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Wie anfällig sind eure Kaninchen? Hallo ihr Lieben, mich beschäftigt das Thema Krankheiten sehr. So oft lese ich, dass Kaninchen sehr krankheitsanfällig sind! Wie sehr stimmt das noch, wenn man seine Haltung wirklich auf die Kaninchen abstimmt so gut wie möglich? Wie ist das bei euren Kaninchen? Ich gehe mal davon aus, dass die meisten, die sich hier tummeln zu den bewussten Haltern gehören (sonst wären sie vermutlich nicht hier). Wenn ihr Bewegung für die Kaninchen bedenkt, sie mit Frischkost füttert, sie impfen lasst - habt ihr dennoch gefühlt eine Dauerkrankenstation? Nach einigen Jahren mit einem chronisch sehr kranken Hund möchte ich nicht vom Regen in die Traufe kommen, daher versuche ich vorher so viel abzuchecken wie nur möglich. Dass selbst dann was passieren kann, ist mir klar, das nennt man halt Leben. Aber mich würden eure Erfahrungen sehr interessieren. Lieben Dank, Wildkraut |
Hallo! Ich glaube, das sehr individuell. Klar ist, dass viele Kaninchen aus unbestimmter Herkunft stammen und eine Überraschungstüte an Genen mit sich rumtragen. Da kann man Glück haben, dass die Mischung gut und robust ist oder man erwischt ein "Montagsmodell". Meinem Gefühl nach gibt es davon leider ziemlich viele :o Wenn man Kaninchen aus einer seriösen Quelle, sprich einer guten Pflegestelle, bezieht, kannst du zumindest sicher gehen, dass zu dem aktuellen Zeitpunkt keine chronischen Dinge vorliegen. |
Bei Kaninchen ist außerdem das Problem, dass ein Problem sehr schnell sehr akut bis lebensbedrohlich wird und im Gegensatz zum Hund sich kaum Tierärzte adäquat mit der Versorgung von Kaninchen auskennen (Zähne, Verdauung(sprobleme), Impfungen oder Fütterung sind da sehr kritische Themen). |
Hallo, ich würde jetzt nicht sagen, dass sie krankheitsanfällig sind, denke es ist eher schwerer für den Halter zu erkennen, wann ihnen etwas fehlt, weil sie es gut verstecken. Aber, wie bei jeder anderen Tierart lernt man die Anzeichen schnell kennen und wenn man schnell hilft, muss es nicht lebensbedrohlich werden Ich finde eine gesunde und artgerechte Ernährung/Haltung sehr wichtig. Würde ich meine Katze mit Essensabfällen füttern, würde auch sie krank werden Persönlich kann ich nur sagen, dass meine Tiere keine ständig kranken Tiere sind/waren. Mein erstes Pärchen hatte ich 10 Jahre und nie Krankheiten. Auch von meinem jetzigen Pärchen würde ich nicht von "Montagstieren" sprechen. Krankheiten ausschließen kann man nie, aber ja, ich würde sagen, vieles kann mit einer guten Haltung ausgeschlossen werden |
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Du meinst, ich sollte meine Katze mit Möhrenschalen füttern:rofl: Naja, ich meinte nicht unbedingt, dass sie komplett auf etwas besonders leckeres verzichten müssen:D gibt hier ja auch etwas gesundes, aber nicht unbedingt alleinfuttermitteltaugliches. Wie sollte ich sie sonst bestechen:drool5: |
Vielen Dank für eure bisherigen Antworten! @dangerschaf: Eine Pflegestelle wäre meine erste Wahl. Mir gefällt daran, dass ich was Gutes tun kann und gleichzeitig Tiere bekomme, die tierärztlich durchgecheckt sind. Ich hoffe, ich erwische eine gute Pflegestelle, wenn es soweit ist. Und möglichst keine "Montagsmodelle"... @Honeymouse: Das macht mir auch noch etwas Sorgen. Meine bisherige Tierärztin (Hund und Katzen) ist Kleintierärztin. Ich denke, ich werde nachfragen, wie kaninchensicher sie sich selbst einschätzt (und hoffentlich findet sie die Frage nicht ketzerisch). Ich habe von einer Heimtier-Tierärztin gelesen, die 45 Minuten von uns entfernt ist. Auch wenn das nicht so notfalloptimal ist, immerhin gut, dass sich was in der Nähe findet. @4Chaoten: Ein bisschen habe ich auf eine Antwort wie deine gehofft, denn das würde ja bedeuten, wenn man alles an äußeren Bedingungen gut macht, kann man damit einiges positiv beeinflussen. Ein genaues Auge werde ich hoffentlich entwickeln. Bei unseren bisherigen Tieren ist es mir ganz gut gelungen. |
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@Terry: Gibt es eigentlich Rassen, die diese Probleme eher nicht haben? Ich habe z.B. gelesen, dass es oft Ohrenprobleme bei Widdern gibt. Oder Zahnprobleme wegen kurzer Kopfformen. Dann müsste es im Umkehrschluss ja auch robustere Rassen geben, oder? Danke, wegen der richtigen Pflegestellen melde ich mich zu gegebener Zeit! |
