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Impfungskosten für 2 Kaninchen auf Kaninchen Forum

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Oda Oda ist offline
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 25.10.2019
Beiträge: 149
Oda befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.05.2020, 10:07

Ist mit Impfbescheinigung vielleicht das ganze Heftchen gemeint, und nicht nur das „Einkleben“?



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Ninchen
 
Registriert seit: 17.05.2020
Beiträge: 4
Lopp befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.05.2020, 12:54

Zitat:
Zitat von Oda Beitrag anzeigen
Ist mit Impfbescheinigung vielleicht das ganze Heftchen gemeint, und nicht nur das „Einkleben“?
Nein, wir haben tatsächlich den impfpass mitgebracht und die TÄ hat darauf eingeklebt und gestempelt.




Benutzerbild von Eglantine
Ninchen
 
Registriert seit: 23.05.2020
Beiträge: 27
Eglantine befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 23.05.2020, 14:18

Hallo,


zum Vergleich:


September 2019:
- Gesundheitscheck
- Impfung mit Filavac + Rika Vacc Myxo
- Neuausstellung eines Impfpasses

= 50 Euro pro Kaninchen


Mai 2020 (andere Tierärztin):
- Gesundheitscheck
- Impfung mit Nobivac RHD Myxo Plus
- Neuausstellung eines Impfpasses
= 25 Euro pro Kaninchen




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 23.05.2020, 14:51

Zitat:
Mai 2020 (andere Tierärztin):
- Gesundheitscheck
- Impfung mit Nobivac RHD Myxo Plus
- Neuausstellung eines Impfpasses
= 25 Euro pro Kaninchen

Verlass Dich bitte nicht darauf, dass der Impfstoff 12 Monate schützt. Ich würde nach 8-10 Monaten das nächste Mal impfen. Die Studien haben 12 Monate unter Laborbedingungen stattgefunden, also absolut steril. Schon bei Filavac hat sich gezeigt, dass der kein ganzes Jahr schützt, deshalb wird hier eine halbjährliche Impfung empfohlen. Das scheint zu passen.




Benutzerbild von Eglantine
Ninchen
 
Registriert seit: 23.05.2020
Beiträge: 27
Eglantine befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 23.05.2020, 17:25

Zitat:
Zitat von marinahexe Beitrag anzeigen
Verlass Dich bitte nicht darauf, dass der Impfstoff 12 Monate schützt. Ich würde nach 8-10 Monaten das nächste Mal impfen. Die Studien haben 12 Monate unter Laborbedingungen stattgefunden, also absolut steril. Schon bei Filavac hat sich gezeigt, dass der kein ganzes Jahr schützt, deshalb wird hier eine halbjährliche Impfung empfohlen. Das scheint zu passen.



Hallo und vielen Dank für die Info! Allerdings verunsichert mich das jetzt etwas, da ich anderswo gelesen habe, dass Impfungen sehr wahrscheinlich deutlich länger wirken als offiziell angegeben wird und zu häufiges Impfen dann eher nicht ratsam ist. Ich muss mich da wohl noch mehr informieren - hast du da noch Lesetipps für mich?




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 23.05.2020, 17:45

Hier steht vielleicht was drin:
https://www.kaninchenforum.de/kaninchenkrankheiten-gesundheit/46991-rhd-1-2-2020-a.html
https://www.kaninchenforum.de/kaninchen-faq/45575-rhd-1-2-2019-a.html


Du kannst Dich auch bei FB informieren:
Beratung und Austausch zu RHD/RHD II


Kaninchenspezialisten empfehlen die halbjährliche Impfung mit Filavac (obwohl der Schutz 12 Monate halten soll), weil bereits mehrfach Tiere nach 8 oder 10 Monaten gestorben sind. Diese Fälle sind pathologisch belegt.




Moderatorin
 
Registriert seit: 13.07.2014
Beiträge: 1.926
Diabi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 23.05.2020, 18:09

Zitat:
Zitat von Eglantine Beitrag anzeigen
Hallo und vielen Dank für die Info! Allerdings verunsichert mich das jetzt etwas, da ich anderswo gelesen habe, dass Impfungen sehr wahrscheinlich deutlich länger wirken als offiziell angegeben wird und zu häufiges Impfen dann eher nicht ratsam ist. Ich muss mich da wohl noch mehr informieren - hast du da noch Lesetipps für mich?
Solche Infos kommen ganz gerne mal von Impfgegnern oder -Kritikern, die die Funktionsweise von Impfungen schlicht nicht verstehen.

