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Nierenerkrankungen - Lebenserwartung mit/ohne NierenOp Lokis Nierenerkrankungen: Wie sind die Lebenserwartung für ein Kaninchen mit einer Niere? OP, bei schlechten Nierenwerten und guten Wohlbefinden? Bluttest und Röntgen sind im Foto Ordner: https://www.kaninchenforum.de/members/rele-albums-loki.html VORGESCHICHTE: Ich hab Loki (weiblich) im Juli 2021 übernommen. Sie ist anscheinend sehr fit hat aber E.C und bekommt Panacure vor stressigen Situationen. Es musste im September einmal die Backenzähne abgeschliffen werden, aber bisher war es nicht mehr nötig. Jedoch sagte die Ärztin in Mai, dass es bald wieder nötig sein könnte. Ihr Vorbesitzer hat sie im März 2021 gefunden und Kastrieren lassen, es wurde nur die Gebärmutter entfernt. Die Ärztin dort hätte aber "die Eierstöcke nicht gefunden". Sie buddelte und markierte am Anfang bei mir sehr viel, daher hab ich sie durchchecken lassen. Im Dezember 2021 wurde ein Ultraschall gemacht und Eierstöcke mit Zysten entdeckt. Es wurde auch die Nierenwerte und E.C. überprüft. (Sie hat E.C, aber ohne Ausbruch. Sie und Leo bekommen nun Panacure vor Arztbesuchen). Leider wurde bei ihr auch Blasengries festgestellt. Zuhause hab ich nichts davon bemerkt, der Urin war immer klar. Ich hab im Dezember viel Grünkohl, Möhrengrün und Spinat gefüttert und das nun eingestellt. Sie bekam viel blättriges und eine UVB Lampe, sowie rodicare uro und der Grieß ist wieder weg. Die zweite Kastration im Januar 2022, wo die Eierstöcke entfernt wurden, verlief gut und Narkose hat sie gut vertragen. Wunde wurde genäht und sie hat einen Body bekommen. Vor der OP hatte sie meist ein Gewicht von 2,5 bis 2,6 kg und hält das Gewicht seitdem bei 2,7 kg. NIERENERKRANKUNG Loki hat eine stark vergrößerte rechte Niere, was durch Zufall im Mai 2022 entdeckt wurde, als sie wegen Verdacht auf Blasengries/ Entzündung geröngt wurde (ihrer Blase geht's wieder gut). Ihre linke Niere übernimmt die komplette Arbeit, daher ist sie gerade topfit. Sie buddelt viel, rennt umher, hüpft das Sofa täglich mehrmals hoch und runter und macht Freudenhüpfer. Meine Tierärztin in Oberhausen sagte aber, dass ihr Werte schlecht sind und die Niere in der Klinik Kaiserberg in Duisburg nochmals genauer untersucht werden sollte, da die besser Ultraschallgeräte und mehr Möglichkeiten haben. In Oberhausen wurden Bluttest, Harnuntersuchung, Röntgen und Ultraschall gemacht. https://www.kaninchenforum.de/members/rele-albums-loki.html Dabei fiel auf, dass vermutlich die Harnröhre einen Stau verursacht, da auch ein schlauchartiges Gewebe an der Niere vergrößert ist, dies kann bei der ersten Kastration (wo nur die Gebärmutter entfernt wurde) passiert (Harnröhre mit abgebunden) oder etwas angeborenes sein. Ein Tumorgebilde konnte die Ärztin mit Ultraschall nicht feststellen, da die ganze Niere aufgeschwemmt /voll Wasser ist. Sie wollte es aber auch nicht ausschließen. Nierensteine oder Grieß hat sie nicht gesehen. Am Dienstag den 14.06.22 habe ich ein Termin in der Klinik Kaiserberg und ich bin ich sehr nervös, denn ich habe direkt einen OP-Termin bekommen. Natürlich wird sie dort erstmal mit 4d Ultraschall (und evtl MRT oder was auch nötig ist) untersucht, aber wenn es nötig ist, soll sie direkt operiert werden. Die rechte Niere ist wohl schwere zu entfernen und sie hat sich auch etwas verlagert. Zudem macht Loki einen so gesunden Eindruck, aber das Risiko sie jetzt zu operieren ist vermutlich geringer, als wenn es später eine Not-OP wird. Dennoch könnte ich mir das auch nicht verzeihen wenn am Dienstag etwas schief läuft. Könnt ihr das Risiko besser einschätzen? Ich hab im leitsymptome für Kaninchen gelesen, dass sie dann mit einer Niere auch nur 1 1/2 Jahre hat. Was sind eure Erfahrungen? Falls ihr mir helfen könnt es besser beurteilen, wäre ich euch sehr dankbar. Btw: Fütterung Aktuell: 1/3 Kohl, 2/3 Salat * spitz-, weiß-, Chinakohl, Wirsing (nicht vor & 1-2 Tage nach der OP) * Endivien-, Feld-, Romanasalat, Chicorée, Krausblattsalat * Tomate, * cuni complete (meist für Panacuregabe oder auch mal als Bestechung/Belohnung) Timothy Heu oder Knabberheu /1.schnitt Stroh (in der Toilette, wird gern gefressen) Liebe Grüße, Rebecca |
Hallo, leider kann ich Dir da hat nicht helfen. Aber ich wollte Deinen ausführlichen Beitrag loben, denn oft fehlen denen die helfen wollen Informationen. Hättest Du evtl. einen Denkfehler dabei, als Du schriebst bei der ersten OP wurden nur die Eierstöcke entfernt und dabei evtl. etwas beschädigt? Denn am Anfang schriebst Du die Eierstöcke wurden nicht entfernt, gab es da ne zweite OP oder verwechselt . Ich finde bemerkenswert was Du alles schon an Diagnostik betrieben hast und wünsche Euch viel Erfolg und Gesundheit zur weiteren Behandlung. LG Anni |
Vielen Dank für deine Antwort und dein Lob ich hab versucht es gut wie möglich zu beschreiben. Ich lese hier in forum auch oft mit und merke ja selbst, dass man eine Situation besser einschätzen kann, wenn man nicht nur schreibt "meinen Kaninchen geht es schlecht, bitte helft mir" :wink5: Da hab ich mich wirklich verschrieben. :rolleyes: Bei der ersten Kastration würde die Gebärmutter entfernt, bei der zweiten die Eierstöcke. Ich hab es oben mal korrigiert und genauer beschrieben. Und nochmals danke, ich will ja auch das beste für meine Ninchen und das sie mir so lang wie möglich glücklich und zufrieden erhalten bleiben. Sobald ich mehr weiß, werde ich hier auch nochmal berichten, wie es Loki geht. |
Ich glaube es ist sehr schwer jemand zu finden, der von Erfahungen berichten kann von Kaninchen mit nur einer Niere. Knuffelchen hatte ihre Susi operieren lassen, wie das da aber genau war, weiß ich nicht. Ich persönlich würde das wohl eher nicht machen lassen, weil mir die OP echt zu groß wäre und ich ernsthafte Zweifel hätte ob es langfristig hilfreich ist, auch weil dafür ein Batzen Geld hingeblättert werden muss. Oder ob die große OP und die verbundenen Schmerzen und Heilungszeit im Verhältnis dazu stehen und ob die Tatsache, dass sie EC hat da nicht die Erfolgschancen schmälern, weil EC viel unbemerkt innerlich zerstört. Da wird dich die Tierklinik am besten beraten können und hoffentlich nicht nur den Profit einer solchen OP im Auge haben. Nicht alles was möglich ist, ist auch sinnvoll. |
Habe mit Nierenpatienten in der Hinsicht nur Erfahrung, dass sie regelmäßig Medikamente bekamen/bekommen. Bei meiner Widderdame wurde das mit nur einer funktionierenden Niere auch per röntgen festgestellt aber in dem Moment konnte man nichts mehr für sie tun außer sie einzuschläfern. Die meisten Nierenpatienten mit schweren Problemen sind meistens zu alt als das so eine große OP sinnvoll ist, zu mal die meisten Tierärzte es abraten in dem Alter... EC ist oft dafür verantwortlich, dass die Niere kaputt geht und fast jedes Kaninchen hat EC.. |
Hallo zusammen, vielen Dank für eure Antworten. Ich habe meine Loki noch nicht operieren lassen und bin noch unsicher ob ich es überhaupt machen soll. Derzeit geht es ihr sehr gut und das möchte ich jetzt nicht einfach riskieren. Erstmal zum Befund: • Lokis rechte Niere ist stark vergrößert, da die Harnröhre (sehr wahrscheinlich) bei (der ersten) Kastration/ Gebärmutterentfernung abgebunden wurde. (Alles deutet darauf hin, der verdickter Schlauch an der Niere ist die Harnröhre und die Verdickung hört an einer Stelle abrupt auf) • Die Niere kann sich weiter vergrößern und u.a. Schmerzen sowie Niereninsuffizienz verursachen; in welchen Zeitraum ist unbekannt. Es kommt drauf an wie sehr die Niere noch mit Flüssigkeit versorgt wird. Das müsste beobachtet /abgewartet werden. • Eine Nieren-OP wäre ein großes Risiko durch die Narkose, auch wenn Loki derzeit sehr fit ist. ("Hop oder Top -OP"). Die Ärztin rät erstmal von der OP ab, da es ihr so gut geht. Aber eine OP zum späteren Zeitpunkt wäre natürlich noch risikoreicher, wenn sie schon vor Schmerzen/ Unwohlsein geschwächt ist. • Die Nierenwerte waren am 27.Mai verschlechtert, doch heute, am 14.06.22 in Ordnung. Die Ärztin meinte, es könnte eine Momentaufnahme gewesen sein, dass die Werte durch andere Ursachen verschlechtert waren. Die Ergebnisse habe ich nochmal per Mail angefragt. • Die linke Niere arbeitet gut, übernimmt derzeit komplett die Arbeit und es sind derzeit keine Medikamente erforderlich. Fütterung sollte u.a. Wasserreich und Kalziumarm sein. Unterstützend kann Rodicare Uro gegeben werden. (Homöopathische Mittel wurden empfohlen, sind aber von mir nicht gewollt und die Ärztin war auch kein "Fan" von Homöopathie, merkte aber an, dass die Mittel bei Hunden & Katzen unterstützten.) • Eine Verschlechterung der Nierenwerte ist irgendwann zu erwarten, Zeitraum ist unbekannt. Dann kann eine Zeit lang medikamentös unterstützt werden. • Vierteljährlich kann ein Ultraschall zur Überprüfung der rechten Nierengröße gemacht werden. Ich hab heute noch ein paar Fragen vergessen, die ich nun nochmal per Mail gestellt habe (u.a.): - Wie hoch sind die Chancen in Zahlen? Wirklich 50/50 oder sowas wie 70/30 dass es klappt/nicht klappt, wenn sie frühzeitig operiert wird. - Kann man am Ultraschall gut den Zeitpunkt abschätzen, wann operiert werden sollte, ehe sie Schmerzen zeigt/ Wohlbefinden schlecht wird? - Wie teuer die OP wäre? Soviel zu unserem Arztbesuch in der Klinik Kaiserberg. Bei der Heimtierexpertin dort fühlte ich mich sehr gut beraten. Sie machte ein kompetenten, einfühlsamen Eindruck, versorgte Loki auf den Boden, anstatt auf dem Tisch, und hat geduldig, sowie mit viel Zeit meine Fragen ausführlich beantwortet. Viele Grüße, Rebecca |
Ich habe heute morgen das Blutbild bekommen und hier hochgeladen. Das muß ich später mal mit den Buch "leitsymptome bei Kaninchen"vergleichen. Es sind zumindest andere Einheiten, als beim letzten Blutbild https://www.kaninchenforum.de/member...026-office.jpg https://www.kaninchenforum.de/member...652-office.jpg https://www.kaninchenforum.de/member...513-office.jpg |
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