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Ich stelle mir eher die Frage, ob die Tierheime ein schwerkrankes Kaninchen überhaupt umsonst annehmen. Bei meinem "Stammtierheim" kostet z.B. die Abgabe eines ungeimpfen unkastrierten Rammlers ~ 35 €. Dafür bekommst du schon fast selbst eine Kastra oder tierärztliche Erstbehandlung. Ich meine behaupten es wäre ein Notfall und das Kaninchen hätte man aus schlechten Verhältnissn geholt, kann ja sonst jeder, um seine Tiere gratis da loszuwerden. |
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Also das ist jetzt ja auch nur ein beschriebener Worst Case, wenn ich plötzlich ein totkrankes Kaninchen hier hätte wo vllt gleich eine OP nötig wird, was auch immer. Ich denke auch dass sich über die Foren eher ein Platz für ein sehr pflegebedürftiges Kaninchen finden liese. Ich selbst hab auch eine nette Tierärztin wo ich Notfalls in Raten zahlen darf, es gäbe sicher immer eine Möglichkeit. Aber ich würde jetzt nicht extra schwer kranke Kaninchen aufnehmen und eben auch keine unkastrierten Rammler weil ich diese zusätzlichen Kosten einfach nicht "verschenken" kann. Ich hab selbst eine chronisch kranke Hündin, die andere ist auch immer wieder beim Tierarzt genau wie meine Katze, ich hab da selbst zu hohe Ausgaben als dass ich das noch für Pflegetiere zusätzlich bieten könnte. Daher einfach meine Beschränkung auf Häsinnen und Kastraten. Und weil hier ja irgendwer schrieb dass das praktisch Kaninchen sind die auch ohne Hilfe ein neues Zuhause bekommen, das stimmt natürlich, aber die meisten landen eben wieder in Käfighaltung. Alle Kaninchen die ich bisher aufgenommen habe saßen vorher in 1m Käfigen oder in den typischen Holzbuchten und wären wohl zu 99% auch wieder in so einer Haltung gelandet. Ich kann vllt nicht so umfangreich helfen wie die großen Pflegestationen, aber ich bin mir sicher die bisherigen Kaninchen die ich aus den Käfigen rausgeholt habe sind sehr froh dass ich wenigstens im kleinen Rahmen ab und zu helfen kann. |
Tierschutz hat immer seine Nachteile :yesnod: Aber ich denke, dass den Kaninchen besser geholfen ist, wenn jemand wie Fluffys sie in Pflege nimmt, als wenn sie an irgendjemanden kommen, der so garkeine Ahnung hat, oder in ihren Käfigen versauern. Denn derjenige, der das Tier im Käfig hält, würde sich bestimmt nicht um einen Tierarzt kümmern. Sehe ich das falsch, dass jemand mit Ahnung aber ohne Geld besser ist, der versucht, die Tiere in schöne Heime zu vermitteln als das Tier dort zu lassen wo es ist? (Hamsterkäfig ist echt krass) Gut... es hat den Nachtteil: Diejenigen, die das Kaninchen loswerden wollen, kriegen eben dafür noch Geld. Wenn ein Tier etrem krank wird, fehlt das Geld. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand wie Fluffys die Tiere ihrem Schicksal überlassen würde. |
Ein Tausch Kaninchen gegen Schachtel Zigaretten oder sowas wäre besser, wenn man ein Tier schon "freikaufen" muss. Im geschilderten Fall ist es so gelaufen, dass die Besitzerin in ihrer Auffassung bestätigt wurde: Ich kaufe mir ein Tier, und wenn ich es dann leid bin verkaufe ich es wieder und mache kaum Miese damit. Sie wird sich also vermutlich irgendwann - genauso unvorbereitet, und genauso unter schlechten Haltungsbedingungen - das nächste Tier zulegen fürchte ich. Sie ist ja bestätigt worden. Was man auch nicht vergessen darf: die Tierschützerszene ist mittlerweile ausreichend bekannt. Es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein bis jemand auf die Idee kommt, Tiere aus der Rubrik "zu verschenken" aufzunehmen, sie per Foto unter miesen Haltungsbedingungen zu inserieren, und auf die gutgläubigen Tierschützer zu warten. Das sind