Zitat:
Zitat von Minerva
(Beitrag 1189879)
Überraschend nicht. Aber wenn man sich vor Augen führt, wie viele Menschen jedes Jahr an der Grippe erkranken und wie viele daran sterben, ist das echt nicht mehr nachvollziehbar, was da gerade für eine Panik verbreitet wird. | Das ist ein oft wiederholtes Argument, aber leider sehr dumm. Die Grippestämme sind gut bekannt, es gibt sowohl durch die Vorerkrankungen eine gewisse Grundimmunität wie auch einen jährlich angepassten Impfstoff, der die Todesrate gering hält. 17/18 gab es eine falsche Auswahl bei den Stämmen des Impfstoffes und zack waren es 25.000 Tote in Deutschland. In dieser Saison sind es dagegen erst 161 bestätigte Tote bei knapp 2,1 Millionen Erkrankungen (davon gute 100.000 im Labor nachgewisen).
So, nun behalten wir das kurz im Hinterkopf und Vergleichen erstmal die Ansteckungsrate. Grippe liegt bei R0 von 1,3, Corona kann zur Zeit nur geschätzt werden, aber die weltweiten Daten deuten auf 2,2-2,3 hin. Das wäre knapp doppelt so ansteckend, oder doppelt so leicht zu bekommen wie eine Grippe.
Die Sterblichkeit ist natürlich auch noch nicht klar, aber gucken wir doch mal nach Italien 79 Tote durch Corona bisher. Das wären schon mal 49% der deutschen Grippetoten in der Saison 19/20. Bei gerade mal 2505 im Labor nachgewiesenen Fällen.
Muss man persönlich nun Panik schieben? Nö.
Aber die Ämter sollten alles nur mögliche tun, damit sich die Durchseuchung der Bevölkerung möglichst lange hinzieht. Zum einen haben wir dann jetzt nicht so viel Stress auf das Gesamtsystem. Aber vor allem haben wir dann nächsten Winter nicht 5 Millionen Infektionen, sondern vielleicht nur 10.000 oder 20.000. |