Bei einer Impfung, die ja den Kontakt mit einem Erreger simuliert, bildet der Körper Abwehrstoffe gegen diesen Erreger, die sog. Immunantwort. Wie gut diese ausfällt, hängt u.a. auch vom jeweiligen Körper ab: nicht jeder reagiert gleich gut und anderweitige Erkrankungen können dafür sorgen, dass die Immunantwort auch mal schlechter ausfällt.

Zudem nimmt die Menge der Antikörper, die gegen einen Erreger gebildet wurden, mit der Zeit ab, wie schnell das geht, hängt auch von vielen Faktoren ab.

Beim Menschen kann getestet werden, wie viele Antikörper noch vorhanden sind, bei Kaninchen wird dies in der Regel nicht gemacht.

Und da du in dein Kaninchen nicht reinschauen kannst, kannst du auch nie Rückschlüsse ziehen, ob es evtl wegen anderweitiger Erkrankungen nur wenige Antikörper gebildet hat.

Jede Wiederholungsimpfung erinnert den Körper daran, dass es diesen bestimmten Erreger gibt und sorgt für neue Antikörper. Daher ist der Körper bei einer noch nicht lange zurück liegenden Impfung deutlich besser in der Lage, den Erreger zu bekämpfen.

Eine Rolle spielen auch die Lebensumstände und die Virenlast: unter Laborbedingungen ist sichergestellt, dass das Kaninchen nicht mit anderen Krankheiten und Widrigkeiten kämpfen muss, wenn es geimpft wird bzw wenn es erneut mit dem Erreger in Kontakt kommt.

Bei dir ist dies nicht der Fall, zudem können bei dir vielleicht auch, wenn gerade die Seuche in deiner Gegend grassiert, deutlich mehr Erreger an dein Kaninchen gelangen, als beim Labortest.

Und schlussendlich gab es einfach schon mehrere bestätigte RHD2 Fälle, bei denen die letzte Impfung weniger als ein Jahr zurück lag: dies ist m.E. deutlich aussagekräftiger, als Mutmaßungen von Hobby-Virologen, die mit Argumenten ala „die Pharmaindustrie will nur mehr Geld verdienen“ für Verunsicherung sorgen.

Ich persönlich impfe daher lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig.



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Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 23.05.2020, 19:21

Zitat:
Zitat von Diabi Beitrag anzeigen
Solche Infos kommen ganz gerne mal von Impfgegnern oder -Kritikern, die die Funktionsweise von Impfungen schlicht nicht verstehen.

Bei einer Impfung, die ja den Kontakt mit einem Erreger simuliert, bildet der Körper Abwehrstoffe gegen diesen Erreger, die sog. Immunantwort. Wie gut diese ausfällt, hängt u.a. auch vom jeweiligen Körper ab: nicht jeder reagiert gleich gut und anderweitige Erkrankungen können dafür sorgen, dass die Immunantwort auch mal schlechter ausfällt.

Zudem nimmt die Menge der Antikörper, die gegen einen Erreger gebildet wurden, mit der Zeit ab, wie schnell das geht, hängt auch von vielen Faktoren ab.

Beim Menschen kann getestet werden, wie viele Antikörper noch vorhanden sind, bei Kaninchen wird dies in der Regel nicht gemacht.

Und da du in dein Kaninchen nicht reinschauen kannst, kannst du auch nie Rückschlüsse ziehen, ob es evtl wegen anderweitiger Erkrankungen nur wenige Antikörper gebildet hat.

Jede Wiederholungsimpfung erinnert den Körper daran, dass es diesen bestimmten Erreger gibt und sorgt für neue Antikörper. Daher ist der Körper bei einer noch nicht lange zurück liegenden Impfung deutlich besser in der Lage, den Erreger zu bekämpfen.

Eine Rolle spielen auch die Lebensumstände und die Virenlast: unter Laborbedingungen ist sichergestellt, dass das Kaninchen nicht mit anderen Krankheiten und Widrigkeiten kämpfen muss, wenn es geimpft wird bzw wenn es erneut mit dem Erreger in Kontakt kommt.

Bei dir ist dies nicht der Fall, zudem können bei dir vielleicht auch, wenn gerade die Seuche in deiner Gegend grassiert, deutlich mehr Erreger an dein Kaninchen gelangen, als beim Labortest.

