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Sonne1680 03.04.2020 08:24

Zitat:

Zitat von Dar89 (Beitrag 1197589)
Das kommt darauf an in welchem Bundesland du wohnst. Das Schulministerium in NRW schreibt z.B., dass auch die Lerninhalte zuhause nachher in einer Arbeit überprüft werden dürfen.
In Niedersachsen ist das z.b. ganz anders, hier ist das Erteilen von Unterricht untersagt und die Lehrer dürfen nicht voraussetzen, dass die Schüler die Aufgaben machen. Es gibt natürlich trotzdem Aufgaben. Aber hier geht es nach dem Prinzip der Gleichheit.

Wie auch immer, das hört sich echt nicht gut an Sonne. Hast du Kontakt zu anderen Eltern? Und könnt ihr euch da nicht zusammen tun, oder dem/der ElternsprecherIN Bescheid geben?

Es wäre zu schaffen gewesen. Daher ist alles gut. Großsonne hat es sich ja selbst zuzuschreiben, dass sie nicht fertig ist. Wenn sie jeden pubertär ausdiskutieren, wann sie wie und wo was macht, ist das ihr Pech.
Mittelsonne hat super gearbeitet und hat Mittwoch mal gar nichts gemacht, weil ich da nach Großsonne auch keine Lust hatte. Da wäre jetzt sonst auch nur noch die Buchpräsentation übrig. Dann muss sie noch ein bisschen Einmaleins üben und gut ist. Für die Buchpräsentation können die Kinder selber ein Bich wählen und da sie halt nur solche Art von Büchern liest, fiel die Wahl auf ein Buch aus der Reihe „Das magische Baumhaus“.

Honeymouse 03.04.2020 08:25

Das magische Baumhaus ist abet eine schöne Wahl :thumbsup:

Rolle_Rolle 03.04.2020 08:25

Zitat:

Zitat von Honeymouse (Beitrag 1197584)
Die Lehrer dürfen den Kram weder bewerten noch einfach so in Tests/Klausuren abfragen, soweit ich das weiß.
Hat jemand mal rückgemeldet, dass das zu viel ist?

Das habe ich Töchterlein schon eingebläut. Sollte das so kommen, werde ich dagegen vorgehen.
Ob die Kinder schon Rückmeldung gegeben haben, kann ich nicht sagen, Werde Töchterlein aber dahingehend auch noch mehr sensibilisieren. Sie sind alle 15 Jahre und können langsam lernen, mal den Mund aufzumachen. Wenn sie von uns was haben wollen, haben sie auch keine Scheu. :rolleyes:

Honeymouse 03.04.2020 08:28

Da das ja Ländersache ist, solltet ihr da nochmal nachlesen, wie das bei euch ist :rolleyes:

Dar89 03.04.2020 08:32

Das magische Baumhaus hat mein Sohn auch verschlungen:thumbsup: auch so in der 2. Klasse, die gab es hier in der Bibliothek, das war praktisch.
Seine Klasse hat auch ein Buch gelesen und er war ganz aufgeregt, weil er ja gerne ließt, dann war das was sie lesen sollten aber nur so ein Bilderbuch und er war enttäuscht.

Oh je, das glaube ich, dass das nicht einfach ist mit einem Pubertier. Falls es nach den Ferien noch nicht weiter geht mit der Schule, sollte sie sich einen Tagesplan schreiben, dann diskutiert sie eben nur mit sich selber:rofl: ...ist wahrscheinlich trotzdem nicht so einfach.

Rolle_Rolle 03.04.2020 08:37

Zitat:

Zitat von Honeymouse (Beitrag 1197599)
Da das ja Ländersache ist, solltet ihr da nochmal nachlesen, wie das bei euch ist :rolleyes:

Ehrlich gesagt ist es mir egal, wie das ländertechnisch geregelt ist. Sonst könnte man auch sagen, dass der Lehrerberuf abgeschafft wird und die Kinder zukünftig alles selber lernen. Den Berufsstand Lehrer gibt es ja nicht ohne Grund und ebenso die Schulpflicht. Vor dieser Krise wurden Eltern, die ihre Kinder zu Hause unterrichten wollen im schlimmsten Fall sogar ins Gefängnis gesteckt. Ich kann und will die Aufgabe eines Lehrers nicht übernehmen, auch wenn ich mein Kind bei Problemen natürlich weiterhin unterstütze. Und mein Kind auch nicht. Geschweige denn die anderen aus ihrer Klasse.

