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Hilfe Heumuffel mit Zahnproblemen! auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 15.06.2010
Beiträge: 21
!!GLÜCKSHASE!! befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.06.2010, 16:20

Hilfe Heumuffel mit Zahnproblemen!


Hallo allerseits,

ich bin neu hier und hoffe sehr, auf diesem Weg Rat und Hilfe für mein Zwergkaninchen zu finden. Sie heißt Cookie, ist ein Löwenköpfchen und fast 10 Jahre alt.

Gesundheitlich ging es ihr eigentlich immer gut aber vor einem knappen dreiviertel Jahr hatte sie wiederholt ziemlich schlimme Verdauungsprobleme mit anhaltendem Durchfall.

Ich habe daraufhin auf Anraten des Tierarztes alles an Nahrung abgesetzt, was viel Zucker enthält - Möhren, Äpfel etc. Habe sie auch mit Benebac und Critical Care unterstützt. Es wurde besser mit dem Durchfall aber sie weigerte sich, Heu zu fressen, egal welche Art oder Sorte. Ich habe wirklich ALLE ausprobiert, auch besondere Leckereien bei kaninchenladen.de und ähnlichen Anbietern besorgt - keine Chance!

Vor ca. 3 Monaten fraß sie gar nicht mehr und als ich mit ihr in die Tierklinik ging stellte sich heraus, daß sie auf den Backenzähnen Spitzen hatte, die sich in die Zunge bohren. Durch die Schmerzen hat sie dann eben gar nicht mehr gefressen. Die Spitzen wurden abgeknipst, sie fraß dann auch nach einigen Stunden wieder ganz vergnügt, aber eben kein Heu.

Ich weiß, daß Heu unerläßlich wichtig für Hasen ist und habe ihr in meiner Verzweiflung seitdem einen Brei aus Critical Care, Heu, Kräutern und Blüten gemischt damit sie wenigstens in irgendeiner Form Heu zu sich nimmt. Das lief soweit zwar ganz gut, sie hatte keinen Durchfall mehr, aber die Zahngeschichte wurde durch den fehlenden Abrieb immer schlimmer.

Ich war inzwischen zigmal mit ihr zum Abknipsen der Spitzen in der Tierklinik. Auf meine Anfrage, ob denn Abschleifen nicht sinnvoller sei wurde mir gesagt, bei einem so alten Tier wäre das zu stressig. Ich habe aber überall gelesen, daß Abschleifen viel mehr bringt und sie ist zwar nicht mehr ganz jung aber noch ganz fit. Nur ein bißchen dünn inzwischen leider. Und sie soll doch noch lange leben und ohne dauernden Streß und Schmerzen.

Deshalb war ich gestern mit ihr, 2 Tage, nachdem die Backenzähne wieder mal abgeknipst worden waren, bei einem anderen Tierarzt.

Der meinte, Abschleifen sei viel besser und nachhaltiger. Vielleicht besteht ja dann auch eine Chance, daß ich sie irgendwie wieder dazu kriege, Heu zu fressen. Momentan kann sie leider gar nicht mehr abknapsen, denn die oberen Vorderzähne sind kurz und stehen nicht wie sie sollen über den unteren sondern aufeinander. Also KANN sie mit den Backenzähnen gar nicht so mahlen, wie es für die Heuaufnahme nötig ist. Außerdem kann sie halt gar nicht mehr richtig nagen sondern nur hapsen.

Ich bin sehr dankbar, wenn mir von Euch Rat und Info gegeben würde, die mir helfen, meinem Schatz wieder ein schönes, schmerzfreies Leben zu ermöglichen.

Vielen Dank und liebe Grüße,

Cookie und Andrea




Geändert von !!GLÜCKSHASE!! (21.06.2010 um 13:04 Uhr).

Benutzerbild von Lohundweißgranne
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 24.05.2010
Beiträge: 245
Lohundweißgranne befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.06.2010, 20:51

AW: Hilfe Heumuffel mit Zahnproblemen!


Also meine Jenna hat auch eine Zahnfehlstellung, jedoch nur an den Backenzähnen. Sie hatte auch Zahnspitzen an den Backenzähnen, die ohne Narkose gekürzt wurden (ich weiß gar nicht sicher, ob bei meinem Nin die Zähne jetzt abgeknipst wurden oder abgeschliffen, ist mir jetzt auch ein wenig peinlich). Jenna isst auch kein Heu (ich hab auch schon etliche Sorten probiert), was sie allerdings frisst, sind getrocknete Kräuter wie Brennessel, Löwenzahn, Breitwegerich, Schafsgarbe. Hast du das schonmal ausprobiert? Bei Jenna sorgt es für ganz guten Abrieb. Ich musste nach sechs Wochen wieder Zähne kürzen lassen. Außerdem bekommt sie viel Frischfutter zur Zeit, das dürfte ja auch ganz gut für den Zahnabrieb sein. Frisst dein Nin vielleicht Äste, z.B Haselnuss? Wäre auch nicht schlecht für die Zähne.
Ob man die vorderen Zähne richten lassen kann, weiß ich leider nicht und auch nicht ob abschleifen besser ist als abknipsen. Bei Abknipsen besteht allerdings die Gefahr, dass nicht richtig geschnitten wird und eine Spitze übrig bleibt oder dass sich Zähne spalten, glaub ich. Wahrscheinlich ist abschleifen auch genauer. Vielleicht schreibt ja noch jemand, der mehr Erfahrung hat.
Wünsche deinem Nin viel Glück und ich hoffe ich konnte ein wenig helfen.