leicht verdiente 25 Euro... Freikaufen ist ein echtes Problem. Man rettet dieses Tier - aber man riskiert dass andere nachkommen, und man riskiert auch dass irgendwann die Gutherzigkeit massivst ausgenutzt wird. Als ich meinen Leo geholt habe, rückten die Vorbesitzer auch plötzlich mit ihrer Vorstellung heraus, das "wertvolle Rassetier" sollte ich ihnen abkaufen. Da kam von mir nicht nur ein kategorisches nein, sondern auch der Hinweis dass das "wertvolle Rassetier" nicht einmal Tattoos trüge und sie damit auch kein eingetragenes Rassetier besäßen - sie hätten sich über den Tisch ziehen lassen. Das hat für etwas nachdenkliche Gesichter gesorgt, und mein nein war hart genug dass es akzeptiert wurde. Ich konnte mir denken, was an Kosten noch auf mich zukommen würde, allein beim Blick auf Leos runden Kopf. Ich habe Recht behalten, und es würde mich massiv wurmen wenn ich denen auch noch einen Kaufpreis hätte berappen müssen. |
Ich seh das mit dem "freikaufen" schon auch kritisch, ich würde nicht überall etwas bezahlen, das mach ich eben individuell abhängig. Ich hab erst vorgestern einen Fall im Kaninchenschutzforum eingestellt, eigentlich war mit der Frau erst abgemacht dass ich ihr helfe Tierschützer zu organisieren die die Tiere dann kostenlos abholen kommen, dann wollte sie plötzlich doch 15Euro pro Tier (ist eine ganze Kaninchenfamilie) da wurden die Tiere absichtlich verpaart und nun haben sie gemerkt dass man die Tiere eben doch nicht so leicht losbekommt, denen geht es auch nicht um einen guten Platz sondern darum mit den Kaninchen noch ein paar Euros zu verdienen, da macht das sicher keinen Sinn. Die ersten 2 Schlachtkarnickel hab ich gekauft damit sie nicht geschlachtet werden, dass auch das hier umstritten ist weiß ich, aber ich finde das ok. Ich habe auch schon Futtermäuse gekauft einfach nur damit ein paar doch ein anderes Schicksal bekommen als das wofür sie vorgesehen waren. Die 1.Käfighäsin war inseriert in einem 1m Käfig ohne Einstreu, ohne Zubehör,ohne Heu für 30Euro mit Käfig, die Frau wollte ohne Käfig nicht verkaufen und ich habe abgesagt. Eine Woche später hat mich die Frau nochmal angeschrieben ich könne den Hasen jetzt doch ohne Käfig haben für die Hälfte. Ich bin dort hingefahren und war so froh dass sich die Frau nochmal gemeldet hat, ich hätte dort in der Wohnung fast losgeheult als ich gesehen habe wie Murmeli gehalten wurde, sie hatte auch sicher 5cm lange Krallen, verklebter Po..Sie war langweilig gewordenes Spielzeug von 2 kleinen Jungs, mit vorgeschobener Allergie. In solchen Fällen kann man dann eben nur hoffen dass die Leute sich so schnell keine Tiere mehr anschaffen da sie nun ja wissen dass die Kinder kein langfristiges Interesse haben. Und nur weil jemand Kaninchen verschenkt ist ja auch nicht sichergestellt dass derjenige sich nicht doch irgendwann wieder Tiere holt und sie wieder verschenkt wenn sie langweilig werden, irgendwer nimmt sie ja. |
Ich fürchte du hoffst umsonst. Wer einmal der Quengelei der Kinder so leichtfertig nachgegeben hat, wird das auch wieder tun. Und solchen Leuten ist es leider egal ob es sich um ein Computerspiel handelt oder ein Lebewesen :mad:. Einzig möglicher Hoffnungsschimmer: wenn das Tier angeschafft wurde "damit die Kinder Verantwortung lernen". Dann kommt vielleicht doch kein Nachfolger. |
Ich bin in solchen Fällen eigentlich dafür den Käfig immer auch mitzunehmen, auch wenn man ihn selbst nicht brauchen kann. Zur Not ab in den Keller für Notfälle, oder nur die Unterschale aufheben und den Rest zum Sperrmüll. Wenn es ein großer Käfig ist, hat vielleicht ein Tierheim Interesse daran - für Meerschweine in Kastraquarantäne oder so. Sonst sitzt da nach ein paar Monaten das nächste Tier drin, weil man den Käfig ja eh schon da hat. Ich glaube, wenn solche Leute Käfig, Ausstattung etc. auch nochmal neu kaufen müssen, ist die Hemmschwelle solcher Spontaneukäufe geringer. |
