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Selkie 18.10.2011 18:07

Katzenhaltung
 
Soo da in einem anderen Thema grade dadrüber diskutiert wird, ob man Katzen nun einzelnt halten darf oder nicht mache ich hier nun ein passendes thema dazu.

hier kann natürlich auch alles andere zum thema katze rein ;)

lg

Jeckie96 18.10.2011 18:13

AW: Katzenhaltung
 
ALSO ich hatte einen kater, der wurde 18 jahre alt und starb an altersschwäche =(
ich hielt ihn allein im großen haus mit garten und freigang. ich hab ihn öfters mit anderen katzen und katern spielen gesehen. er war kastriert und liebte meine hunde - zum spielen xD
er hatte 3 hunde kennengelernt. mein großen benny und die süße susi und denn welpen asko. die beiden benny und susi sind gestorben, kurz hintereinander. ab da an ging es bergab mit purzel, so hieß unser kater... er hat asko ein paar schöne narben gegeben ^^

Valentina 18.10.2011 18:21

AW: Katzenhaltung
 
Sicher darf man Kazten einzeln halten.. Nur sollte man das eben nicht (immer)... ;)
Kitten/Jungkatzen und Wohnungskatzen sollten einen Freund haben. Bestenfalls von kleinauf.
Je länger eine Katze alleine lebt, je schwieriger wird es, 2 oder mehr zu halten.

Habe grade selbst eine 3er Zusammenführung.. Spaßig ist anders.. ;)

Freigängerkatzen könnte man alleine halten, da sie ja eben die Möglichkeit haben, sich ihre Freunde draussen selbt auszusuchen.
Es gibt oft sogar richtige Katzenkolonien.

Jeckie96 18.10.2011 18:22

AW: Katzenhaltung
 
Zitat:

Zitat von Valentina (Beitrag 242100)
Es gibt oft sogar richtige Katzenkolonien.

zählt eine katzengruppe von ca 16 katzen als kolonie?

Valentina 18.10.2011 18:26

AW: Katzenhaltung
 
Wieviele Katzen das sein müssen, weiß ich nicht, aber in Rom zb sind es über 100 Katzen.. ;)

Jeckie96 18.10.2011 18:27

AW: Katzenhaltung
 
ehm ehm ehm sprachlos

Valentina 18.10.2011 18:30

AW: Katzenhaltung
 
wieso sprachlos?

Tinachen 18.10.2011 18:43

AW: Katzenhaltung
 
Man muß aber auch dazu sagen, dass so große Katzenzweckverbände wie in Rom dadurch entstanden sind, dass dort immer Leute hingehen und die Katzen füttern. So kamen immer mehr katzen zusammen. Was natürlich auch zu immer mehr Nachwuchs führte. Große Katzentruppen sind auch auf Bauernhöfen sehr oft anzutreffen. In großen Gruppen kommt es sogar vor, dass sich verschiedene Katzenmütter um alle Katzenkinder kümmern. Sehr interessantes, gewachsenes Sozialverhalten mit "Leitkätzinnen" und ganz klaren Hierachien.
Bei Wildkatzen sieht es etwas anders aus. Die Kätzin duldet den Kater nur zur Paarungszeit ansonsten ist der Kater absoluter Einzelgänger. Deshalb kann man gar nicht so generell sagen ob eine Katze ein Einzelgänger ist oder nicht. Ich würde aber auch ganz klar sagen. In der Wohnung lebende Katzen niemals alleine. Bei Freigang und genügend Beschäftigung und Ansprache durch den Menschen kann eine Katze durchaus alleine gehalten werden.

The Balu 18.10.2011 18:58

AW: Katzenhaltung
 
Also, dann antworte ich mal hier und schreibe "meine Geschichte" zu den Katzen auf und warum ich so vehemment gegen Einzelhaltung "wettere".

