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Selkie 12.03.2013 21:44

jetzt mal völlig unabhängig davon was ich von zucht oder vermehrerei halte: ich verstehe nicht warum man überhaupt kaninchenbabys bekommen will. klar die sind ganz süß aber nur weil was süß ist heißt das ja nicht dass man auch unbedingt welche haben muss.

Valentina 12.03.2013 21:47

Zitat:

Zitat von Feli (Beitrag 477636)
Valentina, wenn du den Themenbereich von Anfang an verfolgt hast, weißt du auch, was mein eigentlicher Kommentar war:nämlich, dass man nicht alle Menschen verächten soll, die Nachwuchs bekommen haben!!!!!

Wieso nicht?

Ist es nicht so, dass viel zu viele Menschen, die Nachwuchs bekommen haben, sagen "oh, ich kannte die Geschlechter nicht", "Ups, die waren wirklich nur ganz kurz zusammen", "Unsere Kinder wollten mal Kaninchenbabies sehen", "Der Tierarzt hat gesagt, die Häsin muss mind einmal im Leben Babys werfen"... Das könnte ich noch stundenlang fortführen...

Diesen Menschen mache ich ganz klar den Vorwurf, dass sie sich nicht ausreihend informieren - und das auf dem Rücken der Tiere!

Zitat:

Mein Nachwuchs belastet auch keine Tierheime/Notstationen noch sonstiges, da Platz reichlich zur Verfügung steht!
Es mag die TH und co nicht belastetn, aber es entlastet sie auch nicht!

Zitat:

Der Nachwuchs war eine Verkettung unglücklicher Umstände wo mir sowohl auch der Tierhilfe eindeutig klar war, dass evtl. Nachwuchs entstehen könnte.
Da hat die Tierhilfe in meinen Augen auf ganzer Linie versagt!
Sowas darf einfach nicht passieren und ich schäme mich hier ein Stückweit, dass das unter dem Deckmantel des Tierschutz billigend in Kauf genmommen wurde!

Zitat:

Was Zahnfehlstellung anbelangt....es gibt auch Kleinkinder mit 2 Jahren, denen man alle Milchzähne reißen muss!!!!!
Ja, traurig genug, aber was sagt das jetzt aus?

Zitat:

Aber was ich als totalen Unsinn empfinde sind Aussagen, dass dies bei Tieren OHNE Stammbaum vermehrt auftritt als bei Tieren mit Stammbaum!!!!!(auch Aussage unserer TA`s, die waren gerade da deshalb hatte die Antwort etwas länger gedauert)
Bei Tieren mit Stammbaum, hast du einen Rückblick bis zur 7. Generation, was die Erbfolge angeht.
Du kannst also mittels Stammbaum überprüfen, was genetisch bedingt ist und was nicht oder eher nicht.
Zudem sind Zuchttiere (aus ordentlichen Züchtungen), extrem fein ausgesucht, grade weil man gesunde Tiere züchten möchte und muss (Ausstellungen).

Feli 12.03.2013 22:15

Selkie, ich habe keine Kaninchennachwuchs bekommen, weil die kleinen ja ach so putzig und süß sind....sorry aus dem Alter bin ich mit 33 raus, schließlich habe ich auch kein Kind bekommen weil die kleinen ja soooo süßßßßß sind, wie gesagt, aus dem Alter bin ich mehr als raus.


So geschah es (hab ich nchmals rauskopiert):
Die Gefahr, dass hier Nachswuchs entstehen kann, war mir sowie der Tierhilfe sehr wohl bekannt. Mein männliches Kaninchen hatte eigentlich noch nicht das Alter für eine Abgabe, was jedoch aus den vorher genannten Gründen (Muttertier bekam nochmals Nachwuchs) so veranlasst wurde. Kaninchenjungen sollten ja wie Dir sicherlich bekannt ist, nicht vor der 10.-12. Woche abgegeben werden. Das Kaninchen entwickelte sich die ersten 2-3 Wochen etwas zögerlich, so dass TA und ich beschlossen haben, keine Frühkastra durchzuführen. Auch müßte es Dir bekannt sein, dass viele Tierärzte es ablehen, Kaninchen vor dem 4. Lebensmonat zu kastrieren. Das Absteigen der Hoden war sehr spät bei Ihm erkennbar und Kaninchen durch Entwicklungsschub frühreif.

