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Aufgasung seit Tagen... eure Erfahrungen / mutmachenden Worte? auf Kaninchen Forum

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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 07.09.2020
Beiträge: 77
Nadine1301 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.09.2021, 12:29

Aufgasung seit Tagen... eure Erfahrungen / mutmachenden Worte?


Hallo ihr Lieben,

Ich schreibe glaube ich größtenteils, weil ich einfach ein paar mutmachende Worte brauche und ihr vielleicht ein paar Tipps für mich hat. Ich versuche mich jetzt erstmal kurz zu halten...

Es geht um Bernie, 2 Jahre alt, kastriert, lebt mit seiner Partnerin freilaufend in unserer Wohnung (Fütterung generell: Viel Heu, Grünzeug, Bittersalate, Gemüse, Kohlrabiblätter, viele frische Kräuter).

Am Montag (vor 3 Tagen) fraß Bernie auf einmal nichts mehr. Alarmglocken gingen an, ich bin sofort zum Tierarzt. Diagnose: leichte Aufgasung. Er bekam Infusion, Schmerzmittel und etwas darmanregendes. Ich sollte mit CC päppeln (er findet es grauenhaft und wehrt sich ohne Ende), & ihm dann zu Hause Kolax & Rodicare geben.
Nach dem Tierarzt fing er sofort an zu fressen, weswegen ich mit dem päppeln dann erstmal gewartet habe.
Zum Abend hin verschlechterte sich die Situation wieder, er fraß nichts mehr von alleine, wir also den Abend und die halbe Nacht duschgepäppelt.

Am Dienstag bin ich wieder zum Tierarzt, allerdings ein anderer.
Diagnose: Wieder die gleiche... Aufgasung. Röntgenbild wurde angeboten, aber auch mit dem Hinweis dass es extrem stressig für das Tier ist fixiert zu werden, und er nicht im Zustand für eine Seditierung war. Haben wir also erstmal gelassen.
Wieder Infusion bekommen (glaube ich), Schmerzmittel, Sab Simplex, Vitamin D und etwas darmanregendes.
Ich habe Schmerzmittel mitbekommen (Novalgin), die Menge an Kolax wurde ebenfalls erhöht, und ich gebe dazu auch noch Sab.
Als wir da raus sind wieder das Gleiche wie am Vortag: Bernie ist auf einmal das blühende Leben, scharrt in seiner Transportbox und frisst noch im Taxi das Grünzeug, welches ich ihm vorsorglich in die Box gelegt hatte.
Meine Mutter kam mit jeder Menge Wiese & Löwenzahn (sie wohnt auf dem Land und kommt da besser dran), wovon er dann auch noch eine gute Menge verputzte und auch über den Abend verteilt vorsichtig an Heu & Grünzeug knabberte. Wir haben noch ein bisschen CC zugefüttert, ihm über Nacht dann Ruhe gegönnt.

Mittwoch (gestern):
Gestern ging es ihm bis auf den Morgen, wo er noch etwas quenglig war, fast wieder richtig gut. Er fraß über den Tag verteilt eigenständig so viele kleine Portionen Grünzeug und auch wieder Heu dass ich erstmal mit CC aufhören konnte, und riss mir die frischen Kräuter förmlich aus der Hand. Er fasst allerdings, außer Heu, nichts von seinem gewohnten Futter an, welches er kurz vor der Zeit gegessen hat als er krank wurde (Radiccio, Feldsalat, Fenchel, Möhren, Rote Beete, Pak Choi etc.) Er nimmt eher Sachen an die wir seltener kommen, besonders Möhrengrün, Wiese etc.
Er ließ sich sogar mehrmals auf die Seite ploppen, so als ginge es ihm wieder richtig gut. Erstmal war die Erleichterung groß. Ich habe die Schmerzmittel weitergegeben und auch Sab, die Menge an Kolax aber reduziert, weil ich irgendwie das Gefühl habe dass dies am wenigsten bringt.
Was er über Nacht genau gefressen hat wissen wir nicht, er hat bis spät Abends Heu & Grünzeug gemümmelt und wir brauchten dann auch beide mal ein paar Stunden Schlaf, um Kraft zu tanken. Ihm wollten wir dann gleichzeitig auch etwas Ruhe gönnen. Vom Grünfutter war heute morgen leider noch viel übrig, ich nehme an er wird wenn fast nur Heu gefressen haben.

Heute:
Heute ist er wieder etwas angespannter. Heute Morgen wieder quengelig, nahm nur winzige Mengen an Fressen. Ich bin dann wie eine irre rumgelaufen und habe Kräuter gekauft, und auch ein bisschen Löwenzahn & Haselnussblätter gefunden. Davon hat er dann eine Portion gefressen (wenn auch nicht so viel wie sonst), und war auch grade am Heu. Allerdings ist es nicht so viel wie gestern, und ich habe Schiss heute wieder mit CC anfangen zu müssen.
Ich merke auch dass er sich wieder mehr versteckt, schläft, und es ihm generell nicht ganz so gut geht wie gestern.
Heute Nachmittag geht es dann wieder zum Tierarzt.

Die ganze Zeit über war er allerdings weder apathisch, noch lag er irgendwo teilnahmslos in der Ecke rum. Er hat schon mehr geschlafen und sich generell etwas mehr versteckt (ich nehme an auch weil er weiß dass er alle paar Stunden Medikamente bekommt), sah sonst aber immer wach und bei sich aus, ist auch mal rumgehoppelt, aufs Klo gegangen und hat Dinge inspiziert. Machmal lag er sogar in seiner sonstigen sehr entspannten Position (beide Beine nach hinten ausgestreckt) auf seinem Lieblingsplatz.
Die Tierärztin hatte die zweite Vermutung, dass es vielleicht an einem Zähnchen liegen könnte. Sie konnte es nicht ganz genau sehen, sagte aber das an einem hinteren Zähnchen ein winziges Eckchen wäre, welches aber eigentlich nicht solche Probleme machen sollte. Entzündet war nichts.
Ich habe allerdings dass Gefühl, dass er eher auch der einen Seite kaut als auf der anderen, und besonders festere Sachen (Möhren etc,) meidet.

Meine Frage wäre jetzt... ist es "normal", dass sich so etwas auch schonmal über Tage hinziehen kann, und auf & abgeht? Habt ihr so eine Situation schon erlebt und sie ist gut ausgegangen?
Ich bin immernoch traumatisierte von einem früheren Kaninchen, welches ganz extrem schnell an einem Magenproblem gestorben ist. Sowas kann ich grade nicht nochmal durchmachen, mir geht das so sehr an die Nerven

Habt ihr Tipps, Tricks, Gedanken, aufmunternde Worte?

Danke euch im Voraus!




Geändert von Nadine1301 (09.09.2021 um 12:36 Uhr).
 



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