Wir sind vor 6 Wochen umgezogen, unsere Kaninchen sind schon vor 12 Monaten umgezogen in ein kleines Häuschen mit Garten. Da wir Stroh und Heu in der Garage lagern, eine Nachbarin die einige Katzen hielt auch wegzog und hier die Gegend schon als gehoben gilt äußerte ich schnell bedenken bzgl. Mäuse.
Schließlich wäre das ja ein Paradies für Mäuse, da war schnell die Idee geboren EINE Katze anzuschaffen. Ich hab mich also eingelesen was die Katzenhaltung und Bedürfnisse der Samtpfoten angeht.
Ich las zwar im Katzenforum schon, dass man Katzen zu zweit halten sollte, aber das habe ich erstmal ignoriert.
So kam es, dass eine verwilderte Katze Kitten im Garten unseres ehemaligen Wohnhauses bekommen und großgezogen hat. Unserem Ex-Vermieter hat das missfallen, er hat kurzerhand die Mama-Katze geschnappt und weggebracht. Wir konnten Keks so grade noch retten.
Da hatten wir also unsere Katze.
Sie war bei uns im Haus, 6-7 Wochen alt und jammerte ohne Ende, sobald wir uns nicht mit ihr beschäftigt haben.
Mein Freund wusste von Anfang an, dass ich gegen eine zweite Katze bin, er wusste aber auch, dass es nicht richtig ist, aber er hat Keks für sich arbeiten lassen.
Die kleene war sooo süß, aber total unglücklich und diesen Unmut äußerte sie lautstark. Ich war nach einem Tag ziemlich genervt. Er meinte nur, dass sie alleine sei und eine zweite her müsse.

Wir haben also die Kleinanzeigen gestöbert und unseren Benny, da war er 14 Wochen alt gerettet.
Da Keks ihre Mama viel zu früh verloren hat, hatte sie ganz viele Sachen gar nicht gelernt, das hat Benny nun zum Glück übernommen. Er war lange genug bei seiner Mama und seinen Geschwistern (das war aber auch das einzig gute an seiner Haltung), so konnte er das richtige kätzische Verhalten beim spielen usw. lernen und hat es Keks beigebracht.
Denn wir konnten Keks nicht beibringen, wie fest sie beim spielen zubeißen darf ohne dass sie uns verletzt, das können nur Kitten untereinander.

Ich habe also am eigenen Leib erlebt, dass eine Einzelhaltung bei diesen sozialen Tieren keine Möglichkeit ist.

Keks und Benny sind dennoch so zahm und anhänglich, dass sie ihre Streicheleinheiten einfordern, bei uns im Bett schlafen und sobald wir heimkommen am schnurren sind.

Im Katzenforum gibt es einige Beispiele wie Katzen aufgeblüht sind, nachdem sie einen Gefährten bekommen haben, hierunter sind auch Katzen, die im Tierheim als Einzelgänger vermittelt wurden.

Schaut euch doch mal die großen Wildkatzen wie Löwen oder Tiger im Zoo an. Wir waren am Sonntag noch im Zoom in Gelsenkirchen. Dort lag ein Rudel Löwen auf einem Haufen und kuschelten zusammen und das sicher nicht, weil sie Einzelgänger sind.

Es wird sicherlich Ausnahme-Katzen gibt, die man tatsächlich nicht vergesellschaftet bekommt, aber das sind wie bei Kaninchen die Ausnahmen.

Die Meinung eine Katze mit Freigang bräuchte keinen Gefährten ist ebenfalls nicht haltbar. Denn Katzen haben genau wie Löwen (oder Kaninchen) sehr feste Reviere in denen sie keine Rivalen dulden. Treffen mit anderen Katzen werden also nicht wirklich freundlich sein, sondern eher in Revierkämpfen enden. Es mag auch hier Exemplare geben, die den Nachbarskater nett finden, aber das ist einfach nicht die Regel.

Was ich noch sagen möchte, informiert euch bitte eingehend über die Ernährung von Katzen. Das meiste Dosenfutter ist schrott, da Zucker, Getreide oder Tierische Nebenerzeugnisse erhalten sind. Es gibt ein paar gute Sorten, Lux beim Aldi, Animonda beim Fressnapf.

So und wollt ihr eurer Katze dies wirklich vorenthalten?

[url=http://www.fotos-hochladen.net/view/sl381454zl29degwqm.jpg]http://www.fotos-hochladen.net/thumb...gwqm_thumb.jpg[/url]

Tinachen 18.10.2011 19:17

AW: Katzenhaltung
 
Das eine viel zu früh von ihrer Mama weggekommene Babykatze nicht alleine bleiben kann versteht sich von selbst. Das würde ich aber jetzt nicht als Massstab für unbedingte Zweierhaltung sehen. Es ist auch nie gewährleistet das sich alle Katzen gut verstehen. Davon kann man nicht zwingend ausgehen. Es gibt sehr verträgliche Katzen aber genauso gut Einzelgänger. Ich habe im Moment vier Katzen. Nur zwei davon sind beste Freunde. Die anderen tollerieren sich eher. Es gibt große charakterliche Unterschiede, die man unbedingt beachten muß. Nein ich bleibe dabei. In der Wohnung nie alleine. Freigänger ja. Um die Verhaltensweisen der Katzen besser zu verstehen sind die Bücher von Desmond Morris zu empfehlen. Z. B. Cat Watching.

