|
| ||||||
| Willkommen bei Kaninchenforum - Das Kaninchen Forum Online. |
Du schaust Dir das Kaninchen-Forum gerade als Gast an, und kannst noch nicht alle Funktionen nutzen. Hier kannst Du Dir jetzt kostenlos einen Benutzernamen auswählen. (Als angemeldeter Kaninchenforum-Benutzer siehst Du diese Box nicht!) |
![]() |
| | Themen-Optionen | Thema durchsuchen | Ansicht |
|
| ||
Probleme mit Hinterbeinen - Osteoporose?Hallo zusammen! Ich hoffe sehr, ihr könnt mir helfen! Unsere Zwergkaninchendame Murmel hat seit ca. 2 Monaten Probleme mit ihrem linken Hinterbein, d. h. sie kann nicht mehr richtig hoppeln, sondern zieht das Bein so komisch hinterher. Es ist auch schon ganz dünn geworden, wahrsch., weil sie es gar nicht mehr belastet. Zum Teil zieht sie sich jetzt nur noch mit den Vorderbeinen umher. Wir sind von Tierarzt zu Tierarzt gerannt, keiner konnte uns so recht eine Diagnose stellen. Unsere erste Vermutung, dass sie sich das Bein verstaucht hat o. ä. hat sich auch nicht bestätigt. Ich muss dazu sagen, dass Murmel schon 7 ½ Jahre ist – könnte es einfach eine Alterserscheinung sein? Das Röntgen hat ergeben, dass ihre Knochen nicht sehr robust sind, also so was ähnliches wie beim Menschen Osteoporose. Die Tierärztin meinte, dass ihr Mineralien fehlen. Was ich nicht verstehe, da sie immer frisches und abwechslungsreiches Futter bekommt. Freilauf hat sie auch genug (eigenes Zimmer) Geben ihr jetzt Vitamin/Mineraltropfen und jeden Tag eine ¼ Tablette, welche schmerz- und entzündungshemmend sein soll. Irgendwie scheint Murmel dadurch so eingeschränkt, dass sie sich nicht mehr richtig putzen kann – ihr Po und das „kranke“ Bein ist immer kotverschmiert und nass gepullert – heißt, wir müssen sie jeden Tag waschen. Inzwischen hat sie schon einige wunde Stellen dadurch L Davon abgesehen ist sie aber noch total fit: also, sie frisst; versucht zu hoppeln; putzt ihren Freund usw…. Sie hat sich also noch nicht aufgegeben oder so. Aber es sieht so quälend aus, wenn sie sich umher schleppt… wir fühlen uns so hilflos. Es wird einfach nicht besser, trotz Vitamine und Schmerztabletten… Das kann doch nicht ewig so weitergehen. Hat jemand schon mal was ähnliches erlebt? Gibt es nicht so was wie „Gehstützen“ oder Verbände für Kaninchen? Ich hoffe sehr, ihr könnt uns helfen!! Vielen Dank im Voraus!
|
| ||||
|
|
|
| ||
AW: Probleme mit Hinterbeinen - Osteoporose?Hallo Steff, ich kenne dein Problem sehr gut. Ich habe Ähnliches erlebt. Ich erzähle einfach mal kurz meine geschichte: mein Widder Zausel, männlich kastriert, konnte im Winter 07/08 auch nicht mehr richtig laufen. das eine hinterbein hat immer nachgegeben, er ist zur seite weggeknickt. er war sieben jahre alt damals. erst dachten wir an gleichgewichtsstörungen, weil wir schon mehrmals die Encephalitozoonose bei einem kaninchen hatten. aber das wars nicht. er konnte nur noch ganz schlecht laufen. ich bin dann nochmal zum tierarzt, beim röntgen kam raus, dass er mehrere bandscheibenvorfälle hatte. der TA fragte mich, ob ich meinen hasi überhaupt nochmal mit nach hause nehmen wollte! er würde sowieso ein pflegefall werden. aber natärlich hab ich ihn wieder mitgenommen. er hat sich dann noch lange zeit mit den vorderbeinen dahingezogen wenn er wo hin wollte, aber dadurch gabs dann auch schon wunde stellen. später dann konnte er sich auch nicht mehr putzen, das ging alles überhaupt nur, weil meine mutter daheim war, sie konnte sich immer um ihn kümmern und er musste auch jeden tag gewaschen werden. aber ich hab mir immer gesagt, solange er frisst und seine mithasen putzt, soll er leben. und appetit hatte er. so hat er den ganzen sommer 08 noch draußen im garten verbracht. nie länger als so 2 stunden alleine gelassen, er musste ja immer ins trockene gelegt werden und kam ja sonst nicht mehr ans futter. und er musste auch