Und eins braucht man wirklich NICHT, sich für meine Tierhilfe zu schämen, sorry:mad: Es kommt auch immer wieder genau so vor, dass versehentlich männchen als weibchen vermittelt werden usw. HALLLOOOO, auch so etwas ist menschlich und passiert!!!!!Und da ich nicht einfach jemand bin, der mal in unsere Tierhilfe läuft und Ninchen holt war uns die Problematik klar und wurde besprochen wie es sich gehört!!!!Ich denke dass ich (bzw.wir als Familie) sehr viel für unsere Tierhilfe mache, monatliche Futterspenden von Heu, Stroh, Gerste, Weizen sowie Holz für Umbauten zur Verfügung stellen + Geldspenden. Und die Personen die die Pflegeplätze für die Tiere haben, verdienen meine vollen Respekt!!!Dies hat nichts mit einem Deckmantel "Tierschutz" zu tun.:mad:

Valentina 12.03.2013 22:19

Feli, das ist genau der Grund, warum ich persönlich immer eine Quarantäne einhalten und befürworten würde!

Der Nachwuchs hätte verhindert werden können. Da gibt es für mich gar keine Ausrede.
Wenn Euch bewusst war, dass es hier zu Komplikationen kommen kann, seid ihr auch in der Verantwortung gewesen, das zu vermeiden.
Eben mittels Einzelhaltung, Quarantäne, gründlicher tierärztlicher Kontrolle!

Feli 12.03.2013 22:37

Valentina.....das wissen wir.....die Tiere wurden dem TA auch gleich nach der Abholung vorgestellt....ca. 3 Woche nachdem er bei mir war wurde er in das Einzelgehege verbannt....auch dazwischen wurde er von TA`s begutachtet aufgrund dessen, das er Entwicklungsstörungen hatte!!!!!!!!

Weder sein körperliches Befinden noch die Geschlechtsteile deuteten auf eine Frühreife hin durch die Beobachtung von TA, Tierhilfe und mir!!!!!!!!!!!!!!!!
JAAAA, dann haben in diesem Fall 3 Menschen versagt.

Ich hoffe Valentina, dass Dir so etwas nie passieren wird
(ist jetzt nicht böse gemeint;))

Valentina 12.03.2013 22:41

Wie passen denn Entwicklungsstörungen und Frühreife genau zusammen?

Aus eigener Verantwortung wird man das hoffentlich so nicht passieren.
Mir wird ein Schuhkarton mit 7 Babies, die grade mal wenige Tage alt sind, ohne Mutter vor der Haustür abgestellt :mad:
Mit einem Zettel, dass man das nicht wollte und auch weiterhin nicht will...

Selkie 12.03.2013 22:47

Naja passiert ist passiert. Im nachinein kann m. an eh nichts mehr ändern sondern nur draus lernen.


Edit: meine frage konnte mir eigendlich noch nie ein einmal- odrr hobbyvermehrer (absicht) zufriedenstellend beantworten. Völlig ubabhängig vom alter

Lupine 13.03.2013 09:04

Zitat:

Zitat von Lupine (Beitrag 477278)
Ich finde es schon sehr interessant, dass du mir nun einen "täglichen Umgang mit Tieren" absprichst. Was genau verstehst du darunter? Jahrelange Liebhaber-Tierhaltung, oder beruflichen Umgang? In welchem Umfang? Zeitlich? Von der Materie her?

Und warum bist du der Meinung ich würde dann anders denken, wenn ich diesen Umgang deiner Meinung nach hätte?

Zitat:

Zitat von Feli (Beitrag 477335)
Das lese ich an dem heraus, wie du argumentierst. Jemand stellt 1000 Fragen um sich an einer Antwort aufzuhängen.