ich bin auch für eine Kastrapflicht hier im Forum auch ein "Unfallwurf" schützt vor Strafe nicht.... wenn man keine Ahnung hat, dann sollte man die Finger von den Tieren lassen oder vorher jemanden befragen, der Ahnung hat ich kann gar nicht mehr zählen wie oft ich gehört hab, "ups, hab zwei Kaninchen gekauft, jetzt sind es mehr geworden. Nehmen Sie die" :mad: da krieg ich die schiere Wut ich habe vor 2 Wochen bei jemanden nach Absprache mit meinem Tierheim aus ner Anzeige "Tiere zu verschenken" raus geholt. Ich informiere mich also bevor ich rette, ob ich nen Platz hab. Ich wurde von dem TH darum gebeten die zu holen, sie wurden auf die Anzeige aufmerksam gemacht. Mir wurden neben zwei angeblichen 4 monate alten Häsinnen (natürlich war eins ein Rammler) noch zwei Rammler geschenkt. Der Mann züchtet aus Spaß und verschenkt die Tiere dann. Das kann ja wohl nicht richtig sein. Wenn ich ne Ahnungslose gewesen wäre, hätte ich aus zwei jungen 4 Monate alten schwestern in spätestens 2 monaten mindestens 8 gemacht und hätte zwei jungs in einzelknästen oder zwei die sich gegenseitig in nem Knast die Köpfe einschlagen.... und genauso passieren "Unfallwürfe". Die Leute haben keine Ahnung, aber mal eben günstig an Kaninchen kommen.... und dann sollen wir denen noch das Köpfchen täscheln und sagen haste aber fein gemacht??Das kann es doch wohl nicht sein. Wenn man sich Tiere anschafft, muss man auch damit rechnen das die Geld kosten. Und dann muss man auch in den sauren Apfel beißen und das Geld für die Kastra vorstrecken. Den größten Teil des Geldes kann man sich über eine Schutzgebühr wiederholen und für mich hat das auch nix mit Tierschutz zu tun, als PS nur Weiber und Kastraten raus zu holen und kranke ins Tierheim abzuschieben. und was ist, wenn die Häsin ne Kastra braucht? dann landet sie im Tierheim? Ich finde zwar, jeder sollte im Rahmen seiner Möglichkeiten helfen, aber das ist auch nicht richtig, wenn man das Tier danach verschenkt. Man muss ja das Tier auch einem Tierarzt vorstellen, KP Impfe etc oder wird das auch nicht gemacht? Wahrscheinlich resultieren aus solchen Aktionen die Vorurteile "habe ein krankes beim Tierschutz bekommen". Klar kann man nicht immer die Hände dafür ins Feuer legen. Meine sagen mir auch nicht ob sie was haben, Frauchen muss sowas sehen. Aber eine gewisse Vorsorge kann man treffen, dass man keine kranken vermittelt. und dieses verschenken geht gar nicht. Wer ein tier will, der muss wissen das nix im Leben umsonst ist. Es wiegt nicht mal ansatzweise den Wert des Lebens dieses Tieres auf, was wir dafür verlangen. Es schützt einfach vor unüberlegten anschaffungen! Und wer bereit ist eine schutzgebühr zu bezahlen wird das Tier wohl im Krankheitsfall eher einem Tierarzt vorstellen als jemand der das Tier gratis bekommen hat, hta ja nix gekostet, also kein verlust, weg damit. Das kann es echt nicht sein und wer sich Tiere anschafft, der muss wirklich auch mit Kosten rechnen. Und das Argument, kann mir das nicht leisten... zieht nicht ich habe auch damals als Schülerin, Auszubildene und danach Studentin neben meinen eigenen noch Pflegis gehabt. Das kostet zwar eine Menge, aber wo ein wille ist, da ist auch ein Weg und es gibt immer einen Weg. Und ich habe hier nicht die schönen niedlichen gesunden sitzen die nie was haben, sondern nur schwer kranke. Und trotz finanziellem Engpass momentan schaffe ich es die zu versorgen und einem Tierarzt vorzustellen. Daher finde ich die Ausrede "kann ich mir nicht leisten" ist kein Argument ich bin für die Kastrapflicht. Notfälle kann es zwar geben, da sollte aber die Grenze wie in anderen Foren gezogen werden |
