Hallo, hier ist die Neue

Ich dachte ich melde ich mal in einem Kaninchenforum an, da ich seit meinem 9.Lebensjahr Kaninchen halte (Bin jetzt 21 Jahre alt). Ich habe immer mehr getan, um eine Kaninchenhaltung immer weiter zu verbessern und denke, dass mein heutiges Außengehege echt schön ist für meine jetzigen 2 Kaninchen.
Aber zu meinen Hauptakteuren:
Ich habe das letzte Jahr eine ziemliche Kaninchenodysee mitgemacht. Ich habe mir im Jahr 2004 zwei neue Kaninchen aus dem Tierheim geholt, da meine alten leider verstorben sind und war sehr glücklich mit den beiden. Leider stellte sich schnell heraus: Der Schwarze (Zorro genannt) hat einen chronischen Schnupfen. Das Tierheim hatte mich NICHT darüber informiert

. Anfangs haben sie Tierarztkosten erstattet, dann aber auch nicht mehr. Leider hatte sich seine Partnerin (Speedy) auch angesteckt und somit hatte ich zwei Schnupfer. Nunja, dank Außenhaltung und viel Pflege hielten die beiden sich bis Sommer 2010 ganz gut.

Leider wurde der Gesundheitszustand von Speedy immer schlimmer, dass sie Herz- und Lungenkrank wurde. Sie bekam Medizin und ganz viel Liebe, aber leider ging sie dann von uns

Ich mochte sie sehr gut leiden und war eine Weile echt fertig. Aber ich wollte auch nicht, dass mein Zorro (inzwischen gute 7 Jahre alt) allein verkümmert.
Also kam kurz darauf jemand neues her: Martha (5 Jahre alt). Sie kommt aus einer nicht gerade guten Haltung und hat die meiste Zeit ihres Lebens damit verbracht Junge in einem viel zu kleinen Stall in die Welt zu setzen.

Zorro und Martha verstanden sich auf Anhieb super. Nicht einmal gab es
Prügeleien.
Doch eines Morgens die Überaschung: Martha hatte da wohl noch Leben, das im Bauch schlummerte: 7 Kleine wurden geboren. Leider fand ich 3 davon totgebissen auf. Mein Verdacht lag natürlich an Zorro. Also musste ich die beiden leider trennen. Zwei Tage später dann die nächste Überaschung: Alle Jungen weg und nur ein paar Blutspuren
Nunja, mir ist es bis heute ein Rätsel wie das passieren konnte... Ein paar Monate darauf dann der nächste Schlag: Die Tierärztin vermutete bei Martha einen Tumor im Bauch und glaubte, dass sie den nächsten Tag nicht überlebt. Ich war völlig fertig, dass Zorro wieder allein sein musste und das obwohl er sich so tapfer mit seinem Schnupfen schlug. Am nächsten Tag, nach einer kaum geschlafenen Nacht ging ich zum Stall und ahnte das Schlimmste... Aber wer kam mir fröhlich vergnügt entgegengehoppelt? Martha. Als wäre nie etwas gewesen. Hatte die "olle Kuh" (wie ich sie in dem Moment nannte

) doch einen "schrägen" Pups stecken gehabt.
Aber das soll es nicht gewesen sein... Wie bereits gesagt, meine Ninchens leben draußen in einem Gehege (mit warmen abgedichtetet und mit Stroh vollgestopften Stall) und haben den Winter immer gut überstanden. Bis heute.. Zorro saß zitternd und schwer atmend im Stall, schaute aber recht klar und fraß auch. Ich habe trotzdem die Tierärztin gerufen, die trotz Feierabend am Samstagabend nochmal angefahren kam. Er hat nur 35°C (normal bei Kaninchen ca 38°C) Temperatur. Er muss jetzt im Haus bleiben und sitzt unter der Rotlichtlampe. Da ich keinen Käfig oder Stall für im Haus habe, lebt er jetzt gerade Wohl oder Übel im Speißfass.. Besser als draußen erfrieren..
So, sind nach meinem ellenlangen Text im Hier und Jetzt angelangt. Wieder mal bei einer Krise. Mein Zorro benimmt sich seltsammerweise nicht schlecht, hat in letzter Zeit aber trotz viel Futter stetig abgenommen (was mich schon stutzig machte) und atmet immer noch recht schlecht. Er hat nunr seine 7 Jahre aufm Puckel (hab ehrlich gesagt bei dem Schnupfen nicht gedacht, dass er so alt werden würde) und scheint den Winter nicht mehr so gut wegzustecken. Martha hockt noch draußen im Gehege und kuschelt sich leider allein in den Stall.. Es tut mir für beide Leid, aber was soll ich tun. Die Tierärztin meinte, dass wir für den Kleinen nun hoffen müssen, dass er die nächsten Tage übersteht. Fressen und Trinken tut er immerhin. Hat vorhin Antibiotikum, Vitamin B und Kortison gespritzt bekommen und versucht sich nun bestimmt zum 30. mal zu berappeln. Mal sehen ob das starke Kerlchen es wieder schafft....
So, wenn ihr bis hierher gelesen habt, dann Hut ab!
