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Madzia 15.04.2014 22:52

Ach ja, an die Zeit, in der man i welchen (sinnlosen) Trends hinterher gerannt ist, kann ich mich noch gut erinnern (ist ja auch noch nicht lang her :p ). Schade nur, dass man erst später merkt, wie dumm das ist :rolleyes: .
Dabei muss ich aber sagen, dass ich nie zu denen gehört habe, die ihre Gesundheit so stark belasteten. Ich frage mich bei solchen Dingen immer, wo zur Hölle die Eltern geblieben sind?! Dass Kinder dumme Entscheidungen treffen, ist ja normal. Nur sollten in solchen Fällen mMn die Eltern das Denken für ihre Kinder übernehmen. Irgend wann werdens die Kinder ihren Eltern ja schließlich danken ;)
Dass das nicht leicht ist, ist mir klar. Schließlich findet man ja immer einen Weg, etwas heimlich zu machen. Nur wenn sich jmd eine Wasserpfeife ins Zimmer stellen möchte, kann ja nicht von Verheimlichen die Rede sein...

Jinro 15.04.2014 23:06

Zitat:

Zitat von Madzia (Beitrag 628408)
Schließlich findet man ja immer einen Weg, etwas heimlich zu machen. Nur wenn sich jmd eine Wasserpfeife ins Zimmer stellen möchte, kann ja nicht von Verheimlichen die Rede sein...

Ist doch eine Frage von Vertrauen und Gegenvertrauen. Ist jetzt vielleicht nicht pädagogisch, aber ich würde das mal mit Prohibition vergleichen: Klappt nicht, klappte nie, in keinem Land der Welt. Weil das Verbot zu Schattenwirtschaft führt. Also definiert man Regeln und lässt kontrolliert bestimmte Dinge zu. Schnaps ab 18, kein Auto unter Einfluss, nur begrenzt in der Öffentlichkeit. Und schon klappt es unter hinnehmbaren Nebenwirkungen. Die einzige Vorbedingung hierbei ist, dass diejenigen die Regeln erlassen auch im Ansehen deren stehen, die sie zu befolgen haben.

Genau so kann man auch mit Kindern verfahren, wenn man sich sicher ist dass die gegenseitige Vertrauensbasis funktioniert.

Madzia 15.04.2014 23:51

Zitat:

Zitat von Jinro (Beitrag 628412)
Ist doch eine Frage von Vertrauen und Gegenvertrauen. Ist jetzt vielleicht nicht pädagogisch, aber ich würde das mal mit Prohibition vergleichen: Klappt nicht, klappte nie, in keinem Land der Welt. Weil das Verbot zu Schattenwirtschaft führt. Also definiert man Regeln und lässt kontrolliert bestimmte Dinge zu. Schnaps ab 18, kein Auto unter Einfluss, nur begrenzt in der Öffentlichkeit. Und schon klappt es unter hinnehmbaren Nebenwirkungen. Die einzige Vorbedingung hierbei ist, dass diejenigen die Regeln erlassen auch im Ansehen deren stehen, die sie zu befolgen haben.

Genau so kann man auch mit Kindern verfahren, wenn man sich sicher ist dass die gegenseitige Vertrauensbasis funktioniert.

Da gebe ich dir im Grunde recht. Vertrauen spielt in der Erziehung eine bedeutende Rolle. Man kann ein Kind sicher auch nicht allein durch Verbote erziehen. Das Problem ist nur, dass oftmals das Vertrauen missbraucht wird, oder aber Eltern ihren Kindern zu wenig Beachtung schenken und deshalb gar nicht merken, welchen Blödsinn diese anstellen. Ich weiß natürlich nicht, wie es bei dir Wuscheline, zuhause aussieht. Ich kann nur sagen, wie es damals bei mir war. Rauchen war bei uns Zuhause zb ein absolutes Tabu Thema; ohne wenn und aber. Meine Eltern rauchten allerdings auch nicht. Beim Alkohol sah es hingegen etwas anders aus. Im Gegensatz zu den meisten anderen Kindern, durfte ich schon sehr früh mal probieren. Alkohol war für mich deshalb nichts Neues. Hin und wieder wurde auch mal etwas mehr getrunken (natürlich erst ab 16 ;) ), aber ich war trotzdem nie eine "Säufern".

Ich finde es unheimlich wichtig, dass die Eltern ihren Kindern Vorleben, was sie von ihnen erwarten. Nur müssen sie dabei ein wachsames Auge behalten und, wenn es sein muss, auch mal zu Taten übergehen um ihre Kinder daran zu erinnern, dass diese eben immer noch Kinder sind ;)

TanjaZ 16.04.2014 12:50

Zitat:

Zitat von Jinro (Beitrag 628412)
Ist doch eine Frage von Vertrauen und Gegenvertrauen. Ist jetzt vielleicht nicht pädagogisch, aber ich würde das mal mit Prohibition vergleichen: Klappt nicht, klappte nie, in keinem Land der Welt. Weil das Verbot zu Schattenwirtschaft führt. Also definiert man Regeln und lässt kontrolliert bestimmte Dinge zu. Schnaps ab 18, kein Auto unter Einfluss, nur begrenzt in der Öffentlichkeit. Und schon klappt es unter hinnehmbaren Nebenwirkungen. Die einzige Vorbedingung hierbei ist, dass diejenigen die Regeln erlassen auch im Ansehen deren stehen, die sie zu befolgen haben.

