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Tausend Baustellen bei Bernie... jetzt auch noch Schleim im Kot auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By 4Chaoten
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  • 3 Post By Nadine1301

 
 
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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 07.09.2020
Beiträge: 77
Nadine1301 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.12.2023, 15:40

Tausend Baustellen bei Bernie... jetzt auch noch Schleim im Kot


Ihr Lieben,

Langsam platzt mir leider der Kopf mit unsere beiden Zwergwidder angeht und ich weiß nicht mehr wo ich anfangen und aufhören soll.
Wir sind mittlerweile wegen sehr heftigen Fehldiagnosen und darauf basierenden, vollkommen unnötigen Behandlungen schon beim dritten Tierarzt angekommen. Es wird jetzt leider etwas länger, seit Oktober ist hier echt der Wurm drin

Ganz besondere Sorgen macht uns grade um Bernie, Zwergwidder, 3,5 Jahre alt, läuft frei in unserer Wohnung herum.
Er litt, genau wie seine Partnerin immer mal wieder an übelriechendem Matschkot der an seinem Hintern klebte und den wir immer wieder abwaschen und teils wegschneiden mussten.
Daraufhin haben wir vor ca. 6-8 Wochen eine Köttelprobe eingereicht (von beiden, da wir den Kot sowieso nicht auseinander halten konnten). Fazit: Hefen, mit Behandlung mit Nystatin. Auf Nachfrage wurden zu diesem Zeitpunkt keine Kokzidien festgestellt.

Gleichzeitig trat bei ihm ein weiteres Problem auf: er pinkelte plötzlich überall hin, ging kaum noch auf seine Toilette. Wenn ich ihn hoch hob musste er auch sofort pinkeln und hatte das scheinbar gar nicht mehr unter Kontrolle.
Daraufhin nahm Tierärztin 1 ihm Blut ab, mit dem Fazit dass die Nierenwerte leicht erhöht waren. Dann folgten ein paar seltsame Aussagen, die mich später dann auch zum Wechsel gebracht haben: Ihre Aussage war, dass es eine Blasenentzündung sein könnte, oder aber E. Cuniculi, was wohl schonmal auf die Nieren schlagen kann (obwohl er Null andere Symptome dafür hatte). Da seine Blase an diesem Tag leer war und sie keine Urinprobe nehmen konnte, wurde er auf Verdacht mit Antibiotika behandelt (bereue ich heute sehr, habe ihr aber zu diesem Zeitpunkt vertraut).
Außerdem gab sie mir ein Medikament gegen E. Cuniculi mit (SUC?), dass ich ihm aber Gott sei Dank nicht gegeben habe, weil mir das absolut zu weit hergeholt vorkam.


2-3 Wochen später fiel mir immer mal wieder auf das Bernie komisch saß und sich leicht seltsam bewegte. Es war so als müsste er seine Hinterbeine nochmal neu sortieren wenn er hoppelte und dann stehen blieb um sich zu setzen.
Ein paar Tage später sind wir dann nachts in die Tierklinik gefahren, weil er sich fast direkt nach einem Sprung auf unser Sofa auf einmal kaum noch bewegen konnte, sich ganz seltsam "platt machte", sich immer wieder streckte und nach dem hinlegen kaum noch hoch kam.
In der Klinik wurde sich sehr viel Zeit genommen und das neue Fazit war: Rückenschmerzen, hinten an der Wirbelsäule über dem Po, was eventuell auch auf die Blase schlagen könnte.
Mir wurde dann ein Schmerzmittel mitgegeben (Metacam für Katzen), und damit erholte er sich auch nach 2 Tagen erstmal wieder und ging sogar wieder auf die Toilette.
10 Tage später sollte ich das Schmerzmittel absetzen, was ich auch gemacht habe. Zu dem Zeitpunkt ging es ihm dann wieder so gut dass er übermütig 2 Mal auf unser Sofa gehüpft ist, direkt danach gingen die Schmerzen, das seltsame Strecken und "platt machen" wieder von vorne los
Gleichzeitig ist mir dann in einigen seiner Pinkelpfützen auf unserem Boden Blasengries aufgefallen...daraufhin habe ich mir eine neue Tierärztin gesucht, die sehr tolle Bewertungen hatte und sich gut mit Kaninchen auskennt.
Zuerst war ich unglaublich glücklich, weil sie wirklich sehr lieb war, kompetent rüberkam und sich ganz viel Zeit für uns nahm.
Sie bestätigte dass es sich wahrscheinlich um ein Rückenproblem handelt (Bandscheibe), wollte ihm aber erstmal den Stress des Röntgens ersparen und langsam an die Sache rangehen.
Erstmal bekam er dann Metacam für Hunde (0,6ml einmal am Tag), was wieder super wirkte. Dazu gab es dann noch Fiberplex um den Darm ein bisschen zu schonen und ein Vitamin B Präparat. Sie hat ebenfalls einen Ultraschall gemacht um auszuschließen dass die Schmerzen von Blasen oder Nierensteinen kommen. Dabei kam raus: Er hat ziemlich viel Blasengries, bekommt deswegen auch noch Rodicare Uro und ich stelle die Ernährung auf so Calciumarm wie möglich um (bei uns gibt es sowieso nur noch Heu, ganz viele Bittersalate, Grünzeug, frische Kräuter, Möhrengrün, Kohlrabiblätter usw.)

