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Febix 03.05.2021 21:52

Help!- Pasteurellose
 
Guten Abend,
Ich schreibe diesen neuen Beitrag, weil ich (ich sehe aus wie eine verzweifelte Mami) hoffe, Leute zu finden, die bereits Erfahrungen mit Pasteurellose bei Zwergkaninchen gemacht haben.
Ich habe Thor vor ca. 3 Wochen adoptiert (16 Wochen alt), und an dem Tag, an dem ich ihn bei dieser Dame abholen ging, wo die Zucht war, schien alles in Ordnung zu sein. Die Dame sagte mir auch, dass es ihm super gut geht, mit Ausnahme einer kleinen Heuallergie.

Natürlich war das nicht ganz die Wahrheit.
In den nächsten zwei Tagen, die Thor bei uns war, stellte ich fest, dass er zahlreiche Kratzer auf der Haut hatte und ständig nieste. Ich habe gehandelt und bin am dritten Tag, an dem Thor bei mir zu Hause war, also am Mittwoch, zum Tierarzt gegangen.
Die Tierärztin untersuchte ihn gründlich, aber sie riet mir, noch ein paar Tage zu warten, um zu sehen, ob es eine Allergie oder was auch immer war.

Die Nies-Situation verbesserte sich nicht und am folgenden Sonntagabend gab es 10 Minuten Niesen hintereinander.
Am nächsten Tag ging ich wieder zum Tierarzt, wo ich jemanden fand, der schlauer war, der ihn sofort ein zweites Mal gründlich untersuchte und einen schönen Nasenabstrich machte, den wir ins Labor schickten und der positiv für Pasteurellose zurückkam.

Ich bin jetzt an Tag 7 der Antibiotika. Sie gaben mir auch ein Magenschutzmittel, das ich etwa 3h vor dem Antibiotikum geben sollte, und auch Echinacea.
Die Situation hat sich verbessert, ist aber noch nicht vollständig geheilt.

Was kann ich tun, um meinem Kleinen zu helfen?
Hat jemand Erfahrungen aus erster Hand mit dieser wütenden Erkältung?

Glücklicherweise scheint es auf die Nase beschränkt zu sein und nicht auf andere Teile, aber ich würde gerne verhindern, dass es schlimmer wird.

4Chaoten 04.05.2021 19:13

Willkommen und dir ein wenig Nerven schick:wink5:


der kleine Thor niest, hat er auch Ausfluss an der Nase, Auge oder anderes was dir aufgefallen ist?
Ein Abstrich wurde gemacht, aber kein Antibiogramm (um festzustellen, welches AB)?
Für mich hört es sich nach Kaninchenschnupfen an, je schneller man richtig behandelt, je besser die Chance, ihnen ein gutes, sorgenfreies Leben zu geben
Die nächste Frage wäre, wie erfahren sind die TÄ mit "Heimtieren" (Kaninchen, Meeris etc) nicht Kleintieren wie z. B. Hund, Katze. Du kannst gerne Marinahexe (Modi) eine PN mit Angabe deiner PLZ schicken und nach einem erfahren TA fragen


Dann lese dir bitte die Seite "Kaninchenwiese" durch . Ich würde sagen alles:wink5: und besonders das Thema Schnupfen (das kann ich hier nicht alles aufschreiben)
Wichtig ist das Immunsystem zu stärken und das richtige AB und das sollte schon mind 2 Wochen oder länger gegeben werden
Jetzt erstmal Ruhe bewahren, dass wird schon:thumbsup:

Febix 04.05.2021 21:42

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Mein Tierarzt ist auf Heimtiere spezialisiert.

Der Nasenabstrich wurde gemacht und das Ansprechen auf das Antibiotikum ist wieder da, tatsächlich gebe ich das Antibiotikum jetzt seit 7 Tagen. Sie will mich morgen zu einer Untersuchung sehen.
Und um zu entscheiden, ob ich das Antibiotikum weiter nehmen soll oder nicht.

Soweit ich sehen kann, hat sich die Krankheit definitiv gebessert, aber wir sind noch weit vom endgültigen Ergebnis der Heilung entfernt.

Ich würde gerne präziser helfen können, aber ich fürchte, man kann nicht viel mehr tun, als ich tue. �� Armer Thor.