Benutzerbild von saloiv
Moderatorin
 
Registriert seit: 06.08.2009
Beiträge: 4.686
saloiv befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.06.2010, 01:28

AW: Hilfe Heumuffel mit Zahnproblemen!


Hallo Glückshase,

toll dass du dein Kaninchen nicht aufgegeben hast und nach einer Lösung suchst! Ich gebe dir mal einen Link zu einem Erfahrungsbericht von einem sehr ähnlichen Fall: http://kaninchendorf.dreipage2.de/link_3603163.html Ich hoffe der hilft dir weiter.

Zitat:
Ich habe daraufhin auf Anraten des Tierarztes alles an Nahrung abgesetzt, was viel Zucker enthält - Möhren, Äpfel etc. Habe sie auch mit Benebac und Critical Care unterstützt. Es wurde besser mit dem Durchfall aber sie weigerte sich, Heu zu fressen, egal welche Art oder Sorte.
Das Äpfel und Möhren extrem zuckerreich sind, ist ein Gerücht.

100g Löwenzahn enthalten 8,5g Zucker
100g Heu enthalten 10g Zucker
100g Apfel enthalten 10g Zucker
100g Karotte enthalten 5g Zucker

Critical Care enthält die gleichen Inhaltsstoffe wie handelsübliche Kaninchenpellets und ist somit mehr schädlich als nützlich. Es enthält zwar Rohfasern, da diese aber feingemahlen sind, haben sie keinen Nutzen für die Verdauung. Nur strukturierte Rohfaser ist gut für die Verdauung (Grünfutter, Heu usw.).

Heu muss sie garnicht fressen. Kaninchen sind Kräuterfresser (im Gegensatz zu Meerschweinchen, die Grasfresser sind), d.h. Heu, das ja vorwiegend aus Gräsern besteht ist für Kaninchen nur eine Beinahrung (wennn überhaupt). Idealerweise ernährt man seine Kaninchen hauptsächlich mit Grünfutter (blättriges Gemüse wie Kohl, Karottengrün, Spinat... und Wiesenpflanzen wie Löwenzahn, Klee, Wilde Möhre...).



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 18.06.2010, 09:21

AW: Hilfe Heumuffel mit Zahnproblemen!


Über Saloivs Meinung kann man vortrefflich streiten - meine Recherchen haben ergeben dass Kaninchen durchaus nicht überwiegend Kräuterfresser sind, sondern eine Mischung aus Gräsern, Gemüsen, Obst und Kräutern zu sich nehmen, je nach Verfügbarkeit. Sorry Saloiv - wir kommen wohl doch nicht so ganz zusammen

Wichtig ist nach Aussage meines Tierarztes Nahrung mit langen und möglichst harten Fasern, die oft gekaut werden muss. Energiearme Futtersorten sind energiereichen vorzuziehen.

Ich habe auch einen Heumuffel, und bin deshalb auf eine Heu-Trockenkräuter-Mischung und eine Kombination aus frischen aber möglichst langen und harten Gräsern, vielen Blättern und dünnen Zweigen (Haselnuss wird geliebt von meinen) und Gemüsen und frischen Kräutern nach Verfügbarkeit umgestiegen. Generell ist frisch = gesund, aber man muss die Waage halten mit den harten Futterbestandteilen und den weichen - wie in der Natur auch. Dort haben die Nins fast ein halbes Jahr lang nur recht harte und relativ trockene Nahrung zur Verfügung. Deshalb muss man auch auf diese Art von Nahrung Wert legen.

Saloiv, für dich noch ein kleiner Erfahrungsbericht: ich habe deine Ernährungsweise mit den Blattgemüsen ausprobiert an meinem Zahnkandidaten - ich wollte wissen was dran ist. Die Zahnsanierungszeit verkürzte sich leider von ca. 12 Wochen auf ca. 9 Wochen dadurch - die weichen Fasern in den Blattgemüsen bringen absolut nichts bei ihm. Es mag sein, dass du bei deinen Nins damit schon gute Erfahrungen gemacht hast, aber es eignet sich wohl nicht für jede Art von Fehlstellungen. Als ich das mit meinem TA durchsprach, meinte der es sei bei leichteren Fehlstellungen ausreichend wenn das Nin von energiereichem auf energiearmes Futter umgestellt wird. Viele Nins haben leichte Fehlstellungen, die bei energiearmer Fütterung nicht ins Gewicht fallen, und nur bei Trockenfutter-Fütterung Ärger machen. Aber den wirklich schweren Fällen kann man wohl tatsächlich nur dadurch Unterstützung bieten dass man sie mit einem ausreichenden Anteil an fast trockener bis trockener Pflanzenkost ernährt.




