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maximus 19.01.2016 14:25

Zitat:

Zitat von Kreusa (Beitrag 875330)
Ich verstehe die Lehrerin auch nicht. Wenn deine Tochter von sich aus neue Dinge lernen will, kannst du es ihr doch nicht aus Rücksicht auf die Bequemlichkeit (?) der Lehrerin verbieten?
Sie schon so früh ohne wirklichen Grund in ihrem Wissensdrang auszubremsen... daraus lernt sie im schlimmsten Fall für später doch nur, dass es doof und unnötig ist mehr oder früher etwas wissen zu wollen, als es im Schulbuch steht oder im Unterricht vorgesehen ist. Tolles Lernziel hat die Lehrerin da anscheinend...:rolleyes:

Es ist genauso Aufgabe der Lehrerin Schüler zu unterstützen, die etwas schneller als der Klassendurchschnitt sind, wie auch die, die etwas langsamer als der Klassendurchschnitt sind.

Da hast du völlig recht!

In der Realität sieht es aber meist anders aus. Wissbegierige Schüler sind anstrengend und unangenehm für die meisten Lehrer.
Warum auch immer.

Ich denke dieses Problem ist nicht zuletzt den übergroßen Klassen geschuldet.

Unser Jüngster war in der Grundschule eben genau so ein Kind. Er hat immer alles viel schneller gelernt und war den anderen weit voraus.
Alles ganz allein, aus eigener Initiative.
Irgendwann fing er sich an zu langweilen.
Springen kam für die Schule nicht in Frage, weil ihm an nötiger Sozialkompetenz fehlte!?

Irgendwann saß er unterm Tisch und hat nur noch gejammert, dass ihm alles zu langweilig sei.

Wir haben dann Gespräche mit dem zuständig Schulamt geführt und mit deren Schulpsychologen. Der Rat war ihn direkt höher zu setzen, sonst würde er abrutschen und auf der Hauptschule landen.

Das Schulamt hat dann veranlasst, dass er von der Dritten Klasse direkt auf ein Gymnasium springen konnte.

Die Grundschule und deren Leitung hat dieses Vorhaben versucht zu boykottieren. Zum Glück ohne Erfolg.

Hätte das Schulamt sich nicht so für ihn eingesetzt, wäre er bestimmt abgerutscht, da er das Lernen, zu diesem Zeitpunkt, schon völlig eingestellt hatte.

So haben wir nach drei Schuljahren Kampf gegen die Schule endlich ein gefordertes, zufriedenes Kind gehabt.

Traurig....tja, in unserem Schulsystem ist leider weder Platz für etwas langsamere Kinder noch für schnelle begabte Kinder.


Ich kann also auch nur jedem empfehlen sein Kind in seiner Neugierde zu fördern, nicht zu bremsen und diese zu stillen. Auch wenn man sich damit bei manchen Lehrern keine Freunde macht.
Aber unsere Kinder werden es uns danken!

maximus 19.01.2016 14:29

Zitat:

Zitat von Honeymouse (Beitrag 875359)
Huhu maximus :seeya:
Morgen Wink ich dir, ja?

Geht es nach Venlo?

Ich muss Morgen lange arbeiten:mad: Aber in Gedanken winke ich dir auch zu:rolleyes:

Am Besten von der Arbeit aus. Die liegt nämlich auch nahe eurer Strecke:thumbsup:

Jinro 19.01.2016 14:33

Zitat:

Zitat von Minerva (Beitrag 875352)
Auto ist heute nicht angesprungen. :(
Jetzt kann ich heute bis 17 Uhr arbeiten und dann mit Bus und Bahn heim. Ich hasse es! Einkaufen sollte ich auch und morgen hab ich am Nachmittag einen wichtigen Termin. Mist. :mad:

Parkst du im Freien und ist es sehr kalt bei euch? Könnte an der Batterie liegen, die verlieren bei Kälte an Kapazität. Je nach Alter bis zu 25%, dann reicht die Leistung nicht mehr um das Losbrechmoment des Startvorgangs zu überwinden -> Auto springt nicht an.

Hasenkaninchen 19.01.2016 14:34

Verfüttert ihr die Kolbenhirse reif und trocken oder?

Honeymouse 19.01.2016 14:37

Ja genau, wir fahren morgen nach Velo.
Schade, dass du lange arbeiten musst

Mhm, ich könnt mich rein setzten. Braucht leider noch ne ganze Weile :willy_nilly:

http://blusheep.de/img/7bddaa230707adb5b4971adecf5c634d

maximus 19.01.2016 14:38

Ich kaufe die Kolbenhirse die für Vögel angeboten wird. Unser Hamster findet die auch Lecker!