Ist ja schön dass du dich der schwer Kranken annimmst und das finanzieren kannst, ich weiß dass es mehrere solche Leute gibt und find es super. Ich kann es nicht. Ich bin in Frührente und brauche das Geld das ich habe für meine eigenen kranken Tiere. Ich kann ein Vermittlungstier locker mit durchfüttern, wenn es kleine ärztliche Untersuchungen braucht ist das auch noch drin, aber ich kann kein chronisch krankes Tier, wochenlang oder eher monatelang durchpflegen, für diese Tiere findet sich ja vermutlich auch nicht schnell eine Endstelle. Das ist auch der Grund warum ich keine eigenen Kaninchen halte, ich hab nicht die Möglichkeit für ein evtl weiteres chronisch krankes Tier. Und warum sollte ich aufhören dafür zu sorgen dass auch gesunde und niedliche Kaninchen aus den Käfigen rauskommen? Es ist doch völlig egal ob das Tier krank ist oder nicht, ein Kaninchen gehört nicht in den Käfig. Und das mit der "Schutz"gebühr ist absoluter Blödsinn, ein Tier ist dadurch nicht besser "geschützt". Wenn man das Kostenrückholung nennen will von mir aus, das find ich auch akzeptabel wenn vorher in das Tier tierärztlich investiert wurde. Ich persönlich finde es gerade weil ein Tier keinen "Preis" haben sollte umso merkwürdiger wenn man Tiere verkauft,auch wenn man es Schutzgebühr nennt. Ich vermittel meine Kaninchen nicht an den nächst besten, da gehen einige Gespräche voraus wo ich abkläre ob der Platz geeignet ist oder nicht, meist bringe ich die Kaninchen auch persönlich ins neue Zuhause und vergewisser mich einfach dass sie es dort gut haben werden. Leute die Geld in ein artgerechtes Gehege investieren oder mit den Kaninchen in freier Wohnungshaltung zusammen leben, geben in der Regel auch viel Geld beim Tierarzt aus wenn das Tier krank ist, da krieg ich keine Gewissheit dass das jemand macht nur weil ich vorher 20Euro "Schutz"gebühr verlange. Ich steh mit fast allen vermittelten Kaninchen weiter im Kontakt, bekomme immer wieder mal Bilder geschickt und bleibe Ansprechpartner wenn irgendwann mal was sein sollte oder die Tiere sogar wieder weg müssen. Auch so einen Fall hatte ich schon, da habe ich für ein Pärchen ein 2.mal ein Zuhause suchen müssen aber wenigstens ist so sichergestellt dass die Tiere eben nicht mehr im Käfig landen. |
Eine Kostenrückholung, wenn man die Schutzgebühr so nennen will, sollte selbstverständlich sein. Denn ein Kaninchen weiterzuvermitteln, ohne zumindest eine Kotprobe auf Kokzidien, Hefen und Würmer getestet zu haben und das Tier auch kurz für einen Zahncheck einem Tierarzt vorgestellt zu haben (Rundumcheck kann man zwar selbst machen, aber wer hat schon ein Othoskop zuhause?), sollte man meiner Ansicht nach nicht machen. Und schon hat man die 20 Euro zusammen - 10 Euro für die Kotprobe, 10 weitere für die allgemeine Untersuchung. Eigentlich sollte man meiner Meinung nach Kaninchen auch nur geimpft vermitteln, aber da Impfungen hier oft ein sehr kontrovers diskutiertes Thema sind, würde ich das bei der Betrachtung außen vor lassen. Kotprobe ist jedoch ein Muss! Oder das Kaninchen muss mindestens 2 - 3 Wochen lang in Quarantäne. Gerade wenn man ein Tier aus schlechter Haltung herausholt ist die Gefahr, dass es unerwünschte Mitbewohner mitbringt riesig groß. |