immer von einer seite auf die andere gewendet werden. und getrunken hat er aus einer spritze. aber er hat sich immer gefreut, uns die hände abgeleckt und gras geknabbert. im herbst als es kälter geworden ist, wars ihm kalt, weil er ja seine füße nicht mehr unters fell kuscheln konnte. da er ja aber draußen bei seinen artgenossen bleiben wollte, haben wir ihn zugedeckt. und beim täglichen waschen immer trockengeföhnt. leider sind durchs liegen immer wieder stellenweise die haare abgefallen. ich musste mir oft anhören, dass das alles nur quälerei ist, aber wie gesagt, so lange wie er appetit hat und sich übers futter freut, soll er leben. er war auch nie ein hase, der vor seinen menschen weggerannt wäre, er hatte volles vertrauen, er wollte nie vor uns flüchten. im winter dann haben wir den zausel in den stall im haus, und die anderen hasen jeden tag ein stück mit rein, sie haben so schön gekuschelt zusammen. er hat dann aber immer weniger gefressen, und sich dann wirklich aufgegeben. er wollte dann nicht mehr. ich hab mir dann gesagt, (es war freitag) wenn er bis zum montag nicht gestorben ist, dann geh ich zum TA. aber er ist an dem samstag von selbst gestorben. das war im januar 09. Also hat es insgesamt von beginn der lähmungserscheinungen bis zum ende noch ein jahr gedauert. das es am futter liegt, kann ich mir nicht vorstellen. wenn du deinen hase sehr gut kennst, wirst du merken, wie lange es noch sinn hat, und wann du sie erlösen solltest. das spürst du, glaub mir, vertrau auf dein gefühl. wenn du denkst, sie hat noch spaß am leben, trotz ihrer behinderung - dann lass sie leben. aber sei dir im klaren darüber, was für ein großer aufwand es ist, ihr das leben lebenswert zu gestalten. ich weiß nicht, ob ich das nochmal durchhalten würde, es belastet einen schon sehr. und es kommt eben immer auch aufs wesen des kaninchens an. liebe steff, wenn du noch fragen haben solltest, ich würd mich freuen wenn du dich an mich wendest, gerne auch per mail [EMAIL="[email protected]"][email protected][/EMAIL] , könnten ja auch mal fotos austauschen. viele grüße, Eskada
__________________ Wer nie im Morgentau auf leicht behuftem Pferde die Welt durchstreift, weiß nichts um des Lebens höchstes Glück. Liebe Grüße von Eskada
|
|
| ||
AW: Probleme mit Hinterbeinen - Osteoporose?Ich habe jetzt die Antwort von Eskada nicht gelesen , daher weiß ich nicht ob das schon dran kam. Bei Pferden gibt es doch eine Krankheit oder eine Lahmheit. Gut sie ist jetzt kein Pferd aber naja. Gut 7 Jahre ist auch noch kein Alter. Wen es wirklich sehr schlimm wäre und sie nur noch Schmerzen hätte müsstest du dich mit dem Gedanken befassen sie einzuschläfern. Toi Toi Toi
|
|
| ||
AW: Probleme mit Hinterbeinen - Osteoporose?Hallo zusammen, vielen Dank für eure Antworten. Vor allem dir, eskada. Was du beschreibst, trifft es ziemlich genau. Du sprichst mir aus dem Herzen: solange Murmel noch frisst und auch sonst einen guten Eindruck macht, soll sie leben. Auch wenn es für uns z. T. belastend und schwer ist, sie so zu sehen. Aber im Moment würde es uns nicht wie eine Erlösung vorkommen, sondern wie "Mord". Auch wenn es nur ein Aufschieben ist. Wir können diese Entscheidung jetzt einfach noch nicht treffen. @Ithilion: habe mal E.C. gegoogelt - die Anzeichen passen ja nur z. T., vor allem die schiefe Kopfhaltung fehlt total? Die Wirbelsäule wurde geröntgt, dabei hat die Ärztin so Verkalkungen an den Wirbeln festgestellt --> halt sowas wie Osteoporose. Zu futtern bekommen die Hasen etwas Trockenfutter (nur Pellets), hauptsächlich Frisches wie Möhren, Kohlrabi, Äpfel, Löwenzahn etc., und Heu natürlich. So richtig wissen wir im Moment nicht weiter... können nur abwarten und hoffen :-( Meint ihr, es macht Sinn, sie auf E.C. testen zu lassen? Gibt es denn dafür Heilungsaussichten? Ich danke euch im Voraus.