Ninchen
 
Registriert seit: 15.06.2010
Beiträge: 21
!!GLÜCKSHASE!! befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.06.2010, 13:33

AW: Hilfe Heumuffel mit Zahnproblemen!


Hallo und vielen Dank für die Info. Wenn es nicht stimmt, daß Möhren und Äpfel etc. durch ihren Zuckergehalt bei Cookie Durchfall auslösen, hast Du irgendeine Idee, was es dann sein könnte? Ich habe ihr gestern, nachdem auch die Tierärztin mir sagte, das mit dem Zucker in den Möhren sei Blödsinn, nach einem halben Jahr ohne Möhren (aber auch ohne Durchfall) kleingeschnittene Möhren und Petersilienwurzeln gegeben. Die hat sie auch über die Nacht weggemümmelt, aber heute Morgen hatte sie leider einen total mit Dünnpfiff verklebten Po. Was Du über Saftfutter statt unbedingt Heu schreibst, fand ich auch sehr interessant. Kohlrabiblätter hat sie bis letzte Woche, vor dem Zahnabschleifen, total geliebt, jetzt guckt sie sie nicht mal an. Sie bekommt zusätzlich, damit sie mir nicht noch mehr vom Fleisch fällt, Critical Care aus der Spritze, bis sie - hoffentlich bald - wieder selbstständig mehr frißt. Den mit Heu,Kräutern und Blüten zusammen mit Critical Care angerührten Brei, den sie , auch bis vor dem Eingriff, gut gefressen hat, mag sie jetzt auch nicht mehr. In Salat beißt sie auch nur ein-, zweimal hinein und läßt ihn dann liegen.Ich weiß, daß es unerläßlich ist, daß sie mehr oder weniger dauernd futtert, um die Zähne abzuschleifen, aber ich bin mit meinem Latein echt am Ende. Das Einzige, was sie möchte, löst offensichtlich Durchfall aus, wodurch sie noch dünner wird. Weißt Du noch irgend etwas, was diesen Teufelskreis durchbrechen könnte? Vielen Dank und liebe Grüße, Cookie und Andrea




Ninchen
 
Registriert seit: 15.06.2010
Beiträge: 21
!!GLÜCKSHASE!! befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.06.2010, 13:00

AW: Hilfe Heumuffel mit Zahnproblemen!


Vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Cookie hat den Eingriff gestern ganz gut überstanden. Sie war zwar den Abend über noch ziemlich müd und wackelig auf den Beinen aber heute morgen geht es schon viel besser.

Ich habe auch schon alles an getrocknetem Löwenzahn, Brennessel, Spitzwegerich, sämtliche Blüten dieser Welt etc. ausprobiert,leider nur mit sehr wenig Erfolg. Ich HOFFE sehr, daß dieses Abschleifen jetzt wirklich mal was bringt.

Die Tierärztin sagte mir, daß auf dem Röntgenbild schon einige beginnende Infektionsherde zu erkennen sein und sich außerdem eine Zahnwurzel sehr Richtung Unterkieferboden durchgearbeitet hat, weil sie von oben zu wenig Druck bekommen hat. Deshalb muß sie jetzt auch 10 Tage Antibiotika bekommen.

Was Du über das Abknipsen im Vergleich zum Abschleifen schreibst, hat sie mir auch bestätigt. Beim Knipsen drohen wohl so einige Gefahren durch mögliche Zahnabbrüche, Spaltungen und die Kaufläche ist dadurch auch nicht so eben wie beim Schleifen.

Heute morgen hat sie zum ersten Mal seit Monaten an einer Möhre genagt, hurra. Das mit dem Heu muß ich weiter probieren. Irgendwie muß es doch möglich sein, so ein Kaninchen zu überlisten, oder?

Nochmals vielen Dank und liebe Grüße,

Cookie und Andrea




Benutzerbild von Lohundweißgranne
Zwergkaninchen
 
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Lohundweißgranne befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.06.2010, 13:44

AW: Hilfe Heumuffel mit Zahnproblemen!