Sonne1680 03.04.2020 08:43

Zitat:

Zitat von Honeymouse (Beitrag 1197595)
Das magische Baumhaus ist abet eine schöne Wahl :thumbsup:

Ist es auch, keine Frage. Sie gibt sich halt schon lange nicht mehr mit den Büchern ab, die die Lehrer für ihr Alter empfehlen. Sie muss ihrer Lehrer auch hin und wieder vorlesen und die staunt dann immer nur. Nur für eine Buchpräsentation mit Plakat und Vortrag usw. wäre ein kürzeres Buch vielleicht doch geschickter gewesen.

Dar89 03.04.2020 08:45

Ich denke dort, wo es vorausgesetzt wird, dass die Kinder den zugeschickten Lernstoff durchnehmen, muss auch immer der Lehrer für Fragen zur Verfügung stehen und nicht eine Gruppe von Gleichaltrigen.

Rolle_Rolle 03.04.2020 08:49

Zitat:

Zitat von Sonne1680 (Beitrag 1197594)
Da wäre jetzt sonst auch nur noch die Buchpräsentation übrig.

Da scheinen die Bundesländer dann doch nicht ganz so unterschiedlich zu sein. Sohnemann muss auch eine Buchvorstellung machen. Leider liest er selten freiwillig bzw. nur, wenn ich mitlese (1 Seite ich, 1 Seite er). "Das magische Baumhaus" hat Töchterlein auch verschlungen. Sohnemann mag da mehr die "Drachenmeister". Da sind wir jetzt bei Band 7.
Als Buchvorstellung hat er aber "Du spinnst wohl". Das habe ich ihm in der Adventszeit vorgelesen und ist auch ein tolles Buch.

Sonne1680 03.04.2020 08:51

Zitat:

Zitat von Dar89 (Beitrag 1197604)
Das magische Baumhaus hat mein Sohn auch verschlungen:thumbsup: auch so in der 2. Klasse, die gab es hier in der Bibliothek, das war praktisch.
Seine Klasse hat auch ein Buch gelesen und er war ganz aufgeregt, weil er ja gerne ließt, dann war das was sie lesen sollten aber nur so ein Bilderbuch und er war enttäuscht.

Oh je, das glaube ich, dass das nicht einfach ist mit einem Pubertier. Falls es nach den Ferien noch nicht weiter geht mit der Schule, sollte sie sich einen Tagesplan schreiben, dann diskutiert sie eben nur mit sich selber:rofl: ...ist wahrscheinlich trotzdem nicht so einfach.


Hier war die Schullektüre auch nicht so der Knaller. Mittelsonne bekam eine Sonderaufgabe in Form von Lektüre und einem Lesebegleitheft. Sie hat es brav bearbeitet, aber so ein Buch hätte sie zu Hause freiwillig nicht mehr in die Hand genommen. Da waren auf jeder Seite 2 Bilder mit je 2-3 Sätzen darunter. Nur wo setzt man gerade in unserer Schulform da die Norm? Die sind ja alle so unterschiedlich entwickelt und weit im Lernen.

Dar89 03.04.2020 08:51

Zitat:

Zitat von Sonne1680 (Beitrag 1197608)
Ist es auch, keine Frage. Sie gibt sich halt schon lange nicht mehr mit den Büchern ab, die die Lehrer für ihr Alter empfehlen. Sie muss ihrer Lehrer auch hin und wieder vorlesen und die staunt dann immer nur. Nur für eine Buchpräsentation mit Plakat und Vortrag usw. wäre ein kürzeres Buch vielleicht doch geschickter gewesen.

