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marie_mbm 13.03.2014 18:19

Häsinnen kastrieren? Bitte helft mir.
 
Hallo ihr Lieben,
ich bin neu hier und heiße Marie :)

Ich hoff ihr könnt mir weiterhelfen und zwar besitze ich einen kastrierten Bock und zwei Häsinnen.

Die Häsinnen rammeln sich gegenseitig die ganze Zeit an und rupfen sich gegenseitig das Fell aus. Sie haben hinterm Kopf schon eine große kahle Stelle.
Und auch an den Füßen besitzen sie kein Fell mehr, ich bin zum Tier Arzt und der sagt dass das mit den Füßchen hormonell bedingt ist.
Ich finde auch dass sie sehr unter Stress stehen...
Sie verstehen sich eig. sehr gut da die eine die Mutter von der anderen ist und auch vom Bock.

Ich überlege ob ich Sie kastieren soll damit sie ruhiger werden und nicht so unter Stress stehen, außerdem hab ich gehört dass viel Häsinnen an Gebärmutterkrebs leiden im höheren Alter und das kann man durch eine Kastraktion vermeiden.

Ich weiß nich mehr weiter.. Könnt ihr mir helfen?
und welche erfahrung habt ihr mit kastraktion bei häsinnen gemacht?
und was sollte man beachten!



Ich würde mich sehr auf Antworten freuen ♥♥♥

♥Cookie♥ 13.03.2014 19:22

Hallo!
Ich hab drei Häsinnen und da gibt es auch öfters mal gezicke, Fell raus rupfen, jagen, rammeln usw.!
Da jetzt die Frühlingsgefühle noch dazu kommen hat dein TA recht das es hormonell bedingt ist.
Das wird aber wieder besser!

Wuscheline 13.03.2014 19:35

Das ist wahrscheinlich nur eine Phase, die Frühlingsgefühle kommen raus. Solange sie nur das Fell rupfen, sich nicht ineinander verbeißen oder größere blutige Wunden entstehen ist alles in Ordnung. Die Kastration bei Weibchen ist soweit ich weiß erstmal komplizierter als beim Männchen und ist meist auch nicht nötig. Es kann eventuell sein das ein Weibchen an Gebärmutterkrebs erkrankt aber im Normalfall lässt man sie nicht kastrieren ;)

Lupine 13.03.2014 20:18

Hallo Marie,

da ist schwer zu raten. Ob man eine Kastration einer Häsin wagt oder nicht, muss vom Einzelfall abhängen.

Für dich einmal ein paar Informationen die dir vielleicht weiterhelfen in deinen Überlegungen:

  • Eine Häsinnenkastration ist anders als eine Rammlerkastration eine recht lange OP mit einem Bauchschnitt je nach Größe der Häsin ab 3 cm aufwärts, die eine tiefe Narkose nötig macht. Das Risiko bei einer solchen Operation ist größer als bei einer Rammlerkastration.
  • Entscheidest du dich für eine OP, sollte es eine Totaloperation, eine Ovariohysterektomie sein. Es gibt durchaus Tierärzte die nur die Eierstöcke entfernen und die Gebärmutter an Ort und Stelle lassen. In diesen Fällen ist die Krebsgefahr vermutlich nicht wesentlich verringert.
  • Die Häufigkeit mit der Häsinnen an Gebärmuttertumoren erkranken ist nicht wirklich sicher belegt. Einige sprechen von 80 % des Gesamtbestandes, andere meinen diese Prozentangabe bezöge sich auf einzelne, besonders gefährdete Abstammungslinien. Ganz auf 0 reduzieren kann man die Krebsgefahr übrigens nicht, denn auch der Stumpf auf dem die Gebärmutter einmal saß kann von Krebs befallen werden.
  • Eine Verhaltensänderung ergibt sich nur dann, wenn das Verhalten vorher durch überschießende Hormonproduktion bedingt war. War jedoch Dominanz die Ursache für das Verhalten, ändert es sich nicht oder kaum.
  • Eine Entscheidungshilfe könnte eine Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter geben, läuft alles gut kann man darauf Veränderungen bereits vor einer Entscheidung für oder gegen eine OP erkennen.
Die Entscheidung selbst musst aber du in Zusammenarbeit mit deinem Tierarzt treffen, das kann dir hier keiner abnehmen.


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