|
|
| ||
AW: Probleme mit Hinterbeinen - Osteoporose?Ich würde ihn auf jeden Fall auf E.C untersuchen lassen!!
|
|
| ||
AW: Probleme mit Hinterbeinen - Osteoporose?Hallo Steff, ich glaube so aus der Ferne gesagt nicht, dass dein Kaninchen E.c. hat. Du schreibst ja, dass sie seit ca zwei Monaten Probleme hat. Wenn es E.c. wäre, hätte sich der Zustand mittlerweile hundertprozentig dramatisch verschlechtert, oder sie wäre nicht mehr am Leben ohne Behandlung. Ich hatte E.c. bei zwei verschiedenen Hasen, einer einmal (verstorben) und meine Kessi hatte es schon zwei mal, aber immer überlebt. Die Hasis haben dann einen schwankenden Gang, wie "betrunken" sag ich jetzt mal, der Kopf ist schief, z.T. 45° oder mehr verdreht, manchmal steht auch ein Auge mehr raus...sie überschlagen sich längs... Da käme es dann auf alle Fälle drauf an, dass SOFORT behandelt wird, so schnell wie möglich anfangen zu spritzen, dann hat man die besten Aussichten auf "Heilung". Aber jedes Kaninchen, dass einmal E.c. hatte, ist sein Leben lang Träger und Auscheider der Protozoenart. Die Gehirnteile, die einmal geschädigt sind, "heilen" nicht mehr, aber wenn man Glück übernehmen andere Gehirnteile die Funktion mit. Sodass man keine größeren Einschränkungen bemerkt. Aber wie gesagt, ich glaube kaum dasss dein Kaninchen das hat. Schick doch mal ein Foto von deiner Murmel, wie es ihr momentan so geht! [EMAIL="[email protected]"][email protected][/EMAIL]
__________________ Wer nie im Morgentau auf leicht behuftem Pferde die Welt durchstreift, weiß nichts um des Lebens höchstes Glück. Liebe Grüße von Eskada
|
|
| |||
AW: Probleme mit Hinterbeinen - Osteoporose?Hallo, Kopfschiefhaltung kann auftreten, muss aber nicht. Die Symptome können sehr unterschiedlich sein. Diese Krankheit wird durch eine Parasiten ausgelöst, der Zellen befällt. Bevorzugt solche, die sich schnell teilen. Betroffen sein können daher verschiedenste Organe. Häufig befallen wird das Gehirn, seltener auch das Rückenmark. Ist das ZNS befallen treten in etwa 81% der Fällen eine Kopfschiefhaltung auf. Auch der Verlauf der Krankheit ist unterschiedlich. Kaninchen können ein Leben lang infiziert sein, ohne je Symptome zu zeigen. Andere zeigen Symptome und sterben innerhalb weniger Tage. Bei einigen zeigt sich diese Krankheit sehr schleppend. Das hängt in erster Linie mit dem Immunsystem des Kaninchens zusammen. Ist das Kaninchen ansonsten gesund und hat ein gutes Immunsystem, kann dieses den Parasiten bekämpfen, allerdings in den wenigsten Fällen vernichten. Es bildet sich eine Art Gleichgewicht zwischen Parasit und Wirt. Wird nun aber das Immunsystem geschwächt, kann es den Parasiten nicht mehr in Schach halten und dieser kann sich ausbreiten. Je weniger der Parasit bekämpft wird, desto stärker kann es zu Symptomen kommen. Ein Test empfiehlt sich daher auf jeden Fall. Gruß Ithilion
|
|
| ||