Rakete 05.05.2021 07:48

Bitte mind. 3 Wochen behandeln, die Pasteurellen kriegt man in so kurzer Zeit nicht weg. Gemäß Dr. Diana Ruf (Webseminar Kaninchenschnupfen)sollte man sogar 4-6 Wochen behandeln. Im Anfangsstadium (bevor es chronisch wird, wenn es länger als 2 Wochen besteht!) hat man gute Chancen, es vollständig zu heilen. Allerdings muss in dieser Zeit aggressiv behandelt werden: mit Antibiotika und möglichst vielen Mitteln, die bei Kaninchenwiese aufgezählt sind. Am besten alles gleichzeitig...

Wird zu kurz behandelt, dann werden sich die Pasteurellen wieder nach kurzer Zeit vermehren. Es ist eh schon sehr schwierig, die mit irgend etwas vollständig abzutöten.

Zu den täglichen Behandlungen gehören Inhalationen (am besten mit Kaltinhalator), Schleimlöser (Sinupret, Bisolvon).
unterstützend sind Kräuter und diverse Nahrungsmittel wie Ingwer oder solche, die Senföle enthalten (siehe Aufzählung Kaninchenwiese). RodicarePulmo, Angocin, Futter- Wasseröle aus Thymian/Oregano (das sind KEINE ätherischen Öle, nur weil das oft verwechselt wird!).

Mit Zylexis- Kur hatte ich schon sehr gute Erfolge (so dass es nicht mehr wieder kam), allerdings NUR im Anfangsstadium. Wenn es schon chronisch ist, dann hatte es keinerlei Effekt. Ein Versuch wäre es zumindest wert.

Ist der Schnupfen einmal chronisch, dann muss sich das Immunsystem leider irgendwie mit den Pasteurellen arrangieren. Daher ist es wichtig, das Immunsystem zu stärken. Symptome können auch nur leicht sein, aber nehmen im Alter häufig zu. Stress und schlechte Hygiene sollte minimiert werden, da das auch eine Auswirkung auf die Krankheit hat. Mobbing und Streitereien ist also kontraproduktiv, nur weil Du ja schon berichtet hast, dass er mit Kratzern gekommen ist...

Wurde er denn bereits vergesellschaftet oder ist er noch alleine in Quarantäne?

Pasteurellen sind ansteckend für das Partnertier. Viele Kaninchen tragen allerdings den Erreger schon in sich, ohne dass die Krankheit ausbricht.

Allerdings ist zu erwähnen, dass selbst bei leichten Symptomen, wo nur die Nase betroffen ist, das über einige Jahre hinweg auch sehr zerstörerisch wirkt. Ich hatte bereits 2 Kaninchen, wo die Nasennebenhöhlen (und Tränenkanal) stark verkalkt wurden und Läsionen im Knochen und Lammelenstrukturen waren. Was dann zu Atembehinderung führt. Der Zustand ist dann nicht mehr heilbar.

Daher gilt es im Anfangsstadium bereits zu verhindern, dass sich Pasteurellen groß vermehren und in den tieferen Regionen der NNH einnisten können.

PS: Deine Dame (Vermehrerin?) sollte mit solchen Tieren in ihrem Bestand, die bereits Pasteurellen haben, nicht mehr weiter vermehren. Ein seriöser Züchter würde so was auch nie tun! Daher würde ich sie informieren, dass sie Pasteurellen im Bestand hat und keine harmlose Heuallergie (was es eh kaum je gibt..)

Febix 05.05.2021 09:15

Okay. Ich werde heute bei der Tierärztin darauf bestehen, dass sie das Antibiotikum mindestens für ein paar Wochen verlängert.

Was das Zusammensein mit anderen Kaninchen angeht. Ja. Er war mit meinem kleinen Mädchen zusammen. Ich habe eine Weile gebraucht, um das herauszufinden, und als ich dann zur Tierärztin ging, sagte sie, es hätte keinen Sinn mehr, sie zu trennen.

Aber alles in allem scheint es Lakritz gut zu gehen (hoffentlich!!).

Dankeschön für alle die Infos! Ich kümmere mich ein paar Produkte zu Kaufen.

Vielen lieben Dank ♥️

Rakete 05.05.2021 19:45

Alles Gute!