Ich finde es auch als Abnehmer selbstverständlich eine Schutzgebühr zu zahlen um die Pflegestelle, Tierheim o.Ä. zu unterstützen. Ein Plus mache ich so oder so. Auch wenn ich jetzt 40€ für einen kastrierten, geimpften Rammler zahle, komme ich weit günstiger weg, als wenn ich ihn selbst kastrieren, erstuntersuchen und impfen lassen muss. Für Tiere, in die ich noch viel Geld stecken muss, weil sie unkastriert, umgeimpft und nicht untersucht ist und aus schlechten Verhältnissen stammen würde ich aber solche Summen nicht zahlen. Da stellt sich dann die Frage wofür der Abgebende das Geld denn haben will, wenn ich das Tier selbst scheinbar keinen Cent wert war. |
Wenn ich ein Tier vom Bauernhof hole lasse ich auch eine Kotprobe untersuchen, ich schleppe aber kein augenscheinlich gesundes Tier zum Tierarzt um für einmal drüber schauen 25Euro zu zahlen. Ich hab seit 20Jahren einen halben Zoo um mich rum und kann glaub ich einschätzen wann sowas nötig wird und wann nicht. Ich persönlich würde auch kein Tier impfen lassen, wenn das die neuen Besitzer anders handhaben möchten können sie das aber gerne tun. Vermittlungskaninchen sind bei mir im Durchschnitt 3-8 Wochen in der Zeit würde ich sicher merken wenn ein Tier gesundheitliche Probleme hat. Und wie schon in einem anderem Thread geschrieben, ich selbst hab aus dem Tierheim "von den richtigen, seriösen Tierschützern" auch schon ein krankes Kaninchen bekommen welches letztendlich mein anderes mit Schnupfen angesteckt hat. Im übrigen ist nicht jedes Tier schlecht gepflegt oder gleich krank nur weil es alleine im Käfig sitzt, ich habe schon sehr gepflegte Tiere übernommen,aber eben aus Käfighaltung. |
Wenn ich "richtige, seriöse Tierschützer" lese, muss ich doch den Kopf schütteln. Die haben nämlich vermutlich genau das gemacht was du auch machst: das Tier sah nicht krank aus, also wurde es keinem Tierarzt vorgestellt. Das - vermutlich seltene - Niesen wurde nicht bemerkt, man ist ja nicht 24 Stunden am Tag um die Tiere herum. So ein Tierheim haben wir hier auch - Ahnung von Kleintieren? Fehlanzeige. Traurig, aber wahr. Nun, jeder hat seine eigene Vorgehensweise. Wenn du meinst, auf diese Art etwas gutes tun zu können, dann möchte ich dir da nicht widersprechen. Nur solltest du der Fairness halber darauf aufmerksam machen dass deine Abgabetiere ungeimpft sind und keiner Kotprobe unterzogen wurden. Übrigens sind 25 Euro nur fürs drüber schauen, ohne Kotprobe, völlig überzogen. Da solltest du mal ein Wörtchen mit deinem TA reden. Und wenn du die Tiere schon nicht "hinschleppen" willst, solltest du doch überlegen ob du nicht statt des Tieres wenigstens eine Kotprobe hinschleppst. Aus welchem Grund ich dieser Meinung bin, möchte ich dir auch gern sagen: Erst vor ein paar Tagen kosteten Kokzidien zwei junge Meerschweinchen das Leben. Schwestern, wenige Wochen alt. Sie waren bis dato unauffällig, völlig putzmunter. Trotzdem waren sie - und die Mutter - infiziert. Sie stammten aus einer Quelle, die auch als Notstation fungierte. Diese Notstation hat auf die Kotprobe verzichtet, weil die Tiere augenscheinlich gesund waren. Wäre die Probe durchgeführt worden, wären die beiden Schweinchenmädels vielleicht heute noch am Leben. Gerade Kokzidien sind ein heikles Thema, bemerkt man sie ist es oft schon 5 vor 12. Und nichts ist ärgerlicher als sich mit einem neuen Tier Kokis einzuschleppen weil man sich darauf verlassen hat dass der Vermittelnde sagt: Das Tier ist augenscheinlich gesund. |
