Ich dachte vielleicht hat ja der ein oder andere hin und wieder das Bedürfnis ein wenig abzutauchen und zu entspannen :-)
Der Gedanke kam mir als mir gestern der Zettel mit diesem Text hier unterkam. Ist schon eine weile her dass ich das geschrieben hatte.
Wen es euch gefällt kann ich ja mehr Posten
Der Garten
Leise zwitschern die Vögel in den blühenden Ästen des großen Kirschbaumes hinter dem Haus. Bunte Schmetterlinge taumeln wie berauscht im warmen Sommerwind auf der Suche nach Nahrung.
Die warmen Sonnenstrahlen lassen die Rosensträucher entlang der alten Hausmauer in satten Farben erstrahlen. Ihr Duft durchdringt den Garten bis in den letzten Winkel.
Zwischen den saftig grünen Grashalmen tummeln sich Gänseblümchen, Vergissmeinnicht und wilde Stiefmütterchen.
Das Häuschen zu dem der zauberhafte Garten gehört wirkt schon sehr alt. An manchen Stellen ist der weiße Putz schon abgebröckelt und die roten Backsteine blinzeln vorwitzig heraus. Die alten Fensterläden aus Lärchenholz haben längst ihr wunderschöne rote Farbe verloren und strahlen in würdevollem Grau. Auf dem Ziegeldach haben sich Moos und Flechten breitgemacht und es mit den Jahren grün gefärbt.
Neben den Rosen wachsen lange Efeuranken empor und geben dem alten Gemäuer etwas Verzaubertes. Es wirkt fast wie das Zu Hause einer guten Fee.
Hinter dem Kirschbaum an der Rückseite fließt ein Bach vorbei. Sanftes Geplätscher mischt sich zu dem Vogelgesang. Am Ufer wachsen lange Gräser und Sumpfdotterblumen. An einer Stelle bilden Baldrian und Minze einen violetten Teppich der bis ins Wasser reicht.
Unter den ausladenden Ästen des alten Baumes steht eine kleine hölzerne Bank und lädt zum Verweilen und Entspannen ein. Daneben ist ein kleines von Steinen eingefasstes Kräuterbeet. Ein alter Rosmarinstrauch steht hier umgeben von Quendel und Majoran. Dazwischen stehen Brenneseln und Frauenmantel und geben dem Beet einen Hauch von Wildheit.
Von dem Garten scheint eine unheimliche Ruhe und Kraft auszugehen. Es scheint ganz leicht, einfach abzuschalten und los zu lassen.
Irgendwo sitzt ein kleiner Hase im Gras und mümmelt an ein paar süßen Kleeblättern. Wie friedlich er wirkt . . ganz ohne Furcht sitzt er da und lauscht den Geräuschen rings herum. Seine Barthaare zittern leicht während ein weiteres Kleeblatt in seinem Mäulchen verschwindet. Kurz wackelt sein weiches Näschen und
prüft die Luft auf seine Gerüche. Da stellt es sich auf seine Hinterbeine und dreht die Öhrchen herum. Ob es etwas gehört hat? Nein er wartet auf etwas, dreht sein Köpfchen Richtung Bach. Da! Auf der andern Seite sitzt noch ein Häschen. Mit einem Satz setzt es herüber und springt zu seinem Gefährten. Minuten lang umkreisen sie sich, beschnuppern einander und beginnen fröhlich durchs Gras zu jagen. Spielerisch toben sie eine ganze Weile durch den Garten ehe sie sich entspannt zwischen den Rosen niederlassen. Seite an Seite liegen die beiden Häschen zwischen den langen Grashalmen und genießen ihr Glück .