Toll, dass sie das so gut überstanden hat! Sobald die Entzündungen durch das Antibiotikum abgeheilt sind, isst sie dann bestimmt noch besser. Ich gehe morgen mit meiner Jenna auch wieder zum TA und will sie auch röntgen lassen, weil ich glaube, dass sich da auch ein Abszess oder etwas ähnliches versteckt Ich werde auch fragen, ob sie ihre Zähne abschleifen können so wie bei deinem Nin.
Jetzt, wo deinem Nin die Zähne richtig abgeschliffen wurden, isst sie bestimmt auch wieder besser. Du kannst ja jetzt nochmal die ganze Palette ausprobieren Löwenzahn (Frisch und getrocknet), Schafsgarbe, Spitz- und Breitwegerich, Gras, Karotten, Brennessel... Vielleicht tuen deinem Nin jetzt nach dem Eingriff die Zähne weh, also wenn sie die ersten Tage nicht selbst essen kann, wäre auch ein Kräuterbrei oder Möhrenbrei nicht schlecht.
Und das mit dem Heu: Naja, meine beiden Häschen essen beide kein Heu. Ok, Jenna ist jetzt vielleicht kein so gutes Beispiel, aber Charly hat gute Zähne und der mag es einfach nicht Ich gebe meinen hauptsächlich getrocknete Brennessel, aber auch Löwenzahn, Wegeriche, Schafsgarbe... manche Nins sind halt eben Heumuffel Oder hat dein Nin früher gerne Heu gegessen? Wenn ja, gib deinem Nin ein bissl Zeit, dann wirds bestimmt bald wieder Heu essen, sobald die Entzündungen im Kiefer überwunden sind.
Ich wünsch deinem Nin weiterhin eine gute Genesung und einen guten Appetit




Benutzerbild von Lohundweißgranne
Zwergkaninchen
 
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Beiträge: 245
Lohundweißgranne befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.06.2010, 13:53

AW: Hilfe Heumuffel mit Zahnproblemen!


Kann sein, dass sie von den Möhren Durchfall bekommen hat, weil ihr Körper nach so langer Zeit nicht mehr daran gewöhnt ist. Und warum sie sonst keinen großen Appetit hat, sind vielleicht doch noch die Nachwirkungen der Narkose schuld. Das würde sich im Verlauf der nächsten Stunden oder spätestens morgen ändern. Kann auch sein, dass die "neuen" Zähne ein wenig ungewohnt sind. Lässt sich dein Nin eher schlecht zwangsfüttern?




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
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Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 22.06.2010, 09:34

AW: Hilfe Heumuffel mit Zahnproblemen!


Bekommt sie nur von den Möhren Durchfall? Es ist zwar recht selten, aber es gibt tatsächlich Kaninchen mit einer Nahrungsmittelunverträglichkeit auf Möhren!

Allerdings schreibst du dass Cookie Antibiotika bekommt - bekommt sie die übers Mäulchen oder spritzt du? Denn Antibiotika lösen bei Kaninchen sehr oft Durchfall aus. Falls du nicht spritzt, solltest du ihr in Absprache mit der TÄ BeneBac oder OmnifloraN geben, um die Darmflora zu stabilisieren. Und darüber nachdenken, ob du es dir zutraust ihr die Antibiotika zu spritzen. Es kostet Überwindung, aber schwierig ist es nicht wirklich. Ich habe es selbst schon gemacht.




Ninchen
 
Registriert seit: 15.06.2010
Beiträge: 21
!!GLÜCKSHASE!! befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.06.2010, 12:34

AW: Hilfe Heumuffel mit Zahnproblemen!


Hallo und danke für Deine Anteilnahme. Sehr lieb von Dir. Ich beobachte Cookie mit Argusaugen und hoffe, es wird nach Absetzten des Antibiotikums gut. Gestern hatte sie leider wieder Durchfall, weiß nicht, ob es von den Möhren oder vom Antibiotikum kam. Heute ist soweit alles ok. Ans Heu will sie leider nach wie vor nicht. Bis vor einem halben Jahr, als das mit dem Durchfall und den darauffolgenden Zahnproblemen losging hat sie total gerne Heu gefressen. Jetzt ist es total egal, was ich anschleppe, es wird zwar beäugt und neugierig untersucht, aber nicht angebissen. Ich habe auch immer noch das Gefühl, daß sie nicht so abbeißen kann, wie sie gerne würde. Dafür geht das Kauen deutlich besser. Am Freitag habe ich wieder einen TA-Termin mit ihr, mal sehen, was die Ärztin sagt. Ich werde sie auf jeden Fall mal wegen des "Hasenzahnpapstes" in Duisburg ansprechen. Vielleicht kann man ja auch über e-mail etwas von ihm erfahren. Nochmals danke für Deinen Zuspruch und alles Gute für Dich und Deine Zwerge. Liebe Grüße, Cookie und Andrea




Benutzerbild von saloiv
Moderatorin
 
Registriert seit: 06.08.2009
Beiträge: 4.686
saloiv befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.06.2010, 17:13

AW: Hilfe Heumuffel mit Zahnproblemen!


Die Faserstärke bringt eigentlich nichts für den Zahnabrieb. Das heißt, ein Gras das faseriger als anderes ist, bringt nicht mehr für die Zähne als ein weniger fasriges Gras. Wenn man also verholztere Gräser oder Pflanzen füttert, ist der Zahnabrieb nicht besser als bei weniger verholzten. Letzendlich zählen nur zwei Dinge:
a) Wie viel das Kaninchen kaut (je mehr es kaut, desto besser der Abrieb, Zähne reiben sich aneinander und nicht am Futter ab)
b)Stoffe die härter als der Zahn sind und diesen somit abschmirgeln.

