Wir waren am Wochenende das Fundhäschen angucken. Die tapfere Maus hat sechs kleine Wackelnasen auf die Welt gebracht.

Die schlechte Nachricht ist, der Mann hat es sich anders überlegt und will sie nun doch behalten

Sie sitzen jetzt in einer Doppelbucht mit Nippelflasche, Pellets, Getreidekörner und ohne Sonnenlicht. In diese ganze Schlachtkaninchen-Nutztier-Geschichte möchte ich mich ja gar nicht weiter einmischen, aber wenn sie nicht in den Kochtopf kommen ist es nur umso grausamer. Wir haben ihm jetzt gesagt, dass er uns anrufen soll, wenn er es sich anders überlegt und sie doch los werden will. Außerdem habe ich mit seiner Schweigertochter gesprochen und sie will noch mal mit ihm reden.
Wenn sie wirklich zu uns kommen, hätten wir auf Schlag einen nicht unerheblichen Haufen Probleme, aber das verdränge ich erst mal noch. Sie würden provisorisch für den Winter unser Hobbyzimmer kriegen. Es wäre für sieben (!) zwar auch zu klein, aber mehr als 0,5x0,8. Und sie sind ja noch klein... Wir würden dann sofort versuchen sie zu vermitteln. Wenn uns das nicht gelingt, weiß ich nicht, was wir tun sollen. Zwei könnten wir vielleicht behalten und dann im nächsten Frühjahr draußen anbauen... aber die anderen können definitiv nicht für immer bleiben...
Mir macht diese ganze Sache echt Magenschmerzen. Ein Teil von mir wünscht sich, dass wir nicht in diese Lage kommen, ich habe echt Angst, dass wir dann hier mit der Meute sitzen und nicht wissen wohin... aber als wir von dem Besuch nach Hause kamen habe ich den ganzen Abend geheult bei dem Gedanken an die ganzen Hasen und was den kleinen und ihrer Mama in den nächsten Wochen bevorsteht..
Habt ihr noch einen Rat, nur für den Fall, dass er es sich anders überlegt? Würdet ihr es auch so machen oder ist es verantwortungslos sie zu nehmen, ohne einen Plan zu haben, was ich mache, wenn sich keine Abnehmer finden lassen (und wir würden sie ja nicht jedem geben!!)? Mir dreht sich der Kopf...