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!!GLÜCKSHASE!! 17.06.2010 16:18

Hilfe Heumuffel!
 
Hallo allerseits,

ich bin neu hier und hoffe sehr, auf diesem Weg Rat und Hilfe für mein Zwergkaninchen zu finden. Sie heißt Cookie, ist ein Löwenköpfchen und fast 10 Jahre alt.

Gesundheitlich ging es ihr eigentlich immer gut aber vor einem knappen dreiviertel Jahr hatte sie wiederholt ziemlich schlimme Verdauungsprobleme mit anhaltendem Durchfall.

Ich habe daraufhin auf Anraten des Tierarztes alles an Nahrung abgesetzt, was viel Zucker enthält - Möhren, Äpfel etc. Habe sie auch mit Benebac und Critical Care unterstützt. Es wurde besser mit dem Durchfall aber sie weigerte sich, Heu zu fressen, egal welche Art oder Sorte. Ich habe wirklich ALLE ausprobiert, auch besondere Leckereien bei kaninchenladen.de und ähnlichen Anbietern besorgt - keine Chance!

Vor ca. 3 Monaten fraß sie gar nicht mehr und als ich mit ihr in die Tierklinik ging stellte sich heraus, daß sie auf den Backenzähnen Spitzen hatte, die sich in die Zunge bohren. Durch die Schmerzen hat sie dann eben gar nicht mehr gefressen. Die Spitzen wurden abgeknipst, sie fraß dann auch nach einigen Stunden wieder ganz vergnügt, aber eben kein Heu.

Ich weiß, daß Heu unerläßlich wichtig für Hasen ist und habe ihr in meiner Verzweiflung seitdem einen Brei aus Critical Care, Heu, Kräutern und Blüten gemischt damit sie wenigstens in irgendeiner Form Heu zu sich nimmt. Das lief soweit zwar ganz gut, sie hatte keinen Durchfall mehr, aber die Zahngeschichte wurde durch den fehlenden Abrieb immer schlimmer.

Ich war inzwischen zigmal mit ihr zum Abknipsen der Spitzen in der Tierklinik. Auf meine Anfrage, ob denn Abschleifen nicht sinnvoller sei wurde mir gesagt, bei einem so alten Tier wäre das zu stressig. Ich habe aber überall gelesen, daß Abschleifen viel mehr bringt und sie ist zwar nicht mehr ganz jung aber noch ganz fit. Nur ein bißchen dünn inzwischen leider. Und sie soll doch noch lange leben und ohne dauernden Streß und Schmerzen.

Deshalb war ich gestern mit ihr, 2 Tage, nachdem die Backenzähne wieder mal abgeknipst worden waren, bei einem anderen Tierarzt.

Der meinte, Abschleifen sei viel besser und nachhaltiger. Vielleicht besteht ja dann auch eine Chance, daß ich sie irgendwie wieder dazu kriege, Heu zu fressen. Momentan kann sie leider gar nicht mehr abknapsen, denn die oberen Vorderzähne sind kurz und stehen nicht wie sie sollen über den unteren sondern aufeinander. Also KANN sie mit den Backenzähnen gar nicht so mahlen, wie es für die Heuaufnahme nötig ist. Außerdem kann sie halt gar nicht mehr richtig nagen sondern nur hapsen.

Ich bin sehr dankbar, wenn mir von Euch Rat und Info gegeben würde, die mir helfen, meinem Schatz wieder ein schönes, schmerzfreies Leben zu ermöglichen.

Vielen Dank und liebe Grüße,

Lupine 18.06.2010 09:40

AW: Hilfe Heumuffel!
 
Wohnst du evtl. in erreichbarer Nähe zu Duisburg? Leider hast du keinen Wohnort angegeben.

Dort gibt es einen Spezialisten für Zahnprobleme bei Kaninchen, Dr. Lazarz. Er hat einen hervorragenden Ruf, und es wäre vielleicht nicht schlecht dort die Zähne einmal grundsanieren zu lassen.

Generell halte ich persönlich vom Abschleifen deutlich mehr als vom knipsen. Wenn sie das gesundheitlich verkraftet, würde sich eine Gas-Kurznarkose anbieten, dann kann man das mal richtig gründlich und in Ruhe in Ordnung bringen.

Die Vorderzähne müssen zunächst so gekürzt werden dass die Mahlflächen der Backenzähne ihre Arbeit wieder erledigen können. Wenn sie die Vorderzähne eine Weile nicht gebrauchen kann, ist das wesentlich unproblematischer als wenn sie die Backenzähne nicht nutzen kann. Dann muss sie nur lernen, die Nahrung auch ohne Einsatz der Vorderzähne ins Mäulchen zu bekommen - aber gerade bei Heuhalmen geht das recht einfach. Möhren und anderes kannst du ihr in dieser Zeit geraspelt zur Verfügung stellen.

Für die Gewichtszunahme würden sich ein paar Leckerchen in Form von Erbsen- oder Haferflocken anbieten. Nur nicht zu viel, damit sie nicht zu satt davon wird - das ist dann nämlich ein Teufelskreis weil die Zähne wieder nicht vernünftig abgeschliffen werden wenn sie nur wenig kauen muss.

Edit: die wiederkehrenden Verdauungsprobleme waren unter Umständen schon auf die Zahnprobleme zurückzuführen, ist das denn damals mal untersucht worden?

!!GLÜCKSHASE!! 21.06.2010 13:09

AW: Hilfe Heumuffel!
 
Hallo und danke für die schnelle Antwort. Nein, leider ist Duisburg relativ weit weg für mich, ich wohne in der Nähe von Mainz. Trotzdem werde ich meine Tierärztin mal fragen, laut Forum ist es wohl auch möglich, per e-mail mit diesem Spezialisten in Duisburg Kontakt aufzunehmen. Und zur Not fahre ich halt mit Cookie nach Duisburg.Ich freue mich jedenfalls sehr, so schnell Anteilnahme und Info bekommen zu haben. Vielen Dank nochmals und liebe Grüße, Cookie und Andrea


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