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KaninchenethikEs ist 22 Uhr vorbei. Wie drei (annettesuter, der Mac Book Air und ich) sitzen bei einem Glas Wein auf dem Balkon und diskutieren. Nun möchten wir es doch publik machen. Roger schreibt. Annette korrigiert die Schreibfehler, nicht das Inhaltliche, daran ändert sie für einmal nicht,naht sie versprochen. Esd gibt Menschenethik die vieles erlaubt oder auch verurteilt. Gibt es auch Hasenethhik? Wir wissen es nicht. Es war einmal.... Pfingstsamstag. M. Hatte die Hasen versorgt und wir waren in Urlaub. In Griechenland bzw in Nord Norwegen, aber das tut nichts zur Sache. wir kommen heim. Nicht tzeitglich, aber egal. Wir bemerkten beide: Nepomuk der Rammler ( 8 Monate alt) hat einen Abszess in seinen Doppelkinn. Was tun.... ?? Der Diensthabende Tierarzt ist in Gsteig , 2 bis 3 Stunden entfernt mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln (s www Punkt sbb Punkt ch) . Der Nächte denkbare Tiertarzttermin ist wohl der Mittwoch. Warten bis Mittwoch? Nach Gsteig zum Tierarzt der am Kälber gebären ist ( unsd zurückfür 334 Franken mit dem Taxi weil es schon 17 Uhr ist, oder für 300 Fr. pro person im Budget Zimmer im Gstaader Grand Hotel übernachten) ? Oder.... ......selber machen? ...... Wir würfeln---- Selber machen gewinnt. A. Holt OP- Sachen in der Menschenarztpraxis. Der Balkon wird grün ausgelegt. Morphin wird gegeben, dem Nepomuk, bis er etwas gaga ist. Dosis nach Veterinär- Almanach. A. kennt die OP. vom Sehen bei ihren Ex- Hasen. Vom Tun bei der menschliche Rasse. Inzidiert. Schnell und tief. er wehrt sich einmal, ein kurzer Schrei, dann ist es schon fast vorbei. Nach 30 Sekunden - oder waren es 2 Minuten ? - ist der Abszess leer. fertig. Nach zwei Stunden frisst Nepomuk wieder. Mit gutem Appetit. Es geht ihm gut. Nach 3 Monaten kommt der Abszess wieder. Kaninchen sind heikel. einmal Abszess, wieder Abszess. So kennt A. es. Doch- war das ethisch richtig? Oder wäre der Transsport nach Gsteig besser gewesen ? eine teure Nacht zu dritt im Grand Hotel? Wir wissen es nicht. Wir diskutieren weiter........die Nacht ist lau, der Föhn weht. Die Frage bleibt. Ob es richtig war. Ethisch.
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| Ihr seid echt gut drauf, wenn man sich das bildlich vorstellt.... . Ich habe da generell kein Problem damit, wenn das Kaninchen mit den richtigen Sachen ins Traumland gebracht wird. Ein Abszess ist für einen Menschenmediziner bestimmt egal, ob bei Mensch oder Tier, nur dass Kanincheneiter dicker ist. Meine Schwester ist Anästhesistin, mein Schwager Oberarzt in der Inneren....ich hab jahrelang im Op etc. gearbeitet, sowas kann durchaus vorstellen....bei einem Notfall, wenn nichts anderes geht. Aber wirklich nur, wenn man weiß, was man tut! Meine Schwester hat ihr Kaninchen auch selbst eingeschläfert, nachdem sie bei dem eingeschläferten Partnerkaninchen beim TA überhaupt nicht zufrieden war...aber wie gesagt, sie ist eben Anästhesistin. Wenn der Abszeß allerdings von den Zähnen ausgeht, würd ich nichts selbst machen, weil ja die Ursache dann nicht weg ist.
__________________ Mein Vorstellungsthreat: http://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/27188-gerti%B4s-rasenm%E4herbande-%3B.html] Meine Homepage http://www.gertis-rasenmaeherbande.de/ Myxomatose Erfahrungsaustausch Gruppe in FB: https://www.facebook.com/groups/739013102858463/ Kaninchen Body etc nach Maß Shop: https://www.gertis-rasenmaeherbande.de/shop/ Geändert von gerti (10.10.2014 um 06:22 Uhr).
