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Wie ich (mal wieder) zu Kaninchen kam...Hallo allerseits! Nachdem ich mich hier als frischgebackene Kaninchen-Besitzerin schon ein bisschen durchgelesen habe, ist es wohl höchste Zeit mich vorzustellen und dabei auch zu erzählen, wieso die Kaninchen bei uns einzogen..... wobei, Kaninchenbesitzerin bin ich natürlich - zumindest offiziell - nicht, sondern Flauschi (eine schwarze Wasauchimmer-Schecke in Stallhasengröße) und Felix (ein Marder Rex) gehören meinen Kindern, was sich zumindest bei der Hasendame auch im Namen wiederspiegelt , aber ich nehme das mit den Besitzverhältnissen nicht ganz so genau...Als Kind hatte ich schon einmal Kaninchen, zu Zeiten, als es weder Internet noch brauchbare Fachbücher gab und Anschauensobjekte in den üblichen Buchten bei Trockenfutterkost auf den Kochtopf warteten, und auch wenn wir seinerzeit sicherlich nicht alles perfekt machten, hatten unsere Kaninchen auch damals schon 20 qm Auslauf und Freilauf im restlichen Garten (mit der Konsequenz, dass für uns Menschen immer nur die äußeren Salatblätter übrig blieben, denn die Rasselbande fand immer den Weg IN den Gemüsegarten, seltsamerweise nie wieder raus, und jegliche Absperrversuche endeten nur damit, dass die Zweibeiner über diverse Zäune stürzten, während die Vierbeiner elegant darüber hüpften...), immerhin nur wenig Trockenfutter und Joghurtdrops, ansonsten nur Gras, Kräuter und Gemüse von biologischem Anbau (es macht einem schon nachdenklich, wenn man zum Mittagessen gekauften Salat oder Gemüse verspeist, um dann bei einem Blick in den Hasenauslauf festzustellen, dass die ganze Bande die Nase rümpft, nach dem Motto wir fressen nur ungespritztes und ungedüngtes, nehmt das eklige Zeug wieder mit...), und wurden sämtlich 12 bis 14 Jahre alt... Nun, aber zurück zum Hier und jetzt: vor zwei, drei Wochen fragte mich meine Schwester, ob wir denn nicht ein Kaninchen wollten, über die Bekannte einer Bekannten einer Bekannten, kurz über 138 Ecken hatte sie in Erfahrung gebracht, dass bei einer Züchterin ein Hase (jaja, Kaninchen, aber Hase schreibt und spricht sich einfach schneller...) demnächst zum Schlachter müsste, weil ihn niemand wollte, und sie hätte ja schon den und den und den gefragt, aber wenn nun alle Stricke reißen würden?! Und meinereiner, blöd wie er war, dachte natürlich nicht daran, dass jeden Tag irgendwelche Tiere zum Schlachter kommen, ohne dass ich alle gleich aufnehme, dass wir ja eigentlich erst dann wieder Kaninchen wollten, wenn die Kinder größer, der Garten in Schuss, und das Haus fertig renoviert (also wahrscheinlich anno Domini 2137) wären, und dass erfahrungsgemäß die 25 zu-erst-gefragten sich immer in Luft auflösen, und sagte, wohl innerlich in meinen längst verflossenen Kindheitserinnerungen schwelgend: "Nunja, wenn ihn sonst keiner will" und prompt hatten wir natürlich Felix, vormals getauft ("armer") Knopf, und dann natürlich noch die Hasendame Flauschi, denn einer alleine geht ja schliesslich auch nicht... und mussten dann in Windeseile ein Gehege basteln (es rächt sich bitter, wenn man in eine unbeachtete Gartenecke jahrelang das Laub schaufelt, und es dauert viiiiieeeel länger, 30 qm "Urwald" aus Laub, Wurzeln und Efeuranken zu roden, als gedacht...), weshalb wir natürlich noch immer nicht ganz fertig mit dem Gehege sind (ist man das je?), aber zumindest ist es aus- und einbruchsicher, wenn auch noch nicht ganz überdacht, und auch nur mit Notstall, ein größerer und schönerer wird derzeit noch gebastelt... und irgendwie wurde das ganze dann auch viel teurer als gedacht (in meiner Naivität machte ich mir vor, dass da, wo zwei Schweinchen satt werden, man auch problemlos zwei Hasen satt bekommt - hmpf, die Langohren fressen aber schon deutlich mehr, d´rum findet man mich Gartenmuffel nun ständig beim Sammeln von Löwenzahn und co, und die Überlegung, unser Resteholz langt prima für Auslauf usw., man braucht nur noch ein bisschen Hasendraht, berücksichtigte weder, dass Hasendraht nicht gerade billig ist, noch den Umstand, dass man auch Schrauben, Winkeln und Muttern braucht, noch die kaputten Bohrer und den sich verabschiedenden Akkubohrer..., von den Kosten für Impfung und Kastration gar nicht zu reden, kurz: die Hasen selbst, zum Schlachtpreis erworben, waren mit Abstand das billigste...), und ich hatte leider Gottes auch vergessen, welch´ausgefuchste Schlitzohren die Langohren eigentlich sind: Flauschi saß keine 5 Minuten im Auslauf, da lief sie schon die neuralgischen Punkte ab und schaute nach, ob nicht doch irgendwo ein Stück Draht lose, ein Spalt unter der Tür zu groß, sonst irgendwo Gelegenheit zum Anstellen zu finden ist, dem entsprechend konnten wir schon nach 2, 3 Tagen diverse Stellen nachbessern... und Madam hat natürlich auch gleich gemerkt, dass noch nicht überall Anti-Buddel-Matten im Boden verlegt sind, mit eingebautem Metalldetektor buddelt sie jetzt mit Vorliebe da, wo noch keine sind (und auch wenn keine Gefahr bestehen sollte, dass sie sich unter unserem Haus durchgräbt: ich will kein meterlanges, unterirdisches Tunnelsystem, und Lang-, nein, Schlitzohr muss sich gedulden bis der Überbau fertig ist, dann gibt´s auch noch ´nen Buddelturm für sie...) aber aller Lamentiererei ob der Kosten und Mühen zum Trotz: es war die beste Entscheidung, die wir getroffen haben, es ist so schön, unter unserer vorher nie beachteten Birke zu sitzen, den Hasis beim Hoppeln zuzuschauen, diverse Spielecken für die Langohren einzurichten (der Sandkasten wird leider verschmäht, aber Grasrondell und Steineberg fanden immerhin Anklang), sich beim Weiterausbau (die Überdachung ist noch nicht ganz fertig) "helfen" zu lassen, und, und, und... bei dem Volk ist auch von Vorsicht oder gar Angst von Anfang an rein gar nichts zu merken: sie kommen schon auf Zuruf (nunja, zumindest dann, wenn es ausschaut, als würde es sich lohnen, d.h. wenn man was grünes in Händen hält), lassen sich ab und an auch mal streicheln, fressen aus der Hand und beißen sogar schon völlig respektlos in den Fuß, wenn man im Weg steht, kurz: es ist, als wären sie schon immer Teil unserer Familie... abgesehen davon ist jetzt, dank der Hoppelbande, immerhin eine weitere Ecke des Gartens ansehnlich gemacht, eine zusätzliche Verwendung für unser Wiesengras und -Heu gefunden und das Unkrautjäten macht endlich wieder Spaß - was will man mehr? Liebe Grüße, Diabi
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