Honeymouse 19.01.2016 14:38

Zitat:

Zitat von Hasenkaninchen (Beitrag 875369)
Verfüttert ihr die Kolbenhirse reif und trocken oder?

So wie man Sie im Laden für Vogel kaufen kann.

Hasenkaninchen 19.01.2016 14:38

Danke für die Antworten!

janh 19.01.2016 14:39

Zitat:

Zitat von Minerva (Beitrag 875352)
Auto ist heute nicht angesprungen. :(
Jetzt kann ich heute bis 17 Uhr arbeiten und dann mit Bus und Bahn heim. Ich hasse es! Einkaufen sollte ich auch und morgen hab ich am Nachmittag einen wichtigen Termin. Mist. :mad:

Tust Du wenigstens was gegen die Feinstaubbelastung im Raum Stuttgart - wenn auch nicht ganz freiwillig...

maximus 19.01.2016 14:39

Zitat:

Zitat von Hasenkaninchen (Beitrag 875373)
Danke für die Antworten!

Wenigstens stimmen sie überein:smilewinkgrin:

Toflolesa 19.01.2016 14:41

Zitat:

Zitat von Sonne1680 (Beitrag 875362)
An sich ist die Schule toll. Die Kinder können selber wählen, was sie wann und wie machen. Es muss nur der Reihe nach sein. Die Lehrer sind auch sehr nett und gerade die Klassenlehrerin meiner Tochter drückt auch mal ein Auge zu. Da alle 4 Jahrgänge in einer Klasse sind, sind alle Kinder auch auf unterschiedlichem Stand.

Klar, fühle ich mich mit meiner Tochter manchmal was ausgebremst, aber kann auch verstehen, dass neue Themen jahrgangsbezogen zusammen erlernt werden sollen und wenn wir schon 2 Themen weiter im Buch behandelt haben, sitzt meine Tochter ja auch da und langweilt sich. Die sollen uns mal noch anderes Material geben, dann wäre es ja gut.

Hmmm ... schwieriges Thema.
Ich sitze ja auch in der Grundschule und erlebe Schule life.

Es stimmt schon. Für starke Kinder fehlt die Zeit. Für die Schwachen sind ja noch gewisse Förderstunden da, aber die Förderung der Besseren kommt tatsächlich zu kurz.

Aber es ist auch echt schwer, wenn ein neues Thema begonnen wird und ein Kind schon alles kann und sich langweilt. Oder gar im Buch schon vorgearbeitet hat. Das ist für die Lehrerin echt schwer.

Bei meinem Autisten war das ganz schwierig. Der war mega intelligent.

Dem habe ich irgendwann Knobel - und Denksportaufgaben bestellt. Und immer wenn er mit den normalen Schulaufgaben fertig war durfte er knobeln und rätseln.
Das hat nachher prima funktioniert.

Sonne, wenn deine Tochter Herausforderungen liebt, dann such doch mal in Amazonien nach Rechenrätsel, logische Denksportaufgaben usw. für die passende Altersklasse.
Kostet nicht viel und machen echt Spaß.

Sonne1680 19.01.2016 15:08

Zitat:

Zitat von maximus (Beitrag 875364)
Da hast du völlig recht!

In der Realität sieht es aber meist anders aus. Wissbegierige Schüler sind anstrengend und unangenehm für die meisten Lehrer.
Warum auch immer.

Ich denke dieses Problem ist nicht zuletzt den übergroßen Klassen geschuldet.

Unser Jüngster war in der Grundschule eben genau so ein Kind. Er hat immer alles viel schneller gelernt und war den anderen weit voraus.
Alles ganz allein, aus eigener Initiative.
Irgendwann fing er sich an zu langweilen.
Springen kam für die Schule nicht in Frage, weil ihm an nötiger Sozialkompetenz fehlte!?

Irgendwann saß er unterm Tisch und hat nur noch gejammert, dass ihm alles zu langweilig sei.

Wir haben dann Gespräche mit dem zuständig Schulamt geführt und mit deren Schulpsychologen. Der Rat war ihn direkt höher zu setzen, sonst würde er abrutschen und auf der Hauptschule landen.

Das Schulamt hat dann veranlasst, dass er von der Dritten Klasse direkt auf ein Gymnasium springen konnte.

Die Grundschule und deren Leitung hat dieses Vorhaben versucht zu boykottieren. Zum Glück ohne Erfolg.

Hätte das Schulamt sich nicht so für ihn eingesetzt, wäre er bestimmt abgerutscht, da er das Lernen, zu diesem Zeitpunkt, schon völlig eingestellt hatte.

So haben wir nach drei Schuljahren Kampf gegen die Schule endlich ein gefordertes, zufriedenes Kind gehabt.

Traurig....tja, in unserem Schulsystem ist leider weder Platz für etwas langsamere Kinder noch für schnelle begabte Kinder.