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| natürlich meine Schwester hat gesagt in basel wie war die tubel vom dienst und der Eiterabszesspicker. sorry ist eklig. aber sie weiss glaub was sie tut. rein und raus, ging so schnell, Nepi konnte nicht mahl schreiben. und ja, es war notfallmedizin. sonst get sie zu die Tierarzt ausser eben in so eine situation. wir haben noch eueren beitrage gelesen. ich glaube weil ich ihr gut kenne ich weiss was zu ihr zutrauen ist. sie geht nie weiter als was geht. wir haben nach euren feedback nochmal diskutiert. und lustig, mit eine patient habe sie a. heute was ahnliches besprochen. der Typ war aus die Stadt und Jurist ich darf shon erzählen weil ich Mus keine artstgeheimnis hüten. er sagt, im Notfall jede Mensch soll handelnd nach bestem wisse und gewissem. dann ist er vor die gesetzt gut. und der typ sagte sogar was gefährliches - er glaubt, wer nach die beste wisse und gewissem handelt, ist auch vor Gott okay. ich kan leider keine Blut sehen vielleicht wenn ich mal weiblichen Hormone nehme, dann ich blute jede mont und so lerne ich auch baut zu sehen. wenn ich das kann, dann ich will auch lernen so zu Handel wie es richtig ist in einen Notfall, auch wenn es blutet
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| Vielleicht fällt das ja unter "Erste Hilfe"? Ich finde es ethisch richtig dem Tier schnell und unkompliziert zu helfen statt erst stundenlang rumzufahren. Kommt aber sicher auf die Wunde und auf das Fachwissen an was man so hat. Wenn ich sehe mein Tier verschluckt sich grad an was, dann hau ich auch drauf oder mache gar einen Heimlich-Handgriff. Hauptsache es muss nicht ersticken. Mit nem erstickenden Tier 2h zum TA fahren geht ja nicht. Wenn der Fremdkörper dann rausgeflogen kommt kann ich immernoch beim TA anrufen wegen möglicher Halsverletzungen. Und Abzesse öffnen und spülen ist doch akzeptabel wenn man sowas auch richtig kann. Bevor man anem Feiertag dafür erst 2h Fahren und 3h Warten darf? Das ist fürs Tier stressiger als das was du beschrieben und gemacht hast... Meine Mutter arbeitete früher auch im Krankenhaus und hat unserem Kater einen Abzess geöffnet und gespült. Dem gings gut danach, auch wenn er beim Öffnen das Gesicht verzogen hat... Ethisch falsch wäre für mich, wenn man sein Tier erschlägt weil die TA Kosten zu hoch werden könnten. Also ich geb zu, dass ich sehr oft oberflächliche Hautverletzungen selber behandel oder wenn es doch zu schwierig erscheint gehe ich zu den nächstgelegenen Tierärzten anstatt 2 Stunden zu der Kleintierspezialistin zu fahren bei der ich eh nur nach 2 Wochen einen Termin bekäme... Das funktioniert doch gar nicht. Im Akutfall hat diese Spezialistin meistens keine Zeit.
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Denn hier widersprecht ihr euch auf ganzer Linie selbst: Erst sollen die Zähne in Ordnung sein, dann eine Zahnwurzel die Ursache des Übels... Zähne sind ein Ganzes, mitsamt der Wurzel, und jeder der medizinisches Grundwissen hat sollte das durchaus wissen. Es sprach unter den Gegebenheiten nichts dagegen, dass ihr den Abszess selbst geöffnet habt. Aber: ihr hättet UMGEHEND nach Öffnung der Tierarztpraxen, also am nächsten Montag, einen fähigen Tierarzt aufsuchen müssen! Hättet ihr wirklich ausreichend Fachkenntnis besessen für eine Abszessbehandlung in Eigenregie, hättet ihr wissen müssen dass nach einer Spaltung auf jeden Fall sowohl eine Antibiose erfolgen MUSS, als auch eine Spülung so lange bis der Abszess von unten heraus zugewachsen ist. Eine Alternative ist hier nur der Einsatz eines Septocollschwamms. So aber war klar, dass es zu einem Rezidiv kommen würde! Es war nur eine Frage der Zeit. Auch wenn eine Zahnwurzel den Abszess ausgelöst hat, hätte man - wäret ihr direkt nach der Entdeckung des ersten Abszesses zum Tierarzt gefahren - etwas machen können. Man hätte den Zahn ziehen können. Das hätte für euch etwas Pflegeaufwand bedeutet, und ihr hättet regelmäßig zum Zähne sanieren gemusst mit ihm. Aber wäre das wirklich so schlimm gewesen für euch? Für Nepomuk sicher nicht. Das kann ich definitiv sagen, denn ich hatte selbst ein Zahnkaninchen. 