Tinachen 18.10.2011 19:22

AW: Katzenhaltung
 
Wo ich Dir bedingungslos Recht gebe ist die Katzenernährung. Da ist gutes Futter sehr wichtig.
Meist braucht man von den hochwertigeren Futtersorten weil bessere Inhaltsstoffe auch weniger. Wenn man sich im Vergleich ansieht was für Schrott in Billigfutter verarbeitet wird ist es im Schnitt allemal wesentlich teurer als gleich gutes Futter zu kaufen. Mal ganz abgesehen davon was man sich auf Dauer an Tierarztkosten durch falsche Ernährung spart.

Selkie 18.10.2011 19:39

AW: Katzenhaltung
 
Zitat:

Was ich noch sagen möchte, informiert euch bitte eingehend über die Ernährung von Katzen. Das meiste Dosenfutter ist schrott, da Zucker, Getreide oder Tierische Nebenerzeugnisse erhalten sind. Es gibt ein paar gute Sorten, Lux beim Aldi, Animonda beim Fressnapf.
ich hatte mal ne zeit lang die katzen meiner damaligen nachbarin gefüttert, die nur so ein billigzeug hatte.. das stank..
nach verwesung oder so. auf jeden fall war der geruch echt nicht angenehm (gleiches gilt auch für einige hundefuttersorten)

zum thema einzelhaltung oder mehrere katzen kann ich im prinzip nicht mitreden.
weiß denn jemand ob katzen wie die "wald-wildkatze" (ich glaube das sind die vorfahren der normalen hauskatze. sicher bin ich mir da jetzt nicht) einzelgänger sind oder eher gruppentiere?

edit: ah ich liege falsch. die afrikanische falbkatze ist wohl der vorfahr ;)

Jeckie96 18.10.2011 19:43

AW: Katzenhaltung
 
Zitat:

Zitat von Selkie (Beitrag 242130)
ich hatte mal ne zeit lang die katzen meiner damaligen nachbarin gefüttert, die nur so ein billigzeug hatte.. das stank..
nach verwesung oder so. auf jeden fall war der geruch echt nicht angenehm (gleiches gilt auch für einige hundefuttersorten)

zum thema einzelhaltung oder mehrere katzen kann ich im prinzip nicht mitreden.
weiß denn jemand ob katzen wie die "wald-wildkatze" (ich glaube das sind die vorfahren der normalen hauskatze. sicher bin ich mir da jetzt nicht) einzelgänger sind oder eher gruppentiere?

edit: ah ich liege falsch. die afrikanische falbkatze ist wohl der vorfahr ;)

und die wildkatzen sind einzelgänger udn sehr revierbezogen (hab das so im hefter stehen)

Jinro 18.10.2011 19:54

AW: Katzenhaltung
 
Zitat:

Zitat von The Balu (Beitrag 242112)

Schaut euch doch mal die großen Wildkatzen wie Löwen oder Tiger im Zoo an. Wir waren am Sonntag noch im Zoom in Gelsenkirchen. Dort lag ein Rudel Löwen auf einem Haufen und kuschelten zusammen und das sicher nicht, weil sie Einzelgänger sind. [/url]

Solche Vergleiche sollte man nicht ziehen, denn der Zusammenhang zwischen wilder Großkatze und domestizierter Kleinkatze ist wirklich nicht beispielhaft. Davon ab gibt es eben viele Großkatzen, die Einzelgänger sind. Tiger beispielsweise. Da leben nur Jungtiere zur Aufzucht mit der Mutter, Männchen sind Einzelgänger. Ein Zoo ist nicht gerade ein beispielhaftes Lebensraumabbild, denn die Territorumsgröße einer Großkatze hängt von der Nahrungsverfügbarkeit ab. Sibirische Tiger sichern sich teils bis zu 400 km² Revier (pro Männchen), das wäre die vierfache Städtfläche von Gelsenkirchen.:D