Ich kann also auch nur jedem empfehlen sein Kind in seiner Neugierde zu fördern, nicht zu bremsen und diese zu stillen. Auch wenn man sich damit bei manchen Lehrern keine Freunde macht.
Aber unsere Kinder werden es uns danken!

Wie soll man es auch jedem recht machen?
Meine Tochter ist auch kein Überflieger, nur an Mathe interessiert. Dafür ist sie in Deutsch nicht ganz so stark, aber auch nicht schlecht. Sie hört oft nicht, wie Wörter geschrieben werden. Das liegt bestimmt an ihrer Aussprache. Sie war ein Logopädiekind und das hängt ihr wahrscheinlich noch nach. Dafür liest sie sehr gut und löst die Deutschaufgaben problemlos.

Ich mache zu Hause jetzt mehr Deutsch mit ihr und kaum Mathe, aber richtig finde ich das auch nicht. Sie soll morgen mal fragen, ob es noch ein Knobelheft für sie gibt. Da hatten wir schon mal eins.

Kreusa 19.01.2016 15:09

Zitat:

Zitat von Toflolesa (Beitrag 875376)

Aber es ist auch echt schwer, wenn ein neues Thema begonnen wird und ein Kind schon alles kann und sich langweilt. Oder gar im Buch schon vorgearbeitet hat. Das ist für die Lehrerin echt schwer.

Es ist auch für die betroffenen Kinder echt schwer. Ich spreche da aus eigener Erfahrung, weil ich in vielen Fächern auch zu den "Schnellen" gehörte.
Ich nehme als Beispiel mal Englisch. Was habe ich mich nach der Grundschule gefreut, auf dem Gymnasium endlich, endlich richtigen Englischunterricht zu haben... bis ich ihn dann hatte und die größten Herausforderungen "Debbie has got a blue book. Debbie likes her blue book. Blue books are fun." waren... um es mal überspitzt auszudrücken. Ich habe mich gelangweilt. Tödlich gelangweilt. Ich habe das Englischworkbook an an langweiligen Nachmittagen von vorne bis hinten durchgelöst. Und mich immer noch gelangweilt. Ich habe mich im Unterricht nicht gemeldet, weil mir die Fragen und Aufgaben "zu doof" waren... ich fand es sinnlos zum Englischunterricht zu gehen, weil ich ja alles schon konnte.

Zum Glück hatte ich einen tollen Lehrer, der mein "Problem" schnell bemerkt und reagiert hat. Er wusste, dass ich ein großer Harry Potter-Fan war (Ich mag das das ein oder andere mal erwähnt haben...:cool:;)) und hat mir schließlich seine englischen Harry Potter Bücher ausgeliehen... im Gegenzug sollte ich versuchen im Unterricht trotz allem mehr mitzumachen, besonders, wenn sonst keiner die Antwort auf eine Frage wusste. Ich war glücklich, hatte meine Herausforderung (und konnte den 5. Teil, als er erschien, schon auf Englisch lesen, während meine Klassenkameraden warten mussten :thumbsup:) und der Lehrer hatte mehr Mitarbeit von mir. Auf Harry Potter folgten dann seine englische Tolkien-Sammlung und so weiter...

Hätte er versucht mir zu verbieten vorzuarbeiten oder mich zu "zwingen", hätte ich sicher auf stur geschaltet und es hätte keinem irgendetwas gebracht, außer Ärger und schlechter Laune.

Sonne1680 19.01.2016 15:09

Zitat:

Zitat von Toflolesa (Beitrag 875376)
Hmmm ... schwieriges Thema.
Ich sitze ja auch in der Grundschule und erlebe Schule life.

Es stimmt schon. Für starke Kinder fehlt die Zeit. Für die Schwachen sind ja noch gewisse Förderstunden da, aber die Förderung der Besseren kommt tatsächlich zu kurz.

Aber es ist auch echt schwer, wenn ein neues Thema begonnen wird und ein Kind schon alles kann und sich langweilt. Oder gar im Buch schon vorgearbeitet hat. Das ist für die Lehrerin echt schwer.

Bei meinem Autisten war das ganz schwierig. Der war mega intelligent.

Dem habe ich irgendwann Knobel - und Denksportaufgaben bestellt. Und immer wenn er mit den normalen Schulaufgaben fertig war durfte er knobeln und rätseln.
Das hat nachher prima funktioniert.

Sonne, wenn deine Tochter Herausforderungen liebt, dann such doch mal in Amazonien nach Rechenrätsel, logische Denksportaufgaben usw. für die passende Altersklasse.
Kostet nicht viel und machen echt Spaß.

Sie fragt morgen mal nach einem neuen Knobelheft. Sie hatte schon mal eins.