Deine Antworten erscheinen mit sehr erlesen, denn gerade was das Thema Vermehrung der Tierwelt angeht, sind dies aufgestellte Theorien die in der realen Praxis nicht umgesetzt werden können!!!

Zitat:

Zitat von Feli (Beitrag 477636)
Lupine, meine Antwort auf deine Frage habe ich vorher eindeutig geschrieben!!!!Dem habe ich auch nichts hinzuzufügen!!!

Es tut mir leid, dass ich zwar offensichtlich erlesen zu antworten verstehe, aber nicht zu lesen...

Denn was du unter täglichem Umgang mit Tieren verstehst, fand ich trotz aller Bemühungen nicht in deinen Ausführungen. Auch nicht, warum du der Meinung bist ich würde dann anders denken - was auch folgerichtig ist, denn wenn schon der erste Teil meiner Fragen unbeantwortet blieb, wird der zweite darauf aufbauende Teil schwerlich zu beantworten sein.

Nun? Hilfst du mir weiter und zeigst mir, wo ich nicht lesen konnte? :rolleyes:

Außerdem finde ich einiges schwer einzuordnen. Zunächst erweckten deine Posts den Eindruck, dass du den Nachwuchs wolltst - vermutlich ein falscher Eindruck. Das kann schon mal vorkommen und lässt sich korrigieren. Dann geht es aber weiter, dann wird aus dem gewollt plötzlich ein: ich wusste dass da was passieren kann und bin das Risiko eben eingegangen. Dann wird daraus ein fehlerhaftes Zeitmanagement, und inzwischen sind wir bei einer Entwicklungsstörung in Zusammenhang mit einer Frühreife (was mich genauso erstaunt wie Valentina) und einer Trennung nach 3 Wochen. Außerdem war, wenn ich es richtig verstand, der Rammler noch längere Zeit unkastriert da der Wurf einen Tag vor der geplanten Kastra erfolgte? Dann müsste er ja ca. 1 Monat bereits geschlechtsreif gewesen sein bevor es bemerkt wurde.

Das ist für mich ein bisschen schwierig gedanklich einzusortieren.

Aber vielleicht bekomme ich ja wenigstens eine Antwort auf meine oben nochmals zitierten Fragen.

Lupine 13.03.2013 09:10

Zitat:

Zitat von Selkie (Beitrag 477640)
jetzt mal völlig unabhängig davon was ich von zucht oder vermehrerei halte: ich verstehe nicht warum man überhaupt kaninchenbabys bekommen will. klar die sind ganz süß aber nur weil was süß ist heißt das ja nicht dass man auch unbedingt welche haben muss.

Ich verstehe es auch nicht, Selkie. Und wie dir, hat auch mir diese Frage niemand zufriedenstellend beantworten können.

Vielleicht hängt es damit zusammen, dass in jedem Menschen ein Egoist steckt, der nur allzu gern seine Wünsche durchsetzen möchte. Je nach Persönlichkeit stehen dem dann mehr oder weniger das Gewissen (wenn die Erfüllung persönlicher Wünsche auf Kosten anderer gehen würde) und rationelle Überlegungen (welche Folgen hat das für mich selbst) entgegen. Wohin die Waage ausschlägt, kommt auf den Einzelnen an, darauf ob bzw. wie sehr er darüber nachdenkt bevor er etwas tut und wie viel Bedeutung er den Ergebnissen seiner Überlegung beimisst.

Selkie 13.03.2013 09:27

Zitat:

Zitat von Lupine (Beitrag 477758)
Ich verstehe es auch nicht, Selkie. Und wie dir, hat auch mir diese Frage niemand zufriedenstellend beantworten können.

Vielleicht hängt es damit zusammen, dass in jedem Menschen ein Egoist steckt, der nur allzu gern seine Wünsche durchsetzen möchte. Je nach Persönlichkeit stehen dem dann mehr oder weniger das Gewissen (wenn die Erfüllung persönlicher Wünsche auf Kosten anderer gehen würde) und rationelle Überlegungen (welche Folgen hat das für mich selbst) entgegen. Wohin die Waage ausschlägt, kommt auf den Einzelnen an, darauf ob bzw. wie sehr er darüber nachdenkt bevor er etwas tut und wie viel Bedeutung er den Ergebnissen seiner Überlegung beimisst.

