Einen wunderschönen guten Morgen

Erst einmal zu meiner Person: Ich bin 20 Jahre alt und halte seit meinem achten Lebensjahr Kaninchen. Nachdem Moppel und Pépinot vor einigen Jahren gestorben sind, konnte ich erst einmal keine neuen halten - aber pünktlich zum Auszug aus dem Elternhaus sind Nala, Frieda und Cosimo bei mir eingezogen - drei Löwenköpfchen, die aus zwei Unfallschwangerschaften entstanden sind. Ursprünglich hießen sie Simba, Fridolin und Cosette. So eine Trefferquote bei der Geschlechtsbestimmung hab ich noch nie erlebt.
So, genug von mir Toilettenreiniger und Möhrchengeber - jetzt kommen die Herrschaften an die Reihe.

Das ist Frieda. Sie ist ein kleiner Feigling und sehr kamerascheu, weshalb es reine Glückssache ist, sie mit der Kamera mal von vorne zu erwischen. Sie war die letzte er drei, die handzahm wurde. Aber dafür ist sie diejenige, die am liebsten schmusen kommt.

Die wunderschöne Dame in hellbraun ist Friedas Schwester Nala, das verfressenste Kaninchen, das ich jemals erlebt habe. Sieht sie Essen, ist alles andere nur noch Nebensache - kein Meer zu tief, kein Berg zu hoch. Oder kein Abstand zur Käfigunterschale, aus der man sich grad nicht raustraut zu weit, dass man sich nicht rüber strecken kann.

Der Herr hier heißt Cosimo und ist der Mutigste von allen. Leider auch derjenige, der für den meisten Radau verantwortlich ist, denn der Herr macht gerne Party. Obwohl es schon schön ist ihm zuzuschauen, wie er quietschvergnügt herumhopst - denn springen tut er wie ein junger Gott, einer der Gründe, weshalb das dauerhafte Außengehege noch auf sich warten lässt.
Momentan wohnen die drei in einem recht kleinen Übergangskäfig (1mx0.5m), der nach oben noch einmal in derselben Größe erweitert wurde. Meistens ist das obere Gitter allerdings ab, sodass sie mein komplettes Büro als Spielwiese zweckentfremden dürfen und nur hinter Gitter müssen, wenn ich gerade auf der Arbeit bin. Wir arbeiten allerdings bereits an einem größeren Gehege, das auf 6-8m² geplant ist. Bis es fertig ist, werden sie allerdings noch ein, zwei Wochen entweder frei im Büro rumhoppeln, oder in dem, noch recht provisorisch aus alten Zuchtställen, die wir noch im Keller hatten, zusammengeschusterten Freigehege.