlung muss die Einstreu täglich gewechselt werden. Der Bereich um das Gehege muss gründlich gereinigt werden. Teppiche werden gründlich und langsam abgesaugt, wenn möglich zusätzlich mit einem Dampfreiniger gereinigt. Die Tiere bekommen keinen Auslauf wärend des Befalles! Eine gründliche Käfigdesinfektion mit kochendem Wasser und Essigessenz tötet Oocysten zuverlässig ab.

Es ist darauf zu achten, dass die Tiere kein verschmutzes Heu zu sich nehmen. Futter und Kot dürfen nicht miteinander in Berührung kommen.

6 - 8 Wochen nach der Behandlung sollte eine erneute Kotprobe untersucht werden.

Mehr Informationen bekommen Sie hier:
Forum.kaninchen-at-home.com / Kokzidien
Quelle: http://www.diebrain.de/k-milben.html

Würde mich einfach an obrige Tipps halten und zusätzlich die erkrankten Tiere von den anderen trennen - sicher ist sicher. Hatte aber selbst noch keine Tiere mit Parasitenbefall, nur mit Darmpilzen (Hefe), vielleicht bin ich mit dem Trennen da etwas zu übervorsichtig.

Haferflocke 26.04.2011 20:25

AW: Kokzidien, wie gehe ich vor?
 
hab mich da falsch ausgedrückt :)
4 kaninchen leben draußen,haben kein Kontakt zu den anderen beiden. und die 2 die erkrankt sind hab ich hier bei mir drin im Zimmer.

marinahexe 26.04.2011 20:50

AW: Kokzidien, wie gehe ich vor?
 
Hallo Haferflocke,

da beide behandelt werden, würde ich sie zusammen lassen.

lg
marinahexe

Löckchen88 26.04.2011 20:58

AW: Kokzidien, wie gehe ich vor?
 
würde ich auch sagen, nicht trennen !Mein kleiner hatte das auch, Ich hab den Käfig jeden Tag mit Essig essenz ausgewaschen danach mit kochendem wasser und warmen wasser(aus der Brause) ausgespühlt und dann abgetrocknet jeden tag neues streu! Heu gewechselt und die Fressnäpfe und Trinknäpfe mit kochendem Wasser ausgewaschen! Das hat geholfen ist aber verdammt viel arbeit gewesen, lohnt sich aber die arbeit denn dann waren sie bald weg !!!
Viel erfolg

Haferflocke 27.04.2011 15:44

AW: Kokzidien, wie gehe ich vor?
 
Danke für eure Antwort :)
wie siehts denn aus,wenn ich die Unterschale mit kochendem Wasser auswasche, und das Wasser auf die Wiese kippe?
Meine anderen sind bei gutem Wetter immer draußen,können sie sich da anstecken?

marinahexe 27.04.2011 17:13

AW: Kokzidien, wie gehe ich vor?
 
Ich würds nicht dorthin kippen. Erstmal geht der Rasen kaputt und die Nins können sich evtl. anstecken. Lieber auf den Kompost oder einen Teil des Gartens wo die Nins nicht hinkommen.

lg
marinahexe


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