Cellulose beispielsweise ist viel zu weich um das harte Zahnmaterial auch nur irgendwie zu beeinflussen.

Füttert man einem Heumuffel nun Heu, so frisst er fast garnichts, was zu kaum/keinem Abrieb der Zähne führt. Logischerweise. Demnach ist es sinnvoll ihm anderes Futter zu füttern, dass:
- viel gefressen wird, also gut schmeckt und wenig satt macht! (= viel Abrieb)
- viel Kieselsäure und andere zahnschmirgelnde Substanzen enthält.

Bei deiner Erfahrung wäre wichtig zu wissen, von was auf was du umgestellt hast?! Gräser nutzen die Zähne deutlich mehr als Blattgemüse oder Heu ab. Wildkräuter und Blätter genauso.
Wenn du also von Blättern, Gräsern und Trockenkräutern auf Blattgemüse umstellst, verkürzt sich logischerweise der Abstand.
Wenn du aber bei einem Heumuffel von Heu als Hauptnahrung zu Blattgemüse als Hauptnahrung umstellst, verlängert sich der Zeitraum beachtlich.

Ein wichtiger Grund dafür ist z.B. die Kieselsäure und die Schmackhaftigkeit.
Siliziumgehalt der Trockensubstanz (Roth 2007):
Heu 640mg/kg
Weidepflanzen-Schnitt 1820mg/kg
Gemüse ist auch nicht besonders kieselsäurereich, ähnlich wie Heu.

Ein weiterer Grund ist die Aufnahmemenge:
So fressen beispielsweise Kaninchen, die Klee ad libitum bekommen fast doppelt so viel Gramm Trockensubstanz am Tag, als mit Heu gefütterte Kaninchen (Schlolaut 2003).
Ich merke selber im Sommer (Wiese), dass viel größere Mengen aufgenommen werden als im Winter (Gemüse, Heu usw.), weil Wiesenpflanzen schmackhafter sind. Futterversuche bestätigen das (siehe z.B. Schlolaut).

Das heißt:

Ernährung mit viel Heu:
- wird von Heumuffeln fast nicht gefressen = kaum Zahnabrieb
- hat wenig Kieselsäure = wenig Zahnabrieb
Bei Kaninchen die viel Heu fressen (keine Heumuffel), ist der Zahnabrieb ähnlich wie bei einer Ad libitum-Ernährung ohne natürliche Komponenten

Gemüse-Heu-Trockenkräuter... (alles ad lib.)
- wird von Heumuffeln gerne gefressen = besserer Zahnabrieb als mit Heu, da schmackhafter)
- enthält ähnlich wenig Kieselsäure wie Heu

Natürliche Ernährung
Kräuter, Blätter, Gräser
- wird sehr sehr gerne gefressen und erzeugt somit mit Abstand den besten Zahnabrieb
- enthält die meiste Kieselsäure = sehr guter Zahnabrieb
= Ideale Ernährung für guten Zahnabrieb

Zitat:
meine Recherchen haben ergeben dass Kaninchen durchaus nicht überwiegend Kräuterfresser sind, sondern eine Mischung aus Gräsern, Gemüsen, Obst und Kräutern zu sich nehmen
Und deine Recherchen beziehen sich auf welche Quellen?
Kaninchen sind Herbivore (Pflanzenfresser) und zählen zu der Untergruppe der Folivoren (Blattfresser) (s. z.B. Schlolaut und Kamphues). Folivore ernähren sich vorwiegend von Blattspitzen und Kräutern.
Wenn man eine Tierart klassifiziert, heißt das nicht, dass sie ausnahmslos das frisst. So fressen Pferde teilweise auch Kadaver, sind aber trotzdem keine Aasfresser sondern Pflanzenfresser. Auch Kaninchen fressen gelegentlich Fleisch oder benagen tote Tiere, wenn sie dazu die Möglichkeit haben. Trotzdem sind sie Pflanzenfresser, denn das sind Ausnahmen, sie fressen eigentlich fast rein pflanzlich.
Es gibt keine Grasfresser, die nur Gräser fressen (z.B. Meerschweinchen fressen auch Kräuter usw.) und es gibt keine Kräuterfresser die nur Kräuter fressen. Aber ihre Hauptnahrung sind Kräuter und Blätter, ähnlich wie die Rehe. Wenn du deine Kaninchen auf einer Wiese laufen lässt und ihnen zusätzlich Gemüse, Gräser usw. anbietest, so fressen sie zu 80% Kräuter, das reicht um sie zu den Kräuterfressern zu zählen. Wenn man seine Kaninchen auf wenig Fläche laufen lässt oder Flächen anschaut die sie bevorzugen, so findet man nicht selten reine Grasebenen, denn Löwenzahn und Co. ist zu erst weg. Das Problem habe ich hier auch. Die Meerschweinchen hingegen fressen die Gräser weg und lassen fast alle Kräuter stehen. Ich habe jahrelang viele versch. Kaninchen und Meerschweinchen auf einer Wiese grasen lassen und mir die Pflanzenvielfalt vor und nach dem Grasen angesehen.
Viele Gemüsesorten sind auch Kräuter. Karottengrün ist ein Kraut, Kohl ist ein Kraut...



