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Olga 17.05.2014 07:51

Zitat:

Zitat von Blumenkind (Beitrag 637981)
Wie gesagt Kuhmist. Biobauern dünngen auch so ihren Boden mit Stickstoff.

Da hast du vollkommen recht. Das ist der beste Biostickstoffdünger. Da er pur ist, oft nicht verunreinigt mit Stroh und so weiter.
Das Problem beim Privatanwender ist die Abholung und Ausbringung.
Zumindest stelle ich mir das als Stadtpflanze so vor.
Kuhdung ist ja sehr flüssig, deswegen wird er von Großbauern mit dem Traktor und Spritzanlage ausgebracht.

Es war bei uns schon immer eine Überredungskunst unsere Jugendlichen dazu zubringen Pferdemist auf den LKW zu laden. Wenn ich mir vorstelle ich hätte die zum Kuhmist "schöpfen" geschickt.:D

wollmonster 17.05.2014 10:14

Zitat:

Zitat von Olga (Beitrag 638030)
Das klingt doch gut, du pflegst deinen Komposthaufen gut.
Ich mach das bei mir auf Arbeit nicht, weil ich so ein Haufen zu tun hab, das wir einfach alles auf den Kompost schmeissen wie es gerade kommt. Ich hab mir vor 2 Jahren wenigstens eine Trennung gewünscht, so dass mein Komposthaufen jetzt 4 Fächer hat. Klappt meistens auch ganz gut. Bis auf diese Woche.:cool:

Na ja pflegen ist ein bisschen viel gesagt. Es kommt alles drauf was kompostierbar ist. Am meisten halt der Mist der Tiere. Ich bilde mir ja ein je verschiedener das Kompostgut desto besser. Seit diesem Jahr noch Katzenstreu- mal schaune ob das den Kompost lockerer macht.
Dann halt immer mal gießen und da ich Würmer nicht kaufen möchte sammle ich die halt ab und an ein und bring sie hin.
Ja ne ordentliche Trennung hätte ich auch gern…… Im Moment hab ich ne Sommerstelle und im Winter nen freien Haufen auf dem leeren Beet. Im Frühjahr wird das dann alles wieder umgeschichtet.
Ich kenn da Leute die da noch viel mehr mit dem Kompost schichten und schlichten.

Olga 17.05.2014 10:23

Zitat:

Zitat von wollmonster (Beitrag 638054)
Na ja pflegen ist ein bisschen viel gesagt. Es kommt alles drauf was kompostierbar ist. Am meisten halt der Mist der Tiere. Ich bilde mir ja ein je verschiedener das Kompostgut desto besser. Seit diesem Jahr noch Katzenstreu- mal schaune ob das den Kompost lockerer macht.
Dann halt immer mal gießen und da ich Würmer nicht kaufen möchte sammle ich die halt ab und an ein und bring sie hin.
Ja ne ordentliche Trennung hätte ich auch gern…… Im Moment hab ich ne Sommerstelle und im Winter nen freien Haufen auf dem leeren Beet. Im Frühjahr wird das dann alles wieder umgeschichtet.
Ich kenn da Leute die da noch viel mehr mit dem Kompost schichten und schlichten.

Ich kannte mal jemanden, der hat sämtliche Eierschalen in einer Kaffeemühle gemahlen und auf den Kompost gestreut.:out:
Je gemischter ein Kompost desto besser.

wollmonster 17.05.2014 10:28

Ich kenn auch jemanden( mein Vater) der die auch in der Kaffeemühle klein macht und dann kommen die immer mit zum Bauern für die Hühner. Ich hab ihm auch schon zig mal gesagt das es reicht wenn die grob zerbröselt sind aber der schmeißt die in die Kaffeemühle…

Olga 17.05.2014 10:32

Für die Hühner find ich das ja auch noch mal anders.

