| Einhorn09 | 19.06.2018 18:47 | Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen.
Ich möchte dir gerne etwas erzählen, 2016 nahm ich über Ebay zwei Kaninchen auf, Willy und Maja. Willy oder Stöpsel, wie seine Halterin ihn nannte, führte das selbe Leben wie dein Hops. Ob Fernsehen, Einkaufen, mit auf die Arbeit oder oder oder, er musste immer überall dabei sein. Seine Halterin liebte ihn abgöttisch, doch sie hat genau wie du, diese Liebe falsch verstanden. Willy war sehr verstört als er hier herkam und ich dachte oft er bekommt gleich einen Herzinfarkt. Er war einfach nur panisch. Es hat fast ein Jahr gedauert bis er endlich entspannter wurde und dann ist er gestorben.
Mir blutet noch heute das Herz, wenn ich daran denke was er im Leben alles nicht hatte und was man ihm hätte bieten können, aber niemand hat es getan. Und weshalb? Weil seine Halterin in ihrer Liebe vergessen hat, dass er Kaninchen ist und er ebenso, wie wir keinen Kaninchenpartner ersetzen können, keinen Menschen ersetzen kann.
Fast all meine Kaninchen waren aus zweiter Hand und bereits traumatisiert, doch aktuell habe ich 4 Babykaninchen zuhause. Die 4 haben vor 3 Wochen ihre Mama verloren und sind jetzt 6 Wochen alt, demnach ziehe ich sie mit der Hand groß. Weißt du, wie ich zu ihnen eine Bindung aufbaue? Durch vertrauen. Sie müssen mir vertrauen, also sitze ich stundenlang bei ihnen, lasse sie auf mir rumklettern und ich zeige ihnen, dass von mir keine Gefahr ausgeht. Sie sind extrem anhänglich und mittlerweile soweit, dass sie bei Gefahr zu mir kommen. Ich liebe die kleinen Krümel wirklich über alles und will sie demnach glücklich machen, doch das erreiche ich nicht indem ich sie aus ihrem gewohnten zuhause nehme, sondern indem ich ihr zuhause so schön wie möglich gestalte und ihnen bspw Platz zum flitzen zu geben.
Kaninchen sind keine Menschen und werden es niemals sein und bei all deiner Liebe zu Hops, mach dir Augen auf, sein glücklich deckt sich nicht einmal ansatzweise mit deiner Auffassung von Glück. |