Ich meine wenn mir jemand sagt dass er züchtet um damit geld zu verdienen, kann ich das etwas nachvollziehen. Aber das fällt bei den ganzen Hobby- und einmalvermehrern ja weg. Wenn man sich als "Hobbyzüchter" bezeichnet macht man das ja nicht um geld zu verdienen. Zumindestens verstehe ich Hobby nicht als Arbeit.

Ich kann auch verstehen wenn jemand sagt, dass er züchtet um eine bestimmte Rasse zu erhalten. Aber auch das trifft eher auf Berufszüchter zu als auf Hobbyzüchter.

Was ich von Hobby- und einmalvermehrern lese ist oft: "ich wollte dass meine Zippe mal Mutter wird, weil ich wusste dass sie eine gute Mutter sein wird" (vermenschlichung?) oder eben sowas wie "ich wollte einmal kaninchen aufwachsen sehen" bzw. "kaninchenbabys sind ja soooo süß". aber das sind für mich einfach keine zufriedenstellenden gründe. wenn ich ein kind aufwachsen sehen will dann missbrauche ich meine tiere nicht dafür sondern zeuge einfach selber eins. und süß finde ich viele tiere. nur deswegen muss ich die ja nicht alle haben (zumal tierbabys ja auch irgendwann groß sind)



(und mit dem was ih hier schreibe meine ich jetzt nicht dich feli)

Lupine 13.03.2013 09:47

Zitat:

Zitat von Selkie (Beitrag 477765)
...wenn ich ein kind aufwachsen sehen will dann missbrauche ich meine tiere nicht dafür sondern zeuge einfach selber eins. ...

Na, so einfach ist das auch nicht immer, die Natur hat schon ihren eigenen Kopf ;)

Es gibt einen recht großen Unterschied zwischen Tierbabies und einem eigenen Kind. Beim eigenen Kind begreift der eine oder andere rechtzeitig, dass man sein ganzes Leben lang für dieses Kind verantwortlich ist. Ich denke das hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass man "sein eigen Fleisch und Blut" eben aus sehr egoistischen evolutionären Gründen gut über die Runden bringen will. Viele spüren diese große Verantwortung. Einige leider nicht, aber das ist ein anderes Thema.

Bei Tierbabies ist es leichter. Die holen einen nicht monate- oder gar jahrelang jeden Nacht aus dem Schlaf. Man muss nicht rund um die Uhr sein ganzes Leben auf sie einstellen. Denn man ist ja quasi eher "Großmutter" oder "Großvater" - die eigentliche Versorgung übernimmt jemand anderes. Die Tiermutter selbst nämlich. Man selbst bekommt nur die "Belohnung". Das Kindchenschema, das Süße, das genießen.

Meine Mutter und meine Schwiegermutter sind sich einig, Oma sein ist genial: man darf genießen, darf verwöhnen, kurz: man darf alles machen was man als Mutter sich verkneifen musste, weil man ja irgendwie mit dem Sprößling klar kommen muss auf Dauer. Aber als Oma darf man - für die Erziehung sind andere zuständig :cool:

Vielleicht spielt das eine große Rolle bei solchen Entscheidungen. So eine Art Oma-Syndrom: die Vorteile genießen können, die Nachteile aber (scheinbar) nicht in Kauf nehmen müssen.

Dazu kommt noch, dass viele Tierarten eine Lebenserwartung haben, die deutlich unter der eines Menschen liegt. Man kann also absehen, dass die Verantwortung nur eine begrenzte Zeit auf einem lastet, wenn man denn sich überhaupt über diese Verantwortung Gedanken macht.

Aber wir geraten hier arg off topic - vielleicht sollte man unsere philosophischen Anwandlungen abtrennen?