Derselbe Bekannte hat jetzt jede Menge grüne Heringe gekauft um sie unter die Tomaten mit einzupflanzen. Hat irgendwo gelesen das das ein super Dünger für Tomaten ist.
Lecker Fisch-Tomaten.:ack2:
Hoffentlich hat er nicht so viele Katzen in seinem Garten.

wollmonster 17.05.2014 10:39

Das mit den Heringen kenn ich auch. Das hat mal so ein Tomatenzüchter in ner Gartensendung gesagt. Das soll super Dünger sein. :yesnod: Als ich das machen wollte haben hier alle gestreikt und wollten die Tomaten dann nicht essen. :willy_nilly: Du hättest die angewiderten Blicke sehen müssen, die dachten wohl:out:

Olga 17.05.2014 10:46

Zitat:

Zitat von wollmonster (Beitrag 638062)
Du hättest die angewiderten Blicke sehen müssen, die dachten wohl:out:

Sorry, aber das gleiche denke ich auch.:rofl:

wollmonster 17.05.2014 10:50

Ja hört sich verrückt an aber getestet hätte ich das schon mal....

Jinro 18.05.2014 14:42

Bezüglich des Stickstoffmangels im Kompost habe ich gerade noch einen Tipp (von meinem Onkel aka hardcore Biogärtner). Wer nicht am Mist oder Jauchen kommt, kann eine Brennesseljauche ansetzen und den Kompost damit gießen. So bekommt man mehr Stickstoff rein.

wollmonster 18.05.2014 14:58

Zitat:

Zitat von Jinro (Beitrag 638436)
Bezüglich des Stickstoffmangels im Kompost habe ich gerade noch einen Tipp (von meinem Onkel aka hardcore Biogärtner). Wer nicht am Mist oder Jauchen kommt, kann eine Brennesseljauche ansetzen und den Kompost damit gießen. So bekommt man mehr Stickstoff rein.

Danke für den Tip!

hasis2011 18.05.2014 16:37

Ist das putzig!

https://www.facebook.com/photo.php?v=694884347236802&set=vb.647240192001218 &type=2&theater

Selkie 18.05.2014 16:52

Haben die TIere denn Partner?

hasis2011 18.05.2014 16:55

Keine Ahnung, sieht man auf dem Video nicht.

Streicher 18.05.2014 17:05

Zitat:

Zitat von Jinro (Beitrag 638436)
Bezüglich des Stickstoffmangels im Kompost habe ich gerade noch einen Tipp (von meinem Onkel aka hardcore Biogärtner). Wer nicht am Mist oder Jauchen kommt, kann eine Brennesseljauche ansetzen und den Kompost damit gießen. So bekommt man mehr Stickstoff rein.

Dann solltest du in hundert Metern Entfernung keinen Nachbarn haben. Das Zeug riecht im wahrsten Sinne des Wortes umwerfend.
Ich habe aus Brennnesseln damals biologisches Pflanzenschutzmittel hergestellt.

wollmonster 18.05.2014 17:33

Zitat:

Zitat von hasis2011 (Beitrag 638488)
Ist das putzig!

https://www.facebook.com/photo.php?v=694884347236802&set=vb.647240192001218 &type=2&theater


Das ist ja süß...

wollmonster 18.05.2014 17:35

8 Grad und es regnet, regnet und regnet.....

Lupine 18.05.2014 17:36

Herrlichster Sonnenschein mit über 20 Grad :p

http://abload.de/img/20140518_110228u3j5y.jpg

Jinro 18.05.2014 19:08

Zitat:

Zitat von Streicher (Beitrag 638495)
Dann solltest du in hundert Metern Entfernung keinen Nachbarn haben. Das Zeug riecht im wahrsten Sinne des Wortes umwerfend.
Ich habe aus Brennnesseln damals biologisches Pflanzenschutzmittel hergestellt.

