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Häsin Kastration - Tipps? Hallo ihr Lieben🐰, heute wurde meine Häsin kastriert. Sie ist 3 1/2 Jahre (ich weiß, wir waren leider sehr spät dran mit der Kastration). Um 18.30 Uhr durfte ich sie abholen und ihr geht es den Umständen entsprechend soweit gut, sie frisst selbstständig und ist auch aktiv. Meine beiden werden frei im Haus gehalten und ich hab ihr ihre Lieblingsecken schön kuschelig eingerichtet, auch mit einer Wärmflasche. Sie hat ein Pflaster auf der Wunde und trägt einen Body. Nun bin ich eine absolute Schisserin und eine meiner größten Ängste vor dieser OP waren die 10 Tage zwischen Eingriff und Fäden ziehen :rolleyes5: Ich wollte mir mal ein paar Tipps einholen, wie ich ihr (und mir) diese Tage möglichst Stressfrei und angenehm gestalten könnte. Die ersten Tage werde ich aufjedenfall bei ihr bleiben (Freitag müssen wir auch zur Wundkontrolle) aber irgendwann muss ich dann auch mal unterwegs (zum Pferd zum Beispiel), nur werde ich sie keine halbe Stunde alleine lassen können, weil ich mich selbst verrückt mache, dass irgendwas passiert wenn ich weg bin. :rolleyes5: Ich weiß auch gar nicht, wie ich heute Nacht ein Auge zubekommen soll :D Wie kann ich es ihr so angenehm wie möglich machen und welche Tipps könntet ihr mir für die nächsten Tage geben? Bin für alles dankbar! Liebe Grüße :seeya: |
Pfft, ne Häsin die nach der Kastra frisst? Traumhaft :P Hatte ich nie. Die ersten 2 Tage muss man schauen dass sie wieder gut ans fressen kommen. Schmeiß ordentlich Dill und Basilikum usw vor die Nase. Wundkontrolle brauchst du nicht selber machen, ist ja ein Pflaster drauf. Kann also nix dran kommen. Springen sollte sie erstmal nicht, also muss sie ein paar Tage eingeschränkt werden. Sie sollte also auch nicht gejagt werden, musst du gucken wie es mit dem Partner Tier läuft. Schmerzmittel wirst du bekommen haben? Ggfs auch Antibiotika. Da kannst du ja dann immer mal nen Blick unter den Bauch werfen ob sie anfängt zu zuppeln oder so. Da ein Pflaster drauf und ein Body drüber ist brauchst du auch kein Streu gegen handtücher tauschen oder sowas. Solange sie frisst und vielleicht auch trinkt, ist alles erstmal gut. Bin mir nur nicht ganz sicher wie die Wundkontrolle am Freitag aussehen soll wenn da ein Pflaster drauf ist. Das fände ich etwas früh das dann da runter zu reißen. Das Zeug klebt nämlich sehr gut. |
So, die ersten beiden Tage sind geschafft. Nala geht es gut, sie ist aktiv, frisst & trinkt und setzt Kot und Urin ab. Nur die Medikamenteneingabe macht mich etwas zu schaffen :willy_nilly: In den fast 3 1/2 Jahren, die sie jetzt schon bei mir ist, war sie kein einziges Mal krank, weshalb ich es bei ihr noch nie machen musste (dafür könnte ich für den Simba schon ne Stempelkarte bekommen, so oft wie ich mit ihm beim Tierarzt sitze :D) Sie bekommt 1x am Tag Metacam und 2-3x Novaminsulfon. Die Tierärztin war heute zufrieden mit ihrer Wunde. Sie hat sie abgetastet und so angeschaut, also das Pflaster blieb drauf. Allerdings fängt sie nun an, am Body rumzuzuppeln, am Saum der Öffnungen von den Vorderpfotenlöchern. :willy_nilly: Mich graut es ja schon davor, morgen früh aufzuwachen und sie hat ihn zerstört. Zutrauen würd ich es ihr ja. Dabei hab ich sie heute noch gelobt, wie toll sie es denn mit dem Body macht:rolleyes: Ich bin ja unheimlich froh, wenn nächste Woche Freitag die Fäden gezogen werden und wir (hoffentlich) damit durch sind. Und dass es bis dahin ohne Komplikationen alles glatt läuft. :Angel_anim: |
Hat denn jemand von euch Erfahrung mit den Bodys von bunnywear? Sie ist echt die ganze Zeit am knabbern und ziehen an der Vorderpfotenöffnung, hat aber bisher noch nicht mal ein Loch reinbekommen. Ist der stabil? Oder reißt er schnell? Der Body müsste sowas doch eigentlich abkönnen, oder nicht? |
Die bodies sind ziemlich stabil. Aber es gibt auch sehr engagierte Kaninchen. Ich nutz die auch nur noch wenn es sein muss. Die Tiere können sich sonst nicht putzen und das nervt einige doch sehr. Manche verfilzen da auch drunter :D Als ich Betty damals da raus geholt hatte war alles voller Wolle. Hat bestimmt gejuckt. Seitdem belasse ich es beim Pflaster. |
Habe es zu spät gelesen. Wenn eins meiner Weibchen kastriert wird, macht der TA auf meinen Wunsch (und mit kleinem Aufpreis) eine versteckte Naht, so ähnlich wie bei einer Schönheits-OP. Da haben die Hasis dann nur für die ersten beiden Tage ein Pflaster oder einen kleinen angenähten Verband und dürfen komplett ohne Body oder Trichter laufen, weil sie an die Fäden nicht rankommen. |
Bitte verlasst euch nicht zu sehr auf Nahttechniken, Pflaster und Body! Wenn sie wirklich wollen und über Stunden an der Wunde zugange sind, kann jede noch so sichere naht aufgehen, ein Pflaster abgeknabbert werden und selbst das reiben von der Zunge über den Body an der Wunde kann Schäden anrichten und im Verlauf die Heilung deutlich komplizierter und langwieriger machen. Wenn möglich ist es am besten möglichst viel ein Auge drauf zu werfen, wie sie mit der Situation umgehen und zur Not rechtzeitig auf einen Halskragen zu wechseln. Solange sie nur der Body stört, kannst du den im Beisein auch mal eine Weile ausziehen und aufpassen, dass sie nur normal putzt und nicht an die Wunde geht. Ansonsten ist Ablenkung und Beschäftigung wichtig. Futter verteilen, Leckerlis verstecken, Gehege umbauen, Handtücher-Buddelbox, Äste zum knabbern etc. |
Vielen Dank für eure Antworten, die habe ich leider jetzt erst gesehen! Gott sei Dank hat sie den Body danach soweit in Ruhe gelassen und sich mit ihrem „Schicksal“ abgefunden :smilewinkgrin: Wir haben es jetzt überstanden, heute wurden die Fäden gezogen und die Wunde ist sehr gut verheilt. Der Schrecken hat ein Ende, das waren sehr nervenaufreibende Tage und einige Nächte mit wenig Schlaf, aber sie hat sich auch sehr vorbildlich verhalten und das ganze wahrscheinlich besser weggesteckt als ich:smilewinkgrin: |
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