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HoppelhaseHans 28.05.2021 12:37

Seltsames, scheues (Ess-) Verhalten unserer Häsin
 
Hallo liebe Kaninchenfreunde,
Unsere Häsin (6 Jahre, kastriert) bereitet uns seit letztem Wochenende Sorgen. Am Samstag hat sie sich plötzlich plötzlich zurückgezogen und nichts mehr gegessen, selbst wenn wir ihr die Lieblingskräutertöpfe vor die Nase gesetzt haben. Der tierärztliche Notdienst konnte nichts Ungewöhnliches finden, sodass wir versucht haben, sie am Samstag zum Essen zu animieren und ihr Kräuter und Salat vor die Nase gehalten haben. Weil alles nichts geholfen und sie sich weiter abgesondert hat, mussten wir am Nachmittag anfangen sie zu Päppeln, damit sie zumindest ein bisschen was im Bauch hat. Im Anschluss hat sie immer recht viel getrunken (man sieht sie sonst nie am Wassernapf). Also ging es am Sonntag wieder zum Tierarzt, der auf Basis einer Blutprobe zwar Nierenprobleme ausschließen konnte, jedoch besteht die Möglichkeit, dass sie Diabetes hat (der erhöhte Zuckerwert kann auch durch Stress bedingt sein; kommende Woche bekommen wir die Laborergebnisse). Glücklicherweise hat sie nach dem Päppeln Sonntagvormittag wieder angefangen selbstständig zu essen, sodass wir nicht mehr päppeln müssen und sie ist jetzt wieder so agil wie immer und zieht sich nicht mehr zurück. Nun zum eigentlichen Problem:
Sie ist nunmehr beim Essen extrem scheu gegenüber ihrem Partnertier (Rammler, 1,5 Jahre, kastriert, dominant aber absolut friedlich). Sobald er in die Nähe des ihres Napfes kommt, sucht sie das Weite. Deswegen sind wir dazu übergegangen, ein Gehege zur Trennung beim Füttern aufzubauen, damit sie, wenn wir da sind, in Ruhe essen kann. Sie war schon immer Menschen gegenüber scheu, aber mit ihrem Partnertier ansonsten ein Herz und eine Seele. Jetzt ist uns in den Sinn gekommen, dass die Essverweigerung vielleicht gar keinen körperlichen Hintergrund hatte, sondern, dass es Probleme im Rudel gibt. Bereits 1-2 Wochen vor dem Vorfall, hat sich bei ihr etwas verändert. Sie war sonst immer extrem reinlich, hat aber auf einmal angefangen Köttel auch außerhalb des gemeinsamen WCs zu hinterlassen. Seither haben wir ein 2. WC angeschafft, was sie jetzt alleine nutzt. Manchmal rennt sie vor dem Rammler weg, dessen Neugier dadurch wiederum geweckt wird und er „jagt“ ihr dann natürlich hinterher. Körperliche Auseinandersetzungen gibt es keine, sie kuscheln noch miteinander und putzen sich auch gegenseitig.
Hatte jemand schon einmal eine derartige Wesensänderung bei seinem Kaninchen festgestellt? Gibt es Tipps zur Fütterung, damit wir sicherstellen können, dass sie auch abends, wenn wir schlafen genügend zu essen bekommt (käfigfreie Haltung)? Was kann man tun, damit sie die Scheu wieder ablegt?
Danke 😊

Tintenherz 28.05.2021 14:47

Mein erster Tipp bei sowas sind immer die Zähne. Wurde bei Tierarzt der Kopf geröntgt? Und was bekommen die beiden bei dir denn zu fressen?

HoppelhaseHans 28.05.2021 15:01

Die Zähne sind in Ordnung, damit gab es noch nie Probleme und nach Sichtprüfung meinte der Arzt, sie seien tadellos. Geröntgt wurde sie noch nie, weil sie bisher nie irgenwelche Probleme hatte und sie am Wochenende auch ziemlich fertig war. Mittlerweile isst sie ja auch wieder normal, nur, dass das Verhalten dabei seltsam ist. Zu essen bekommen sie das Übliche also hauptsächlich Salate, Kräuter, Heu, Zweige, Gemüse und sporadisch Obst. Getreidesnacks, Pellets usw. lassen wir komplett weg.

Honeymouse 28.05.2021 15:05

Sichtprüfen reicht leider nicht. Das Übel liegt zu 80% on den Wurzeln und die lassen sich durch reingucken nicht überprüfen. Das geht nur über's röntgen. Ebenso den Bauchraum bei Nicht-Fressen, damit man überprüfen kann, ob "nur" eine Aufgasung oder zusätzlich eine Verstopfung/Magenüberladung vorliegt und dementsprechend behandeln kann.

dangerschaf 28.05.2021 15:10

Fressen hin, fressen her, ein komisches Verhalten ist ein Alarmzeichen. Da würde ich dann dran bleiben.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 13:03 Uhr.



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