Feli 13.03.2013 10:48

Guten morgen zusammen,

zu Lupine:
ich denke aus dem Grund so, dass du keinen täglichen Umgang mit Tieren hast, bzgl. dem, wie du über Stammbäume sprichst. Hättest du täglichen Umgang mit Haus.-und Nutztieren wäre deine Meinung darüber sicher anders! Da hilft Dir sehr sehr sehr sehr oft der beste Stammbaum nichts;)

Dazu wie Frühreife und Entwicklungsstörungen zusammenpassen:
Ein Kaninchen entwicket sich in Schüben die äußerlich nicht sichtbar sind, auch nicht an den Geschlechtsteilen. Er wurde auch 3-4x wöchentlich von unterschiedlichen Personen auf absteigende Hoden kontrolliert und es war nichts ersichtlich. Bei der Kastra sahen wir, dass die Hoden in Richtung Bauchraum standen, ist vom Grundsatz her auch nichts schlimmes und dies kommt bei allen Tieren vor. Dies ist auch der Grund, warum es oft vorkommt das Männlein als Weiblein ausgegeben werden!!!

Zu Valentina:
ich weiß was zu meinst.

Selber hatte ich auch schon ein Ninchen vor der Türe. Ich habe vor 3 Jahren zusammen mit Freunden und TA eine Aktion gestartet, wo wir Aufklärung über artgerechte Haltung in Kindergärten und Schulen durchgeführt haben! 2 Wochen später hatte ich ein Ninchen vor der Tür mit einem Zettel, dass er "Franz" heißt und gerne Artgenossen möchte und artgerechte Haltung. Franz blieb bei mir, er war ca. 8 Jahre, ein Jahr später versagte sein Herz und ich ließ in erlösen

Lupine 13.03.2013 11:05

Zitat:

Zitat von Feli (Beitrag 477799)
Guten morgen zusammen,

zu Lupine:
ich denke aus dem Grund so, dass du keinen täglichen Umgang mit Tieren hast, bzgl. dem, wie du über Stammbäume sprichst.

Noch einmal die Frage: wie definierst du "täglicher Umgang"? Was ist für dich täglicher Umgang? Die Versorgung von Tieren? Wie oft/wie lange pro Tag muss das sein? Oder Zucht? Oder Nutztierhaltung? Selbst schlachten?

Ich kann nicht feststellen, ob du möglicherweise Recht hast, wenn du die Voraussetzungen deiner Behauptung nicht entsprechend definierst.

Zitat:

Dazu wie Frühreife und Entwicklungsstörungen zusammenpassen:
Ein Kaninchen entwicket sich in Schüben die äußerlich nicht sichtbar sind, auch nicht an den Geschlechtsteilen. Er wurde auch 3-4x wöchentlich von unterschiedlichen Personen auf absteigende Hoden kontrolliert und es war nichts ersichtlich. Bei der Kastra sahen wir, dass die Hoden in Richtung Bauchraum standen, ist vom Grundsatz her auch nichts schlimmes und dies kommt bei allen Tieren vor. Dies ist auch der Grund, warum es oft vorkommt das Männlein als Weiblein ausgegeben werden!!!
Oh, ein sehr seltener Fall! Bei einem echten Hodenhochstand lebensfähige Samen ist schon mehr als ungewöhnlich.

Natürlich ist es auch möglich, dass ihr nicht mitbekommen habt dass der Bursche seine Kronjuwelen einfach einzog... wobei das nun weit weniger ungewöhnlich wäre, als lebensfähige Samen bei einem Hodenhochstand, und eingentlich bemerkt werden sollte.

Dass des öfteren einmal Rammler aus diesem Grund für Häsinnen gehalten werden ist mir bekannt. Allerdings kann jemand, der wirklich fachkundig ist, trotzdem das Geschlecht sicher bestimmen. Mein TA hatte jedenfalls keine Probleme damit bei Leo, er hat sich nur recht gut amüsiert und meinem kleinen Noch-Mann mitgeteilt dass ihm das nichts nützen würde die Dinger in Sicherheit zu bringen, er würde so oder so dran kommen :D Äußerst peinlich ist so ein Irrtum natürlich für Tierärzte oder langjährige Züchter, denen sollte so etwas nicht passieren.