Was gärt riecht selten nach Rosenwasser.:p

xVannix 18.05.2014 20:37

Wir hatten heute auch perfektes Wetter, war mit den Kaninchen und Hundi im Garten die Sonne genießen. Und grade dann noch mit der Familie im Restaurant der Kleingartenanlagen gleich um die Ecke schön Essen. :)

http://i59.tinypic.com/2pr5we1.jpg

hasis2011 18.05.2014 20:44

Ich war im Nieselregen spazieren und Futter pflücken und bis auf den A.... patschnass. :rolleyes:

gerti 18.05.2014 20:48

Bei uns war es Ar...kalt und bedeckt. Haben uns den Ar... auf einer Erstkommunionfeier abgefroren....Jetzt am Abend kommt die Sonne raus!

Lupine 18.05.2014 20:51

Ich mach euch noch bisschen neidisch :D Nicht nur wir haben das tolle Wetter genossen:

http://abload.de/img/20140518_105636rtuxq.jpg

wollmonster 18.05.2014 20:57

Ihr seit gemein.. ich sitz hier hab den ganzen Tag Regen alles ist patschnass und Frida sitzt im Regen...

wollmonster 18.05.2014 20:58

Zitat:

Zitat von Jinro (Beitrag 638524)
Was gärt riecht selten nach Rosenwasser.:p

Mit Gesteinsmehl kann man den Geruch mindern....

xVannix 18.05.2014 21:17

Ach wenn wir schon noch dabei sind. Ich bin sooo gerne draußen. :3

http://i59.tinypic.com/14c9wer.jpg

http://i58.tinypic.com/b4z1qq.jpg

http://i61.tinypic.com/mwxieu.jpg

http://i61.tinypic.com/244u0bc.jpg

Lupine 18.05.2014 21:18

Gleich kriegen wir Haue :willy_nilly: :rofl:

SilversWacht 18.05.2014 21:19

Wow.
Wie viel Wissenschaft doch hinter so nem Kompost steht. :cool:

Ich hab mir jetzt, dank meinen neunen einen Stroh/Heu Kompost angelegt... aber wirklich beschäftigt hab ich mich mit dem Thema nicht. Mehr nach dem Thema "Lass mal machen, das wird da schon..."

Sollte mich da morgen nochmal drum kümmern. :rolleyes:

Jinro 18.05.2014 22:37

Zitat:

Zitat von wollmonster (Beitrag 638575)
Mit Gesteinsmehl kann man den Geruch mindern....

Wenn man es erstmal über den Kompost gegossen hat ist der Geruch kein Thema mehr. Aber damit man es mit Mist vergleichen kann, sollte man die Brühe am besten in einem Eimer mit festem Deckel so 3-4 Wochen komplett durchgären lassen. Also nur Brennnessel und Wasser + Deckel drauf. Und das kann Nachbarn gelegentlich schon ein wenig stören. ;)

wollmonster 18.05.2014 22:54

Ja und um den Geruch zu mindern kommt in den Ansatz noch Gesteinsmehl mit rein. Hab ich erst vor ein paar Tagen in meinem Gartenkalender gelesen...

EmsFan ♥ 18.05.2014 23:20

Unglaublich, wie unterschiedlich die Wetterlage ist.

Ich bin im T-Shirt mit dem Rad gefahren.

Jinro 18.05.2014 23:32

Zitat:

Zitat von wollmonster (Beitrag 638618)
Ja und um den Geruch zu mindern kommt in den Ansatz noch Gesteinsmehl mit rein. Hab ich erst vor ein paar Tagen in meinem Gartenkalender gelesen...

Und das ändert dann die chemische Zusammensetzung nicht? Frag nur, weil Geruch ja eigentlich nichts anders ist als Moleküle, die dann irgendworan gebunden werden.

wollmonster 18.05.2014 23:39

Das kann ich dir nicht sagen.. da muß ich noch mal nach lesen.

