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Bitte um Hilfe! Ich weiß, dieses Thema hat eigentlich nichts mit Kaninchen zu tun aber ich muss einfach meine Probleme irgendwo loswerden . Also ich fange gleich mal an: 1. Das Homeschooling bereitet mit enormen Stress. Ich bin nicht motiviert und möchte einfach nur wieder in die Schule. Wir müssen ab und zu trotzdem in die Schule um Arbeiten zu schreiben aber das ist auch immer nur so eine doofe rumgefahrerei und dann sind wir nur für eine Schulstunde in der Schule um die Arbeit zu schreiben. Die Lehrer machen das ganze nicht besser. Sie motzen uns an wenn die Aufgaben zu Spät abgegeben wurden oder man in den Konferenzen nicht so gut mitarbeitet und drohen sogar manchen bei den Eltern anzurufen. Ich bin eigentlich sehr , sehr gut in Englisch und hatte im Halbjahreszeugnis eine Glatte 1 aber in der letzten Arbeit hatte ich dann eine 3. Ich hätte heulen können ! Die 3 hat mich extrem aufgeregt weil sie vielleicht meine Zeugnisnote zerstört. Bitte haltet mich jetzt nicht verrückt weil ich wegen sowas total verzweifele aber ich bin einfach ein totaler Perfektionist. 2. Das Wetter sorgt auch nicht grad für gute Stimmung. Bei uns schneit es schon seit Tagen immer mal wieder. 3. Würde ich so gerne mal wieder was tolles machen wie in einen Freizeitpark gehen oder sowas. 4. Bin ich oft sehr unzufrieden mit mir selbst ( meinem Aussehen, usw. ) Wahrscheinlich ist das aber grad nur so ne Phase. Ich weiß ihr könnt mir nicht groß helfen aber habt ihr vielleicht ein paar Tips oder aufmunternde Worte für mich? LG Myrabbit |
Hallo Myrabbit, tatsächlich glaube ich nicht, dass man über ein Forum echte Hilfe bei so gehaltvollen Posts wie deinen, wo so viel dahinter steckt, bekommen kann. Aber es wäre ja auch enttäuschend, gar keine Resonanz zu bekommen, daher zwei Tipps von mir: 1.) Ich verstehe sehr gut, wie man in so einen Trott geraten kann und dann denkt, es gibt ja gar nichts Schönes mehr zu unternehmen - weil eben z.B. alle Freizeitparks zu haben. Hast du schon mal versucht, mit Freunden an einem online Event teilzunehmen? Ein escape room z B.. oder ihr trefft euch via Zoom und spielt ein Spiel zusammen. Vielleicht bereitest du mir jemandem ein Quiz vor, was andere dann lösen müssen. Auf jeden Fall versuchen, die Möglichkeiten für besondere Ereignisse auszuloten und zu nutzen. Es gibt z.B. auch virtuelle Fan conventions u.ä. 2.) Der wichtigere Tipp: Arbeite an deinem Perfektionismus, und zwar in die Richtung, dass du ihn abbaust! Lass es dir von mir, einer Perfektionistin, die schon ein paar Jahre länger auf der Erde weilt, gesagt sein. Es ist m.E. nicht verkehrt, anspruchsvoll zu sein, gegenüber anderen und gegenüber sich selbst. Aber man muss einschätzen lernen, wann das schadet oder hinderlich ist, und wann man auch das Maß verliert in seinem Perfektionismus. Du wirst es dir sonst immer wieder im Leben unnötig schwer machen, in allen möglichen Bereichen, und dich am Ende ärgern, dass andere, die weniger anspruchsvoll sind, die sich weniger ins Zeug legen als du, am Ende z.B. zu ähnlich weiterführenden Ergebnissen kommen wie du und wahrscheinlich auch zufriedener sind als du. Alles Gute dir! |