Und schlussendlich gab es einfach schon mehrere bestätigte RHD2 Fälle, bei denen die letzte Impfung weniger als ein Jahr zurück lag: dies ist m.E. deutlich aussagekräftiger, als Mutmaßungen von Hobby-Virologen, die mit Argumenten ala „die Pharmaindustrie will nur mehr Geld verdienen“ für Verunsicherung sorgen.

Ich persönlich impfe daher lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig.



Dafür gibt's ne 1 mit Sternchen




Moderatorin
 
Registriert seit: 13.07.2014
Beiträge: 1.926
Diabi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 23.05.2020, 19:50

Zitat:
Zitat von marinahexe Beitrag anzeigen
Dafür gibt's ne 1 mit Sternchen
Och, keinen Einhornsticker?




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 23.05.2020, 19:55

Zitat:
Zitat von Diabi Beitrag anzeigen
Och, keinen Einhornsticker?

Ok, ein Einhornsticker *rüberschick*




Benutzerbild von Eglantine
Ninchen
 
Registriert seit: 23.05.2020
Beiträge: 27
Eglantine befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.05.2020, 11:40

Zitat:
Zitat von Diabi Beitrag anzeigen
Solche Infos kommen ganz gerne mal von Impfgegnern oder -Kritikern, die die Funktionsweise von Impfungen schlicht nicht verstehen.

Bei einer Impfung, die ja den Kontakt mit einem Erreger simuliert, bildet der Körper Abwehrstoffe gegen diesen Erreger, die sog. Immunantwort. Wie gut diese ausfällt, hängt u.a. auch vom jeweiligen Körper ab: nicht jeder reagiert gleich gut und anderweitige Erkrankungen können dafür sorgen, dass die Immunantwort auch mal schlechter ausfällt.

Zudem nimmt die Menge der Antikörper, die gegen einen Erreger gebildet wurden, mit der Zeit ab, wie schnell das geht, hängt auch von vielen Faktoren ab.

Beim Menschen kann getestet werden, wie viele Antikörper noch vorhanden sind, bei Kaninchen wird dies in der Regel nicht gemacht.

Und da du in dein Kaninchen nicht reinschauen kannst, kannst du auch nie Rückschlüsse ziehen, ob es evtl wegen anderweitiger Erkrankungen nur wenige Antikörper gebildet hat.

Jede Wiederholungsimpfung erinnert den Körper daran, dass es diesen bestimmten Erreger gibt und sorgt für neue Antikörper. Daher ist der Körper bei einer noch nicht lange zurück liegenden Impfung deutlich besser in der Lage, den Erreger zu bekämpfen.

Eine Rolle spielen auch die Lebensumstände und die Virenlast: unter Laborbedingungen ist sichergestellt, dass das Kaninchen nicht mit anderen Krankheiten und Widrigkeiten kämpfen muss, wenn es geimpft wird bzw wenn es erneut mit dem Erreger in Kontakt kommt.

Bei dir ist dies nicht der Fall, zudem können bei dir vielleicht auch, wenn gerade die Seuche in deiner Gegend grassiert, deutlich mehr Erreger an dein Kaninchen gelangen, als beim Labortest.

Und schlussendlich gab es einfach schon mehrere bestätigte RHD2 Fälle, bei denen die letzte Impfung weniger als ein Jahr zurück lag: dies ist m.E. deutlich aussagekräftiger, als Mutmaßungen von Hobby-Virologen, die mit Argumenten ala „die Pharmaindustrie will nur mehr Geld verdienen“ für Verunsicherung sorgen.

Ich persönlich impfe daher lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig.

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort!



Das, was ich oben schrieb, habe ich von der Seite kaninchenwiese.de, die ja eigentlich sehr gut sein soll.



Die Stiko vet. schreibt, wenn ich das richtig verstehe, auch, dass man nicht zu früh nachimpfen soll:


"Bei Verwendung des gentechnisch veränderten Kombinationsimpfstoffes erfolgen Wiederholungsimpfungen in 12-monatigem Abstand. Bei einer früheren Wiederholungsimpfung sowie bei Kaninchen, die bereits mit einem anderen Myxomatose-Impfstoff geimpft wurden oder eine natürliche Myxomatose-Feldinfektion durchlebt haben, entwickelt sich aufgrund vorhandener Antikörper und daraus resultierender Neutralisation des Impfstoffes möglicherweise keine ausreichende Immunantwort gegen RHD."


Der gentechnisch veränderte Kombiimpfstoff ist doch Nobivac, oder bringe ich da was durcheinander?




Moderatorin
 
Registriert seit: 13.07.2014
Beiträge: 1.926
Diabi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.05.2020, 11:56

Hast du da einen Link dazu?

Denn wenn dies stimmen würde, wäre dies für mich ein Grund, niemals mit Nobivac zu impfen, und die Vektortechnologie wäre für die Herstellung von Impfstoffen unbrauchbar.

Letztlich müsste man dann nämlich mit der Wiederholungsimpfung so lange warten, bis das Kaninchen nur noch wenige oder besser gar keine Antikörper mehr gegen RHD und Myxo hat, mit der Folge, dass ein hohes Erkrankungs- und Sterberisiko in den Wochen/Monaten vor der Auffrischimpfung besteht.

Was Kaninchenwiese betrifft, hast du natürlich recht, dass dies grundsätzlich eine gute, informative Seite ist, gleichwohl stimmt auch dort nicht zwangsläufig alles 100 %ig (so sind z.B. die dort genannten Giftpflanzen lange nicht so problematisch für Kaninchen, aber dies ist ein anderes Thema...).



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Benutzerbild von Eglantine
Ninchen
 
Registriert seit: 23.05.2020
Beiträge: 27
Eglantine befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.05.2020, 12:04

Zitat:
Zitat von Diabi Beitrag anzeigen
Hast du da einen Link dazu?

Hier: https://stiko-vet.fli.de/de/empfehlungen/ Leitlinie zur Impfung von Kleintieren, Seite 16.




Benutzerbild von PollyBrow
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 14.06.2019
Beiträge: 203
PollyBrow befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.05.2020, 12:08

Wenn ich das hier lese, weiß ich meinen Tierarzt echt zu schätzen..
Wenn ich da bin, klärt sie vorher kurz , was geimpft werden soll und wie teuer das ca. ist.
Routineuntersuchung ist inklusive. Bei Krankheitsanzeichen muss ja schließlich erst geschaut werden, ob zum jetzigen Zeitpunkt geimpft werden kann!
Für den Impfpass hab ich noch nie was bezahlt.
Ich zahle jedes Jahr knapp 50 € pro Nin tutti completti.
Faire Preise und sie nimmt sich Zeit, auch wenn es "nur" eine Routineuntersuchung für ein paar Euro ist.

Die Praxis wird hier aber auch von jedem empfohlen, egal ob Hund, Katz oder Maus betreffend (Gemeinschaftspraxis mit 3 Tierärzten, eine davon spezialisiert auf Kaninchen)

Ich hatte bisher nur einen anderen Tierarzt davor. Und der war echt unter aller S....
Erstmal musste ich dauernd mit meinem teilweise ja krankem Tier im Wartezimmer über eine halbe Stunde sitzen. Und die Preise waren auch unverschämt. Ich wurde dort auch abgefertigt mit Kaninchen.. Bringen ja nicht viel Geld ein.
Durch Umzug bin ich zum Glück an meinen jetzigen geraten.




Moderatorin
 
Registriert seit: 13.07.2014
Beiträge: 1.926
Diabi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.05.2020, 12:50

Zitat:
Zitat von Eglantine Beitrag anzeigen
Hier: https://stiko-vet.fli.de/de/empfehlungen/ Leitlinie zur Impfung von Kleintieren, Seite 16.
@marinahexe: Kennst du jemanden, der Beziehungen zu IDT hat und dies mal nachprüfen könnte?

Wenn man wirklich immer 12 Monate mit der Nachimpfung warten müsste, um sicher zu sein, dass kaum noch Myxo-Antikörper vorhanden sind, weil sich sonst kein RHD-Impfschutz ausbildet, bezweifle ich wirklich, dass das neue Nobivac hinreichend Schutz vor RHD gewährleisten kann.

Und für Pflegestellen, die neu aufgenommene Tiere impfen wollen, wäre Nobivac dann auch kein geeigneter Impfstoff, weil man dann ja nie weiß, ob das Tier schon mal mit Myxo in Berührung kam.