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Ich gehe davon aus, dass es @wildkraut klar ist, dass man keinen Einfluss auf die Genetik hat. Ihr ging es, soweit ich verstanden habe, um die Frage, ob eine gute, artgerechte Haltung Einfluss auf die Gesundheit der Tiere hat und die hat sie nun mal Bekomme ich ein gesundes Tier, aus einer artgerechten Haltung und genetisch korrekt vermehrt wurde, fütter ich dieses Tier aber falsch und setze es in einen kleinen, herkömmlichen Käfig sind gesundheitliche Probleme kaum auszuschließen |
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Ja, das ist mir klar, dass ich auf die Genetik keinen Einfluss habe. Und gleichzeitig ist mir durch Terrys Beitrag klargeworden, dass ich bestimmte Dinge aktiv ausschließen kann. Und das habe ich auch vor, denn mich macht es schon ziemlich wütend oder betroffen, welche Qualzuchten es gibt, nur weil Menschen irgendwas süß finden und es ihnen egal ist, was das für die Tiere bedeutet. Also danke nochmal euch beiden! :seeya: |
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Aufgrund der ganzen „Zimmervermehrungen“ (guck Dir nur den Thread von @Naseweiß.21 an :eek:) hast Du aber nie die Sicherheit ein gesundes Tier zu bekommen… Von daher wäre mein Tipp sich zwei erwachsene (also mindestens ein Jahr alt) Tiere aus einer vertrauenswürdigen Pflegestelle zu holen…. gecheckt, geimpft, evtl. Probleme im Vorwege bekannt plus auch Aussagen hinsichtlich der Charaktere… Als Beispiel… ich habe einen „“Kurzkopf“ aus miesester Haltung (dummerweise auch noch mein Herzenskaninchen) der in unregelmäßigen Abständen mal eben über 100 Euro kostet um die Zähne in Narkose einschleifen zu lassen… mal ist es ein Jahr, mal aber auch nur vier Monate… |
Was die Tierärzte angeht, ist es definitiv sinnvoll, wenn du dich selbst schlau machst. Eine gute Quelle im Internet ist zum Beispiel www.kaninchenwiese.de. Diese Seite ist sehr aktuell und professionell betreut. Eine zusätzliche, sehr zu empfehlenende Möglichkeit sind die Webinare von Frau Dr. Diana Ruf. Sie bietet intensive Webinare mit verschiedenen Schwerpunkten für engagierte Kaninchenhalter an. Da kannst du dir sehr fundiertes medizinisches Basiswissen draufschaffen :thumbsup: |
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Das klingt nach einem guten Plan! Danke! :seeya: Mit Herztieren und hohen Tierarztkosten bin ich auch vertraut. Weiß, wie das ist und wie sehr man alles daran setzt, dass es dem Tier gutgeht. |
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Danke, die Kaninchenwiese ist ein super Tipp! Hab eben eine Praxis entdeckt, die nur 32 km von mir entfernt ist. Damit hätte ich in diese Richtung nie gerechnet. Diese Webinare nehme ich auch nochmal genauer unter die Lupe! :seeya: |
Im Vergleich zu meinen Hunden ist die Haltung der Kaninchen irgendwie „aufwändiger“. Wenn ein hund mal Durchfall hat, kein Problem. Beim Kaninchen ist das direkt höchstes Alarmzeichen und muss dringend abgeklärt werden. Daraus ergeben sich für „kleine“ Sachen schon ordentlich kosten und Aufwand. Da zieht sich oft ein rattenschwanz nach sich an Diagnostik und der Fürsorge zuhause. Ich möchte die Langohren nicht missen, aber die Bande macht mir doch häufiger mal sorgen, schlaflose Nächte und graue Haare. Gut, bei 6 Kaninchen ist die Wahrscheinlichkeit halt auch höher, dass eins was hat, als bei zwei Tieren. |
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Ja, das kenne ich auch so. GsD kenne ich heute - nach vielen Jahren Kaninchenhaltung - etliches an Krankheiten und hab meist die entsprechenden Medis zu Hause, so dass ich erstmal selbst anbehandeln kann. Oft ist es dann meist wieder gut. Tritt aber innerhalb der nächsten 3-4 Stunden keine Verbesserung ein, gehts auch hier zum TA. |
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Dieses schnelle Reagierenmüssen macht mir schon beim Lesen Stress, muss ich sagen... :blush5: Wie ich damit so klarkomme, weiß ich noch nicht. Das ist der Teil an der Kaninchenhaltung, der mich etwas ausbremst. |
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Gute Idee, die wichtigsten Medis parat zu haben. Gerade auch für Wochenenden, an denen ja meist was passiert. :wink: |
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