AW: Probleme mit Hinterbeinen - Osteoporose?Hallo zusammen, Steff ich glaube was du meinst ist nicht Osteoporose (= Knochenschwund, Erläuterung: [url=http://de.wikipedia.org/wiki/Osteoporose]Osteoporose – Wikipedia[/url] Osteoporose – Wikipedia) sondern Spondylose (= degenerative Veränderung an den Wirbelkörpern, Erläuterung: [url=http://de.wikipedia.org/wiki/Spondylosis_deformans]Spondylosis deformans – Wikipedia[/url] Spondylosis deformans Wikipedia) Leider kann man bei Spondylose meines Wissens nicht allzuviel tun... solange das Tier sich nicht aufgibt kann man mit Schmerztherapie und Kortison relativ gut helfen... aber man kann nur lebensverlängernd und schmerzlindernd eingreifen. Hier einige Berichte zum Thema: [url=http://www.google.de/search?hl=de&client=firefox-a&rls=org.mozilla:de fficial&ei=kAIxSvesHNyNsAbe_ bnRBA&sa=X&oi=spell&resnum=0&ct=result&cd=1&q=spon dylose+bei+kaninchen&spell=1]spondylose bei kaninchen - Google-Suche[/url]Besonders häufig tritt Spondylose zwar bei Riesen auf (da diese meist zu Schlachtung gezüchtet wurden wird der Körper mit zunehmendem Alter schnell "zu schwer". Denn üblicherweise ist das gesamte Skelett ja nicht dafür gezüchtet das hohe Gewicht über viele Jahre hinweg zu tragen). Es kann aber durchaus auch bei Zwergen, grade mit zunehmendem Alter auftreten. LG Anita Geändert von Sensi_Star (11.06.2009 um 15:14 Uhr).
|
|
| ||
Probleme mit Hinterbeinen - Osteoporose? --> Nein, E.C.!! :-(Hallo zusammen, sorry, dass ich so lange nicht hier war... aber wir wohnen in einem kleinen Örtchen, in dem schnelles Internet leider noch keine Selbstverständlichkeit ist. So dass ich oft keine Zeit und auch keine Lust habe, nur mal kurz online zu gehen, was dann am Ende doch wieder eine Stunde dauert... Ich habe soeben den Befund von Murmels Bluttest bekommen: sie hat wirklich E.C.!! Ohne euch wäre ich da glaube nie drauf gekommen, weil die Anzeichen einfach so untypisch sind. Ich bin ganz durcheinander - einerseits so froh, dass wir endlich wissen was es ist und es kein Todesurteil für Murmel bedeutet - andererseits total wütend auf mich/uns, dass wir nicht schon eher darauf gekommen sind und auch wütend auf die Tierärzte: wir waren bei drei verschiedenen Ärzten (darunter eine Tierklinik) - niemand tippte auf E.C. - auch jetzt bei der 3. Ärztin wäre ohne unsere Bitte keine Blutprobe gemacht worden! Besteht denn jetzt überhaupt noch Hoffnung, dass Murmel irgendwann wieder richtig hoppeln kann? Oder sind nach so langer Zeit (fast 3 Monate) schon zuviele Nerven zerstört? Obwohl man im Internet so vieles zum Thema E.C. findet, scheinen wirklich so viele Tierärzte das nicht zu kennen. So was fällt doch aber unter "Weiterbildung" oder nicht?! Klar, man kann nicht auf jedem Gebiet 100 % geben, dafür ist es wahrscheinlich zu vielseitig... Ich werde jetzt nochmal ausgiebig über E.C. recherchieren... Auf jeden Fall danke für eure Hilfe!! Viele Grüße, steff
|
|
|
![]() |
| |
Ähnliche Themen | ||||
| Thema | Autor | Forum | Antworten | Letzter Beitrag |
| Arge Probleme bei der Vergesellschaftung | Missnormo | Kaninchenhaltung & Allgemeines | 2 | 27.04.2009 17:02 |
| Babys,Nahrung,Natur,Auslauf und Probleme mit Kaninchen(alles) | Zoey80 | Kaninchenhaltung & Allgemeines | 7 | 16.03.2009 15:55 |
| Probleme bei der Vergesellschaftung, Hasen getrennt! | Berti | Kaninchenhaltung & Allgemeines | 4 | 01.10.2008 20:36 |