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Hilfe- Entscheidung Rhythmus Zähneschleifen Hallo Zusammen, ich wende mich an euch da ich an einem Punkt bin wo ich nicht mehr weiter weiß. Meine Hazel ist nun seit 6 Jahren bei mir. Ich hatte Sie aus einer Kinderzimmerhaltung übernommen. Daher weiß ich nicht genau wie alt sie ist. Unsere letzten 2 Jahre waren geprägt von diversen Tierarzt- und Klinikbesuchen. Von veränderter Gebärmutter die entfernt werden musste - inkl. wieder zurückschieben des Darms da dieser sich durch die Nähte der unteren Bauchdecke gedrückt hat - bis zum Blasenstein war schon einiges dabei. Nun aber unser größtes Problem. Wir sind Zahnpatienten und dass mittlerweile leider alle im alle 5 Wochen Rhythmus. Problem bei ihr ist, dass sich der Kieferknochen durch die Zahnwurzeln verändert hat (sie hat Auftreibungen am Unterkiefer, die man auch spürt) und das Gebiss nicht mehr so aufeinander liegt wie es sollte, sprich wir haben nach 5 Wochen immer wieder scharfe Spitzen die ihr die Mundhöhle und Zunge verletzen. Nun konnten wir trotz der Diagnose noch 1 1/2 Jahre rausgeholt. Leider hatten wir jedoch das Problem, dass Sie bei der letzten Narkose widerbelebt werden musste, da Sie die überhaupt nicht gut vertragen hat. Wo mir meine TA auch schon an Herz gelegt hat mir ein Limit zu setzen. Nun ist es wieder soweit, dass ich mich entscheiden muss auf Risiko nochmal die Zähne machen zu lassen oder Sie erlöse. Ohne Narkose ist der Eingriff bei ihr auf keinen Fall möglich, da es alle Zähne betrifft und diese komplett runter gekürzt (geschliffen) werden müssen. Auch meine Tierärztin machte mir heute wieder bewusst, dass es nur ein aufgeschobenes Problem ist und es keine Heilung gibt :-( Das ist mir auch durchaus alles bewusst, auch von diesen 5 Wochen Pause, muss ich sie 2 Wochen mit Brei päppeln bis Sie wieder normal essen kann. Ich bin so deprimiert, da ich einfach nur möchte dass es ihr gut geht. Kann aber die Entscheidung ihr Leben zu beenden nicht wirklich treffen. Auch habe ich Angst dass Sie die Narkose nicht schafft und ich nicht bei ihr sein konnte. Bzw. auch dass Sie Schmerzen hat durch die Veränderungen am Gebiss/Knochen und natürlich durch die offenen Stellen im Mund. Hat Jemand schon mal die gleiche Situation gehabt ? Wie habt ihr euch entschieden? Liebe Grüße Kim und Hazel |
Hallo Kim, wenn auch ein trauriger Grund, willkommen helfen kann ich leider nicht, ich denke, es wird schwer, jemand zu finden, die mit ihrem Tier diese Diagnose hat. Meine Freundin hatte schon so viele Tiere mit Zahnproblemen und jedes war anders. Aus der Narkose ist bisher jedes wieder aufgewacht, auch, wenn es das ein oder andere Mal vorkam, dass ein Tier wiederbelebt werden musst und trotzdem das nächste Mal die Narkose gut überstanden hat. Es kam aber auch schon vor, dass die Entscheidung getroffen wurde das Tier gehen zu lassen und es nicht mehr hat aufwachen lassen Schwierig ist immer zu entscheiden, was Richtig ist Bekommt sie Schmerzmittel? Besteht vielleicht die Möglichkeit, dass du beim nächsten Mal dabei bleibst? |