4 Jahre lang habe ich Leo auf seinem Lebensweg begleiten dürfen, und er war oft in Narkose in dieser Zeit. Hat es ihm etwas ausgemacht? Nein, hat es nicht. Denn die Narkose, die ein guter Tierarzt verwendet, ist wenig belastend: Leo wurde nur mit Narkosegas kurz schlafen gelegt. Übrigens auch, als er eines Tages einen Kieferabszess hatte. Und nein, der ist NICHT wiedergekommen. 2 Wochen regelmäßig spülen, 3 Wochen Antibiose. Als Leo dann eingeschläfert wurde, waren nach diesem Abszess 3 Jahre vergangen, die komplett ohne Rezidiv waren. 3 Jahre Lebensfreude. Aber ihr habt es nicht einmal versucht. Nur eine Narkose wäre nötig gewesen um tatsächlich eine Diagnose zu stellen, und auch eine Prognose. Wäre die schlecht gewesen, hätte man ihn eben nicht mehr aufwachen lassen. Aber ihr habt ihm diese Chance verweigert, und da ist für mich mein Verständnis für eure Vorgehensweise absolut zu Ende. Nur eine Narkose und eine Röntgenaufnahme (bzw. mindestens 2, denn der Schädel wird je nach Fragestellung in 2 oder sogar 3 Ebenen geröntgt). War das wirklich so viel verlangt von euch, dass ihr das nicht wolltet? Denn für ihn wäre das egal gewesen - wäre die Prognose tatsächlich schlecht gewesen, wäre genau das gefolgt was nun unweigerlich folgte aufgrund eures Entschlusses. Wäre sie gut gewesen, hätte man ihm vielleicht noch ein paar schöne Jahre bescheren können. War denn das tatsächlich so viel zu viel verlangt von euch, dass ihr ihm diese Chance nicht geben wolltet, sondern aufgrund von vagen Vermutungen über das Ende seines Lebens entschieden habt?
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| Na, dann dürft Ihr jetzt von einem wissen: unser Rico hatte seinerzeit einen Kieferabszess, die Tierärztin sagte mir seinerzeit auch, dass dieser immer wieder kommen würde und man deshalb darüber nachdenken sollte, ob man ihn erlöst, zog sogar noch einen anderen TA zu Rate, der ebenfalls dieser Meinung war... nun, wir wollten es zumindest probieren, die Wunde wurde, soweit ich mich erinnere (das ganze ist mehr als 20 Jahre her...) von mir mehrfach am Tag desinfiziert, heilte dann schön ab, und Rico lebte danach noch viele Jahre, ohne jegliche Beschwerden...
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| Nun ich persönlich bin der Meinung, dass man, wenn sich Tiere hält, sich gefälligst ein gewisses Grundwissen über die medizinische Betreuung zulegen MUSS. Wer dann noch in einschlägigen menschlichen Bereichen arbeitet, warum soll der dann nicht am Kaninchen Hand anlegen? Ich finde es richtig, dass ihr diese lange, sehr stressige Fahrt nicht gemacht habt, sondern ihm an Ort und Stelle geholfen habt. Eine Nachkontrolle bei einem einschlägig geschulten Tierarzt zu normalen Sprechzeiten wäre allerdings sinnvoll und nötig gewesen. Weil es Nachbehandlung bedarf, weil es Ursachen geben kann und muss, die nur der Spezialist behandeln kann, etc.
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Nur "Grundwissen über medizinische Betreuung" bedeutet für mich eben die klassische Erste Hilfe und Krankenversorgung sicher erledigen zu können (z.B. eine blutende Wunde erstversorgen, einen Abzess spülen (nach tierärztlicher Anleitung), eine Naht kontrollieren, Zecken entfernen oder Medikamente verabreichen) und nicht ohne tierärztliche Ausbildung selbst an den Kaninchen rumzuschnippeln. Das wäre mir einfach zu heikel.
__________________ It takes very special qualities to devote one's life to problems with no attainable solutions and to poking around in dead people's garbage: Words like 'masochistic', 'nosy,' and 'completely batty' spring to mind. Paul Bahn. 1989. Bluff Your Way in Archaeology. Introverted iNtuitive Thinking Judging
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| Klar, da gibt es einige, habe selbst auch so ein Exemplar.
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| Ob der Zustand wirklich so dramatisch war, dass man in einer ad hoc Aktion auf dem Balkon daran rumschnippeln muss, oder ob es als erste Hilfe nicht auch ein Schmerzmedikament getan hätte und man am nächsten Tag zu einem Vet gefahren wäre? Aber ganz ehrlich, hier musste ich schwer schlucken, reden wir hier von einem Gesellschaftspiel? Zitat:
Zitat:
OK, vielleicht lässt die 'erste Hilfemassnahme' Beurteilungsspielraum, aber danach keinen Spezialisten aufzusuchen, der das Tier vernünftig behandelt, ist nicht mehr akzeptabel.
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