In der Klasse meines Sohnes gab es gerade so Ende der ersten und in der zweiten Klasse so große Unterschiede was das Lesen angeht.
Es gab Kinder, die haben Bücher verschlungen und dann gab es die Kinder, denen das Lesen noch schwer gefallen ist. Und wenn du dann so ein Kind hast, welches sich in der 2. Klasse schon quer durch die Kinderbibliothek gelesen hat, muss man erfinderisch werden, um entweder die Motivation hoch zu halten oder es macht dann die Präsentation über das dicke Buch.

crazy curry 03.04.2020 09:00

Zitat:

Zitat von Dar89 (Beitrag 1197589)
Das kommt darauf an in welchem Bundesland du wohnst. Das Schulministerium in NRW schreibt z.B., dass auch die Lerninhalte zuhause nachher in einer Arbeit überprüft werden dürfen.
In Niedersachsen ist das z.b. ganz anders, hier ist das Erteilen von Unterricht untersagt und die Lehrer dürfen nicht voraussetzen, dass die Schüler die Aufgaben machen. Es gibt natürlich trotzdem Aufgaben. Aber hier geht es nach dem Prinzip der Gleichheit.

Wie auch immer, das hört sich echt nicht gut an Sonne. Hast du Kontakt zu anderen Eltern? Und könnt ihr euch da nicht zusammen tun, oder dem/der ElternsprecherIN Bescheid geben?

Stimmt, weder mein Neffe noch meine Nichte haben Aufgaben bekommen, NDS. Mein Schwager hat ihnen eine App runtergeladen und danach machen sie täglich was.
Das Schuljahr ist eh gelaufen, da werden dann wohl die Noten vom Halbjahr hergenommen werden.
Ich denke nicht, das die Kids vor den Sommerferien noch mal zur Schule gehen. Wenn man China zugrunde legt, die nun nach 3 Monaten durch sind, haben wir noch bisschen was an Zeit vor uns.

Honeymouse 03.04.2020 09:01

Zitat:

Zitat von Sonne1680 (Beitrag 1197611)
Hier war die Schullektüre auch nicht so der Knaller. Mittelsonne bekam eine Sonderaufgabe in Form von Lektüre und einem Lesebegleitheft. Sie hat es brav bearbeitet, aber so ein Buch hätte sie zu Hause freiwillig nicht mehr in die Hand genommen. Da waren auf jeder Seite 2 Bilder mit je 2-3 Sätzen darunter. Nur wo setzt man gerade in unserer Schulform da die Norm? Die sind ja alle so unterschiedlich entwickelt und weit im Lernen.

Naja, gerade in den unteren Stufen musst du erstmal die einfangen, die auf niedeigem Niveau stehen.

Zitat:

Zitat von Rolle_Rolle (Beitrag 1197606)
Ehrlich gesagt ist es mir egal, wie das ländertechnisch geregelt ist. Sonst könnte man auch sagen, dass der Lehrerberuf abgeschafft wird und die Kinder zukünftig alles selber lernen. Den Berufsstand Lehrer gibt es ja nicht ohne Grund und ebenso die Schulpflicht. Vor dieser Krise wurden Eltern, die ihre Kinder zu Hause unterrichten wollen im schlimmsten Fall sogar ins Gefängnis gesteckt. Ich kann und will die Aufgabe eines Lehrers nicht übernehmen, auch wenn ich mein Kind bei Problemen natürlich weiterhin unterstütze. Und mein Kind auch nicht. Geschweige denn die anderen aus ihrer Klasse.

Aber wenn es wie in NRW ist, wirst du da rechtlich kaum gegen vorgehen können. Das meinte ich.

Sonne1680 03.04.2020 09:06

Zitat:

Zitat von Honeymouse (Beitrag 1197614)
Naja, gerade in den unteren Stufen musst du erstmal die einfangen, die auf niedeigem Niveau stehen.

Die bekommen hier teilweise andere Materialien oder werden zurückgestuft oder werden gefördert oder gehören keinem Schuljahr richtig an und hängen dazwischen.