Weil Ivy, seine Partnerin, zeitgleich wieder unter ständigen Aufgasungen und Matschkot litt, habe ich bei der neuen Tierärztin dann nochmal Kot eingereicht. Fazit: Kokzidien (Grad des Befalls weiß ich leider nicht) und Hefen.
Also werden beide mit Baycox behandelt (3-3-3), bzw. wir sind grade dabei, sowie mit Nystatin (damit sind wir jetzt zur Hälfte durch).

Baycox haben beide absolut gar nicht vertragen, schon ab der ersten Gabe. Nach den ersten drei Tagen, in denen beide fast komplett das Fressen eingestellt haben, nur noch total fertig in der Ecke rumlagen und sich nur noch versteckt haben weil das Päppeln so ein heftiger Stress für sie ist (ich habe dem Critical Care immer Sab Simplex beigemischt) war ich dann irgendwann auch fertig mit den Nerven.
Ich habe nach dem aufrebenden Wochenende ziemlich aufgelöst die Tierärztin angerufen und erzählt wie schlecht es den beiden geht. Da ich mich über das Wochenende auch selbst ins Thema eingelesen hatte um rauszufinden ob das eine normale Reaktion ist, bin ich auf die anderen Methoden gestoßen (2-5-2 und 1-5-1). Ich hatte einen absoluten Horror vor der nächsten Gabe nach der Pause und habe sie gefragt ob es vielleicht möglich wäre eine schonendere Variante zu nehmen.
Darauf reagierte sie mit sehr viel Unverständnis, sagte dass sie es noch nie erlebt hat dass Kaninchen schlecht auf Baycox reagieren, dass ich auf jeden Fall mit 3-3-3 weitermachen muss und man Kokzidien halt nicht wegstreicheln kann und wurde richtig unfreundlich (obwohl ich echt nett blieb und ja nur das beste für die beiden will). Am Ende pampte sie mich noch an "Wenn es ihnen so schlecht geht dann müssen sie vorbeikommen".
Ich habe dann einen Termin für den nächsten Tag gemacht, den ich aber am nächsten Tag auch wieder abgesagt habe, weil die zwei plötzlich wieder anfingen kleine Mengen zu fressen und ich ihnen den Stress ersparen wollte, sie wieder ins Auto zu packen und irgendwohin zu fahren.
Da sie sich aber nur so langsam erholten und immernoch sehr schlecht fressen habe ich mich dann entschieden zu einer dritten Tierärztin zu fahren und das Problem nochmal von vorne durchzusprechen.
Bei Tierarzt 3 gab es dann auch wesentlich mehr Verständnis für die Baycox Situation, dort wusste man von den Nebenwirkungen, und mir wurde geraten unabhängig vom Grad des Befalls die Pause auf 5 Tage zu verlängern und dann nur noch 2 Mal Baycox zu geben. Man hat uns auch Rodicare akut mitgegeben um den Appetit anzuregen, und Ivy bekommt im Moment ein kleines bisschen Novalgin.


Heute sind wir am letzten Tag dieser Pause und der Status ist der folgende:
Ivy frisst wieder, läuft wieder rum und es scheint ihr wieder zu 80% besser zu gehen.

Bernie geht es weiterhin sehr schlecht. Er frisst zwar, aber nur ganz wenig, liegt virl rm und versteckt sich. Medikamente geben bleibt weiterhin ein Kampf da ich es mt einer Spritze ins Maul geben muss, und ich versuche alles irgendwie auf maximal 2x pro Tag aufzuteilen um ihm so viel Stress wie nur möglich zu nehmen. Blasengries finde ich weiterhin in seinen Pinkelpfützen Da er grade so wenig frisst (fast nur Heu) könnte ich mir vorstellen dass es daran liegen könnte.

Ich habe die Gabe von Metacam in den letzten Tagen aufgrund der vielen anderen Medikamente ein kleines bisschen reduziert (0,4 - 0,5ml statt 0,6ml), auch in der Hoffnung dass sich die Situation gebessert hat aber wahrscheinlich ein Fehler war, denn er scheint wieder mehr Schmerzen zu haben. Ich gehe also wieder nach oben auf die 0,6ml, keine Ahnung wie lange

Falls ihr den Faden verloren habt, was ich verstehen kann, er bekommt zur Zeit:
- Metacam Schmerzmittel für den Rücken (0,6ml) (auf Rat von Tierarzt 3 steigen wir eventell auf Novalgin um)
- Nystatin zweimal am Tag
- Rodicare Uro für die Blase
- Hier und da Vitamin B
- Rodicare akut zur Appetitanregung
- ab morgen zwei weitere Dosen von Baycox


Heute Morgen fanden wir dann seine Köttel auf einem Handtuch, überzogen von richtig zähem, fast weißen Schleim Langsam weiß ich nicht mehr was ich tun soll und welches Problem das größte von allen ist.
Kann der Schleim an den vielen Medikamenten liegen? Habt ihr irgendwelche wertvollen Tipps wie man ihm das Leben etwas leichter machen könnte oder was wir sonst noch machen können?


Danke euch fürs Lesen und schöne Weihnachtstage!



 



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