Selkie 19.05.2014 14:43

Zitat:

Zitat von EmsFan ♥ (Beitrag 638622)
Unglaublich, wie unterschiedlich die Wetterlage ist.

Ich bin im T-Shirt mit dem Rad gefahren.

Hier ist auch strahlender Sonnenschein und richtig angenehm Warm. Crusty liegt grad ausgestreckt in dem flecken Sonne der das gehege erreicht und genießt es sichtlich. Ich trau mich gar nicht den staubsauger gleich anzumachen und ihn damit zu stören :eek:


Hat gestern einer von euch Günter Jauch geguckt? Da ging es um Inklusion. Ich fand die Diskusion ganz interessant.
Wobei ich die Forderung einer Mutter ihr Kind mit Down-Syndrom aufs Gymnasium zu schicken, obwohl er da niemals mit dem Stoff mitkommen wird überhaupt nicht nachvollziehen konnte...

Lupine 19.05.2014 15:04

Ich habe es nicht gesehen, kenne aber den Fall bereits aus der Tagespresse.

Mir stellt sich folgende Frage: Wie ist das dann mit den Kindern, die eigentlich das Gymnasium verlassen sollten oder müssten weil sie beim Lernstoff nicht mitkommen? Ich meine die Kinder, die nicht behindert sind. Erlaubt man einem Kind mit einer Behinderung den Besuch einer solchen Schule, bei dem abzusehen ist dass es dem Lernstoff nicht folgen kann, dann dürfte man auch keines der anderen Kinder dieser Schulform verweisen weil es den Anforderungen nicht gerecht wird. Und dann? Schaffen wir doch das Schulsystem komplett ab bis auf die Gesamtschulen, vereinfachen die dann auf einen einzigen Lernzug und nennen sie Gymnasium. Unterrichten die Kinder unabhängig vom Leistungsstand alle gemeinsam, überfordern damit möglicherweise die lernschwächeren, unterfordern die lernstärkeren drastisch...

Die Eltern dieses Kindes sollten sich mal klar machen, dass Gymnasium nicht mit Grundschule vergleichbar ist. Insbesondere heute nicht. G8 ist nicht lustig, absolut nicht. Das ist kein Vergleich zu früher, kein Vergleich meiner Gymnasialzeit mit der meiner Tochter. Heute herrscht Leistungsdruck - teils wirklich gnadenlos, je nach Lehrer. Wollen sie ihren Jungen wirklich diesem Druck aussetzen? Es ist doch vorhersehbar dass er dem Stoff schon bald nicht mehr folgen können wird, und die Freundschaften könnten sich pubertätsbedingt schneller erledigen als den Eltern das jetzt so vorschwebt.

Warum geben sie den Jungen nicht auf eine Gesamtschule? Dort kann man in Ruhe schauen, was er in welchem Bereich leisten kann. Dort muss er nicht scheitern, sondern kann besser seinen Stärken und Schwächen entsprechend gefördert werden. Und hat damit die Chance die er auf dem Gymnasium nicht hätte - nämlich einen Abschluss zu erreichen. Wie die anderen auch, dazuzugehören.

TanjaZ 19.05.2014 15:18

Ich hab das auch gesehen. Die Begründung warum die Mutter das gerne so für ihren Sohn möchte, kam aber nicht wirklich rüber. Außer halt der Grund, dass viele Klassenkameraden eben aufs Gymnasium gehen. Viele...aber nicht alle! Ich habe da eher die Vermutung, dass es hier eher um den Willen der Mutter, als um den Willen des Sohnes geht..