Selkie 13.03.2013 11:40

Zitat:

Zitat von Lupine (Beitrag 477780)
Na, so einfach ist das auch nicht immer, die Natur hat schon ihren eigenen Kopf ;)

Es gibt einen recht großen Unterschied zwischen Tierbabies und einem eigenen Kind. Beim eigenen Kind begreift der eine oder andere rechtzeitig, dass man sein ganzes Leben lang für dieses Kind verantwortlich ist. Ich denke das hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass man "sein eigen Fleisch und Blut" eben aus sehr egoistischen evolutionären Gründen gut über die Runden bringen will. Viele spüren diese große Verantwortung. Einige leider nicht, aber das ist ein anderes Thema.

Bei Tierbabies ist es leichter. Die holen einen nicht monate- oder gar jahrelang jeden Nacht aus dem Schlaf. Man muss nicht rund um die Uhr sein ganzes Leben auf sie einstellen. Denn man ist ja quasi eher "Großmutter" oder "Großvater" - die eigentliche Versorgung übernimmt jemand anderes. Die Tiermutter selbst nämlich. Man selbst bekommt nur die "Belohnung". Das Kindchenschema, das Süße, das genießen.

Meine Mutter und meine Schwiegermutter sind sich einig, Oma sein ist genial: man darf genießen, darf verwöhnen, kurz: man darf alles machen was man als Mutter sich verkneifen musste, weil man ja irgendwie mit dem Sprößling klar kommen muss auf Dauer. Aber als Oma darf man - für die Erziehung sind andere zuständig :cool:

Vielleicht spielt das eine große Rolle bei solchen Entscheidungen. So eine Art Oma-Syndrom: die Vorteile genießen können, die Nachteile aber (scheinbar) nicht in Kauf nehmen müssen.

Dazu kommt noch, dass viele Tierarten eine Lebenserwartung haben, die deutlich unter der eines Menschen liegt. Man kann also absehen, dass die Verantwortung nur eine begrenzte Zeit auf einem lastet, wenn man denn sich überhaupt über diese Verantwortung Gedanken macht.

Aber wir geraten hier arg off topic - vielleicht sollte man unsere philosophischen Anwandlungen abtrennen?

ja schon klar. war auch etwas überspitzt.
aber auch um an tierbabys zu kommen muss man nicht unbedings welche zeugen. auch bei einem 8-9 wochen alten kaninchen kann man es aufwachsen sehen.
oder auch hundewelpen muss man ja nicht von der geburt an haben (wobei es ja auch züchter gibt bei denen du die ersten lebenswochen des tieres verfolgen kannst bevor du es dann bekommst).

naja wir werden das leider nicht ändern können. es wird immer wieder leute geben die meinen ihr tier mal decken lassen zu müssen oder ihre tiere nicht kastrieren wollen. hatte sogar schon mit meiner mutter diskusionen weil sie ja gerne mal ihre hündin decken lassen würde :mad:

Lupine 13.03.2013 11:49

Ja, manche Züchter bieten sogar Webcams mittlerweile, glaube ich. Und vor kurzem habe ich in einer amerikanischen Pflegestelle ganz süßen Kitten über Webcam beim großwerden zusehen können. So sweet :o Und trotzdem - oder gerade deshalb? - entstand oder entsteht bei mir der Wunsch nach "eigenen" Tierkindern nicht.

Ich habe solche Probleme mit meinen Eltern GsD nie gehabt. Der beste Freund meiner Kindheit, unser Hund, war von Tiere in Not. Er war selbstverständlich kastriert, dazu mussten wir uns damals bereits vertraglich verpflichten, aber es wäre auch so nie in Frage gekommen dass er für Nachwuchs gesorgt hätte.

