Hallo liebe Forumsmitglieder,
ich bin schon länger hier angemeldet und möchte mich und meine Plüschis nun endlich mal offiziell vorstellen

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An einem schönen August-Abend 2011 habe ich ein weißes Häschen gefunden, das auf einer Wiese unter einem Strommast saß

. Gemeinsam mit meiner Schwester konnte ich es eingefangen, was nicht besonders schwierig war, da es schon ziemlich matt war. Wir kauften ahnungslos einen Käfig, Streu, Heu, einen Futternapf, eine Nippeltränke, Trockenfutter und ein Häuschen und „Fluffy“, so sollte das weiße wuschelige Ding heißen, zog ein. Sie war echt fertig und froh, als sie sich erstmal im Käfig hinlegen konnte. Am nächsten Morgen hatte sie sich das Fell am Bauch ausgerissen und baute in ihrem Häuschen unter Hochdruck ein Nest

! Sie verzog sich in ihr Bauwerk und kurz darauf purzelten 4 kleine Dinger aus ihrem Bauch. So kam es, dass wir nun 5 Kaninchen hatten!
Nach ein paar Tagen lag eines der Kleinen mit einer Bisswunde außerhalb des Nestes, und es war schon etwas ausgekühlt, als wir es zurück legten. Danach hat sich das Kleine gut entwickelt, auch wenn es bis heute etwas merkwürdig geblieben ist, aber dazu später mehr

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Ich informierte mich in der folgenden Zeit im Internet über Kaninchen und sah die Kleinen aufwachsen. Auch wenn ich absolut gegen die Vermehrung von Kaninchen bin, muss ich zugeben, dass das was ganz Besonderes und Wunderschönes war! Zu der Zeit schrieb ich gerade an meiner Diplomarbeit und konnte von zu Hause aus arbeiten. Ständig machte ich Pausen und sah den kleinen Kerlchen beim Spielen zu.
Sie entwickelten sich gut und drei der Kerlchen sollten eigentlich vermittelt werden. Da habe ich selbst erfahren, wie unheimlich schwierig es ist, ein gutes neues zu Hause für die Tiere zu finden. Eine Kollegin, die zwei nehmen wollte, sprang z.B. kurzfristig ab, da ihr Freund eine starke Allergie zeigte. Und ich hatte die kleinen Wuschel so in mein Herz geschlossen, dass ich sie auf keinen Fall irgendwelchen Fremden gegeben hätte.
Da die kleinen wucherten wie die Bambussprosse, wurde der Käfig zu klein. So baute ich mit meinem Vater ein 4qm großes Innengehege, was für 5 Kaninchen natürlich viel zu klein war, aber zu diesem Zeitpunkt waren meine finanziellen Mittel begrenzt. Und so durften sie kurz darauf auch noch mein restliches Zimmer bewohnen, meine Tapete schreddern und meine Bücher zerlegen

. Mittlerweile hatten die Kleinen auch ihre Namen: Zwergi, Dalmi, Poki und Cappuccina.
Beim ersten Tierarztbesuch mit 8 Wochen zeigte sich, dass nur ein Männchen dabei war, Zwergi. Er wurde frühkastriert und so stand einem glücklichen Leben nichts mehr im Wege

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Meine Schwester verlor leider das Interesse an ihnen, wie es ja leider bei vielen Menschen bei so etwas der Fall ist. So standen die Kosten im Mittelpunkt, die wir uns eigentlich teilen wollten, und nicht das Wohl der Tiere. Obwohl ich wusste, das das Trockenfutter Mist ist, vereinbarten wir, das wir es noch verfüttern wollten, bis es leer war, was auch so geschah. Das hatte zur Folge, dass meine kleine Poki mit nur dreieinhalb Monaten die Zähne gekürzt werden mussten. Ich war fix und fertig und machte mir riesige Vorwürfe und wollte NIE wieder so einen Mist in die Mägen meiner Kleinen reinpumpen

. Ich erklärte meiner Familie den Sachverhalt und dachte, sie hätten es begriffen.
Anschließend kauften meine Schwester und meine Mutter erneut Trockenfutter und fütterten es den Kaninchen weiterhin heimlich, wenn ich an der Uni war. Aufgrund dieser und weiterer Meinungsverschiedenheiten bin ich dann letzten Herbst endgültig ausgezogen. Ein Schritt, der mir nicht leicht fiel, denn so musste ich auch unsere Katzen und den Hund meiner Schwester, die mir allesamt sehr am Herzen liegen, zurücklassen

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