Selkie 19.05.2014 16:11

Lupine duhast genau das was ich darüber denke perfekt in Worte gefasst. Ich mein meine Mutter durfte früher auch nur zwischen Haupt- und Gesamtschule für mich wählen. Da meine Noten und meine Bewertung von der Klassenlehrerin so ausgefallen ist. Und ich finde nicht dass mit das sehr geschadet hat. Meine Mutter hätte mich halt auf die Gesamt schicken sollen wäre hinterher einfacher gewesen. Aber an der Hauptschule bin ich nun auch nicht gestorben. Im gegenteil: Ich hatte da sogar sehr viel spaß, weil ich plötzlich gute noten hatte. Und dann auch noch das gefördert wurde weswegen ich überhaupt auf der Hauptschule gelandet bin: Rechtschreibung.

Ich weiß dass es nicht üblich ist, dass Hauptschüler den Weg gehen den ich hinterher eingeschlagen habe. Aber es muss ja auch nicht immer Abi sein. Ich habe vor meinen Klassenkammeraden (insbesondere denen die eher schlecht waren) die eine Ausbildung gemacht haben höchsten respekt.

Ich empfand gestern diese Mutter ehrlich gesagt als sehr unsympatisch und ich hatte nicht das Gefühl dass es ihr um das Wohl des Kindes geht sondern einfach ums Prinzip. Aber ich halte es für völlig Falsch ein Kind in eine Schule zu stecken welche in keiner Weise zum Kind passt.

Irgendjemand gestern in der Diskusion sagte: "Wenn ich ein körperliches Handykap habe geh ich doch auch nicht auf eine Sportschule" und ich fand den vergleich recht passend.


Was mich allerdings sehr gestört hatte war dass Körperliche Behinderung mit Geisiger gleichgesetzt wurde. Ich finde nicht dass man eine Schule nun ein Treppenlift für einen MS Kranken schüler einbaut mit dem Wunsch einer Mutter ihr Kind welches eher auf dem stand eines 7 Jährigen ist (wenn ich da richtig informiert bin) aufs Gymnasium zu schicken.

Lupine 19.05.2014 17:00

Das ist genau der Punkt, an dem Inklusion problematisch wird.

Es ist kein Problem für einen körperlich behinderten Schüler mit entsprechenden Fähigkeiten im geistigen Bereich, dem normalen Unterricht zu folgen. Ich zähle dazu alle Arten körperlicher Behinderung, Lähmungen und Spastiken ebenso wie Blindheit oder Schwerhörigkeit. Sowas kann man mit geeigneten technischen Mitteln und mit zusätzlichem Personal prima ausgleichen, um dem Schüler die Ausbildung an einer Regelschule zu ermöglichen die seinem Potenzial entspricht.

Bei den geistigen oder kombinierten Behinderungen muss ich doch aber wie bei jedem gesunden Kind auch schauen, was es zu leisten vermag! Es bringt doch dem Kind nichts, immer wieder zu sehen: das kann ich nicht, das verstehe ich nicht. Das frustriert doch.

Das Hauptproblem ist, dass Eltern sich die Schule wieder frei aussuchen dürfen. Das ist nicht allein ein Problem der Inklusion, es wird auch wieder verstärkt gesunde Schüler geben die ohne die entsprechende Eignung auf einem Gymnasium angemeldet werden, weil die Eltern unbedingt eine Gymnasialbildung wollen. Und der größte Teil dieser Schüler wird leider die Erfahrung machen müssen, dass das keine allzu gute Idee war.

Andererseits war die Bindung an die Empfehlung für uns auch ein Problem. Unsere Tochter zeigte in der Grundschule - nicht zuletzt wegen der völlig undisziplinierten Klasse - Konzentrationsstörungen und wir mussten um die Empfehlung bangen. Zum Glück lief alles glatt, und sie kommt auf dem Gymnasium gut zurecht, das Gefühl des Ausgeliefertseins an den Grundschullehrer ist mir aber noch gut in Erinnerung, es war keine schöne Erfahrung. Aber es ist Stress, und manchmal frage sogar ich mich - mit einem gesunden Kind was durchschnittliche bis gute Schulnoten heimbringt - warum wir ihr das antun, und ob wir nicht besser einen anderen Weg für sie gewählt hätten.