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Geändert von saloiv (18.06.2010 um 17:16 Uhr).

Benutzerbild von Lupine
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Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 18.06.2010, 20:22

AW: Hilfe Heumuffel mit Zahnproblemen!


Dann definierst du also alles das als Kräuter, was 1. keine Gräser sind und 2. nicht an Bäumen wächst und 3. halbwegs grün ist? Gut, das ist dann natürlich eine andere Klassifizierung als das, was man im engeren Sinn unter Kräutern versteht. Für mich ist Möhrengrün ein Bestandteil einer Gemüsepflanze und kann daher nur als Gemüsepflanze klassifiziert werden, und nicht unter den Begriff Kräuter fallen.

Und ja, ich habe von viel Gräsern auf mehr Blattgemüse umgestellt, weil deine Behauptung war, dass Blattgemüse für den Zahnabrieb die selben Erfolge bietet. Wildkräuter habe ich hier, wie du weißt, in nicht ausreichender Menge verfügbar, und Nutzkräuter kann ich ebenfalls nicht in einer Menge heranschaffen die zur Ernährung ausreichen würden.

Zitat:
Wenn man also verholztere Gräser oder Pflanzen füttert, ist der Zahnabrieb nicht besser als bei weniger verholzten.
Da steht die Aussage meines TA gegen deine. Und er hat auch eine gute Erklärung dafür: verholzte bzw. harte Futterbestandteile müssen länger und intensiver gekaut werden um sie zum einen überhaupt abschluckbar zu machen, zum anderen aber auch um eine entsprechende Menge Nährstoffe freizusetzen. Füttere ich ein Blatt Salat, kann das Nin das notfalls sogar lutschen bis es abschluckbar ist.

Sorry, wir kommen nicht zusammen.




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saloiv befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.06.2010, 22:19

AW: Hilfe Heumuffel mit Zahnproblemen!


Zitat:
Da steht die Aussage meines TA gegen deine. Und er hat auch eine gute Erklärung dafür: verholzte bzw. harte Futterbestandteile müssen länger und intensiver gekaut werden um sie zum einen überhaupt abschluckbar zu machen, zum anderen aber auch um eine entsprechende Menge Nährstoffe freizusetzen. Füttere ich ein Blatt Salat, kann das Nin das notfalls sogar lutschen bis es abschluckbar ist.
Da vergisst dein Tierarzt aber eine sehr entscheidende Tatsache:

Ein Kaninchen braucht um 1g Trockensubstanz aufzunehmen:
Heu: 8 Sek.
Gras: 7 Sek.

Überlegt man nun, dass Kaninchen frisches Zeug viel lieber fressen und dieses auch in größeren Mengen verzehren, so kauen sie letzendlich bei weniger strohigen Kräutern und Gräsern länger als bei Heu, weil sie dort einfach viel mehr fressen.
Man könnte seine Kaninchen natürlich auch mit Teppichfasern ernähren, da kauen sie sich auch dumm um dämlich um irgendeinen Nährstoff herauszuholen, ich denke aber, dass der Zahnabrieb dadurch noch schlechter wäre, weil die Kaninchen einfach nicht so gerne Teppichfasern fressen.



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Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 19.06.2010, 20:03

AW: Hilfe Heumuffel mit Zahnproblemen!


Zitat:
Zitat von saloiv Beitrag anzeigen
..., weil die Kaninchen einfach nicht so gerne Teppichfasern fressen.
off topic: du kennst Jule nicht




Benutzerbild von Lohundweißgranne
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Lohundweißgranne befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.06.2010, 15:34

AW: Hilfe Heumuffel mit Zahnproblemen!


Danke für deinen Zuspruch. Und schön, dass es Cookie schon besser geht Ich werde morgen vormittag nochmal zu dem TA gehen und werd auf das Röntgen bestehen. Wenn er dann trotzdem nicht weiter weiß, geh ich zu einer anderen Klinik in meiner Nähe. Die haben zumindest eine Zusatzausbildung für Zahnheilkunde.
Wünsche Cookie noch weiterhin die beste Genesung




Ninchen
 
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!!GLÜCKSHASE!! befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.06.2010, 08:59

AW: Hilfe Heumuffel mit Zahnproblemen!