Ich habe im Sommer ein altes Kaninchen übernommen, das auch regelmäßig zum Zähne abschleifen in Narkose muss. Wir sind im Moment bei einem Rhythmus von 10 Wochen. Die tierärztin meinte auch zu mir, dass sie die Abstände so lange wie möglich machen will, damit er nicht so oft eine Narkose bekommt. Ohne Narkose geht es bei ihm aber auch nicht. Also zu häufige narkosen scheinen offenbar tatsächlich ein Problem zu sein, bisher verträgt meiner sie aber gut und frisst auch so nach zwei bis drei Tagen wieder normal. Ich gebe ihm solange Schmerzmittel bis ich den Eindruck habe, dass er wieder ohne gut fressen kann. Ich habe natürlich auch schon gefragt, wie sie denn die Prognose für ihn auf lange Sicht beurteilt. Sie meinte das kann man gar nicht vorhersagen, sie hat Kaninchen denen sie schon seit Jahren die Zähne regelmäßig abschleift und die damit gut zurechtkommen. Ich würde die Entscheidung davon abhängig machen, wie die lebensqualität des Tiers zwischen den Behandlungen aussieht. Meiner ist in dieser Zeit ein total zufriedenes und lebensfrohes Tier, so dass ich hoffe, dass es noch lange so funktioniert wie jetzt. sollte er einmal nicht mehr aus der Narkose aufwachen, dann ist das eben so. Das ist das Risiko, aber ohne die zahnbehandlung könnte er ja gar nicht mehr weiterleben weil er irgendwann nicht mehr fressen würde. Also muss ich das weiterhin eingehen, wenn ich ihn noch behalten will. Bei uns werden die Abstände zwischen den Behandlungen aber auch immer kürzer werden, das steht auf jeden Fall fest. |
Ich würde nochmal mit der TÄ sprechen. Vielleicht kann sie eine andere Narkose wählen oder die Narkose leichter dosieren. Vielleicht reicht es auch schon, wenn sie so eine Art KO-Tropfen gibt. Ansonsten lass Dir das Narkosemittel mit Mengenangabe aufschreiben und versuch es bei einem anderen TA. Einschläfern lassen würde ich sie nicht. Und wenn sie die Narkose nicht übersteht, dann soll es halt so sein. Ich hatte auch schon ein Tier, wo die TÄ gesagt hat, das war die letzte Narkose, die sie gegeben hat. Das nächste mal solle ich zu einem Zahnspezialisten gehen. Trotz Narkose konnte sie das Mäulchen nicht weit genug öffnen, um die hinteren Backenzähne vernünftig zu schleifen. Beim Spezialisten hätte ich erst 12 Tage nach Kauauffälligkeiten einen Termin für die Zahnsanierung bekommen. Schoko hatte das Fressen schon eingestellt. Hab dann bei meiner TÄ angerufen und für den nächsten morgen einen Termin bekommen. Da hat alles wieder einwandfrei geklappt. Weiß der Geier, was da los war. |
Ich musste letztes Jahr einen Kastraten einschläfern lassen. Er hat völlig überraschend im letzten halben Jahr im 6-Wochen Rhythmus zum Zähneschleifen müssen. Leider war dann alles so schief, dass es nur eine Frage der Zeit bis die Zähne im Oberkiefer hätten entfernt werden müssen. Bei der Abklärung u.a. für mehrere Röntgenbilder war die Narkose schon nicht mehr möglich (geschweige denn ein Zähneschleifen): er musste gerettet werden. Übersichtsröntgen zeigte, dass vermutlich ein Thymom Schuld war an der Narkoseunverträglichkeit. Damit war auch klar, dass keine Narkose mehr möglich war und die Zähne bloss das kleineres Übel war. An denen wurde Wegen akuter Atemnot beim Fressen musste ich ihn 1 Monat später einschläfern lassen. Da ist er bereits beim einschläfernden Medikament blau angelaufen (extra in hoher Dosis, damit er eine allfällige Atemnot nicht mehr mitbekommt). Die eigentliche Todesspritze hätte es gar nicht mehr gebraucht. Er wäre erstickt. |
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