Ja Pech kann man wohl überall haben, ob man aus dem Tierheim holt, vom guten Züchter, der privaten Notstation oder aus dem Zooladen. Und wenn man selbst so große Panik hat sich irgendwas einzuschleppen sollte man sich halt sein Tier von dort holen wo man sicher sein kann das alles untersucht wurde was man untersucht haben will. Wenn mir jemand sagt er hätte gern das Kaninchen aber eben nur geimpft und tierärztlich untersucht ist das kein Problem, "Quarantäne" sitzen sie bei mir ja eh praktisch ab. Und wenn ich einen potentiellen neuen Besitzer gefunden habe ergibt es sich von selbst dass im Gespräch Fragen wie Impfen und Co geklärt werden, ich sage den zukünftigen Besitzern auch genau woher die Tiere stammen,wie sie gelebt haben usw und weil ich das mache bekam ich für den letzten Rammler zb auch schon eine Absage weil die Dame meinte "Notkaninchen" sind alle verhaltensgestört. Echt unglaublich wofür man sich hier rechtfertigen muss, hauptsache man kann irgendwas kritisieren, und wenn man was nicht perfekt nach der Meinung anderer macht sollte man am besten gar nichts machen. Eigentlich hab ich hier nur wieder angefangen zu lesen weil ich eine PN von Marinahexe bekam, aber mein Bedarf ist hier schon wieder gedeckt. Nichts desto trotz werd ich den Link zum Forum weiterhin an alle "Uninformierten" schicken in der Hoffnung dass sich für das ein oder andere Kaninchen etwas verbessert auch wenn es nicht immer gleich so perfekt ist wie es manche User hier erwarten ;) |
Das Problem sind nicht wirklich die Leute, die Panik haben, die sind vorsichtig. Das Problem sind die völlig unbedarften Leute die nicht wissen, worauf sie achten müssen. Und da muss man meiner Ansicht nach als jemand, der Ahnung von der Materie hat, für diese Leute mit denken, sie mit schützen. Für mich ist das eine moralische Verpflichtung dem Übernehmenden gegenüber, vor allem wenn ich weiß oder ahne dass er unbedarft bzw. sehr sorglos ist. Aber dass du dich rechtfertigen musst, ich glaube davon kann keine Rede sein. Dass du das Gefühl hast dich rechtfertigen zu wollen, das geht von dir aus. Dass andere eine andere Meinung oder Sichtweise haben, ist nun einmal normal, du wirst niemals ein Thema finden in dem sich alle einig sind. Bist du nach wie vor der Meinung richtig zu handeln, dann wirst du das auch weiter so handhaben. Für das Forum gelten inzwischen verschärfte Regeln für die Vermittlung, sie sind sorgfältig überlegt worden bevor sie eingeführt wurden, und sie gelten für jeden. Für entsprechende echte Notfälle sind Ausnahmen vorgesehen die von den Mods nach Rücksprache entschieden werden je nach Sachlage. Ich denke das ist enorm fair, dass keine 100-%-Regel aufgestellt wurde, sondern in begründeten Einzelfällen Ausnahmen möglich sind. |
Interessante Diskussion! Zur Kastrapflicht in der Vermittlung ein klares Ja. Ich weiß, daß viele Pflegestellen die Tiere keinem TA vorstellen, solange nichts auffälliges ist. Ich persönlich gehe immer mit jedem Tier zu einer Erstuntersuchung mit Zahnkontrolle und Kotprobe. Das kostet mich schon mal über 40 Euro. Sollte das Tier Milben oder sonstige Parasiten haben (meistens) geht es weiter. Und aus meiner Erfahrung ist der Zahncheck unbedingt notwendig. So viele Tiere mit echt schlimmen Zähnen, die seit Jahren leiden und sich nichts anmerken lassen. Die Männer-Kastra kostet 60 Euro, eine Weiber-Kastra 100 Euro, Zahnkorrekturen (natürlich meist Backenzähne) je nach Schwere zwischen 30 und 80 Euro. Und so läppert sich das zusammen und es ist keine Seltenheit, für ein Tier bis zur vermittlungsfähigkeit und Vermittlung auch mal 500 Euro und mehr gezahlt zu haben. Ich arbeite also vorwiegend, um das alles zu bezahlen. Ich unterstütze aber auch gerne Leute, die Tiere aufnehmen ohne das notwendige Kleingeld. Denn bevor diese weiterhin vor sich hin vegetieren, bin ich froh um jeden Platz. Nicht verstehen kann ich die Leute, die das Elend sehen und sagen, daß sie absolut keinen Platz (in ihrem 150qm-Haus) und kein Geld (im Flohmarkt stehen dann allerdings lauter Gucci und Prada-Sachen) für ein armes Würmchen haben. |
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