Dar89 03.04.2020 09:08

Zitat:

Zitat von Sonne1680 (Beitrag 1197611)
Hier war die Schullektüre auch nicht so der Knaller. Mittelsonne bekam eine Sonderaufgabe in Form von Lektüre und einem Lesebegleitheft. Sie hat es brav bearbeitet, aber so ein Buch hätte sie zu Hause freiwillig nicht mehr in die Hand genommen. Da waren auf jeder Seite 2 Bilder mit je 2-3 Sätzen darunter. Nur wo setzt man gerade in unserer Schulform da die Norm? Die sind ja alle so unterschiedlich entwickelt und weit im Lernen.

Das ist echt verrückt. Ich könnte das 1:1 so übernehmen und dir schreiben:rofl:
Ja, ich habe keine Ahnung wo man da die Norm setzt:D ich glaube aber, dass die Lehrer gerade in der Grundschule einiges zu tun haben, wenn sie alle Kinder ansprechen wollen und auch wollen, dass alle motiviert sind.

@crazy curry,
Und auch in NDS ist es wieder unterschiedlich, mein Sohn hat z.b. noch bevor die Schule geschlossen wurde Wochenpläne mit Aufgaben bekommen. Später kam dann eine Mail von der Schulleitung, dass es freiwillig ist. Aber gemacht haben es die meisten Kinder in der Klasse schon.

Edit: aber ich stimme dir zu, ich glaube auch nicht, dass vor den Sommerferien nochmal Schule sein wird. Das wäre allerdings schade, denn nach den Sommerferien kommt mein Sohn auf die weiterführende Schule.

Honeymouse 03.04.2020 09:08

Zitat:

Zitat von Sonne1680 (Beitrag 1197615)
Die bekommen hier teilweise andere Materialien oder werden zurückgestuft oder werden gefördert oder gehören keinem Schuljahr richtig an und hängen dazwischen.

Ach, ihr habt ja Jahrgangsübergreifende Klassen, oder?

Sonne1680 03.04.2020 09:16

Zitat:

Zitat von Honeymouse (Beitrag 1197618)
Ach, ihr habt ja Jahrgangsübergreifende Klassen, oder?

Genau, das macht es normal ja sogar einfacher, weil keiner ausgebremst werden muss oder unter extremen Druck mitgezogen werden muss.

dangerschaf 03.04.2020 09:20

Der Vergleich von Eltern, die ihre Kinder abseits von Curriculum und Bildungsstandards unterrichten wollen und Eltern, die derzeit ihre Kinder zu Hause betreuen bei von Schule gestellten Aufgaben hinkt aber gewaltig..
Sicher gibt es Lehrer, die sich derzeit zu wenig Gedanken machen, aber das sind die, die sich auch sonst keine Gedanken machen.
Aus meiner Sicht: ich stelle das erste Mal solche Aufgaben. Es macht deutlich mehr Arbeit so etwas zu planen, wenn die Stunden dazu wegfallen. Und es macht unglaublich viel mehr Arbeit, die eingereichten Aufgaben durchzusehen und jedem Schüler Rückmeldung zu geben, als sie einfach in der Klasse zu vergleichen.
Die Möglichkeiten sind auf die Entfernung einfach verdammt beschränkt und das ist umso schwieriger je jünger die Kinder sind.

Honeymouse 03.04.2020 09:25

Zitat:

Zitat von Sonne1680 (Beitrag 1197620)
Genau, das macht es normal ja sogar einfacher, weil keiner ausgebremst werden muss oder unter extremen Druck mitgezogen werden muss.

Ich würde sie einfach das Baumhaus lesen lassen, wenn sie mag. Solang es da keine Vorgaben gibt.

Sindarina 03.04.2020 09:56

Zitat:

Zitat von Dar89 (Beitrag 1197617)
@crazy curry,
Und auch in NDS ist es wieder unterschiedlich, mein Sohn hat z.b. noch bevor die Schule geschlossen wurde Wochenpläne mit Aufgaben bekommen. Später kam dann eine Mail von der Schulleitung, dass es freiwillig ist. Aber gemacht haben es die meisten Kinder in der Klasse schon.