Hi. Ja,das ist eine gute Idee. Besonders bei einem Kaninchen, das noch so jung ist, muß doch noch alles drin sein. Ansonsten schau mal im Internet unter Tierzahnarzt. Es gibt nicht doll viele aber immerhin einige, die sich auch auf Kaninchen spezialisiert haben, nicht nur auf Katzen und Hunde. Weiß nicht, wo Du wohnst, aber der beste scheint in Duisburg zu sein. Heißt Dr. Lazarz und hat seine eigene Website. Den Hinweis hat mir netterweise Lupine gegeben. Ich hab mich daraufhin mal schlau gemacht und es gibt auch eine Praxis in Hanau, das ist nicht ganz so weit für mich. Ich gebe Cookie noch ein bißchen Zeit und dann werde ich da mal vorstellig werden. Sie frißt zwar im Laufe des Tages ganz ok, ist aber sehr mäkelig. Alles, was sie bis vor der Behandlung mochte, ist nicht mehr angesagt. Kleine Diva... Ich habe eigentlich heute Termin mit ihr beim TA, werde aber versuchen, das auf Montag zu verschieben. Dann ist sie durch mit den AB und ich möchte auf einem neuen Röntgenbild sehen, ob die Entzündungsherde weg sind oder nicht. Abgesehen davon möchte ich nach der unnötig langen Warterei auf Behandlung jetzt keine weiteren Fehler mehr machen und möglichst rechtzeitig Hilfe für sie bekommen. Ich wünsche Dir alles Gute für Jenna.Liebe Grüße, Cookie und Andrea




Benutzerbild von Lohundweißgranne
Zwergkaninchen
 
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Lohundweißgranne befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.06.2010, 13:23

AW: Hilfe Heumuffel mit Zahnproblemen!


War gerade eben mit Jenna beim TA. Er hat sich ihr Mäulchen wieder angeschaut und hat gesagt, dass die Entzündung, die er am Dienstag gesehen hat verschwunden sei. Da wir ihm aber im genauesten Detail ihre Symptome erklärt haben (ihr gestörtes Essverhalten/ Zähneknirschen), hat er ihr jetzt ein Langzeitantibiotikum für zehn Tage gespritzt, damit auch versteckte Entzündungen verschwinden. Bin jetzt erstmal zufrieden mit dem Ta-besuch und werd jetzt mal schauen, ob es in den zehn Tagen besser wird. Deshalb hab ich auch vorerst auf das Röntgen verzichtet, wenn es jedoch nicht besser wird, muss Jenna da wohl trotzdem durch. Bin jetzt aber frohen Mutes, dass es besser wird, da ich glaube, dass ihre Kauflächen in Ordnung sind, aber halt ein paar Entzündungen sie beim Essen stören, die jetzt durchs AB hoffentlich verschwinden und wahrscheinlich durch vorangegangene Spitzen entstanden sind und nicht abheilen konnten. Ich hoffe das wird bald besser und wenn nicht, muss ich wirklich mal den TA wechseln. Wünsche dir auch alles Gute dür Cookie^^




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Zwergkaninchen
 
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Lohundweißgranne befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.06.2010, 13:08

AW: Hilfe Heumuffel mit Zahnproblemen!


Bisher hat sich es bei meiner Jenna noch nicht verbessert. Ich frag mich wirklich warum das nicht besser wird und sie noch immer nur fetzenweise frisst und danach mit den Zähnen knirscht und buckelt. Vielleicht ist ihr noch vom AB übel... sie isst nämlich auch Sachen nicht, zB Möhre, die sie vor dem AB geliebt hat. Wie bei deinem Nin... Hat sich der Appetit von Cookie jetzt noch mehr gebessert und warst du heute schon beim TA?




Ninchen
 
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!!GLÜCKSHASE!! befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.06.2010, 13:52

AW: Hilfe Heumuffel mit Zahnproblemen!