Jeckie96 18.10.2011 19:57

AW: Katzenhaltung
 
Zitat:

Zitat von Jinro (Beitrag 242142)
Solche Vergleiche sollte man nicht ziehen, denn der Zusammenhang zwischen wilder Großkatze und domestizierter Kleinkatze ist wirklich nicht beispielhaft. Davon ab gibt es eben viele Großkatzen, die Einzelgänger sind. Tiger beispielsweise. Da leben nur Jungtiere zur Aufzucht mit der Mutter, Männchen sind Einzelgänger. Ein Zoo ist nicht gerade ein beispielhaftes Lebensraumabbild, denn die Territorumsgröße einer Großkatze hängt von der Nahrungsverfügbarkeit ab. Sibirische Tiger sichern sich teils bis zu 400 km² Revier (pro Männchen), das wäre die vierfache Städtfläche von Gelsenkirchen.:D

und im zoo leben sie auf max 50m² xD
kein gutr vergleich damit

Jinro 18.10.2011 19:59

AW: Katzenhaltung
 
Da laufen sie allerdings auch nicht nur alle 4 Tage einem Frühstück über den Weg. Trotzdem ist der Blick auf das tatsächliche Leben im Zoo sehr verzerrt.

Jeckie96 18.10.2011 20:01

AW: Katzenhaltung
 
Zitat:

Zitat von Jinro (Beitrag 242147)
Da laufen sie allerdings auch nicht nur alle 4 Tage einem Frühstück über den Weg. Trotzdem ist der Blick auf das tatsächliche Leben im Zoo sehr verzerrt.

*ironie an* warum? es ist doch witzig, tiger auf engstem lebensraum in geplanten gemeinschaften zu leben. ist doch toll, die tiere auf 20 bis 30m² zu sehen, wie sie rumspielen mit einem ball :D *ironie aus*

Selkie 18.10.2011 20:12

AW: Katzenhaltung
 
Zitat:

Zitat von Jinro (Beitrag 242142)
Solche Vergleiche sollte man nicht ziehen, denn der Zusammenhang zwischen wilder Großkatze und domestizierter Kleinkatze ist wirklich nicht beispielhaft. Davon ab gibt es eben viele Großkatzen, die Einzelgänger sind. Tiger beispielsweise. Da leben nur Jungtiere zur Aufzucht mit der Mutter, Männchen sind Einzelgänger. Ein Zoo ist nicht gerade ein beispielhaftes Lebensraumabbild, denn die Territorumsgröße einer Großkatze hängt von der Nahrungsverfügbarkeit ab. Sibirische Tiger sichern sich teils bis zu 400 km² Revier (pro Männchen), das wäre die vierfache Städtfläche von Gelsenkirchen.:D

deswegen frage ich ja auch hier nach den direkteren vorfahren. wie eben diese afrikanische katze (ich hab nicht viel infos zu der gefunden).

der vergleich zu löwen oder tigern, leoparden, geparden usw ist meiner meinung nach auch zu weit hergeholt. soweit ich weiß sind alle der aufgezählten katzen einzelgänger außer eben die löwen.

nur bei kaninchen ziehen wir immer dne vergleich zu den wilden verwanten/vorfahren. aber bei katzen wird das scheinbar nicht gemacht :confused:


in gelsenkirchen ist das dieser zoom erlebnispark?
da wollte ich mal hin. ich habe mal gelesen, dass da die tiere nicht in kleinen käfigen leben und stattdessten große gehege und es versucht wird sie so artgerecht wie möglich zu halten.
ob das stimmt weiß ich nicht.

Streicher 18.10.2011 20:22

AW: Katzenhaltung
 
Wie die Wildkatze (hier wird noch zwischen den verschieden Unterkategorien unterschieden) bzw. fast alle Katzenarten sind auch die Hauskatzen überwiegend Einzelgänger natürlich gibt es wie bei allem Ausnahmen.
Außer Kitten und Jungkatzen, die zusammen mit Geschwistern aufwachsen sind erwachsene Tiere vorwiegend Einzelgänger.
Ich habe Katzen seit ich drei Jahre alt bin und bislang immer zwei Katzen. Bei meinen beiden ersten Kater und Katze kann ich sagen, sie liebten sich. Als die Katze starb suchte der Kater sie.
Bei den danachfolgenden war es genau anders. Seit die ältere Katze dieses Jahr gestorben ist, blüht die andere richtig auf und ist um einiges zufriedener.
Was ich allerdings merke, sie leidet darunter, dass sie nicht mehr raus kann.
Bei meiner Freundin und im Stall die Katzen leben zu dritt bzw. zu viert. Glücklich über die Gesellschaft von Artgenossen sieht anders aus.