Ich habe eher deswegen nachgefragt, ob er alleine ist oder mitten in einer schwereren Vergesellschaftung steckt. Beide Situationen sind stressbegünstigend und können zur Erschwerung der Krankheit beitragen (nebst Trennung von der Mutter, Umzug, etc.). Und einzeln kannst Du ihn ja eh nicht lassen, schon gar nicht, wenn er noch jünger ist.

Zudem wie gesagt, viele Kaninchen sind schon Pasteurellen- Träger, auch wenn es nicht nachweisbar ist. Und es ist auch nicht gut, wenn man nur Kranke Tiere zueinander setzt. Das Immunsystem ist sowieso schon angeschlagen und muss sich dann noch mit zusätzlichen Bakterien des Partners herum schlagen. Und jedes Kaninchen das niest, schleudert eine Vielzahl an Viren und Bakterien umher... Je mehr herum Niesen, desto stärker ist die Luft damit belastet.

Gemäß Kannchenwiese werden sehr oft Jungtiere von ihrer Mutter angesteckt, teilweise sogar schon im Mutterleib. Auch mit ein Grund, wieso kein seriöser Züchter mit solchen Kaninchen weiter züchten sollte, da sonst weitere Schnupfer produziert werden. Die haben vermutlich auch schlechte Gene, respektive dadurch ein schlechtes Immunsystem.

Und öfters kommen solche Tiere auch aus schlechteren Haltungen, wo sie oft in Buchten (Ställen) sitzen, wodurch Ansteckungen durch so viele Kaninchen auf engem Raum gefördert werden. Rein Statistisch gesehen, sind dann solche Bestände relativ rasch durchseucht.

Febix 05.05.2021 20:44

Was mich eigentlich am meisten stört, ist die Lüge von Thors erster Besitzerin. Es war nicht seriös von ihr, zu lügen, geschweige denn ihn wegzugeben, um "ihre Hände in Unschuld zu waschen".
Schrecklich.

Glücklicherweise scheint es Lakritz gut zu gehen, außer dass er leider noch auf seine Kastration am 31. warten muss und jetzt in einer schrecklichen hysterischen Schwangerschaft steckt.

Ich zähle schon den 31. Mai herunter.

Da ich aber ein Kaninchen-Neophyt bin, habe ich zwei problematische Situationen gefunden. ����

Aber ich liebe sie trotzdem sehr gern und versuche, das Beste daraus zu machen.

Rakete 06.05.2021 00:15

Das verstehe ich jetzt nicht ganz: er ist noch nicht kastriert, aber mit Deiner Häsin zusammen?

Febix 06.05.2021 18:56

Er ist kastriert seit 8 wochen. Aber sie werden am 31.05 kastriert.

Terry 06.05.2021 21:02

Das verstehe ich jetzt nicht... :confused:

Febix 06.05.2021 21:33

Ich werde eine kurze Zusammenfassung geben, weil ich fürchte, dass mein schlechtes Deutsch das Problem nicht klar gemacht hat:

Thor ist das männliche Kaninchen, das ich gekauft habe und das leider an Pasteurella erkrankt ist.
Als ich ihn gekauft habe, hat mir der erste Besitzer erzählt, dass er eine Heuallergie hat. Es ist diese Lüge, die mich grundlegend stört.
Denn wenn der Erstbesitzer sich zuerst um diese Krankheit gekümmert hätte, wäre sie wahrscheinlich nicht chronisch geworden. Stattdessen ist sie jetzt chronisch.

Lakritz ist das Sissy-Kaninchen, das ich gekauft habe und das in perfekter Gesundheit ist, abgesehen davon, dass sie leider hysterisch ist und in jeder Situation versucht, Thor zu besteigen.
Lakritz wird am 31. Mai kastriert werden.
Thor hingegen wurde drei Wochen bevor ich ihn gekauft habe kastriert. Er hat also keine Lust, außer sporadisch, wenn er sich darüber ärgert, dass Lakritz ihn besteigt.

Aber für das Pasteurella-Problem war Raketa super gut und hat mich beraten.

Rakete 07.05.2021 12:49

Alles klar nun :wink5:
Hast Du Dich vergewissert, dass Thor auch wirklich kastriert ist? Nur weil so seriös Deine Züchterin/Vermehrerin nicht ausschaut. Und ich darauf nicht so viel geben würde, was sie erzählt...