Selkie 13.03.2013 11:57

für mich und meine eigenen haustiere kommt das auch nicht infrage. in bonnys vertrag steht glaube ich auch drin dass ich mit ihr kein nachwuchs zeugen darf. aber sie kam auch von einem massenvermehrer wo das vet-amt eingeschritten ist...

meine mutter hatte das mal gesagt. aber sie hat im prinzip keine ahnung von hundewelpen. ich weiß aber gar nicht ob sie noch mit dem gedanken spielt.

Applejack 13.03.2013 13:08

...und manchmal haben Tierärzte noch die alte, verstaubte Ansicht, weibliche Tier müssen sich mind. einmal im Leben vermehren, da sie sonst Krebs bekommen können, unsere Schäferhündin damals war auch so eine Kandidatin (sie kam 3jährig zu uns, die Welpen bekam sie vorher)
Woran sie 9jährig starb? Genau: an Krebs! (sorry, schon wieder ot)

edit: solche Webcams gibt es auch für Fohlen und Kälber

edit.vol2: doch, ein Stammbaum nützt sehr wohl etwas, wenn man die 2 richtigen nimmt und genau lesen kann ;)

Feli 13.03.2013 20:24

Hallo alle zusammen,

Lupine, eine Zeitangabe kann ich hierzu nicht machen, aber ich beschreibs hoffentlich jetzt richtig:D Ich wurde auf einem Bauernhof groß somit allem drum und dran was Tiere betrifft. Angefangen von Kühen, Katzen, Hund, Hühner, Kaninchen bis zu Pferden. Aufgewachsen bin ich auf dem Dorf, jeder zweiter war quasi Bauer. Man bekommt von klein auf mit, wie`s läuft, bzw. laufen sollte. Als Kind war ich auch bei allen anderen Bauern wie zuhause (auf dem Dorf ist das so) und du bekommst sehr sehr viel mit, gute Sachen und auch schlechte Sachen. Aus diesem Umgang mit Tieren lernst du für`s Leben sag ich immer:rolleyes:.

Und du lernst, dass nicht alles so funktioniert, wie man es gerne hätte.;)
Du gehst oft als Landwirt einen Schritt zurück und schaust Dich wieder um, wo der richtige Weg ist!!!

Ach, und was die Videoüberwachung betrifft, na ja, gibts schon seit vielen Jahren Überwachungskameras im Stall, eigentlich sind diese dafür gedacht, die Tiere aus der Ferne zu beobachten um bei der anstehenden Geburt nicht zu stören!!!!! Aber das diese jetzt auch ins Internet gestellt werden ist mir selber neu!!

aliena 13.03.2013 20:36

Feli, ich bin selbst von klein auf mit Tieren aufgewachsen und habe trotzdem - oder vielmehr deshalb - eine ganz andere Meinung als du bezüglich blinder Vermehrung ;) Du hast dich so entwickelt, aber verallgemeinern kann man das nicht. Jemandem zu unterstellen, er hätte nicht "genug" Kontakt zu Tieren gehabt und wäre deshalb nicht in der Lage, zu sehen, wie die Dinge wirklich sind, ist auf jeden Fall unangemessen.

Ich finde an dieser Stelle kann man diese Diskussion auch beenden. Jeder hat hier einen Standpunkt, den er begründen kann - die einen eher sehr persönlich, die anderen fachlich - und ich sehe nicht, wo sich da eine Partei auf die anderen zubewegen kann. Ist eigentlich alles gesagt.

LG aliena

Feli 13.03.2013 20:59

Aliena, bzgl. dem was ich geschrieben habe, dass ich in der Landwirtschaft groß geworden bin meinte ich nicht die Vermehrung, hier geht es darum, was ich unter täglichen Umgang mit Tieren verstehe.

Und wenn DU in der Landwirtschaft mit "Nutztieren" groß geworden bist, weißt du, wie weit man mit Stammbäume kommt, leider oftmals nicht weit!!!!

Und über Vermehrung von Nutztieren, bitte NICHT auch noch dieses Thema!!!!
Dann kommt zum Schluß noch raus, dass 99% im Forum Vegan bzw. Vegetarisch leben:D:D:D


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