Am Wochenende hat eine Reiterkollegin eine süße Kaninchendame gefunden.
Wir haben sie auch brav schon überall gemeldet, aber es scheint sie keiner zu vermissen. Ehrlich gesagt hab ich da auch nicht mit gerechnet, denn bei der Fundstelle ist kein Haus, dafür aber die Straße in der Nähe. Von alleine ist die da sicherlich nicht hin gekommen.
Paulinchen wurde gestern von meiner Tierärztin untersucht und die hat gleich schon mal Kokzidien gefunden. Außerdem müssen wohl die Zähne demnächst gemacht werden und ihre Schamlippen sind entzündet.
Eine Quarantäne ist also unerlässlich. Ansonsten ist sie aber wohl gesund und 2-3 Jahre alt. Die Zeit bis zur Eingliederung in meine Gruppe verbringt sie jetzt in meinem Fotostudio. Da ist sie zwar leider ziemlich alleine, hat aber wenigstens Auslauf, den sie aber überhaupt nicht nutzt.
Sie sitzt in ihrem Käfigunterteil und sitzt halt da. Inzwischen glaube ich gar nicht mehr, dass sie wirklich zahm ist - sie scheint mir irgendwie gottergeben. Lässt alles mit sich machen, bewegt sich von selbst aber wenig. Keine Ahnung, ob sie sich freut, wenn ich komme oder eher ängstigt. Sie sitzt halt da und wackelt langsam mit dem Kopf hin und her. Auch als sie vom Feld gepflückt wurde, saß sie einfach da und lies sich nehmen. Ich vermute, sie hat ihr bisheriges Leben in einem kleinen Käfig zugebracht, wo Bewegung nicht großartig möglich war. Armes Tier! Ich denke, wenn die zu meinen Jungs kommt, wird das auch zuerst ein Schock für sie werden....
Fressen tut sie, allerdings nicht das getreidefreie Kräuterzeugs, was meine Gruppe bekommt. Ok, soll sie halt Heu futtern. Frischfutter gibts nur sehr wenig, weil sie ohnehin schon einen geblähten Bauch hat und ich nicht weiß, was sie vorher zu futtern bekommen hat.
Hier ist Paulinchen:
