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Benny92 02.10.2023 19:16

Zitat:

Zitat von 4Chaoten (Beitrag 1274558)
Ein Antibiogram ist vielleicht sinnvoll, vor allem, wenn man nicht mehr weiterkommt
Zu der geratenen Therapie kann ich leider nichts sagen, keine Erfahrung, ich halte es für sinnvoller erstmal das Geld in die Untersuchung und Aufklärung zu stecken, bevor ich mein Tier mit allem möglichen an Medis vollstopfe - sorry;)

Zithromax habe ich einmal für meine Schnupferin bekommen, allerdings nur für ca 5 Tage (neuer TA) es hat gut geholfen und sie hat es gut vertragen. Ansonsten bekam sie Orniflox oder Enrobactin und das mind. 3 Wochen (ich habe es verdünnt mit Fruchtsaft). Pausen sollte man nicht machen

Deine Praxis sollte dir die Unterlagen/Bilder etc per Mail schicken können, entweder habe ich gleich gesagt, bitte per Mail schicken oder eine Mail mit der Bitte geschickt. Bei Facebook habe ich mich ja auch erst angemeldet, als es mit meiner Häsin war, dass ist kein Problem, man muss sich da nur erstmal zurecht finden :D und ich bin schon älter

Schau dann einfach mal, ob Diana Ruf eine Mail-Adresse hat oder poste es auf ihrer Facebook Seite, da erreicht man, denke ich, viele Menschen. Ich habe wegen meiner Häsin 2 TÄ angeschrieben und auch Antwort bekommen, sie wollten, die Bilder/Unterlagen

Denke ich auch.
Ich verstehe was du meinst, und bin grundsätzlich auch deiner Meinung. Das Problem ist nur, dass ja eigentlich schon alles untersucht wurde. Abgesehen vom Antibiogramm, und nochmal Kontrollultraschall zum nochmal Nachschauen zwecks Blasenschlamm wüsste ich nicht welche Untersuchungen noch sinnvoll wären. Die Diagnosen sind ja alle gestellt, es schlägt nur nichts von den Therapieansätzen so wirklich an. Ich zähl lieber nicht nach, wie viel Geld dieses Jahr allein für Finchen schon ausgegeben wurde :p allein für die ganzen Doppeluntersuchungen. Wenn ihr wenigstens mal was langfristig helfen würde.
CT wäre das einzige, was noch nicht gemacht wurde. Aber wie gesagt, schließe ich eigentlich anhand von dem dass Schmerzmittel alleine noch nie Besserung brachte aus dass da noch großartig was wäre.
Die o.g. Sachen wären jetzt einfach noch Mittel zur Unterstützung der Niere, heißt es kann aufjedenfall nicht schaden.
Ich bin wirklich für jeden Tipp und Vorschlag was noch helfen könnte dankbar. Ich hab ja eigentlich fast schon alles was in Richtung Blase helfen könnte probiert.

Ja das mit der Pause war aufjedenfall doof, hätte ich das mal vorher gewusst:rolleyes:

Dann forder ich erstmal die Unterlagen an und schick sie Frau Dr. Ruf. Dann mal schauen was dabei rauskommt.

4Chaoten 02.10.2023 19:55

Ich kann dich verstehen, für ein einzelnes Tier kann man viel Geld loswerden, schön ist es, wenn dann was gefunden wird was hilft

Ich würde jetzt auch ein Antibiogramm machen lassen und mich an D. Ruf wenden und auch über Facebook versuchen. Manchmal braucht es nur den einen, der sowas erlebt hat

Ich hoffe, Finchen kann geholfen werden und falls du es auch mit einer Vitamin D Lampe versuchen möchtest, melde dich. Ich brauch meine nicht mehr;)

Benny92 06.10.2023 10:21

Zitat:

Zitat von 4Chaoten (Beitrag 1274560)
Ich kann dich verstehen, für ein einzelnes Tier kann man viel Geld loswerden, schön ist es, wenn dann was gefunden wird was hilft

Ich würde jetzt auch ein Antibiogramm machen lassen und mich an D. Ruf wenden und auch über Facebook versuchen. Manchmal braucht es nur den einen, der sowas erlebt hat

Ich hoffe, Finchen kann geholfen werden und falls du es auch mit einer Vitamin D Lampe versuchen möchtest, melde dich. Ich brauch meine nicht mehr;)


Entschuldige bitte die späte Antwort, mich hats leider selbst grippetechnisch recht stark erwischt.:o

Und ja du sagst es. Wenn man gar nicht auf was kommt was Besserung bringt ist das langfristig echt frustrierend und vor allem tuts mir für Finchen leid. Sie hat mit Sicherheit bei der starken Nässe auch mehr Schmerzen als sie sich anmerken lässt die Arme Maus. :(
Immerhin ist es seit so 3 Tagen mit AB besser. Jetzt ist sie komplett trocken, bis auf unterhalb der Blume ist sie noch einmal am Tag leicht nass. Kein Vergleich zu vorher aber wie das zustande kommt konnte ich heute beobachten. Sie presst beim Wasserlassen den Po auf den Boden, hebt die Blume nicht an. Dadurch wird sie natürlich nass. Dabei sind dann 3 kleine Pfützen rausgekommen, die ersten 2 dunkelbraun (höchstwahrscheinlich Blasenschlamm) die letzte klar. Einerseits gut dass er rauskommt, aber blöd dass immernoch einer da ist und ihr das Herauspressen sichtlich Schmerzen bereitet.
Ich werde daher schauen, dass ich nächste Woche einen TA Termin bekomme und hoffe dass die die Blase mittels Katheter spülen können. Ausmassiern halte ich für nicht sinnvoll, da ich jetzt schon oft gelesen habe dass beim Ausmassieren die Blasenwand verletzt werden kann was dann wiederum zu Entzündungen führt die dann wieder behandeln muss und es dann immer so ein Teufelskreis von Blasenentzündung und Blasenschlamm ist.
Ich biete ihr zudem Cuni Sensitive an. Dadurch trinken alle viel viel mehr, und darin sind ja auch Cranberries und Thimoty Heu.

Das mit der Lampe wäre super. :) schließt man die an den Strom an?

4Chaoten 06.10.2023 17:15

Wenn das Kalzium ausgeschieden wird ist es eher milchig-weiß, einige Futtermittel verändern die Farbe des Urins
Gut ist auf jeden Fall, dass sie AB bekommt, dass würde ich zunächst auch weiter geben (Entzündung) und evtl noch mal röntgen (wie lange inzwischen das letzte Bild her)

Die Lampe ist eine eine Klemmlampe. Ich hatte immer Welpengitter im Wohnzimmer (natürlich geöffnet) daran habe ich sie befestigt (die Lampe ist drehbar)und ja, mit Kabel. Das Kabel hatte ich immer so gelegt, dass es hinter dem Gitter lag und sie keine Möglichkeit hatten, daran zu kommen. Ich weiß nicht wie deine Möglichkeiten sind

Ich such sie mal raus, ist ja schon einige Jahre nicht mehr in Nutzung und schau mal, ob die Birne noch funktioniert;)

Rakete 08.10.2023 13:03

Wieso versuchst Du es nicht mit subkutanen Infusionen? Siehe auch Kaninchenwiese…
Ich habe ja davon schon geschrieben: es war das einzige, was bei meiner Häsin langfristig zur Besserung beigetragen hat. Blasenspülung hat zwar auch etwas Besserung gebracht, aber die 2 Monate lang durchgeführten Infusionen haben zumindest so gewirkt, dass jetzt über 1 Jahr lang danach immerhin keine Verschlechterung eingetreten ist.

Bei meiner Kollegin ist der Kastrat übrigens soeben an einem Blasenstein gestorben. Er hatte früher schon welche (inkl. Blasenschlamm), das Problem war also bekannt.. Nur der jetzige blieb leider in der Urethra stecken und hat zu Rückstau geführt. Und er hat deswegen auch noch eine Sepsis gemacht gemäss Autopsie- Bericht. 1 Woche zuvor war er beim Kaninchenspezialist für Untersuchung (aufgrund der Aggressionen, die er gegenüber seiner Partnerin machte)und der hat u.a. sogar ein CT, Blutuntersuchungen etc. gemacht zu schauen, was ihm fehlt. Aber nichts weiteres gefunden.

Benny92 08.10.2023 17:45

Hallo,

Erstmal gute Nachrichten. Seit Freitag ist sie komplett trocken. Wirklich komplett, überhaupt nicht mehr nass, viel aktiver und ich konnte nicht mehr beobachten dass sie verkrampft Urin absetzt.
Ich weiß nicht was Besserung gebracht hat.
Sie bekommt aktuell noch AB bis die 14 Tage erreicht sind.
Dann bekommt sie Eurologist und Silicium, ersteres zweimal täglich eine Tablette, letzteres 2 mal täglich 2 Tabletten da noch keine 2 Wochen.
Zudem bekommt sie Cuni Sensitive, was meiner Meinung nach extrem viel bringt. Seitdem trinken beide (da ich nicht vermeiden kann dass Kuschel auch was davon frisst) zweimal täglich einen ganzen Wassernapf leer! Davor mit nur FriFu haben sie das Wassernapf auch mit Säften nicht bzw kaum angerührt.
Ich denke dass das extrem viel bringt, da ja so alles durch und aufgeschwämmt wird.
Im Cuni Sensitive sind ja Sachen wie Cranberry und Thimoty drin, welche gut für die Blase sind.

Allrodin hab ich auch noch, allerdings nimmt sie die Tabletten leider nicht freiwillig.

Zitat:

Zitat von 4Chaoten (Beitrag 1274565)
Wenn das Kalzium ausgeschieden wird ist es eher milchig-weiß, einige Futtermittel verändern die Farbe des Urins
Gut ist auf jeden Fall, dass sie AB bekommt, dass würde ich zunächst auch weiter geben (Entzündung) und evtl noch mal röntgen (wie lange inzwischen das letzte Bild her)

Die Lampe ist eine eine Klemmlampe. Ich hatte immer Welpengitter im Wohnzimmer (natürlich geöffnet) daran habe ich sie befestigt (die Lampe ist drehbar)und ja, mit Kabel. Das Kabel hatte ich immer so gelegt, dass es hinter dem Gitter lag und sie keine Möglichkeit hatten, daran zu kommen. Ich weiß nicht wie deine Möglichkeiten sind

Ich such sie mal raus, ist ja schon einige Jahre nicht mehr in Nutzung und schau mal, ob die Birne noch funktioniert;)

Das letzte Röntgenbild war im August glaub ich. Das komische ist, dass ich den typischen milchigen Urin noch nie gesehen hab. Gut, vielleicht ist der auch in der Wanne und ich seh es nicht, weil das Einstreu den aufsaugt. Die beschriebenen Pfützen waren ganz komisch, so dunkelbraun.

Das wär super. :)

Zitat:

Zitat von Rakete (Beitrag 1274577)
Wieso versuchst Du es nicht mit subkutanen Infusionen? Siehe auch Kaninchenwiese…
Ich habe ja davon schon geschrieben: es war das einzige, was bei meiner Häsin langfristig zur Besserung beigetragen hat. Blasenspülung hat zwar auch etwas Besserung gebracht, aber die 2 Monate lang durchgeführten Infusionen haben zumindest so gewirkt, dass jetzt über 1 Jahr lang danach immerhin keine Verschlechterung eingetreten ist.

Bei meiner Kollegin ist der Kastrat übrigens soeben an einem Blasenstein gestorben. Er hatte früher schon welche (inkl. Blasenschlamm), das Problem war also bekannt.. Nur der jetzige blieb leider in der Urethra stecken und hat zu Rückstau geführt. Und er hat deswegen auch noch eine Sepsis gemacht gemäss Autopsie- Bericht. 1 Woche zuvor war er beim Kaninchenspezialist für Untersuchung (aufgrund der Aggressionen, die er gegenüber seiner Partnerin machte)und der hat u.a. sogar ein CT, Blutuntersuchungen etc. gemacht zu schauen, was ihm fehlt. Aber nichts weiteres gefunden.


Infusionen hat Finchen einen Tag lang mal in der Klinik bekommen, inklusive Ausspülen. Danach war es daheim allerdings eher schlimmer statt besser. Nach längerem Recherchieren hab ich dann herausgefunden dass beim Ausmassieren wohl teils die Blasenwand verletzt wird, was wiederum zu Entzündungen führt und man dann wieder in den ewigen Kreislauf von Blasenentzündungen, dadurch wieder mehr Blasenschlamm etc kommt. Deswegen bin ich von Infusion und Ausmassieren nicht mehr allzu begeistert, sollte beim Kontrollultraschall rauskommen, den ich natürlich so oder so regelmäßig machen werde auch wenn sie jetzt trocken ist, dass Blasengrieß drin ist, möchte ich mittels Katheter spülen lassen, es sei denn meine TÄ findet dass aus irgendeinem Grund nicht sinnvoll oder nicht gut.
Allerdings hoffe ich, dass die ganzen Tabletten die sie bekommt, inklusive der Futterumstellung dazu führen dass sie keinen Blasengrieß mehr bekommt. Ob das so klappt, sehen wir beim nächsten Ultraschall.

Genau das was du schreibst, ist natürlich auch schon lange meine Sorge - dass sich irgendwann ein Stein bildet.
Deswegen versuche ich auch mittels Medikamente und Ernährung dagegen zu steuern und durch regelmäßigen Ultraschall zu sehen wie viel Blasenschlamm drin ist.
Ich werde ihr auch noch Lysium geben, dass wirkt Blasensteinen und Kristallen entgegen.

Mal schauen wie es jetzt weiter verläuft.

4Chaoten 08.10.2023 18:22

Verfärbter Urin beunruhigt mich eher selten, da Futtermittel wie Möhre, Löwenzahn, Weide etc den Urin verfärben

Wird das überschüssige Kalzium ausgeschieden, ist es milchig weiß
Evtl sollte man sich nicht auf Blasenschlamm einschießen und eben weiträumig sehen, was die Ursache ist

Ich würde jetzt nicht das AB, wenn es ihr gerade hilft nach 2 Wochen absetzten, sondern auch noch eine weitere Woche geben. So streng nach TA Vorgaben habe ich nicht immer gehandelt, wenn ich das Gefühl hatte, es bewirkt was

Bekommt sie nur Cunis oder bietest du noch weiterhin Frischfutter an?

Benny92 09.10.2023 20:17

Zitat:

Zitat von 4Chaoten (Beitrag 1274587)
Verfärbter Urin beunruhigt mich eher selten, da Futtermittel wie Möhre, Löwenzahn, Weide etc den Urin verfärben

Wird das überschüssige Kalzium ausgeschieden, ist es milchig weiß
Evtl sollte man sich nicht auf Blasenschlamm einschießen und eben weiträumig sehen, was die Ursache ist

Ich würde jetzt nicht das AB, wenn es ihr gerade hilft nach 2 Wochen absetzten, sondern auch noch eine weitere Woche geben. So streng nach TA Vorgaben habe ich nicht immer gehandelt, wenn ich das Gefühl hatte, es bewirkt was

Bekommt sie nur Cunis oder bietest du noch weiterhin Frischfutter an?

Wobei ja alles andere ausgeschlossen wurde..

Das AB hat sie ja zuerst 3 Tage bekommen dann 4 Tage Pause und jetzt seitdem einschließlich heute 9 Tage. Ich dachte 14 Tage wäre das Maximum. Wie lange würdest du geben?
Der blödste Fall wär natürlich, dass es wieder anfängt. Da bin ich dann aufjedenfall bei dir, dass man es lieber länger geben sollte.

Besserung brachte es auch tatsächlich erst zu 100% nach 7 Tagen.

Gleich zu Beginn vor der Pause schon nach 1 Tag.

Beides :)

Rakete 09.10.2023 21:07

Zitat:

Infusionen hat Finchen einen Tag lang mal in der Klinik bekommen, inklusive Ausspülen. Danach war es daheim allerdings eher schlimmer statt besser. Nach längerem Recherchieren hab ich dann herausgefunden dass beim Ausmassieren wohl teils die Blasenwand verletzt wird, was wiederum zu Entzündungen führt und man dann wieder in den ewigen Kreislauf von Blasenentzündungen, dadurch wieder mehr Blasenschlamm etc kommt. Deswegen bin ich von Infusion und Ausmassieren nicht mehr allzu begeistert,
Du hast wohl falsch verstanden, was ich gemeint habe. Ich spreche NICHT von vereinzelten Blasenspülung mit Ausmassieren. Das hat bei mir auch nur mässig genützt, zudem kann man das tatsächlich nur wenige Male machen, da es die Blase schädigen und zusätzlich ausleiern kann, wenn man mechanisch einwirkt.

Ich spreche von täglichen Infusionen über sehr lange Zeit ohne mechanische Einwirkung. Ich habe nie was massiert o.ä.
Dank sehr viel Flüssigkeitszufuhr über Monate wird das Kalzium langfristig nach und nach heraus gespült. Mein TA hat dies auch schon in anderen Fällen erfolgreich verordnet.

Ich weiss jetzt nicht mehr den exakten Plan, aber die ersten 2-3 Wochen musste ich 2 x täglich Infusionen (ca. 80-100 ml ) verabreichen, danach nur noch täglich, später hat alle 2 Tage gereicht. Nach 3 Monaten Therapie und Kontrolle- Röntgen/Ultraschall war eine massive Verbesserung sichtbar.

Da ich zuerst nicht selber immer stechen wollte, haben wir es mit einem Flügel- Katheter versucht. In einem anderen Fall war das erfolgreich ( mal abgesehen davon, dass mein TA vergass, dass ein Kaninchen in Aussenhaltung durch die Rasur Sonnenbrand bekommt… Bei mir hat es leider nicht funktioniert, da das Partnertier den Schlauch nach 2 h bereits durch gebissen hatte.

Übrigens : Eurologist und Silicium habe ich einige Monate auch verabreicht, ausser viel Geld dafür raus geworfen, hat es überhaupt nichts genützt… auch Cunis Sensitiv und Timothy Heu haben nicht geholfen, das Kalzium los zu werden. Durch die Cunis hat sie nur zugenommen ( die gibt es es bei mir schon lange regelmässig) und Timothy habe ich 1 Jahr lang verfüttert. Es hilft höchstens, dass es nicht noch schlimmer wird. Aber um Kalzium heraus zu spülen hilft nur wirklich viel Flüssigkeit ( 1-2 dl zusätzlich täglich).

Hasen-Nasen 10.10.2023 15:25

Hallo Michaela,
ich hatte die letzte Zeit nur Zeit zum Lesen und nicht zum schreiben. Mir tut das sehr leid mit Finchen. Es klang ja erst so gut.
Kann es sein daß die Blase schonausgeleiert ist durch die vielen Untersuchungen oder ehemaliges Ausmassieren ?

LG Anni

Rakete 10.10.2023 16:05

nur nebenbei: bei meiner Luna ist die Blasenwand extrem verdickt, respektive da wurde bereits Kalzium eingelagert. Die Blase ist also ziemlich starr (vermutlich auch ausgeleiert); die kann sich gar nicht mehr richtig entleeren. Mir wurde sogar von der Klinik vorgeschlagen, dass man versuchen würde, in der Blasenwand inwendig mittels teuren und aufwendigen OP das Kalzium abzutragen. Mein TA war dann der Meinung, er würde das nicht ausprobieren, da man vielleicht mehr schadet als das es Nutzen bringt (kennen tut er die Methode auch nicht). Aber da es momentan mit der Blase gut funktioniert, würde ich auch aufgrund des hohen Alters von 11 eh nichts mehr machen.

4Chaoten 10.10.2023 17:00

Zitat:

Zitat von Benny92 (Beitrag 1274595)
Das AB hat sie ja zuerst 3 Tage bekommen dann 4 Tage Pause und jetzt seitdem einschließlich heute 9 Tage. Ich dachte 14 Tage wäre das Maximum. Wie lange würdest du geben?

Welches AB bekommt sie denn? Im KSF hast du was von Zithromax geschrieben, damit habe ich bei längerer Gabe keine Erfahrung, aber meine Schnupferin hat es mind 14 Tage bis eher 3/4 Wochen bekommen (
Enrobactin oder Orniflox)
Ich hätte also eher wenig bedenken, es länger zu geben, wenn es wirkt
Ich habe es so verstanden, dass der Schlamm raus ist und eigentlich nur noch Kristalle im Urin zu finden sind?

Benny92 13.10.2023 13:40

Zitat:

Zitat von Rakete (Beitrag 1274596)
Du hast wohl falsch verstanden, was ich gemeint habe. Ich spreche NICHT von vereinzelten Blasenspülung mit Ausmassieren. Das hat bei mir auch nur mässig genützt, zudem kann man das tatsächlich nur wenige Male machen, da es die Blase schädigen und zusätzlich ausleiern kann, wenn man mechanisch einwirkt.

Ich spreche von täglichen Infusionen über sehr lange Zeit ohne mechanische Einwirkung. Ich habe nie was massiert o.ä.
Dank sehr viel Flüssigkeitszufuhr über Monate wird das Kalzium langfristig nach und nach heraus gespült. Mein TA hat dies auch schon in anderen Fällen erfolgreich verordnet.

Ich weiss jetzt nicht mehr den exakten Plan, aber die ersten 2-3 Wochen musste ich 2 x täglich Infusionen (ca. 80-100 ml ) verabreichen, danach nur noch täglich, später hat alle 2 Tage gereicht. Nach 3 Monaten Therapie und Kontrolle- Röntgen/Ultraschall war eine massive Verbesserung sichtbar.

Da ich zuerst nicht selber immer stechen wollte, haben wir es mit einem Flügel- Katheter versucht. In einem anderen Fall war das erfolgreich ( mal abgesehen davon, dass mein TA vergass, dass ein Kaninchen in Aussenhaltung durch die Rasur Sonnenbrand bekommt… Bei mir hat es leider nicht funktioniert, da das Partnertier den Schlauch nach 2 h bereits durch gebissen hatte.

Übrigens : Eurologist und Silicium habe ich einige Monate auch verabreicht, ausser viel Geld dafür raus geworfen, hat es überhaupt nichts genützt… auch Cunis Sensitiv und Timothy Heu haben nicht geholfen, das Kalzium los zu werden. Durch die Cunis hat sie nur zugenommen ( die gibt es es bei mir schon lange regelmässig) und Timothy habe ich 1 Jahr lang verfüttert. Es hilft höchstens, dass es nicht noch schlimmer wird. Aber um Kalzium heraus zu spülen hilft nur wirklich viel Flüssigkeit ( 1-2 dl zusätzlich täglich).

Ja, du hast recht, ich hab es tatsächlich falsch verstanden ;) Danke dass du mir es nochmal geschrieben hast wie es bei euch gemacht wurde.
Das hört sich nach einer super Lösung an, die ich aufjedenfall im Hinterkopf behalten werde, je nachdem was beim nächsten Kontrollultraschall rauskommt.

Dass Eurologist und Silicium bei manchen nichts gebracht haben, habe ich auch schon gelesen. Wie viel es tatsächlich bringt wird sich auch am Ultraschall zeigen. Sie ist aufjedenfall seit 1 Woche jetzt komplett trocken, musste sie kein einziges Mal mehr Waschen.
Mal schauen wie dass jetzt nach dem AB wird, dann sehe ich mal wovon es kommt.

Die Cunis haben bei mir eigentlich hauptsächlich den positiven Effekt, dass meine Kaninchen dadurch eine Menge zusätzlich trinken. Bestimmt jeder einen Wassernapf am Tag. Das ist natürlich super und auch bei weitem mehr als sie nur durch FriFu aufnehmen - zumal die Sensitive ja gut für die Blase sein sollen und sie zusätzlich weiterhin FriFu bekommen.

Zitat:

Zitat von Hasen-Nasen (Beitrag 1274602)
Hallo Michaela,
ich hatte die letzte Zeit nur Zeit zum Lesen und nicht zum schreiben. Mir tut das sehr leid mit Finchen. Es klang ja erst so gut.
Kann es sein daß die Blase schonausgeleiert ist durch die vielen Untersuchungen oder ehemaliges Ausmassieren ?

LG Anni

Schön wieder von dir zu hören:)

Ja das ist auch dass wovor ich Angst habe. Die Probleme kommen ja immer wieder. Wie oben geschrieben ist sie jetzt seit 1 Woche trocken.
Antibiotika wurde Stand jetzt 13 Tage gegeben.
Ich hoffe sehr dass sie trocken bleibt und nicht mehr allzu viel Schlamm in der Blase ist.

Zitat:

Zitat von Rakete (Beitrag 1274604)
nur nebenbei: bei meiner Luna ist die Blasenwand extrem verdickt, respektive da wurde bereits Kalzium eingelagert. Die Blase ist also ziemlich starr (vermutlich auch ausgeleiert); die kann sich gar nicht mehr richtig entleeren. Mir wurde sogar von der Klinik vorgeschlagen, dass man versuchen würde, in der Blasenwand inwendig mittels teuren und aufwendigen OP das Kalzium abzutragen. Mein TA war dann der Meinung, er würde das nicht ausprobieren, da man vielleicht mehr schadet als das es Nutzen bringt (kennen tut er die Methode auch nicht). Aber da es momentan mit der Blase gut funktioniert, würde ich auch aufgrund des hohen Alters von 11 eh nichts mehr machen.

Ja, von der OP hab ich auch gelesen, das wär aber auch für mich wirklich das allerletzte Mittel. Da die Blase dadurch auch geschädigt wird, und man diese OP auch max. 2 mal durchführen kann, da es sonst auch nicht gut für die Blase ist. Wird scheinbar direkt ausgescharbt.

Zitat:

Zitat von 4Chaoten (Beitrag 1274605)
Welches AB bekommt sie denn? Im KSF hast du was von Zithromax geschrieben, damit habe ich bei längerer Gabe keine Erfahrung, aber meine Schnupferin hat es mind 14 Tage bis eher 3/4 Wochen bekommen (
Enrobactin oder Orniflox)
Ich hätte also eher wenig bedenken, es länger zu geben, wenn es wirkt
Ich habe es so verstanden, dass der Schlamm raus ist und eigentlich nur noch Kristalle im Urin zu finden sind?


Zithormax. Morgen sind es 14 Tage. Seit 1 Woche ist sie trocken. Ich überlege ob es sinnvoll ist es weiterzugeben, bin aber eher dafür es morgen den letzten Tag zu geben.

Im Urin waren Bakterien, Blasenschlamm war die letzte Kontrolle vor der Gebärmutterop, da war eher wenig in der Blase drin.

Rakete 15.10.2023 05:54

Die Cunis gebe ich nur stark eingeweicht, damit dem Körper nicht noch Flüssigkeit entzogen wird. So hat es bereits einen hohen Wasseranteil und entspricht im Minimum dem Nassfutter.

Wenn Kaninchen derart viel trinken, dann muss was krankhaft im Argen liegen, ausser sie fressen enorm viel Heu (oder sonst zu viel Trockenes). In der Regel trinken die sonst kaum. Es gibt aber auch durchaus (Blasen-)kranke Kaninchen wie meine uralte Luna, die ich trotzdem nie trinken sehe. Bei mir trinkt Jari häufiger mal, der hat sichtbar Arthrose (Wirbelsäule), da muss ich mal gelegentlich die Nierenwerte kontrollieren lassen. Starke Arthrose und Gewichtszunahme (die er hatte) führen oft auch zu Blaseschlamm und - Steine.

Benny92 15.10.2023 09:07

Zitat:

Zitat von Rakete (Beitrag 1274652)
Die Cunis gebe ich nur stark eingeweicht, damit dem Körper nicht noch Flüssigkeit entzogen wird. So hat es bereits einen hohen Wasseranteil und entspricht im Minimum dem Nassfutter.

Wenn Kaninchen derart viel trinken, dann muss was krankhaft im Argen liegen, ausser sie fressen enorm viel Heu (oder sonst zu viel Trockenes). In der Regel trinken die sonst kaum. Es gibt aber auch durchaus (Blasen-)kranke Kaninchen wie meine uralte Luna, die ich trotzdem nie trinken sehe. Bei mir trinkt Jari häufiger mal, der hat sichtbar Arthrose (Wirbelsäule), da muss ich mal gelegentlich die Nierenwerte kontrollieren lassen. Starke Arthrose und Gewichtszunahme (die er hatte) führen oft auch zu Blaseschlamm und - Steine.

Das mit dem eingeweicht mach ich auch ab und zu.

Heu fressen meine schon auch sehr viel. Mit Heu und Frischfutter haben sie aber nie was getrunken zusätzlich.
Erst durch die Beigabe von Cunis, trinken sie alle sehr viel Wasser zusätzlich. Was aber denke ich gut ist, da sie ja weiterhin Frischfutter + die Cunis fressen, aber ordentlich Wasser dazu trinken.
Ich bin mir sicher sobald ich die Cunis wieder weglassen würde, würden sie nichts mehr trinken.

Dass zu viel Gewicht dazu führt, hab ich auch schon gelesen. Finchen geht es seit einer Woche aufjedenfall super. Sie hat jetzt heute noch AB bekommen, ich hab echt Angst das abzusetzen, aber es hilft ja nichts.

Ich würd ihr jetzt weiterhin Eurologist und Silicium geben. Zusätzlich noch Globuli die gegen Grieß und Entzündung helfen.
Und ich habe einen Tee mit Mannose und Cranberry gekauft, den möchte ich ihr noch anbieten.

Wenn Sie jetzt wieder nass wird, fahr ich zum TA und versuche mal das mit den Infusionen umzusetzen und vorzuschlagen. Sollte sie nicht nass werden, lass ich trotzdem einen Kontrollultraschall machen um zu wissen, wie viel Blasenschlamm sie noch hat.

Benny92 23.10.2023 19:07

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
Finchen ist weiterhin trocken :)

Ich hab heute das entdeckt. Das ist doch Harngries oder? Aber schon mal gut, dass es rausgeht. Bisher war der Urin ja immer klar, vlt bringen die Medis dann trotzdem was.

Rakete 25.10.2023 11:17

Ja, das ist Harngriess. Alles ist gut, was raus kommt. Man kann leider nie sagen, wieviel trotzdem drinnen bleibt. Das ist zumindest bei Meinen so. Starker Blasenschlamm trotz vieler Ausscheidung...

Benny92 27.10.2023 14:36

Zitat:

Zitat von Rakete (Beitrag 1274699)
Ja, das ist Harngriess. Alles ist gut, was raus kommt. Man kann leider nie sagen, wieviel trotzdem drinnen bleibt. Das ist zumindest bei Meinen so. Starker Blasenschlamm trotz vieler Ausscheidung...

Super :) Bei Finchen kam nie was mit raus. Deswegen von dem her schonmal gut. Bin gespannt wie viel beim Ultraschall noch drin ist, aber Finchen geht es zur Zeit super.
Sie ist nach wie vor trocken.
Sie bekommt derzeit Eurologist, Lysium, Silicium, RodiCare Uro, etwas Cuni Sensitive und täglich einen Tee mit Cranberry und Dmannose den sie brav trinkt.

Und ich hab noch was gutes gefunden, evtl ist das auch für jemanden von euch noch was, der ein ähnliches Problem mit seinen Häschen hat:

https://www.medilutions.de/produkt/ausilium-pet/

Die bekommt sie zur Zeit auch unterstützend, bzw noch etwas, aber ich glaube die sind vor allem super wenn sich wieder eine Entzündung anbannt, um nicht sofort wieder AB geben zu müssen.

Benny92 24.04.2024 20:49

Huhu,

Leider gibt es keine so guten Neuigkeiten.

Mir ist aufgefallen dass Finchen in letzter Zeit wieder häufiger Probleme mit der Blase hatte. Das hat man vor allem daran gemerkt, dass sie vermehrt Urin der wie Sand war ausgeschieden hat. Und auch den Po auf den Boden gedrückt hat.
Irgendwie hatte ich aber die Hoffnung dass durch das Ausscheiden des Blasengries nicht mehr viel in der Blase verbleibt.
Ich habe heute einen Termin zum Kontrollultraschall ausgemacht. Leider ist die komplette Blase voller Schlamm.

Die TÄ informiert sich jetzt nochmal, redet mit einem Fachtierarzt und ruft bei einer Firma an welche Medikamente ggf geeignet werden um den entgegen zu wirken.



Zitat:

Zitat von Rakete (Beitrag 1274596)
Du hast wohl falsch verstanden, was ich gemeint habe. Ich spreche NICHT von vereinzelten Blasenspülung mit Ausmassieren. Das hat bei mir auch nur mässig genützt, zudem kann man das tatsächlich nur wenige Male machen, da es die Blase schädigen und zusätzlich ausleiern kann, wenn man mechanisch einwirkt.

Ich spreche von täglichen Infusionen über sehr lange Zeit ohne mechanische Einwirkung. Ich habe nie was massiert o.ä.
Dank sehr viel Flüssigkeitszufuhr über Monate wird das Kalzium langfristig nach und nach heraus gespült. Mein TA hat dies auch schon in anderen Fällen erfolgreich verordnet.

Ich weiss jetzt nicht mehr den exakten Plan, aber die ersten 2-3 Wochen musste ich 2 x täglich Infusionen (ca. 80-100 ml ) verabreichen, danach nur noch täglich, später hat alle 2 Tage gereicht. Nach 3 Monaten Therapie und Kontrolle- Röntgen/Ultraschall war eine massive Verbesserung sichtbar.

Da ich zuerst nicht selber immer stechen wollte, haben wir es mit einem Flügel- Katheter versucht. In einem anderen Fall war das erfolgreich ( mal abgesehen davon, dass mein TA vergass, dass ein Kaninchen in Aussenhaltung durch die Rasur Sonnenbrand bekommt… Bei mir hat es leider nicht funktioniert, da das Partnertier den Schlauch nach 2 h bereits durch gebissen hatte.

Übrigens : Eurologist und Silicium habe ich einige Monate auch verabreicht, ausser viel Geld dafür raus geworfen, hat es überhaupt nichts genützt… auch Cunis Sensitiv und Timothy Heu haben nicht geholfen, das Kalzium los zu werden. Durch die Cunis hat sie nur zugenommen ( die gibt es es bei mir schon lange regelmässig) und Timothy habe ich 1 Jahr lang verfüttert. Es hilft höchstens, dass es nicht noch schlimmer wird. Aber um Kalzium heraus zu spülen hilft nur wirklich viel Flüssigkeit ( 1-2 dl zusätzlich täglich).

Ich hab heute deine Idee mit den Infusionen vorgeschlagen. Die TÄ meinte allerdings, dass das bei Kaninchen sehr schwierig ist und sie sich schon schwer tut. Zum einen weil sie sehr zappelt und zum anderen weil die Haut sehr dick ist. Und es für Finchen halt auch sehr unangenehm und schwierig zu verabreichen ist.
Sie schaut daher nach anderen Lösungen, und wenn das alles nix hilft müssen wir trotzdem das versuchen.

marinahexe 25.04.2024 00:22

Die gängigen Medikamente bei Blasenschlamm stehen auf Kaninchenwiese. Wichtig ist, dass ein Blasenstein ausgeschlossen werden kann. Bei Schlamm helfen regelmäßige Infusionen, Blasentee und diverse Medis. Futter hochhängen, dass sie Männchen machen muss, wirbelt den Schlamm auf.

Benny92 25.04.2024 09:43

Zitat:

Zitat von marinahexe (Beitrag 1275764)
Die gängigen Medikamente bei Blasenschlamm stehen auf Kaninchenwiese. Wichtig ist, dass ein Blasenstein ausgeschlossen werden kann. Bei Schlamm helfen regelmäßige Infusionen, Blasentee und diverse Medis. Futter hochhängen, dass sie Männchen machen muss, wirbelt den Schlamm auf.

Ja Stein kann Gott sei Dank ausgeschlossen werden, aber wir müssen unbedingt was finden was hilft, sonst wird sich wohl über kurz oder lang ein Stein bilden bei dem ganzen Schlamm.

Das mit den Medis ist halt so eine Sache. Alles was auf Kaninchenwiese steht habe ich bereits probiert. Ich dachte eigentlich es hätte wirklich Besserung gebracht alles, da sie davor den Gries nie ausscheiden konnte und ich den Gries jetzt oft gesehen habe. Aber dass so viel noch in der Blase ist hätte ich nicht gedacht.
Eurologist bringt scheinbar auch keine Besserung, sonst hätte sie ja nicht so viel in der Blase noch.
Dann haben wir die Cunis mit gefüttert um den Vitamin D Mangel evtl zu beheben und auch weil nur eine kleine Menge davon reicht, damit sie eigentlich viel mehr trinkt, aber anscheinend immernoch nicht genug um es auszuscheiden.
Uroplex bekommt sie auch, auch RodiCare Uro, Lysium, Silicium, Allrodin und sogar Magnesium wurden schon versucht.
Blasentee auch, aber den mag sie sowieso nicht so gern, davon trinkt sie dann auch nicht allzu viel.
Bewegen tut sie sich sowieso enorm viel, das kann bei ihr eigentlich auch nicht der Grund sein.
Also alle gängigen Sachen hab ich eigentlich schon ausprobiert...
Mal sehen vielleicht gibt es noch Medikamente die ihr mal helfen.

marinahexe 25.04.2024 12:35

Bei meinem Schoko war die Medigabe recht schwierig, er hat Menschen und den Kontakt total gehasst. Er lebte fast ausschließlich unter der Eckbank, hinterste Ecke. Er musste immer einen Schutz über sich haben (Tisch, Eckbank, Stühle) , weiter kam er nicht raus. Bei ihm wurde die Blase regelmäßig gespült, dann war wieder einige Wochen Ruhe.

Benny92 25.04.2024 16:45

Zitat:

Zitat von marinahexe (Beitrag 1275767)
Bei meinem Schoko war die Medigabe recht schwierig, er hat Menschen und den Kontakt total gehasst. Er lebte fast ausschließlich unter der Eckbank, hinterste Ecke. Er musste immer einen Schutz über sich haben (Tisch, Eckbank, Stühle) , weiter kam er nicht raus. Bei ihm wurde die Blase regelmäßig gespült, dann war wieder einige Wochen Ruhe.

In welchen Abständen hast du das machen lassen? Und gespült im Sinne von Infusion und Ausmassieren oder nur Infusion verabreichen lassen?
Meine TÄ meinte halt dass das letzte Mittel wäre, wenn wir nichts mehr finden was ihr hilft. Mein Vorschlag war ja ob ich evtl lernen kann wie die Infusion zu verabreichen geht und ihr dann täglich selbst eine verabreichen kann. Sie meinte aber wie oben geschrieben dass das sehr schwer ist.
Und selbst bei ihr für Finchen nicht toll weil sie sich so sträubt dagegen und das bei den Kaninchen eigentlich immer weh tut (also der Einstich) weil die Haut so dick ist und der Platz wo die Infusion einfließen kann recht klein.
Und sie meinte auch noch dass man es bei Männchen besser ausmassieren kann als bei den Weibchen.

So kann es natürlich nicht bleiben, sie hat auch gesagt dass es natürlich der perfekte Nährboden für Bakterien ist wenn alles voller Schlamm ist..

Finchen ist ja mega zutraulich, bei ihr ist das Verabreichen weniger das Problem. Sie mag es natürlich auch nicht und rennt oft weg wenn sie dann weiß es ist an der Zeit für die Medis, aber sie nimmt es einem nicht lange übel und kommt dann trotzdem wieder zum Streicheln.

marinahexe 25.04.2024 20:07

Ist Deine TÄ kaninchenkundig?


Am Anfang war es 2x 1/2jährlich, dann war 1,5 Jahre Ruhe. Später war es dann 3x jährlich. Es wurde ein Katheter angebracht und die Blase entleert, danach wurde Flüssigkeit in die Blase gespritzt, was den Blasenschlamm aufgewirbelt hat. Danach wieder abgesaugt. Das wurde über den Tag 2-4x gemacht. Bei Schoko ging das ohne Narkose, er hat brav still gehalten. Nach der Blasenspülung war er immer wie ausgewechselt, viel bewegungsfreudiger. Für Schoko war das damals der richtige Weg, da er keinen Menschenkontakt wollte (das kam erst viel später).

Benny92 26.04.2024 18:13

Zitat:

Zitat von marinahexe (Beitrag 1275769)
Ist Deine TÄ kaninchenkundig?


Am Anfang war es 2x 1/2jährlich, dann war 1,5 Jahre Ruhe. Später war es dann 3x jährlich. Es wurde ein Katheter angebracht und die Blase entleert, danach wurde Flüssigkeit in die Blase gespritzt, was den Blasenschlamm aufgewirbelt hat. Danach wieder abgesaugt. Das wurde über den Tag 2-4x gemacht. Bei Schoko ging das ohne Narkose, er hat brav still gehalten. Nach der Blasenspülung war er immer wie ausgewechselt, viel bewegungsfreudiger. Für Schoko war das damals der richtige Weg, da er keinen Menschenkontakt wollte (das kam erst viel später).

Ja, sie kennt sich schon gut aus, aber für spezieller Sachen muss ich in die Klinik. (Z.B. auch für Finchens Kastration, oder als wir damals gar nicht mehr wussten was ihr noch helfen könnte)
Da es jetzt aber nur zur Kontrolle war, hab ich mir gedacht bring ich sie da hin, da natürlich der Fahrtweg viel kürzer ist.


Die Vorgehensweise hört sich eigentlich super an. Vielen lieben Dank! Dann hab ich jetzt aufjedenfall eine Idee was ihr im Fall dass gar nix hilft noch helfen könnte.
Auch die Abstände sind gut, sodass sie auch nicht jede Woche beim TA verbringen muss.. doof wäre nur wenn es bei Finchen nicht ohne Narkose klappt.

Ich hab im KSF gestern noch gelesen, dass Blasentee bei vielen extrem geholfen hat. Davon hat mir Finchen ja nie viel getrunken. Von dem Cranberry DMannose Tee schon, aber die Inhaltsstoffe sind eher wirksam gegen die Bakterien.
Im KSF hat jemand geschrieben dass sie Cunis mit 10 ML Blasentee eingeweicht hat. Das ist evtl eine gute Idee ihr das unterzujubeln.
Hab gestern allgemein noch viel nachgelesen um noch Tipps zu finden..
Wenn Kuschel davon isst dürfte es egal sein oder? Kann ja nicht schaden, mit 7 ist er sowieso auch schon etwas älter, da ist es ja auch nicht schlecht wenn die Harnwege und die Nieren etwas unterstützt werden.

Benny92 03.05.2024 16:20

Darf man eigentlich jeden Blasen und Nierentee geben?

Bei meinem sind folgende Zutaten enthalten:
Birkenblätter
Queckenwurzelstock
Riesengoldrutenkraut
Hauhechelwurzel
Süßholzwurzel

marinahexe 03.05.2024 21:20

Ich denke, Blasentee ist Blasentee. Aber Du kannst auch Goldrute und Birkenblätter sammeln und frisch verfüttern.

gerti 04.05.2024 21:36

Das denke ich auch. Solange keine offensichtlich für Kanichen giftige Pflanzen drin sind....aber Pflanzen wie Eibe, Herbstzeitlose werden da nie drin sein, sind ja auch für uns Menschen giftig.
Ich denke ich würde auch eher auf die frische Variante an Blättern zurückgreifen oder direkt das Rodicare Uro geben

Benny92 05.05.2024 15:39

Super, vielen Dank!

Ich weiche zur Zeit die Cunis sowieso mit Wasser ein, deswegen ist eine gute Möglichkeit, stattdessen den Tee unterzumischen.

Frisch verfüttern ist auch eine gute Idee. RodiCare Uro hatte ich auch eine Zeitlang, hab aber nicht wirklich gemerkt dass es geholfen hat..

Die Trinkmenge hab ich jetzt erhöht indem ich einen Schuss Apfelsaft ins Trinkwasser gebe.

Und sie bekommt jetzt daheim regelmäßig Infusionen.
Ich hoffe dass sie so den Grieß los wird bzw er zumindest reduziert wird.


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