In NDS ist es nicht immer freiwillig, auch wenn im Erlass steht, dass die Schule sowie der Unterricht komplett entfällt und es keine Ersatzleistungen gibt. Von meinen 28 Therapie-Kindern haben 27 mehr zu tun bekommen, als an einem normalen Schultag. Dabei ist es egal, ob sie die Grundschule oder das Gymnasium besuchen, in der Stadt oder der Region wohnen. Teilweise gab es für die Aufgaben genaue Fristen, bis wann die Ergebnisse an den Lehrer verschickt werden müssen.

So hatte ich am Mittwoch eine NOT-Online-Lerntherapiestunde: Denn das ein 5. Klässler mit Lesekompetenz eines 3. Klässlers all das Schaffen soll, ist unmöglich!

Meine große Sorge gilt wirklich meinen Kindern mit Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten oder Rechenschwäche...Die haben es so schon teils richtig schwer, aber nun. Doch wenn es auch nach den Ferien so weitergeht und das Schuljahr nicht offiziell beendet wird, dann muss ich Kontakt zu den Lehrern aufnehmen..der Nachteilsausgleich muss dann angepasst werden!

BTW: Guten Morgen! :Yawn:

Murgels 03.04.2020 09:57

Zitat:

Zitat von janh (Beitrag 1197558)
Meine Lymphknoten nehmen langsam wieder ihre normale Form an :smile:

Weiterhin gute Besserung!

Teekannenloser 03.04.2020 10:07

Ich kann beide Seiten gut verstehen: Die Eltern/Schüler, die sich alleine gelassen fühlen und mit den Aufgaben ohne Erklärung schlichtweg überfordert sind und die Lehrer, die teils noch viel mehr Arbeit haben und kaum Rückmeldung bekommen.

Doch wenn muss man es meiner Meinung nach vereinheitlichen: entweder kommt der Stoff der zuhause erarbeitet wird in allen Ländern auch in Prüfungen dran oder in keinem! Meiner Meinung nach ist das auch nicht zumutbar, den Kindern zuhause den Stoff komplett neben Homeoffice etc. selbst zu vermitteln, sodass sie für die Prüfungen fit sind.

Ich sehe das hier in der Nachhilfe. Alle Eltern meiner Schüler buchen derzeit doppelt bis dreifach soviel Stunden, wie vor Corona, weil ihre Kinder damit überfordert sind. Meine Aufgabe kann es aber nicht sein komplette Erklärvideos zu machen und damit den gesamten Unterricht zu ersetzen. Meine Aufgabe ist eine Vertiefung des Stoffes bzw. das Aufarbeiten von Lücken. Schwierig, wenn die Schüler das komplette Thema mangels Unterricht gar nicht beherrschen.

Sindarina 03.04.2020 10:16

https://abload.de/img/screenshot_20200402_1nik8f.jpg

Ich hab gestern das obrige Bild von einem ehemaligen Kind bekommen. Vielleicht es auch was für euch?


@Teekannenloser: Kann mir gut vorstellen, dass du mehr zu tun hast. Die Eltern sind oft wirklich überfordert. Die Mutter meines Not-Kindes war schlichtweg verzweifelt: Sie gehört zur Risikogruppe; muss Homeoffice machen, kommt dazu aber nicht, weil sie ihren Sohn unterstützt.

Rolle_Rolle 03.04.2020 11:02

Schafi, ich wollte das aktuelle Situation nicht mit dem gewollten Unterricht vergleichen, sondern nur als Beispiel anführen.:wink:
Ich empfinde die aktuelle Situation als absolut richtig und wichtig, sehe aber eben einen riesen Nachteil für die Kinder. Sie sollen ja auch nicht faul zu Hause rumlungern und weiterhin ihren Grips anstrengen, aber ist es denn in der jetzigen Situation wirklich notwendig, den kompletten Unterrichtsstoff durchzunehmen bzw. sogar nachzuholen? Kann man nicht einfach mal sagen: "Sch.. drauf! Wir entlasten alle! Schüler, Eltern und auch Lehrer!"
Wir stehen momentan alle unter einem enormen Druck, besonders psychisch. Muss dann von dieser Seite aus noch mehr Stress gemacht werden? Ich befürchte, dass sich viele irgendwann dem ganzen Druck nicht mehr gewachsen sehen und dann psychische Probleme entstehen, die dann in Gewalt gg. andere oder sich selbst ein Ventil suchen. Und davor habe ich Angst!