Das es kaum vernünftiges Katzenfutter gibt stimmt allerdings. Aber Animonda ist auch nicht viel besser. Lux geht noch.
Animonda: Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (20% Rind, je 10% Lamm, Pute, Huhn, Kaninchen), Mineralstoffe.

Lux: Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse mindestens 60% Fleisch (davon mind. 4% Rind, mind. 4% Huhn) Mineralstoffe

Und woraus besteht der Rest? Wie so häufig aus in Fleischform gepresstes Soja?

Tinachen 18.10.2011 20:31

AW: Katzenhaltung
 
nur bei kaninchen ziehen wir immer dne vergleich zu den wilden verwanten/vorfahren. aber bei katzen wird das scheinbar nicht gemacht :confused:

@Selkie
Ich könnte mir sehr gut vorstellen das dass deshalb ist weil die Katze einfach wesentlich länger domestiziert ist und wir sie durch ihre Anpassung "irgendwie" eher als eigene Gattung sehen.

Valentina 18.10.2011 20:37

AW: Katzenhaltung
 
Katzen werden nicht als Einzelgänger geboren... Sie werden dazu gemacht!

Streicher 18.10.2011 20:39

AW: Katzenhaltung
 
Zitat:

Zitat von Valentina (Beitrag 242179)
Katzen werden nicht als Einzelgänger geboren... Sie werden dazu gemacht!

Und warum leben die Vorfahren unserer Hauskatzen, die europäische Wildkatze überwiegend als Einzelgänger?

Comaro 18.10.2011 20:47

AW: Katzenhaltung
 
Meine erste "eigene" Katze Blacky war defintiv eine Einzelgängerin...sie hat jede andere Katze und so manchen gestandenen Kater in ihrem Einzugsbereich gnadenlos verkloppt, und eine ZF mit einer anderen Kastze, daran war gar nicht zu denken...haben es 1 x versucht, und die arme Katze wurde praktisch grün und blau geprügelt.

Sie ist bei uns eingezogen, weil die Nachbarn sie einmal haben werfen lassen vor der Kastra, und sie wollte ihren Platz nicht mit ihrem Nchwuchs teilen...statt die Jungen zu "verjagen", wie es solche Katzen üblicherweise tun, ist sie eben selber umgezogen. Es gibt also sehr wohl Katzen, die schlicht und einfach Einzelgänger sind.

Unsere Kater in D-land, Chou-Chou (von meiner Oma) und Benjamin (unserer) haben sich gnädigerweise geduldet und nach Kräften ignoriert, war also auch nicht das Gelbe vom Ei...sie haben sich auch nie an andere Katzen / Kater angeschlossen...

Anders sieht es mit meinen aktuellen Katzen aus...beides sind Ex-Strassenkatzen, Livie hab ich vor 1 Jahr auf der Strasse gefunden, und Sammy lebte schon länger wild rund ums Haus...den habe ich aufgesammekt, als er schwer krank, mit Schnupfen und extrem hohen Fieber, beim Nachbarn vor der Haustür sass...ich wollte ihn eigentlich nur kurieren, kastrieren, impfen und dann wieder laufen lassen, aber es kam alles ein bisschen anders...

zum einen hat er Katzen-Leukämie, die ja unheilbar ist...und dann hat er beschlossen, dass es ihm bei mir so gut gefällt, dass er nicht mehr gehen will und wird von Woche zu Woche häuslicher, verschmuster und und und...mir geht jedes Mal das Herz auf, wenn ich das Kerlchen sehe, wenn er spielt (das hat er erst bei mir, dank Livie, entdeckt), schnurrt, schmust....und wie er immer lautstark erzählt, wenn er von draussen reinkommt...

Hier sind die beiden übrigens:

Livie
http://i1014.photobucket.com/albums/...SDC15531-1.jpg

Sammy
http://i1014.photobucket.com/albums/...SDC15530-1.jpg

http://i1014.photobucket.com/albums/...SDC15961-1.jpg

Valentina 18.10.2011 20:47

AW: Katzenhaltung
 
Weil der Vergleich hinkt!