Zunächst einmal: du bist nicht allein. Vielleicht hilft dir das schon mal ein bisschen, im Moment steht glaube ich für jeden mehr oder weniger die Welt kopf. Das homeschooling ist eine besondere Herausforderung, für Schüler und auch für Lehrer. Und auch für die Eltern. Genau wie im Präsenzunterricht gibt es solche und solche Lehrer. Gute, die trotz der ungewohnten Situation freundlich und geduldig sind, und andere, die selbst am Rande des Nervenzusammenbruchs stehen. Dir fällt es schwer, dich selbst zu motivieren. Das kann ich gut verstehen. Versuche es trotzdem, es lohnt sich. Je öfter es dir gelingt, desto leichter fällt es. Bleib dran! Du schaffst das! Mach dir einen Arbeitsplan, der dir hilft Abgabefristen einzuhalten. Wenn du später einmal studieren möchtest, weißt du dann schon wie das gut funktioniert, da ist das nämlich Alltag. Was andere dann vielleicht noch mühsam lernen müssen, kannst du dann schon. Und deinem Englisch kannst du vielleicht in der Freizeit noch mit ein paar Videos zu Themen die dich interessieren auf die Sprünge helfen. Heutzutage ist so etwas viel einfacher als in meiner Schulzeit, da gab es noch kein Youtube. Das Wetter müssen wir leider nehmen wie es ist. Stell dir mal vor, man könnte es beeinflussen. Der erste will Sonne, er will einen Ausflug machen. Der nächste will Regen, er hat gerade Rasen eingesät. Der dritte will Wind, er hat einen Lenkdrachen. Der vierte will Schnee, nochmal Skifahren. Was gäbe das wohl für ein Chaos :hand: Der Freizeitpark muss noch warten, leider. Aber man kann auch tolle Sachen machen, ohne raus zu gehen. Werde kreativ. Was könntest du ausprobieren? Etwas, was du lange nicht mehr gemacht hast? Oder etwas ganz neues? Es gibt sehr viele Möglichkeiten, und vielleicht entdeckst du ein neues Hobby. Die Unzufriedenheit mit dir selbst wird sicher auch durch die schwierige Situation gefördert. Aber nicht nur. Versuche, konkret festzustellen was dich an dir stört. Was könntest du ändern, ohne dich selbst dabei aufzugeben? Nicht immer ist es gut, einem Vorbild hinterher zu hecheln. Du bist nämlich du, und das ist auch gut so. Weiter entwickeln - ja. Jemand anderes werden - nein. |
Zum Thema neues ausprobieren. Wir haben viele Kreativthemen im Smalltalkbereich. Schau dich mal bisschen um. Viele malen (bunten) gern in Malbüchern. Einige malen oder zeichnen so. Und wir haben Themen zu Puzzle, Handarbeiten, Holzbasteleien und Beton. Ich leide seid Jahren unter Depressionen. Aber die hat mir auch was ganz tolles gebracht. Meine Kreativität. Seitdem nähe ich. Am liebsten Sachen die man nicht unbedingt braucht. Plüschtiere zum Beispiel.:D Du könntest auch eine schöne Buchreihe anfangen zu lesen. Da grübelt man auch nicht so dabei. |
Vielen Dank für eure Antworten! Ich werde eure Rate befolgen. :-) Ich glaube aber ehrlichgesagt nicht das meine Freunde wissen dass ich ein Perfektionist bin. Ich versuche immer den anderen zu helfen so gut es geht und vergesse mich dann selbst. Für meine Freunde bin ich "die immer gut gelaunte und fröhliche". Aber naja dass stimmt so nicht ganz. Früher und auch heute noch habe ich Verlustängste. Ich denke das kommt daher dass mein damaliges Kaninchen Freddy ( nein, er war nicht alleine Schnucki hatten wir da auch schon ) von einem Hund gebissen wurde und dann leider verstarb. Ich war erst 6 jahre alt. Damals dachte ich noch alles wird gut aber nach diesem Ereignis konnten meine Eltern nichtmal in den Keller gehen ohne dass ich panisch wurde. Als meine Mama dann auch noch anfing wieder zu Arbeiten ( sie war noch in Mutterschutz wegen meinem kleinen Bruder ) bin ich fast durchgedreht. Heute ist das ganze zwar nicht mehr so schlimm wie früher aber ich komme mir so dumm vor wenn ich gleich Panik bekomm wenn mein Papa noch 1 1/2 Stunden noch nicht vom joggen zurück ist. Viellleicht erzähle ich euch hier irgendwas was euch gar nicht interressiert aber es tut einfach gut es jemandem zu erzählen. Vielen Dank für eure Hilfe ! LG Myrabbit |
Zitat:
Das kann ich dir gut nachfühlen. Ich habe Höhenangst und komme mir auch jedes mal total dumm vor, wenn ich wieder irgendwo "festwurzele" und mich nicht mehr bewegen kann. Mitten auf der Jubilee Bridge in London wird man da doch etwas sparsam angeschaut :o |
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