Und wir sind noch lange nicht am Ende der Fahnenstange.

dangerschaf 03.04.2020 11:15

Zitat:

Zitat von Rolle_Rolle (Beitrag 1197658)
Schafi, ich wollte das aktuelle Situation nicht mit dem gewollten Unterricht vergleichen, sondern nur als Beispiel anführen.:wink:
Ich empfinde die aktuelle Situation als absolut richtig und wichtig, sehe aber eben einen riesen Nachteil für die Kinder. Sie sollen ja auch nicht faul zu Hause rumlungern und weiterhin ihren Grips anstrengen, aber ist es denn in der jetzigen Situation wirklich notwendig, den kompletten Unterrichtsstoff durchzunehmen bzw. sogar nachzuholen? Kann man nicht einfach mal sagen: "Sch.. drauf! Wir entlasten alle! Schüler, Eltern und auch Lehrer!"
Wir stehen momentan alle unter einem enormen Druck, besonders psychisch. Muss dann von dieser Seite aus noch mehr Stress gemacht werden? Ich befürchte, dass sich viele irgendwann dem ganzen Druck nicht mehr gewachsen sehen und dann psychische Probleme entstehen, die dann in Gewalt gg. andere oder sich selbst ein Ventil suchen. Und davor habe ich Angst!

Und wir sind noch lange nicht am Ende der Fahnenstange.

Aus meiner Sicht absolut nicht! Ich bin grundsätzlich bei dir. Mir war es grad vor allem wichtig, zu zeigen, dass wir auch ein Stück weit allein gelassen sind mit der Situation. Mag in anderen Bundesländern anders sein.. z.B. die Info zur Bewertbarkeit und so, außerdem irgendwelche Richtlinie zur Verwendung digitaler Geschichten.. pünktlich zum Ferienbeginn..
Letztendlich sind Lehrer da ja auch nicht frei. Wenn Land entscheidet, dass Prüfungen etc. geschrieben werden, versuchen wir natürlich auch Stoff voranzubringen.

Jinro 03.04.2020 11:17

Zitat:

Zitat von Rolle_Rolle (Beitrag 1197658)
aber ist es denn in der jetzigen Situation wirklich notwendig, den kompletten Unterrichtsstoff durchzunehmen bzw. sogar nachzuholen? Kann man nicht einfach mal sagen: "Sch.. drauf! Wir entlasten alle! Schüler, Eltern und auch Lehrer!"

Dank unseres Föderalismus fällt es schon schwer Schulleistungen über Landesgrenzen hinweg zu vergleichen. Wenn man nun nicht mal mehr innerhalb eines Landes gleiche Maßstäbe anlegen kann, weil jede Schule was eigenes macht, dann ist das Jahr für die Schüler doch komplett verloren. Also braucht man innerhalb des Landes einen minimalen Konsens, was man lernen sollte und das dürfte der komplette Unterrichtsstoff des Schuljahres sein. Dafür ist das Kurrikulum schließlich da. Die Lehrer haben keinen anderen Rettungsring, an den sie sich klammern können.

Sindarina 03.04.2020 11:18

Mal was anderes: Olga, wir kochen heute Soljanka!!

dangerschaf 03.04.2020 11:21

Zitat:

Zitat von Jinro (Beitrag 1197668)
Dank unseres Föderalismus fällt es schon schwer Schulleistungen über Landesgrenzen hinweg zu vergleichen. Wenn man nun nicht mal mehr innerhalb eines Landes gleiche Maßstäbe anlegen kann, weil jede Schule was eigenes macht, dann ist das Jahr für die Schüler doch komplett verloren. Also braucht man innerhalb des Landes einen minimalen Konsens, was man lernen sollte und das dürfte der komplette Unterrichtsstoff des Schuljahres sein. Dafür ist das Kurrikulum schließlich da. Die Lehrer haben keinen anderen Rettungsring, an den sie sich klammern können.