Wildkatzen haben ihre natürlichen Instinkte, sie treffen sich nur zur Paarungszeit - sonst sind andere Katzen eher unwilkommen.

Unsere Hauskatzen haben 1. viel kleinere Reviere, 2. oft keine andere Wahl, als sich zuhause 8 Stunden oder länger, auf dem Kratzbaum zu langweilen...

Viele Halter wundern sich, wenn die Katze unsauber wird, die Tapeten verkratzt, bissig und kratzbürstig ist etc pp.
Das sind Verhaltensstörungen - gibts auch bei Kaninchen. ;)

Selkie 18.10.2011 20:55

AW: Katzenhaltung
 
Zitat:

Zitat von Valentina (Beitrag 242192)
Weil der Vergleich hinkt!

Wildkatzen haben ihre natürlichen Instinkte, sie treffen sich nur zur Paarungszeit - sonst sind andere Katzen eher unwilkommen.

Unsere Hauskatzen haben 1. viel kleinere Reviere, 2. oft keine andere Wahl, als sich zuhause 8 Stunden oder länger, auf dem Kratzbaum zu langweilen...

Viele Halter wundern sich, wenn die Katze unsauber wird, die Tapeten verkratzt, bissig und kratzbürstig ist etc pp.
Das sind Verhaltensstörungen - gibts auch bei Kaninchen. ;)

ok hauskatzen brauchen denke ich mal immer einen partner. vor allem wenn der mensch viel arbeitet. ich glaube da sind wir uns einig?

aber freigänger haben doch dennoch kontakt zu anderen katzen und müssen auch nicht 8 stunden alleine am kratzbaum versauern. da hinkt meiner persönlichen einschätzung nach der vergleich eben nicht mehr so
oder seh ich das jetzt völlig falsch?

Jeckie96 18.10.2011 20:57

AW: Katzenhaltung
 
Zitat:

Zitat von Selkie (Beitrag 242197)
ok hauskatzen brauchen denke ich mal immer einen partner. vor allem wenn der mensch viel arbeitet. ich glaube da sind wir uns einig?

aber freigänger haben doch dennoch kontakt zu anderen katzen und müssen auch nicht 8 stunden alleine am kratzbaum versauern. da hinkt meiner persönlichen einschätzung nach der vergleich eben nicht mehr so
oder seh ich das jetzt völlig falsch?

also das sehe ich mit den freigängern auch so. die meisten freigänger können dauerhaft wählen, ob drinnen oder draußen. damit ist ein partner BEI BEDARF gegeben. Das entscheidet die katze damit für sich, wie in der natur auch.

Streicher 18.10.2011 20:57

AW: Katzenhaltung
 
Zitat:

Zitat von Valentina (Beitrag 242192)
Weil der Vergleich hinkt!

Wildkatzen haben ihre natürlichen Instinkte, sie treffen sich nur zur Paarungszeit - sonst sind andere Katzen eher unwilkommen.

Unsere Hauskatzen haben 1. viel kleinere Reviere, 2. oft keine andere Wahl, als sich zuhause 8 Stunden oder länger, auf dem Kratzbaum zu langweilen...

Viele Halter wundern sich, wenn die Katze unsauber wird, die Tapeten verkratzt, bissig und kratzbürstig ist etc pp.
Das sind Verhaltensstörungen - gibts auch bei Kaninchen. ;)

Bei Kaninchen wird auf das natürliche Verhalten ihrer wilden Verwandten zurückgegriffen, bei Katzen ist es aufeinmal falsch?
Eine Hauskatze (Freigänger) kann ein Revier von mehreren 100m² haben ein Kater noch im einiges mehr. (hängt noch davon ab ob kastiert oder nicht)
Wie die Wildkatzen suchen und bestimmen Freigängerkatzen ihr Revier selber.
Davon Katzen in die Wohnung bzw. ins Haus zu sperren halte ich persönlich nichts. Das es zu Langeweile und Verhaltensstörungen kommt, wenn die Katze 24h am Tag in der Wohnung hängt und davon auch noch überwiegend alleine und ohne Beschäftigung ist, ist logisch.
Ich sehe es an meiner. Von 24h Wald und Wiesen zu 24h in der Wohnung. Sie ist furchtbar unzufrieden und gelangweilt. Allerdings kann ich ihre Situation derzeit nicht ändern. Ich kann sie zwar in einer gewissen Weise beschäftigen aber ihr die Freiheit draußen ersetzen kann ich nicht.