Benutzerbild von Honeymouse
Kaninchen
 
Registriert seit: 02.08.2013
Beiträge: 27.916
Honeymouse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.05.2020, 13:23

Es war bis jetzt immer so, dass Nobivac einmal jährlich geimpft werden sollte und auch so empfolen wurde. Warum nun bei dem neuen Nobivac plötzlich anderes empfohlen wird, erschließt sich mir noch nicht.

Ja, bei Filavac wird es anders empfohlen, aber dort steht es auch anders im Originalbeipackzettel als bei uns. Auch Filavie gibt an, dass es im Idealfall öfters geimpft werden soll. Von Cunivac fang ich gar nicht erst an, der war ja sowieso murksig für RHD2.



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GESTERN warst Du noch bei uns, mit Deinem Lachen, mit Deiner Freude, mit Deinen Worten.
HEUTE bist du bei uns, in unseren Tränen, in unseren Fragen, in unserer Trauer.
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Moderatorin
 
Registriert seit: 13.07.2014
Beiträge: 1.926
Diabi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.05.2020, 14:58

@Honeymouse: das Problem, das ich nun sehe, ist, dass man ja keine verlässliche Aussage darüber treffen kann, wann so wenige Myxo-Antikörper vorhanden sind, dass bei einer erneuten Impfung mit Nobivac das Immunsystem auf die mit der Impfung verabreichten Myxo-Erreger so hinreichend anspringt, dass dabei dann auch die RHD Vektoren erkannt und dagegen dann auch (neue) Antikörper gebildet werden.

Bei Filavac stellt sich dieses Problem gar nicht, weil dort nicht mit Vektoren gearbeitet wird: es gibt einfach die toten RHD2 und RHD1 Erreger, gegen die der Körper dann Antikörper bildet. Wenn noch genug Antikörper vorhanden sind, gähnt das Immunsystem einfach und sagt sich „kenne ich doch schon, mach ich jetzt nicht nochmals“ oder „hab ich schon, mache ich nur noch ein paar“, wenn nicht mehr genügend Antikörper da sind, reagiert das Immunsystem, der Zeitpunkt der Wiederholungsimpfung ist daher nicht wirklich von Belang.

Bei Nobivac würde das Immunsystem sagen „Myxo, kenne ich schon, mache ich nichts“ und dann die RHD Vektoren, die ja in den Myxo-Erreger eingebaut wurden, gar nicht erst erkennen und dagegen dann auch keine (neuen) Antikörper bilden, obgleich womöglich nicht mehr genügend Antikörper gegen RHD vorhanden sind.




Benutzerbild von Honeymouse
Kaninchen
 
Registriert seit: 02.08.2013
Beiträge: 27.916
Honeymouse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.05.2020, 15:12

Meinst du nicht, dass IDT in ihren Studien das nicht mit überprüft haben und u.a. deswegen den Impfintervall von 12 Monaten rausgeben? Es ist denen ja bekannt, wie ihre Vektorimpfstoffe funktionieren. Es mag beschränkt denkende Impfhersteller geben, aber dass IDt nicht weiß wie ihre eigenen Impfstoffe funktionieren, bezweifel ich dann doch.
Ich kenne niemanden, der empfiehlt oder empfohlen hat, Nobivac häufiger als alle 12 Monate zu impfen. Ich habe und hatte nie ein Problem mit Nobivac und der wurde immer eimal jährlich geimpft. IDT halte ich für durchaus kompetent (anders als andere Hersteller...)



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Moderatorin
 
Registriert seit: 13.07.2014
Beiträge: 1.926
Diabi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.05.2020, 15:20

Hmpf, da es ja (vgl KSF) kürzlich schon die Richtigstellung durch IDT gab, das schon die leiseste Berührung mit Myxo dazu führen kann, dass sich keine Immunität gegen RHD ausbildet und empfohlen wurde, bei unklarem Impfstatus Filavac mitzuimpfen, bin ich da ein bisschen vorsichtig. Die drei Kaninchen, die kürzlich vier Wochen nach der Impfung mit dem neuen Nobivac an RHD verstorben sind, geben da schon zu denken...




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Kaninchen
 
Registriert seit: 02.08.2013
Beiträge: 27.916
Honeymouse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.05.2020, 15:26

Ich hab bisher immer von IDT gelesen, dass bei unklarem Status Filavac zugeimpft werden sollte.
Und bei den 3 Tieren hatte ich auch was gelesen...irgendwo...frag mich nur nicht wo

Ansonsten könntest du dich mal bei IDT melden. Die sind meines Wissen durchaus auskunftsbereit.



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