So sieht's leider aus. Und (da spreche ich vermutlich jetzt nicht nur für mich) der Zeitplan war vor Corona eng, jetzt hänge ich schon überall hinterher. bzw. er ist kaum noch zu halten für dieses Schuljahr. Schon gar nicht, wenn es nach den Ferien nicht weiter geht.

Jinro 03.04.2020 11:27

Was für mich am eindrücklichsten ist, ist der Umstand, dass nun sichtbar wird wie eklatant und massiv Deutschland in Sachen Digitalisierung versagt. Das sind nicht nur 10 Jahre Rückschritt, das ist fast schon uneinholbar verloren. Nicht nur, dass Schulen ihre Schüler nicht flächendeckend digital einbinden können, auch keine Uni, keine FH oder Hochschule kann das. Betriebe müssen sich kurzfristig Lösungen zusammenschustern und dann sind da noch die Mitarbeiter in ländlichen Bereichen, die nicht die Bandbreite haben, um tatsächlich effektiv mitzuarbeiten. Wir erleben jetzt, was uns in ein paar Jahren hundertausende Jobs kosten wird: Absolute digitale Unfähigkeit.

Rolle_Rolle 03.04.2020 11:28

Zitat:

Zitat von dangerschaf (Beitrag 1197672)
So sieht's leider aus. Und (da spreche ich vermutlich jetzt nicht nur für mich) der Zeitplan war vor Corona eng, jetzt hänge ich schon überall hinterher. bzw. er ist kaum noch zu halten für dieses Schuljahr. Schon gar nicht, wenn es nach den Ferien nicht weiter geht.

Wir haben gestern die Info erhalten: frühestens Ende April. Wer´s glaubt. Ich nicht.

dangerschaf 03.04.2020 11:44

Zitat:

Zitat von Rolle_Rolle (Beitrag 1197676)
Wir haben gestern die Info erhalten: frühestens Ende April. Wer´s glaubt. Ich nicht.

Ich auch nicht.


Von wegen Versagen in der Digitalisierung: es helfen alle schönen Plattformen nichts, wenn ich dann aus urheberrechtlichen Gründen meine Arbeitsblätter nicht digital bereitstellen darf. Und dann gibt es Schüler die keinen Drucker zu Hause haben.

Jinro 03.04.2020 11:49

Zitat:

Zitat von dangerschaf (Beitrag 1197695)
Von wegen Versagen in der Digitalisierung: es helfen alle schönen Plattformen nichts, wenn ich dann aus urheberrechtlichen Gründen meine Arbeitsblätter nicht digital bereitstellen darf. Und dann gibt es Schüler die keinen Drucker zu Hause haben.

Genau das ist Versagen. Kein passendes Copyright für das 21. Jahrhundert, keine Idee wie man Inhalte papierfrei umsetzt. Ein Glasfaserkabel kann jeder Bauer mit Schaufel in die Erde bekommen, das ist ein sehr untergeordnetes Thema.

e: Und das ist kein Vorwurf an dich. Das ist ein generelles, politisches Problem. Hier in der Stadt gibt es ein StartUp, dessen einziger Zweck es ist, Vereine und kleine Betriebe papierfrei zu halten. Die nehmen denen praktisch alles ab, Mitgliedsanträge, Rechnungen, Buchführung etc. pp. Und verdienen gut daran, denn keiner blickt, wie man das selbst macht.

Cupcake 2205 03.04.2020 12:10

Ich bekomme aktuell auch sehr das unterschiedliche Niveau der Berufsschulen mit.
Meine Arbeitskolleginnen, Berufsschule Augsburg, bekommen jede Woche zwischen 12 und 18 Seiten Material geschickt, welches alle Fächer abdeckt.
Die Berufsschule Memmingen hingegen schickt bei mir 4 bis 5 Seiten zu genau einem Fach, Ende.
Ansonsten gilt hier, dass dieses Material bei Schulbeginn als erarbeitet angesehen werden muss.
Und da sehe ich leider bei 2/3 der Klasse schwarz, wenn mit 16 Jahren und Hilfe von Lehrern und Mitschülern der Dreisatz immernoch nicht klappt.