Man sollte vielleicht Eltern, die sich über die Empfehlung für eine Schulform hinwegsetzen dazu verdonnern, mal 4 Wochen wieder zur Schule zu gehen, und zwar an der Schule an der sie ihr Kind anmelden wollen. Das würde manch einen ziemlich kurieren schätze ich.

SilversWacht 19.05.2014 17:07

Ich hab so Diskussionen schon öfters mitbekommen.

Mein Neffe geht auf eine Förderschule und wir sind auch alle sehr froh, dass es diese Schulform gibt. Meine Schwester erzählt oft, dass sie bei den Elternabenden den Eltern zuhört, wie die davon schwärmen, dass ihre Kinder auf "höhere" Schulen wecheln sollen.
Sie kann darüber immer nur den Kopf schütteln (sie kennt ja auch die betroffenen Kindern und das sind oft welche, die auf der Förderschule wunderbar aufgehoben und versorgt werden...)

Auch vor 5 Jahren hatte ich das auf einer anderen Förderschule miterlebt... wir hatten da einen Schüler, der eigentlich auf einer anderen Schule besser aufgehoben wäre. Er war super lieb, hatte aber eine geistige Behinderung, daher konnte er dem Stoff absolut nicht folgen. Aber die Eltern ... haben das absolut nicht eingesehen.

Nicht alle Entscheidungen, die man als Lehrer/Eltern trifft, sind richtig. Ich persönlich empfinde das deutsche Schulsystem als sehr Fehlerhaft. Schon nach der 4. Klasse zu entscheiden, wie ein Kind weitergefördert werden soll, ist meiner Meinung nach, viel zu früh.
Ich war bis zur 6. Klasse totaler Durchschniss... in deutsch sogar noch weit drunter, daher auch immer schön auf der Hauptschule. Mit Anfang der 7. Klasse gings dann mit dem 1er Durchschnitt los... (wie aus dem Nichts!) und ich wurde auf den Mittlere Reife Zweig der Hauptschule geschickt.

Interessanterweise traf ich in der 9. Klasse dann wieder einen Haufen an Schülern an, die in der 4. Klasse aufs Gymnasium gingen... oder dann in der 5/6 auf die Realschule wechselten... und die waren dann alle in der Hauptschule und zwar im Jahrgang unter mir! :willy_nilly: Das waren vorne Weg 4 Schüler!

Eine gute Bekannte von mir ist nach der 5. von der Hautpschule aufs Gymnasium gewechselt, weil sie einfach so gut war in der Schule. Hatte das 5. Jahr dort nochmal wiederholen müssen und ist Angestellte einer Bank.

In der Zeit, als ich Fachabitur machte... traf ich auch einen Haufen "Ex-Gymnasiasten" an, bei denen man am liebsten aus lauter Blödheit mit dem Kopf durch die Wand gegangen wäre...

Hab das Fachabi dann nach 2 Monaten auch hingeschmissen, da ich endlich eine Ausbildungsstelle in meiner Wunschberuf bekam, in dem ich heute noch voll aufgehe.

Bildungswege sind eine sehr ernste Sache. Man kann froh sein, wenn man überhaupt einen Abschluss kriegt. Daher versteh ich auch Eltern nicht, die auf Grund von Ansehen ihre Kinder in die höhren Bildungswege reinbringen wollen.
Andererseits gibt es halt noch die Meinung: Je hochraniger die schulische Ausbildung, desto besser der Beruf, desto besser der Verdienst.