Cupcake 2205 19.01.2016 15:29

Huhu,

der Schultag war durchwachsen :|

Aber als ich heimgekommen bin fand ich einen Brief vor :hurray: ❤
Der hat mich dann sehr glücklich gemacht!

Hab mir dann noch was zu Essen warm gemacht (Parmesanpü, Mais und Erbsen) und nun eine Schale Trauben geholt.

Jinro 19.01.2016 15:36

Zitat:

Zitat von Kreusa (Beitrag 875387)
im Gegenzug sollte ich versuchen im Unterricht trotz allem mehr mitzumachen, besonders, wenn sonst keiner die Antwort auf eine Frage wusste.

Ja, darauf läuft dann die "Förderung" hinaus. Weil man selbst im Halbschlaf noch inhaltlich folgen kann wird man der Notstopfen für alle Antworten, die niemand geben will. Ich hab dann immer parallel Hausaufgaben gemacht, dann hat man wenigstens was produktives im Unterricht getan.

Kreusa 19.01.2016 15:38

Zitat:

Zitat von Jinro (Beitrag 875391)
Ja, darauf läuft dann die "Förderung" hinaus. Weil man selbst im Halbschlaf noch inhaltlich folgen kann wird man der Notstopfen für alle Antworten, die niemand geben will. Ich hab dann immer parallel Hausaufgaben gemacht, dann hat man wenigstens was produktives im Unterricht getan.

Ging mir ähnlich. Hausaufgaben (wenn mir die nicht ebenfalls zu blöd waren (ja, ich war ein garstiges Kind)) oder lesen...

Jinro 19.01.2016 15:53

Gab so Fächer, da musste man seine Hausaufgaben haben. Hätte sonst den Schnitt beeinflusst. In der Oberstufe wurde es dann ein klein wenig besser, weil die Klassen deutlich kleiner wurden und das Tempo dann eben anzog. Wenn man nur noch zu zehnt oder weniger war, konnte man sich die 1-2 Hänger unter den Arm klemmen und mitschleifen.

maximus 19.01.2016 16:01

Zitat:

Zitat von Sonne1680 (Beitrag 875386)
Wie soll man es auch jedem recht machen?
Meine Tochter ist auch kein Überflieger, nur an Mathe interessiert. Dafür ist sie in Deutsch nicht ganz so stark, aber auch nicht schlecht. Sie hört oft nicht, wie Wörter geschrieben werden. Das liegt bestimmt an ihrer Aussprache. Sie war ein Logopädiekind und das hängt ihr wahrscheinlich noch nach. Dafür liest sie sehr gut und löst die Deutschaufgaben problemlos.

Ich mache zu Hause jetzt mehr Deutsch mit ihr und kaum Mathe, aber richtig finde ich das auch nicht. Sie soll morgen mal fragen, ob es noch ein Knobelheft für sie gibt. Da hatten wir schon mal eins.

Ich finde es ist die Aufgabe der Schule, sprich den Lehrern, den schwachen sowie den starken Kindern gerecht zu werden.

Wie? Da gibt es sicher viele Möglichkeit. Bei den schwachen wird das in Form von Förderunterricht ja schon gemacht. Bei den starken aber leider noch viel zu wenig.

Was heißt schon" recht machen". Es wird doch immer soviel geredet von individueller Förderung. Nur passiert in dieser Richtung leider noch viel zu wenig.

Sonne1680 19.01.2016 16:07

Zitat:

Zitat von maximus (Beitrag 875395)
Ich finde es ist die Aufgabe der Schule, sprich den Lehrern, den schwachen sowie den starken Kindern gerecht zu werden.

Wie? Da gibt es sicher viele Möglichkeit. Bei den schwachen wird das in Form von Förderunterricht ja schon gemacht. Bei den starken aber leider noch viel zu wenig.

Was heißt schon" recht machen". Es wird doch immer soviel geredet von individueller Förderung. Nur passiert in dieser Richtung leider noch viel zu wenig.

Sagen wir mal so, ich sähe jetzt Problem einem guten Kind, schon schwierigere Aufgaben zu stellen. Muss ja nicht im Buch sein. Man kann ja rein theoretisch mal austesten, wie weit die Kompetenzen gehen. Ich würde da auch mitziehen und auch erklären und zusätzliche Bücher kaufen. Dann könnte meine Tochter zumindest etwas machen und in der Schule dann im Schulbuch die Aufgaben lösen, wenn die anderen da dran sind.

Förderunterricht, weiß ich gar nicht, ob der dort existiert und wenn ja, wie. Diese Schule wird ja nur von 60 Kindern besucht und von daher ist der Kontakt zu den jeweiligen Lehrern schon intensiv und eng.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 07:47 Uhr.



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