Mich nervt mein Chef und ich zähle schon förmlich die Tage, wenn ich da in 2,5 Jahren weg kann...

Honeymouse 03.04.2020 12:17

Ich versuche Kuchen zu backen...*grummel grmpf
Mopskacke hier...

maREN* 03.04.2020 12:43

Zitat:

Zitat von Jinro (Beitrag 1197675)
Was für mich am eindrücklichsten ist, ist der Umstand, dass nun sichtbar wird wie eklatant und massiv Deutschland in Sachen Digitalisierung versagt. Das sind nicht nur 10 Jahre Rückschritt, das ist fast schon uneinholbar verloren. Nicht nur, dass Schulen ihre Schüler nicht flächendeckend digital einbinden können, auch keine Uni, keine FH oder Hochschule kann das. Betriebe müssen sich kurzfristig Lösungen zusammenschustern und dann sind da noch die Mitarbeiter in ländlichen Bereichen, die nicht die Bandbreite haben, um tatsächlich effektiv mitzuarbeiten. Wir erleben jetzt, was uns in ein paar Jahren hundertausende Jobs kosten wird: Absolute digitale Unfähigkeit.

Da sprichst du mir aus der Seele! Die aktuellen Problrme hätten wir nicht ansatzweise, wenn wir digital besser aufgestellt wären. Sowohl in Bezug Infrastruktur als auch in den Köpfen der leute

Dar89 03.04.2020 12:52

Also ich muss sagen bei uns läuft das mit den Materialien der Lehrer sehr gut und die sind auch für Fragen offen. Es sind aber bei uns alles nur Angebote, ohne Fristen oder sonstiges.
Die Lehrer machen sich Gedanken und es gab sowohl von der Schulleiterin, als auch von dem Klassenlehrer einen total süßen Brief an die Kinder direkt adressiert.
Ich habe das Glück, dass ich ein motiviertes Kind zuhause habe, ich weiß nicht wie das bei anderen Familien aussieht, aber die Lehrer bemühen sich sehr.

Cupcake 2205 03.04.2020 13:05

Zitat:

Zitat von Honeymouse (Beitrag 1197718)
Ich versuche Kuchen zu backen...*grummel grmpf
Mopskacke hier...

Was gibt es denn bzw. solll es denn geben?

dangerschaf 03.04.2020 13:07

Zitat:

Zitat von Cupcake 2205 (Beitrag 1197737)
Was gibt es denn bzw. solll es denn geben?

Spiegeleikuchen :D


Der erste Versuch Pudding ging in die Hose, aber jetzt funzt es.

Honeymouse 03.04.2020 13:13

Ich wollte Pudding ohne fertiges Pulver backen. War dann mehr so Tapetenkleister...*seufz

Sonne1680 03.04.2020 13:29

Zitat:

Zitat von Dar89 (Beitrag 1197729)
Also ich muss sagen bei uns läuft das mit den Materialien der Lehrer sehr gut und die sind auch für Fragen offen. Es sind aber bei uns alles nur Angebote, ohne Fristen oder sonstiges.
Die Lehrer machen sich Gedanken und es gab sowohl von der Schulleiterin, als auch von dem Klassenlehrer einen total süßen Brief an die Kinder direkt adressiert.
Ich habe das Glück, dass ich ein motiviertes Kind zuhause habe, ich weiß nicht wie das bei anderen Familien aussieht, aber die Lehrer bemühen sich sehr.

Die Lehrer vom Gymnasium haben hier tolle Arbeit geleistet. Es gab genug Material und bei Bedarf Erklärungen. Zudem stehen alle Lehrer per E-Mail zur Verfügung.
Von der Grundschule gab es Lernpakete für die gesamte Zeit. Das war auch gut zusammengestellt. Zudem kann man auch per Mail Fragen klären, was wir noch nicht genutzt haben.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 21:52 Uhr.



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