Valentina 18.10.2011 21:01

AW: Katzenhaltung
 
Ja es ist nicht vergleichbar, weil man eben nicht alle Tiere und ihre Unterarten in einen Topf werfen kann...
Kaninchen und Wildkaninchen sind sich derart ähnlich, dass es logisch ist, wenn sie miteinander verglichen werden.

Aber bei den Katzen gibt es ja sogar unter den Rassen schon extreme Unterschiede.
Die kann man einfach über einen Kamm scheren.

Wildkatzen haben ganz andere soziale Strukturen, als unsere Hauskatzen.

Und wer unkastrierte Katzen/Kater hält und diese sogar noch rauslässt gehört meiner Meinung nach er*
Aber das ist ein anderes Thema.. ;)

Bei Freigänger muss man nicht zwangsläufig 2 Katzen haben. Ich persönlich würde dennoch immer zu 2 raten, denn ob meine Katze draussen Parttner hat, kann ich ja nicht einschätzen und auch wenn meine 2 Kater von klein auf zusammen waren, beide Freigänger sind, suchen sie sich, wenn einer nach Hause kommt.
Zuhause sind sie immre nur zusammen, draussen geht jeder seine eigenen Wege.

Ajeba 18.10.2011 21:17

AW: Katzenhaltung
 
Also wenn ich mal meinen Senf dazu geben darf:

Ich hab bei meiner Cousine erlebt, wie es laufen kann, wenn man zwei Katzen hält. Sie hat zwei junge Katzen geholt, als die beiden dann geschlechtsreif wurden, war die eine dominater und die andere ist abgehauen. War immer für nen paar Monate weg, so dass meine Cousine schon mehrfach damit gerechnet hatte, sie wäre gestorben (iwo überfahren oder so..), kam dann für ne Woche oder so plötzlich wieder und war dann wieder mehrere Monate weg. So ging das bis dann schließlich die dominantere Katze überfahren worden ist. Nen Monat später kam die Katze wieder nach Hause und ist seit dem geblieben. Zufall?

Also ich glaube nicht, dass der Mensch die Katzen zu Einzelgängern macht, Katzen suchen sich ihren Lebensraum selbst (anders ist das natürlich bei Wohnungskatzen) und diese Katzen mochten sich definitiv nicht, obwohl sie Schwestern waren und auch vor den anderen Katzen aus der Nachbarschft haut die noch lebende immer ab, sie scheint also kein sonderlich großer Fan von Artgenossen zu sein...

Valentina 18.10.2011 21:18

AW: Katzenhaltung
 
oder sie sind unkastriert gewesen... ^^

Ajeba 18.10.2011 21:26

AW: Katzenhaltung
 
Ähm wenn die Frage an mich war: Die waren beide kastriert, sonst wären ja in den Jahren unglaublich viele Babys zusammen gekommen:eek:

Jinro 18.10.2011 21:49

AW: Katzenhaltung
 
Zitat:

Zitat von Tinachen (Beitrag 242177)
nur bei kaninchen ziehen wir immer dne vergleich zu den wilden verwanten/vorfahren. aber bei katzen wird das scheinbar nicht gemacht :confused:

Auch bei Kaninchen ist das nicht immer angebracht. Ernährungstechnisch gibt es da Unterschiede, aber auch zB. bei der Klimaverträglichkeit. Es gibt eben Dinge, wie das Nistverhalten, die kann man 1:1 vergleichen. Der Wurfrhythmus ist schon wieder ein ganz anderer. Immer zu sagen Wildkaninchen machen XY, also sollte man das auch mit dem domestizierten Tier tun ist unreflektierte Bullshit.

Comaro 19.10.2011 13:59

AW: Katzenhaltung
 
Zitat:

Zitat von Jinro (Beitrag 242247)
Auch bei Kaninchen ist das nicht immer angebracht. Ernährungstechnisch gibt es da Unterschiede, aber auch zB. bei der Klimaverträglichkeit. Es gibt eben Dinge, wie das Nistverhalten, die kann man 1:1 vergleichen. Der Wurfrhythmus ist schon wieder ein ganz anderer. Immer zu sagen Wildkaninchen machen XY, also sollte man das auch mit dem domestizierten Tier tun ist unreflektierte Bullshit.

Dito. Unterschreib ich.


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