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Wollknäul 05.05.2012 08:48

Petition an den Bundestag gegen die REACH Verordnung
 
Hallo Foris,


bei REACH handelt es sich um dein Eu-weites Projekt, bei dem Tausende von Chemikalien (besonders auch Altchemikalien) auf ihre Giftigkeit überprüft werden sollen - überwiegend in Tierversuchen wie LD50. Schätzungen gehen von 8 - 54 Mio Tieren aus...
siehe [URL="https://service.gmx.net/de/cgi/derefer?TYPE=3&DEST=http%3A%2F%2Fwww.aerzte-gegen-tierversuche.de%2Fprojekte%2Freach-projekt.html"]http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/projekte/reach-projekt.html[/URL]


Wenn ihr auch gegen weitere Tierversuche und für neue Tierfreie Testverfahren seid dann unterzeichnet bitte folgende Petition.

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=2361 4

Jinro 05.05.2012 11:35

AW: Petition an den Bundestag gegen die REACH Verordnung
 
Ist seit fünf Jahren beschlossen und wird seitdem angewendet. Viel, viel zu spät diese Petition.

Mutzi 05.05.2012 13:51

AW: Petition an den Bundestag gegen die REACH Verordnung
 
Zitat:

Zitat von Jinro (Beitrag 339422)
Ist seit fünf Jahren beschlossen und wird seitdem angewendet. Viel, viel zu spät diese Petition.

Jop so hab ich das auch in Erinnerung...Wirklich eine der unnötigsten Beschlüsse aller Zeiten.

Wollknäul 06.05.2012 09:19

AW: Petition an den Bundestag gegen die REACH Verordnung
 
Naja aber vl kann man jetzt noch was ändern.
Besser man versucht es zu spät als sich einfach damit abzufinden.

Wollknäul 06.05.2012 09:21

AW: Petition an den Bundestag gegen die REACH Verordnung
 
hier auch nochmal der richtige link:


https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition%3Bsa=details%3Bpetition= 23614

Jinro 06.05.2012 11:14

AW: Petition an den Bundestag gegen die REACH Verordnung
 
Zitat:

Zitat von Wollknäul (Beitrag 340012)
Naja aber vl kann man jetzt noch was ändern.
Besser man versucht es zu spät als sich einfach damit abzufinden.

Es wäre absolut schädlich und dämlich REACH auszusetzen. Der Verfasser der Petition hat offensichtlich keine Ahnung, was er da überhaupt verlangt. REACH ist die Abkürzung für die grundlegende Regelung des europaweit gültigen Chemikalienrechts.

Um mal zu verdeutlichen was REACH bedeutet:

REACH steht für Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien. Ursprüngliches Ziel: Erstmals sollen alle wesentlichen (von denen europaweit mehr als 1000kg produziert werden) chemischen Substanzen in einem mehrstufigen Verfahren zentral erfasst und auf ihr Risiko für die menschliche Gesundheit und die Umwelt überprüft werden. Langfristig sollen dadurch gefährliche Stoffe, vor allem krebserregende und erbgutverändernde, ganz ersetzt werden.

So genannte Altstoffe – das sind Stoffe, die vor 1981 auf den Markt gekommen sind – wurden bisher nicht entsprechend erfasst und kontrolliert. Das bedeutet: Von den 30.000 meist eingesetzten Chemikalien wurde bislang erst ein geringer Teil auf seine Auswirkungen auf Mensch und Umwelt überprüft. Kernelement von REACH ist die Produzentenverantwortung durch Umkehr der Beweislast: Nicht Behörden und Konsumenten müssen die Gefährlichkeit von Produkten nachweisen, sondern die Hersteller die Unbedenklichkeit ihrer Waren.

Zudem ist mit REACH der Grundsatz der Datenweitergabe festgeschrieben. Hersteller sind verpflichtet alle Testdaten ihrer Stoffe weiterzugeben. Die Daten sind zentral erfasst, wenn Stiftung Warentest mal wieder Spielzeug untersucht, können sie direkt zentral nachschlagen, ob die gefunden Stoffe krebserregend sind oder nicht.