Genau so kann man auch mit Kindern verfahren, wenn man sich sicher ist dass die gegenseitige Vertrauensbasis funktioniert.


Vertrauen..is ja alles gut und schön. Verbote führen zum Versuch, oder so ähnlich.. :smilewinkgrin:
Ich bin allerdings der Meinung, ich muss das als Eltern aber nicht auch noch unterstützen. Sprich, meinen Kids das Wasserpfeifenrauchen zuhause erlauben, egal zu welchen Bedingungen!! Wenn sich alle Eltern so verhalten würden, dann wäre die Bequemlichkeit dieser "Sucht" genommen. Aber ich bekomme hier leider rundrum mit, dass manche (viele) Eltern das Problem nicht als ein Solches sehen...oder es ihnen schlicht und ergreifend sch...egal ist, was ihre Kids so rauchen oder sich sonst wie einwerfern.. :mad:

Wuscheline 16.04.2014 14:49

Ich will falls über mich ein falscher Eindruck entstanden ist diesen beseitigen. Meine Mama ist ziemlich streng und bei der kleinstens Sache gegen die ich verstoße muss ich drin bleiben oder auch mal mein Handy abgeben :willy_nilly:. Anfangs wusste Mama das auch nicht mit der Shisha, irgendwann hat sie mich dann gefragt weil sie wusste das meine Freunde das machen. Natürlich hab ich die Wahrheit gesagt und ich mache es auch nicht jeden Tag. Es ist geduldet solange alles andere bleibt wie es ist. Sprich Schule, Verantwortung, ...

Lupine 16.04.2014 15:22

Da kann ich deine Mutter nicht wirklich verstehen muss ich sagen - bei etwas so gesundheitsschädlichem würde ich darauf bestehen dass du ein Praktikum auf der Palliativstation machst wenn du das weiter rauchen möchtest. Da nur zu sagen: so lange die Schule nicht drunter leidet... wäre mir zu wenig. Sowas kann ich machen wenn das fernsehen überhand nimmt oder die Computernutzung - das ist nicht akut gesundheitsgefährlich. Eine so massive Gesundheitsgefährdung würde ich aber nicht so einfach dulden.

Jinro 16.04.2014 15:39

Oder ohne Praktikum:

http://abload.de/img/schdlichkeit3c7z1h.jpg

Quelle:http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(10)61462-6/abstract?_eventId=login

Anmeldung ist gratis, wer die komplette Studie lesen möchte. Merke: Tabbak ist nahezu im gleichen Maße tödlich wie Heroin und gefährlicher als Crack (CW6-4). Wer betäubungsmittel konsumieren möchte fährt am besten mit LSD, nicht mit Zigaretten oder Bier.

Wuscheline 16.04.2014 21:45

Kann man jetzt sehen wie man will. Kennt man die ganze Geschichte versteht man es. Seit ich meine jetzigen Freunde habe, hab ich mich schon stark verändert.
Was ist das für ne Station?

Oha :willy_nilly:

Jinro 16.04.2014 23:42

Zitat:

Zitat von Wuscheline (Beitrag 628744)
Was ist das für ne Station?

Oha :willy_nilly:

Palliativ. Das ist die Station, wo Menschen behandelt werden, deren Erkrankung man nicht mehr heilen kann. Dort werden nur die Folgen der Krankheit gemindert, damit man ein würdiges Ende finden kann.

Lupine 17.04.2014 07:32

Genau - es ist eine Art "Sterbestation". Und viele der dort behandelten Patienten sind Krebspatienten, und du wirst dort sicher auch Lungenkrebspatienten finden. Oder Mundkrebs - eine Krebsart die Raucher ebenfalls überdurchschnittlich oft trifft und die den Mundraum und das Gesicht befällt. Oder Kehlkopfkrebs.

Ganz im Ernst, dieses Praktikum solltest du machen. Ich glaube du musst mal wirklich erleben was eine solche Krankheit mit einem Menschen macht.

Mein Großvater war starker Raucher und ist an Lungenkrebs gestorben. Als meine Mutter mit mir schwanger wurde, hörte er von einem auf den anderen Tag auf um mich zu schützen, und ich bin ihm sehr dankbar dafür. Wie er es geschafft hat nach all den Jahren Sucht weiß ich nicht, leider war es für ihn selbst zu spät. Ich habe als Kind zugesehen, wie er starb - über Monate hinweg. Es ist ein langes, qualvolles sterben. Und da wir im selben Haus lebten, haben wir Kinder das hautnah erlebt. Weder mein Bruder noch ich würden jemals auf die Idee kommen zu rauchen.


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