Aber auch als Hauptschüler mit guten Noten kann man großartige Arbeitsstellen finden. :hand:


Wobei ich momentan auch wirklich darüber nachdenke, ob ich mit meinen Gesellen nicht ein Fachstudiem belege... oder nochmal Abitur nachhole...
Ein Biologie und ein Chemie Studium würden mich sehr interessieren! Und Mathematik würde ich auch zu gerne belegen.
Aber meine jetzige Arbeit würd ich ungern aufgeben... und ich wüsste auch nicht, was ich mit dem studierten Wissen machen sollte. :confused:

Ich war mal am Überlegen, ob ich nicht als Berufsschulkraft für Schädlingsbekämpfung arbeite. Aber da die einzigsten Schulen in Gelsenkirchen und Berling sind... Nein... ich wollte eigentlich am Untermain bleiben!

Man möge ja meinen, die jungen Leute in einer Berufsschulklasse wären alle interessiert daran, was im Unterricht ab geht. Aber neeeein. Was unser Berufsschullehrer da schon für Geschichten erzählte...


Hier ist so heiß... Beim Wiese sammeln hat die Sonne richtig runtergeknallt ... und kein Schatten am Wegrand!

Dafür hat unser Musikverein seinen Haselnussbaum entfernt. Haselnusszweige, so viel man tragen kann! Großartig! :D

Selkie 19.05.2014 17:07

Zitat:

Das Hauptproblem ist, dass Eltern sich die Schule wieder frei aussuchen dürfen. Das ist nicht allein ein Problem der Inklusion, es wird auch wieder verstärkt gesunde Schüler geben die ohne die entsprechende Eignung auf einem Gymnasium angemeldet werden, weil die Eltern unbedingt eine Gymnasialbildung wollen. Und der größte Teil dieser Schüler wird leider die Erfahrung machen müssen, dass das keine allzu gute Idee war.
Das die nicht (mehr) verbindlich ist wusste ich gar nicht.

Meine Mutter hat mir mal erzählt, dass ich die Hauptschulbewertung bekommen habe weil meine Lehrerin wollte dass ich auf ein Nonneninternat komme (war recht Schüchtern) und meine Mutter das abgelehnt hat. Allerdings muss ich schon sagen, dass meine GS Noten nicht grad gut waren. Ich denke die Haupt war schon gerechtfertigt.

Ich denke egal ob behindert oder nicht, man sollte immer die Schulform finden die zum Kind passt. Alles andere ist wie du sagst einfach nur deprimierend für das Kind. Ob nun aufgrund von unterforderung oder überforderung.

Jinro 19.05.2014 17:22

Ich hab das Gefühl das Thema kam bei Jauch zu kurz. In BW gibt es Modellbezirke, in denen auf Grundschulniveau Inklusion erprobt wird. Der betreffende Junge war auf so einer Modellschule und er war dort nicht der einzige. Unter zusätzlicher Betreuung durch einen Sozialpädagogen waren dort körperlich, geistig und und unbehinderte Kinder zusammen in der Schule, über die volle Distanz.

Zusätzlich will BW diesen Inklusionsanspruch eigentlich ab nächsten Jahr für alle Schulformen gesetzlich festschreiben. Man konnte sich nur noch nicht mit den Kommunen darauf einigen, wer den Spaß bezahlen soll.

Was die Mutter jetzt möchte ist eigentlich nichts weiteres, als den gesetzlichen Anspruch schon jetzt bekommen. Ihr Sohn soll zusammen mit anderen Kindern des Modellversuchs auf eine weiterführende Schule. Dummerweise will ihn weder das Gymnasium, noch die Realschule im Ort. Damit ist das Angebot an Regelschulen ausgeschöpft. Und da ist auch das eigentliche Problem: Eltern in BW können die Schulart nicht beeinflussen, nur ob es eine Regel- oder Sonderschule sein soll. Werfen einen alle Regelschulen raus, dann bleibt nur die Sonderschule übrig.

Da das Regelschulsystem absolut nicht auf sozialen Zusammenhalt oder Freundschaften ausgelegt ist, damit einer zieldifferenten Inklusion per se entgegen steht hat der Junge also eigentlich keine Wahl, obwohl er ein Anrecht auf Teilhabe hat - wie der Gesetzgeber so schön sagt.


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