Zudem werden gefährliche Stoffe jetzt nur noch zeitlich begrenzt zugelassen, um den Druck sie durch ungefährliche zu ersetzen konstant hoch zu halten.

Ich seh absolut nicht, wie man ernsthaft der Meinung sein kann, so einen Prozess aussetzen zu wollen.

e: Was mir gerade noch einfällt: Warum sollte ein Aussetzen überhaupt Besserung bringen? Nehmen wir mal an, die Zulassungsbeschränkungen wären noch immer gleich hoch, da nationales Recht einsetzt und Deutschland ein strenges Chemikalienrecht hat: Dann ist der einzige Vorteil der Aussetzung, dass Hersteller ihre Daten nicht mehr teilen müssen. Klasse, dann müsste jeder eigene Gefährdungsstudien machen und damit würden mehr Tierversuche anstehen als mit REACH.

Mutzi 07.05.2012 18:07

AW: Petition an den Bundestag gegen die REACH Verordnung
 
Vom deutschen Tierschutzbund wurde damals ein großer Artikel veröffentlicht, der aussagte, dass auch sehr viele Chemikalien, die tagtäglich benutzt werden (Kosmetik u.ä.), wieder erneut an Tieren getestet werden müssen. Weil das eben so beschlossen wurde. Und das ist für mich einfach Schwachsinn. Nur weil es eben so Vorschrift ist, müssen alle Inhaltsstoffe nochmals an Tieren getestet werden, obwohl es quasi im Alltag, aber natürlich nicht unter überwachten Laborbedinungen, an Menschen "getestet" wird.

Jinro 07.05.2012 18:20

AW: Petition an den Bundestag gegen die REACH Verordnung
 
Zitat:

Zitat von Mutzi (Beitrag 340865)
Vom deutschen Tierschutzbund wurde damals ein großer Artikel veröffentlicht, der aussagte, dass auch sehr viele Chemikalien, die tagtäglich benutzt werden (Kosmetik u.ä.), wieder erneut an Tieren getestet werden müssen. Weil das eben so beschlossen wurde. Und das ist für mich einfach Schwachsinn. Nur weil es eben so Vorschrift ist, müssen alle Inhaltsstoffe nochmals an Tieren getestet werden, obwohl es quasi im Alltag, aber natürlich nicht unter überwachten Laborbedinungen, an Menschen "getestet" wird.

Dann setzt man sich für alternative Testverfahren ein und nicht für eine Abschaffung der Gesetzgebung. Das ist und bleibt dämlicher Schwachsinn. Ich zitiere an der Stelle mal von der Homepage des deutschen Tierschutzbundes:

Zitat:

Nach langen politischen Ringen zwischen EU-Kommission, Europaparlament und Ministerrat sind zwar nicht alle Forderungen des Tierschutzes erfüllt. Doch berücksichtigt REACH viele wichtige Maßgaben, durch die Tierversuche verhindert und tierversuchsfreie Verfahren eher angewendet werden. Es gilt nun der Grundsatz, dass „Tierversuche nur als letzte Möglichkeit" eingesetzt werden dürfen. Tierversuche dürfen z.B. nicht wiederholt werden und die Hersteller müssen bereits vorliegende Daten zu Versuchen untereinander austauschen. Viele Millionen Versuchstiere können damit gerettet werden.

Damit Tierschutzmaßnahmen im Rahmen von REACH aber nicht bloße Theorie bleiben, hat die ECHA als Hilfestellung im Juni 2010 die Praxisanleitung 10 herausgegeben. Darin wird für Hersteller von Chemikalien und Behördenmitarbeiter beschrieben, wie sich eine Vielzahl von Tierversuchen aktiv vermeiden lässt. Der Deutsche Tierschutzbund hat bereits zur Nutzung der Anleitung aufgerufen.
Quelle: http://www.tierschutzbund.de/reach.html

Es bleibt der Eindruck, dass der Verfasser der Petition absolut keine Ahnung hat, worüber er da überhaupt geschrieben hat.


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