Hi wieder einmal. Ich komme gerade vom TA zurück. Bei Cookie ist es ganz ähnlich wie bei Deiner Jenna. Sie mag nichts von den Dingen, die sie vorher verschlungen hat und ich mußte die letzten Tage wieder Critical Care zwangszufüttern. Ich bin echt langsam am Verzweifeln. Über das Wochenende hatte ich das Gefühl, daß sie jeden Tag kleiner, müder und gebrechlicher wird. Sie hat tagsüber fast nur herumgelegen und wenn überhaupt, dann abends ein bißchen gefressen. Ich habe ihr gestern auf Anraten einer Freundin,die auch Kaninchen hält, das Schmerzmittel (Metacam) wieder gegeben. Daraufhin war es ein bißchen besser mit dem Fressen. Dafür hatte sie heute morgen wieder Durchfall. Es ist echt ein böser Teufelskreis.
Die TÄ sagte, daß sie denkt, daß Cookies Appetitlosigkeit mit dem AB zusammenhängt. Sie hat entgegen meiner Sorge kein Gewicht verloren - dank Critical Care wahrscheinlich. Die Zähne sehen laut TÄ gut aus. Dann verstehe ich aber noch weniger, warum sie nichts mehr richtig abbeißen kann. Kauen geht gut. Aber sie nimmt die kleinen Stückchen, die ich ihr inzwischen von allem mache, mehr so von der Seite auf. Laut TÄ mag es sein, daß sie sich ersts wieder an die begradigte Stellung ihrer Zähne gewöhnen muß. Ich habe beschlossen, am Montag zu einer Tierzahnärztin zu gehen, die in Hanau ist und dort gerade einen Termin ausgemacht. Das ist für mich von Mainz aus nicht so weit und für Cookie nicht so stressig wie drei Stunden nach Duisburg zu fahren. Sie ist ja leider inzwischen schon Kummer gewohnt und wird sofort mißtrauisch, wenn ich sie in den Korb setze und mit ihr Richtung TA fahre. Ich hoffe sehr, daß die Tierzahnärztin vielleicht doch ein bißchen mehr weiß. Dafür sind Fachärzte ja da. Ich habe nach Deiner letzten Nachricht befürchtet, daß es mit Jenna so ohne wirkliche Diagnose und Behandlungnicht besser werden wird. Dieser TA hört sich auch nicht an wie jemand, der echtes Interesse hat, die Ursache für Jennas Probleme zu finden. Der scheint mir mehr damit beschäftigt zu sein, die Symptome zu behandeln. Ich weiß auch gar nicht, warum er sich so gegen das Röntgen sträubt. Dafür muß Jenna nicht betäubt werden und es würde sofort Klarheit über den Zustand ihres Gebisses bringen. Ich wünschte, ich hätte bei Cookie nicht soviel Zeit verschwendet, bevor das gemacht wurde.
So, wie Du es beschreibst, hört es sich sehr ähnlich an wie bei Cookie und es ist auf jeden Fall gut, eine zweite Meinung von einem anderen TA einzuholen. Jenna ist ja auch noch so jung. Für den Moment kann ich Dir nur sehr dazu raten, möglichst bald einen anderen TA hinzuzuziehen und/oder auch mit ihr zu einem Tierzahnarzt zu gehen. Schau Dir vorher die Internetseite der Praxis an, da kannst Du schon sehen, ob sie sich auch mit Heimtieren auskennen oder eher nur mit Katzen und Hunden. Sie vielleicht vorher zu, daß Du Jenna Metacam oder ein vergleichbares Schmerzmittel gibst. Bei Cookie hat es gewirkt. Wer will schon mit Zahnschmerzen essen...
Ansonsten ist es bei AB-Gabe wichtig, daß die Darmflora unterstützt wird. Dafür ist benebac gut. Besser in Pulverform als das Gel aus der Tube. Das Pulver enthält weniger Zusatzstoffe, die u.U. schaden könnten, ist besser zum Futter hinzuzumischen und noch dazu billiger. Tierzahnärtze findest Du im Internet. Ich wünsche Dir und Jenna, das es bald besser wird. Halte micht auf dem Laufenden, ok? Ganz liebe Grüße von Cookie und Andrea




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Geschrieben am 28.06.2010, 14:24

AW: Hilfe Heumuffel mit Zahnproblemen!


Hallo! Am Donnerstag kommt mein bisheriger Lieblings-TA aus dem Urlaub zurück. Der hat vor zweieinhalb Wochen auch schon vorgeschlagen, dass der nächste Schritt Röntgen wäre. Jetzt bleibt zu überlegen: Nochmal nach Ludwigshafen zum Lieblings-TA oder zur Tierklinik in Haßloch Pfalz. Da gibt es zwei TAs, die sich unter anderem auf Zahnheilkunde spezialisiert haben. Ist halt Neuland und ich weiß nicht, ob die da dann wieder von vorn anfangen... mal sehen. Wir gehen ja am Donnerstag sowieso nach Ludwigshafen, da wir noch zwei Meerschwein-Patienen haben. Eins, dessen Fäden gezogen werden müssen (nach Entfernung einer vergrößerten Talgdrüse) und eins, das einen wenigstens gutartigen Tumor and der Blase hat und dessen schwierige OP besprochen wird. Jetzt bleibt zu überlegen: zu dem altbekannten TA gehen, der sonst gute Kleintierkenntnisse hat oder mit Jenna allein zu den TAs mit Spezialgebiet Zahnheilkunde. Bis Donnerstag sind es aber auch noch drei Tage...ich hoffe das verschlimmert sich nicht noch, sonst muss ich doch noch früher mit ihr gehen.
Ansonsten isst Jenna wenigstens noch von selbst, am besten kann sie die von mir in Fetzen geschnittenen Löwenzahnblätter, Wegeriche usw essen. Aber leider zu wenig. Benebac gebe ich ihr auch. Ich hab aber das Gel. Vielleicht kaufe ich danach auch das Pulver. Halte mich auch auf dem Laufenden. Ich wünsche dir weiterhin viel Glück mit Cookie und dass der Tierzahnarzt in Hanau besser helfen kann.




Geändert von Lohundweißgranne (28.06.2010 um 14:29 Uhr).
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