Febix 07.05.2021 12:57

Ich habe versucht zu schauen und habe nichts gesehen, aber was noch wichtiger ist, ich habe ihn zweimal zum Tierarzt gebracht, um sicher zu gehen, dass da nichts ist.

Die Tierärztin sagte mir, dass tatsächlich äußerlich nichts zu sein scheint. Tatsächlich schrieb sie kastriert in ihr Büchlein.

Aber sie hat mich gewarnt, dass er auch innere Genitalien haben könnte. Meine Hoffnung ist, dass das nicht der Fall ist, sonst habe ich bald viele kleine Kaninchen im Haus ����.

Übrigens: Seit die beiden Kaninchen getrennt sind, scheint Lakrits wieder normal zu sein.

Rakete 07.05.2021 19:11

Das die Hoden nicht abgestiegen sind und im Bauchraum verwachsen, kommt sehr selten vor.

Wieso hast Du die Beiden denn wieder getrennt?

Febix 07.05.2021 19:38

Weil mit der hysterischen Schwangerschaft von Lakritz wurde sie verrückt und wollte ihn alle 2 Minuten, er zu machen.
Zu stressig, auch in Anbetracht dessen, dass er eine chronische Krankheit hat

Die Vet hat mir das empfohlen. Zu stressig.Für sie und für Thor

Rakete 07.05.2021 20:07

Kann ich jetzt zwar nicht beurteilen, wie schlimm es war. Es hätte ja gut sein können, dass sie sich etwas beruhigt und er das Ganze relativ ruhig über sich ergehen lässt. Letzteres hatte ich auch schon: meinem Kastraten war das relativ egal, aber die Häsin dagegen war im Dauerstress..
und wenn es wirklich derart schlimm war, hätte man her mal vorübergehend dagegen eine Hormonspritze geben können, auch wenn ich jetzt kein Fan davon bin. Getrennt hätte ich jetzt nur, wenn es ihm gesundheitlich wirklich schlecht geht.

Auch Alleinsein ist ein Stressfaktor ist, was nicht zu unterschätzen ist.... Zudem kannst Du ihn auch nicht ewig alleine lassen und eine neue VG könnte auch wieder stressig sein.

Hast Du denn keinen früheren Kastrations-Termin bekommen?

Febix 07.05.2021 20:21

Tatsächlich lasse ich sie nicht die ganze Zeit allein.

Wir haben 15-20-minütige Sitzungen, in denen ich sie zusammenhalte. Ich muss sagen, dass sie tatsächlich funktionieren.

Sie ist immer noch gestresst, aber viel weniger als vorher.
Und auch Thor kann endlich aufatmen.

Der Tierarzt hat mir dringend davon abgeraten, sie vor dem 31. kastrieren zu lassen, weil sie im Moment sehr gestresst ist.
Er hat mir ein paar Tropfen gegeben, die ich von jetzt an bis zum 31. einnehmen soll, um sie ein wenig zu beruhigen, vor allem, da diese hysterische Schwangerschaft weitergeht.

Natürlich war mein erster Gedanke, dass keines der Kaninchen gestresst sein sollte.

Also versuche ich auch, mich zu beruhigen und auf das zu hören, was der Tierarzt mir geraten hat.

Ich stelle mir vor, dass das Lesen dieser Worte von einer dritten Person wie das Lesen der Worte eines ängstlichen Psychos ist.

Rakete 08.05.2021 10:36

Entweder hält man die Kaninchen strikt getrennt oder lässt sie zusammen. Zwischendurch mal rasch zusammen setzen stresst viel mehr und sollte nicht gemacht werden. Das ist kontraproduktiv und führt in der Regel erst Recht zu Aggressionen. Sie müssen sich ja immer wieder von Neuem miteinander auseinander setzen. siehe auch Kaninchenwiese.

Wenn es wirklich so Stress für alle ist, dann hätte ich sie mit Gitter getrennt gehalten.
Und wenn es jetzt beim Zusammensetzen immer relativ ruhig war, dann gibt es keinen Grund zur Trennung mehr.

Und es gibt durchaus Häsinnen, die sind ständig auf einem Hormon-Trip, da kann man lange warten... ich hatte mal eine alte Übernahme Häsin, die war so... Da hätte ich auch gleich kastrieren sollen,statt noch zu zu warten. Sie hatte bereits eine stark veränderte Gebärmutter.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 19:59 Uhr.



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